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Thema: Kunde will Druckkosten nicht zahlen vom 10.02.2012


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Recht -> Kunde will Druckkosten nicht zahlen
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das_puffelchen
Threadersteller

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Verfasst Fr 10.02.2012 19:42
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Kunde will Druckkosten nicht zahlen

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Für einen Neukunden habe ich einen Folder sowie Visitenkarten gestaltet. Der Folder ist 5/5-farbig mit Gold, die Visitenkarten nur Schwarz und Gold angelegt.

Bei dem Kunden handelt es sich um einen Anbieter teurer Reisen, insofern ist er darauf angewiesen, topp Druckergebnisse zu haben. Nachdem die Gestaltung durch mich erledigt war, habe ich bei print24.de die Folder produzieren lassen. Leider wurden diese nach dem Druck in der Weiterverarbeitung schief gefalzt. Für eine Neuproduktion war es jedoch schon zu spät, da die Folder für eine Messe gebraucht wurden, und der Kunde musste hier in den sauren Apfel beißen und die mangelhaften Folder verteilen. Nach Reklamation bei der Druckerei gab es wenigstens einen Preisnachlass in Höhe von 50%.

Damit war der Kunde schon beim ersten Druckergebnis unzufrieden.

Dann wurden die Visitenkarten produziert. Der Kunde hat mir vor Drucklegung seine alte Karte geschickt die farblich identisch war, also Schwarz und Gold, jedoch auf Hochglanzpapier und das wollte er nicht mehr. Vorgabe war mattes, Papier das haltbar ist, sich nicht so schnell abgreift und die Rückseite muss beschreibbar bleiben. Also bestellte ich die Karten auf 350g Offset-Premium-Papier mit Cellophanierung auf der Vorderseite.

Die Karten kamen an, 2x 1000 Stück, und der Kunde reklamierte sofort, die Karten sähen nicht wertig genug aus, die seien wohl digital gedruckt worden (sind sie offensichtlich nicht), das Gold sähe nicht aus wie Gold und außerdem ganz anders als auf den Foldern. Tatsächlich sieht das Gold auf der Vorderseite auch durch die Cellophanierung eher wie ein schmutziges Beige aus und durch die Offsetstruktur des Papiers eben auch matt und weniger schimmernd.

Reklamiert bei print24.de und dort ohne Kosten dann netterweise neu produziert auf 350g Bilderdruckpapier. Dies ist das gleiche Papier wie für die Folder verwendet wurde sagte man mir, nur eben dicker. Die Farbwiedergabe des Goldtons sollte nahezu identisch sein.

Die Karten kamen beim Kunden an und es kam direkt wieder eine Reklamation, ich hätte eigenmächtig das Papier gewechselt, dünneres genommen (klar, wenn die Druckerei und ich übereinstimmen dass man das Papier der Folder nehmen sollte wenn dann eine nahezu gleiche Darstellung des Goldtons erreicht wird, der seitens des Kunden beim Folder als gut abgenommen wurde), der Goldton stimme wieder nicht, die Karten wären so schlecht dass man nur einmal mit dem Fingernagel drüber gehen müsse und hätte Kratzer.

Der Kunde schickte mir also sämtliche Karten und erwartet eine 100%ige Rücknahme meiner Forderung über knapp 200€ für die Druckkosten. Nachdem ich den Nachdruck ansah sieht das Gold für mich einwandfrei aus. Der Kunde meint jedoch, die Druckerei hätte ein "falsches" Gold genommen. Ich erklärte ihm daraufhin, dass es verschiedene Farbhersteller gibt und das es eben nicht DAS EINE Gold gibt. Interessiert ihn nicht. Ich hatte auch keine konkrete Farbvorgabe von ihm für z.B. HKS 98, sondern eben nur "Gold". Bei print24.de steht im Bestellprozess auch nur Gold, irgendwo später in der Auftragsbestätigung sieht man dann dass es sich um einen Pantonewert handelt.

Meiner Ansicht und nach Ansicht von print24.de ist genau das geliefert worden was der Kunde wollte: 2x1000 Karten Schwarz + Gold auf mattem Papier und das Gold sieht auch aus wie Gold (im Gegensatz zum ersten Druck auf dem Offsetpapier). Insofern liegt für mich kein Reklamationsgrund vor. Weiterhin hat der Kunde als Vertragsgrundlage meine AGB akzeptiert aus denen hervorgeht dass ich für Farbabweichungen im Druck nicht verantwortlich gemacht werden kann.

Der Kunde hat mir heute nochmals per Email mitgeteilt dass er und seine neue Druckerei bei ihm vor Ort der Ansicht sind dass nicht das geliefert wurde was bestellt wurde, durch Rücksendung der Visitenkarten an mich habe man ausdrücklich widersprochen und es bestünde keinerlei Zahlungsverpflichtung.

Nun habe ich mich heute schon an den ver.di-Rechtsschutz gewandt und bin gespannt auf die Antwort.

Wie seht Ihr meine Chancen, doch noch das Geld zu bekommen? Print24.de arbeitet ja gegen Vorauskasse wie fast alle Druckereien mit denen ich zusammen arbeite und in 99% aller Fälle ist das auch kein Problem. Nur war dies der erste Auftrag des Kunden und es ist gleich schief gegangen. Ich habe inzwischen echt den Eindruck der SUCHT nach Fehlern um nicht zahlen zu müssen. Ich habe auf den Karten rumgekratzt wie blöde und konnte keinen Kratzer erzeugen.


Zuletzt bearbeitet von das_puffelchen am Fr 10.02.2012 19:54, insgesamt 1-mal bearbeitet
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buddha-brot

Dabei seit: 24.01.2006
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Verfasst Fr 10.02.2012 20:27
Titel

Re: Kunde will Druckkosten nicht zahlen

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das_puffelchen hat geschrieben:
Bei dem Kunden handelt es sich um einen Anbieter teurer Reisen, insofern ist er darauf angewiesen, topp Druckergebnisse zu haben. Nachdem die Gestaltung durch mich erledigt war, habe ich bei print24.de die Folder produzieren lassen.

Warum lässt du dann verdammt nochmal online drucken?

Sorry, aber ab dem Punkt hab ich deinen Post gar nicht mehr weiter gelesen.


Zuletzt bearbeitet von buddha-brot am Fr 10.02.2012 20:32, insgesamt 1-mal bearbeitet
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type1

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Verfasst Fr 10.02.2012 20:49
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Irgendein Gold zu drucken, nicht zu proofen, ohne Nachfrage mit Papiersorten zu jonglieren und keine Muster zu verwenden ist keine goldene Glanztat.
Würde ich als grob fahrlässig bezeichnen.

Wenn das wirklich ein brisanter Auftrag ist, dann widmet man diesem einfach mehr Aufmerksamkeit.
Zeitlich und vor allem in der Abstimmung.


Zuletzt bearbeitet von type1 am Fr 10.02.2012 20:50, insgesamt 1-mal bearbeitet
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footbagfreak

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Verfasst Fr 10.02.2012 21:38
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buddha-brot hat geschrieben:
Warum lässt du dann verdammt nochmal online drucken?

War auch mein erster Gedanke beim Lesen.

Ein Drucker in deiner Nähe, mit dem man persönlich reden kann, der einem vielleicht den ein oder anderen Tipp geben und mit langjähriger Erfahrung behilflich sein kann, und wo man vielleicht sogar den Andruck persönlich absegnen kann, wäre doch bei so einem Kunden und bei einem Auftrag mit derart hohem Fehlerpotenzial auf jeden Fall vorzuziehen.

Ich fürchte auch, da wirst du dich schon mal drauf einstellen müssen, ein wenig Lehrgeld zahlen zu müssen.
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Nimroy
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Verfasst Sa 11.02.2012 11:00
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footbagfreak hat geschrieben:
buddha-brot hat geschrieben:
Warum lässt du dann verdammt nochmal online drucken?

War auch mein erster Gedanke beim Lesen.

Ein Drucker in deiner Nähe, mit dem man persönlich reden kann, der einem vielleicht den ein oder anderen Tipp geben und mit langjähriger Erfahrung behilflich sein kann, und wo man vielleicht sogar den Andruck persönlich absegnen kann, wäre doch bei so einem Kunden und bei einem Auftrag mit derart hohem Fehlerpotenzial auf jeden Fall vorzuziehen.

Ich fürchte auch, da wirst du dich schon mal drauf einstellen müssen, ein wenig Lehrgeld zahlen zu müssen.


Jepp. Mängelrüge mit entbehrlicher Fristsetzung wegen klarer Aussage, dass keine Nachbesserung gewollt ist und Rücktritt.

Das sieht Mau aus. Und da bin ich ehrlich gesagt diesmal auf seiten des Kunden. Das war einfach ne miese Beratungsleistung.
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cyanamide
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Verfasst Sa 11.02.2012 11:49
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Äh,

2 x 1000Stk - online - von welcher Summe reden wir?

2 x 24,50€ * Keine Ahnung... *
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antonio_mo

Dabei seit: 20.05.2006
Ort: Berlin
Alter: 54
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 11.02.2012 12:00
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cyanamide hat geschrieben:
Äh,

2 x 1000Stk - online - von welcher Summe reden wir?

2 x 24,50€ * Keine Ahnung... *


so wie ich es verstanden habe...

das_puffelchen hat geschrieben:
Der Kunde schickte mir also sämtliche Karten und erwartet eine 100%ige Rücknahme meiner Forderung über knapp 200€ für die Druckkosten.


Zuletzt bearbeitet von antonio_mo am Sa 11.02.2012 12:00, insgesamt 1-mal bearbeitet
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cyanamide
Moderator

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Ort: Altkaiserreich Koblenz WW
Alter: 44
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Sa 11.02.2012 12:03
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ok, überlesen.

*Thumbs up!*
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