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Thema: Ausbildung und Studium? vom 26.11.2007


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Ausbildung und Studium?
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luksen
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Dabei seit: 26.11.2007
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Verfasst Mo 26.11.2007 11:26
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Ausbildung und Studium?

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Hi,

Kommenden Sommer werde ich die Schule mit dem Abitur beenden. Daher sollte ich mir langsam Gedanken machen, was ich denn wohl danach machen könnte. Nach ein bißchen googlen und Überlegungen, was mir Spaß macht, bin ich auf die Ausbildung des Mediengestalters gekommen.
Warum gerade Mediengestalter? Ich beschäftige mich in meiner Freizeit sehr viel mit dem Gestalten von Webseiten, Flyern und Wallpapern. Also dachte ich mir warum nicht das Hoddy zum Beruf machen. Ich würde auch sagen, dass ich schon recht gut bin und Erfahrungen sammeln konnte, kann es aber nicht genau einschätzen Lächel .
Jetzt ist meine eigentliche Frage: Wie stelle ich mich am besten an, um mich möglichst gut zu qualifizieren? Macht es Sinn erst eine Ausbildung zu machen und dann zu studieren? Welche Aufstiegschancen bietet der Beruf? Welche Studiengänge kämen in Frage, wenn ich eine Ausbildung abgeschlossen hätte?
Wäre nett, wenn ich mir da etwas weiterhelfen könnt. Ich hatte mir überlegt hier eine Ausbildung zu machen und dann evtl noch Medienmanagement zu studieren. Macht das Sinn?
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mtk

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Verfasst Mo 26.11.2007 12:33
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Hallo luksen,

also vom Studium Medienmanagement würde ich dir abraten. Das ist eher was für Medienberater. Du willst ja eher selbst designen.

Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten: Ich bin selber ausgebildeter Mediengestalter für Digital- und Printmedien FA Design Non-Print. *luft hol* Ich habe also eine praktische Lehre gemacht. Was du da lernst oder lernen kannst variiert immer je nach Betrieb. Ich hatte allerdings eine ziemlich breite Ausbildung und bin bisher auch jeder Aufgabe gewachsen gewesen.

Den größten Unterschied den ich dir zwischen Studierten und Gelernten sagen kann ist folgender: Die Studenten haben kaum Praxiserfahrungen mit den Programmen und den Geräten. Sie bleiben manchmal an den alltäglichsten Problemen hängen wie: Mein Tiff hat in der PDF einen farbigen Hintergrund! Warum ist das so? - Wenn du jeden Tag mit sowas zu tun hast, weil es raus muss, bist du halt viel Alltagstauglicher. Von der Theorie die vermittelt wird ist der Lehrplan ähnlich, wir Lernenden haben nur weniger Zeit für die Theorie. Aber den Rest macht dann das Selbststudium. ^^

Klarer Vorteil beim Studium: Du hast am Ende das Diplom! Und das wiegt nunmal was in der Berufswelt.

Im Fazit kann ich sagen: Es gibt "Stümper" (ich sag das jetzt mal bewusst hart!) in beiden Wegen.

Hoffe ich konnte dir etwas helfen.
MFG mtk
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luksen
Threadersteller

Dabei seit: 26.11.2007
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Verfasst Mo 26.11.2007 15:34
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Mein Problem ist nur, ich möchte nicht mein ganzes Leben M-Gestalter bleiben und sehe da auch nicht so viele Chancen viel Geld zu verdienen mit. Daher würde ich gerne erst eine Ausbildung machen und dann schon Medienmanagement studieren, damit ich zb. Werbeabteilungen leiten könnte oder etwas in die Richtung. Die praxisorientierte Ausbildung soll dann dazu dienen, damit ich selber auch Ahnung habe, was andere für mich machen sollten.

Ich hoffe das mein Problem bzw. meine Absicht jetzt deutlicher ist.

Ich versuche herauszufinden auf welchem Weg man in der Branche gut Geldverdienen kann.
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mtk

Dabei seit: 29.11.2004
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Verfasst Mo 26.11.2007 15:46
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Also wenn du Geld verdienen willst empfehle ich dir die Finanzbranche. Denn die wenigsten hier verdienen wirklich gut. Der Wettbewerb ist hart und ständig musst du dich neu erfinden und glänzen, jedenfalls in der Liga wo du einigermaßen wohlhabend werden kannst.

Medienmanagement spezialisiert dich auf Projektplanung, -leitung und Durchführung. Aber das ist auch nur ein Zwischenstopp. Die wahren Leiter von Werbeagenturen sind dann doch wieder eher Manager und PR-Fachmänner.

Ich betone dass das nur meine Meinung ist aber wenn du was verdienen willst orientier dich neu.

MFG mtk
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Benutzer 9094
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Ort: -

Verfasst Mo 26.11.2007 19:48
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Hi, hörts sich ja ganzschön ambitioniert an... (was nichts schlechtes ist!)

Vorweg: Wenn's Dir echt ums Geld geht, mach Jura, Wirtschaftingenieruswissenschaften oder Informatik. Das ist in der Tat vielversprechender, und nebenbei kein Stück unkreativ, wenn man es drauf anlegtl!

So, mein Sicht zum Unterschied zwischen Ausbildung und Studium: Es sind zwei sehr unterschiedliche Dinge, die vermittelt werden. Eine Ausbildung ist zwar in guten und großen Firmen manchmal auch einigermaßen breit angelgt, bietet aber in der Regel nicht das theoretische oder konzeptionelle Training eines richtigen Hochschulstudiums (damit meine ich jetzt nicht die ganzen Privatschulen). Im Studium hat man dagegene sicher nicht die gleiche Menge an Prixelschubserfahrung, allerdings lernt man das durch Praktika und natürlich ebenso durch Eigeninitiative.
Man sollte nicht vergessen, dass die Ausbildung "Mediengestalter für Digital- und Printmdien" eine technisches Ausbildung ist, daran ändern auch nochso kreative Zusätze wie "Fachrichtung Mediendesign" grundsätzlich nichts. Konzepte erarbeiten und solche vor Gruppen zu präsentieren lernt man dagegen an Fachhoschulen, Universitäten und Kunstakademien.

Ich bin selber gelernter Mediengestalter und bin gerade dabei meinen Universitätsabschluss vorzubereiten. Insofern kenne ich beides ein bisschen.

Wenn Du schon weißt, dass Du auf Dauer mehr willst als ein bisschen flashen, in Indesign rumzuklicken und über Typographie zu fachsimpeln, kann ich Dir nur von einer Ausbildung nur abraten! Mach' lieber während des Studiums mehrere lange Praktika. Wenn Du drei oder vier interessante Firmen jeweils für ein paar Monate kennelernst, hast Du da am Ende mehr von als zwei/drei Jahre in einem Betrieb an der Routine teilzunehmen. Vor allem hast Du die Chance immer wieder neue Perspektiven zu entdecken und im nächsten Praktikum weiterzuverfolgen. Vermutlich wirst Du am Ende dann zwar nicht den Job machen, von dem Du heute träumst, aber mit Sicherheit wirst Du etwas finden, das auch wirklich zu Dir passt. Ich rate Dir, offen für Neues zu bleiben und Deinen Iteressen zu folgen - dann klappt das schon von ganz allein.

Für mich war die Mediengestaltung eine sehr gute Zwischenstation, von der aus ich mich hervorragend weiterentwickeln konnte. . Die Ausbildung hat mir auch genug Sicherheit gegeben, um mich durch ein wundervoll theoretisches Studium zu kämpfen. Es war sehr beruhigend zu wissen, dass man immer einen passablen Job finden würde, wenn das die Vorlesungen sich zu sehr nach Bahnhof anhören würden. Aber trotzdem bezweifele ich heute, dass es wirklcih nötig war die ganze Zeit zu investieren. Das kommt sehr stark auf Deine Persönlichkeit an, und auf Deine Zielsetzungen.

Wenn Du also klar siehst, dass Du was akademisches machen willst, solltest Du auch nicht damit warten. Studier' ein Fach, dass Dir liegt und Spass macht - ob das jetzt Kunst, Industriedesign oder Visuelle Kommuniation ist (im Zwiefel tut's aber auch Philosophie, Medizin oder VWL). Mach' nach zwei Semestern ein längeres Praktikum bei 'ner Agentur, und dann wirst Du schon sehen was für Dich Sinn macht, und auch wie es für Dich weiter geht.

Viel Erfolg - und viel Spass!
 
Benutzer 27313
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Ort: -

Verfasst Mo 26.11.2007 21:36
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Re: Ausbildung und Studium?

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luksen hat geschrieben:
Warum gerade Mediengestalter? Ich beschäftige mich in meiner Freizeit sehr viel mit dem Gestalten von Webseiten, Flyern und Wallpapern. Also dachte ich mir warum nicht das Hoddy zum Beruf machen. Ich würde auch sagen, dass ich schon recht gut bin und Erfahrungen sammeln konnte, kann es aber nicht genau einschätzen Lächel .

Meiner Erfahrung nach überschätzen sich die meisten Hobby-Gestalter. Wenn es dann um ernste Gestaltungsprobleme geht, wird ganz schnell deutlich, dass viele nicht auffassend gestalten können, sprich auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden eingehen können. Aber das ist ein Aspekt, den man in der Ausbildung und im Beruf lernen kann.

Zitat:
Jetzt ist meine eigentliche Frage: Wie stelle ich mich am besten an, um mich möglichst gut zu qualifizieren? Macht es Sinn erst eine Ausbildung zu machen und dann zu studieren?

Ja, das ist sogar sehr sinnvoll, da die Grundlagen in der Ausbildung gelegt werden und man nach einer Ausbildung meiner Erfahrung nach sehr gut theoretische Modelle mit lebendigem Inhalt füllen kann.

Zitat:
Welche Aufstiegschancen bietet der Beruf?

Die Aufstiegschancen eines Mediengestalters sind mäßig bis schlecht. Einige schaffen es in kleineren bis mittleren Agenturen zum Art Director, andere zum Produktioner. Die Regel ist das aber nicht, denn in qualifizierteren Positionen musst Du Dich gegen Leute mit höheren Qualifikationen, häufig einem Studium durchsetzen. Chancen bieten Weiterbildungen und Abschlüsse auf Meisterniveau, wie bspw. Medientechniker oder Medienfachwirt.

Zitat:
Welche Studiengänge kämen in Frage, wenn ich eine Ausbildung abgeschlossen hätte?

Das kommt auf Deine Interessen an. Grundsätzlich kannst Du mit einem Abitur jedes Fach studieren. Viele gehen in folgende Hauptströmungsrichtungen:

- Design/Schöne Künste
- Medienwissenschaften/Kommunikationswissenschaften
- Ingenieurswissenschaften und Informatik
- Betriebswirtschaft

Ich habe beispielsweise nach dem Mediengestalter für Digital- und Printmedien FR Design das Ingenieurstudium Druck- und Medientechnologie angeschlossen. Die Arbeitsfelder sind danach wahnsinnig vielfältig. Je nach Spezialisierung arbeiten viele leitend in Druckerein, Werbeagenturen oder bei Mediendienstleistern. Einige gehen auch in den Maschinenbau oder in Unternehmensberatungen.


Zuletzt bearbeitet von am Mo 26.11.2007 21:36, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
 
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