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Thema: ...wie am besten zum mediengestalter! vom 16.07.2010


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> ...wie am besten zum mediengestalter!
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sidewayspiral
Threadersteller

Dabei seit: 10.07.2010
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Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 16.07.2010 21:54
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...wie am besten zum mediengestalter!

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hallo,

folgende problemstellung...ich fange einfach mal von ganz vorne an!

ich habe vor zehn jahren eine ausbildung zum maurer gemacht und während dessen gemerkt, dass das der falsche beruf für mich ist.
anschließend war ich zwei jahre bei der bundeswehr und wollte mich danach neu orientieren. das war so mitte 2004....

in den folgenden jahren war ich lange arbeitslos, orientierungslos und habe mich mit gelegenheitsjobs über wasser gehalten. diese ganze bedeutungs- und orientierungslosigkeit ging dann auch gehörig an meine substanz, mit allem was zu einem sozialen abstieg gehört...ich möchte das nicht weiter ausführen!

anfang 2008 bin ich dann durch zufall in ein freies radio gekommen, war da ehrenamtlich tätig und das ganze hat mir wieder aufschwung, selbstbewusstsein und das gefühl des gebraucht werdens gegeben. ich war wieder auf dem richtigen weg und habe erkannt, dass ich in der medienbranche arbeiten möchte, da in diesem bereich auch meine persönlichen interessen liegen.

aufgrund dessen, habe ich im august 2008 eine ausbildung zum GTA begonnen, die mir viel freude bereitet hat und habe sie dann aber ein dreiviertel jahr später wieder abgebrochen, da ich neuerlich in eine schwere depressionen geraten bin.

der GTA hat mir in soweit geholfen, dass ich rausgefunden habe, was ich beruflich gern machen möchte....nämlich mediengestalter bild/ton, da ich während der kurzen zeit der ausbildung, in diesen bereich reinschnuppern konnte.

ich war mir in meinem bisherigen leben noch nie so sehr sicher, was die berufswahl angeht!!!

also habe ich mich um eine umschulung zum mediengestalter bild/ton, über die ARGE, gekümmert und sie, nach langem hin und her, nicht genehmigt bekommen, mit der begründung, dass es in diesem berufsfeld zu viele erwerbslose gibt, was ja auch leider so ist....meiner nach, aber durch zu viel schlecht ausgebildete leute.

nun ist die ARGE aber einen kompromiss eingegangen...weil sie wollen mich ja „unterstützen“.... indem sie mir eine neuerliche GTA ausbildung finanzieren, mit dem utopischen ziel, dass ich hinterher in arbeit komme!!!! meiner meinung geht es denen nur um die kosten und statistik beschönung!

so, jetzt zu meiner fragestellung! die zeit in der GTA ausbildung, in der ich mich mit dem bild/ton bereich beschäftige...der kamera...den schnittprogrammen usw. ist ja wirklich sehr gering, zumindest war das im ersten lehrjahr so!?! bringt mir der GTA wirklich was in meinem alter? ich meine, ich bin jetzt 27, und müsste ja dann hinterher noch die mediengestalter ausbildung machen!?

nimmt mich denn noch ein großes rundfunkunternehmen, mit dann fast 30 jahren in eine ausbildung auf!?

ich finde den GTA halt sehr allgemein....man reißt alles nur etwas an und kann aber nichts wirklich! also wenig praxis erpfahrung!

meine überlegung war jetzt, jobben zu gehen und mir nebenbei am SAEK (sächsischer ausbildungs und erprobungskanal) die nötigen fachkenntnisse zu holen!? Ich bekomme da zwar keinen abschluss wie beim GTA, kann mir aber in workshops und projekten viel mehr aneignen, als bei der GTA ausbildung und ich habe hinterher auch viel mehr referenzen!


vielleicht hat hier jemand gute anregungen, tipps, ratschläge und erpfahrungen, damit ich meinem großen ziel näher kommen kann!

vielen dank erstmal im voraus.......
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 16.07.2010 23:37
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Ich denke, GTA ist für Dich auf jeden Fall nicht das richtige. Wer nach einem Realschulabschluss keinen Ausbildungsplatz erhält und dann die Zeit mit GTA überbrückt und vielleicht sogar seine Fachhochschulreife erlangt, ist mit mit der Ausbildung zum GTA gut beraten. In Deinem Alter und mit abgeschlossener Ausbildung ist das nichts. Denn Unternehmen bewerten diese schulische Ausbildung nicht besonders hoch.

Ich habe früher Umschulungen als Dozent betreut und kenne ähnliche Lebensläufe wie Deinen. Um ehrlich zu sein, wenn es Dir nicht gelingt, die Ursachen Deiner Depression zu bekämpfen, wirst Du beruflich nicht vorwärts kommen. Egal wie motiviert Du im Augenblick auch sein magst. Bei Deiner Vorgeschichte ist es enorm schwer in diesem Bereich Fuß zu fassen. Die Unternehmen können sich angesichts des Bewerberandrangs grundsätzlich die absoluten Sahneteilchen vom Markt holen. Dass Du bei einem großen Sender unterkommst, halte ich für illusorisch.

In der Konsequenz haben es viele Umschüler sehr schwer unterzukommen. Meist arbeiten sie zu sehr schlechten Konditionen bei kleinen Unternehmen. Einige meiner Schüler sind am Ende gefrustet in ihren alten Beruf zurückgekehrt, weil dort die Bezahlung schlicht besser war.

Nur sehr wenige meiner Schüler haben es am Ende geschafft. Das waren aber auch die, die ihren Weg auch ohne Umschulung gegangen wären und Rückhalt aus der Familie/vom Partner hatten. Wer in schwierigen sozialen, familiären Verhältnissen lebt, an Depressionen oder Süchten leidet, kommt mit dem Druck in dieser Branche nicht klar. Das habe ich mehrfach erlebt. Nach anfänglichen Hochphasen folgen meist schwere Krisen.

Ich schreibe dies nicht um Dich zu deprimieren, sondern weil ich von meinen Erfahrungen berichten möchte. Die ARGE und vor allem die Träger von Umschulungen sind nicht ehrlich zu den Umschülern. Es werden oftmals Illusionen erzeugt, die völlig unrealistisch sind. Am Ende war die Situation für einige Schüler deprimierender als vor der Umschulung.

In erster Linie solltest Du Dir medizinische, psychologische Hilfe besorgen, um überhaupt die persönlichen Voraussetzungen zu erfüllen, einer geregelten Arbeit dauerhaft nachgehen zu können.

Ich wünsche Dir für die Zukunft viel Glück.

Gruß

Achim
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Wheely

Dabei seit: 16.09.2007
Ort: Dresden
Alter: 48
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 16.07.2010 23:51
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Re: ...wie am besten zum mediengestalter!

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sidewayspiral hat geschrieben:

nun ist die ARGE aber einen kompromiss eingegangen...weil sie wollen mich ja „unterstützen“.... indem sie mir eine neuerliche GTA ausbildung finanzieren, mit dem utopischen ziel, dass ich hinterher in arbeit komme!!!! meiner meinung geht es denen nur um die kosten und statistik beschönung!


Nun..die Sache ist einfach.
Die GTA Ausbildung ist billiger als eine zum Mg.
Damit haben sie ihre Schuldigkeit getan und du kannst danach recht flott in der nächsten Zeitarbeitsbude verheizt werden.
Einen adäquaten Job zu bekommen ist als GTA noch utopischer als MG, zumal dir als *Umschüler* ohnehin ein Stempel auf der Stirn klebt und es viel Argumentation und Können erfordert dies (seriösen) Firmen schmackhaft zu machen.

Ehrlicher Tipp? Pfeif auf die Arge, von dort brauchst du nichts sinnvolles erwarten.

Ich lese was von Substanz... Depressionen etc...
Kommen da medizinisch begründbare Dinge ins Spiel geh zur Rentenversicherung, sie ist ebenso wie die Arge in der Pflicht aus dir einen soliden Steuerzahler zu machen und diesen Zustand so lange wie möglich zu erhalten.
Kurios daran - sie machen das tatsächlich und feilschen nicht rum.
Natürlich wirst du möglicherweise eine Begutachtung/ Eignungsfeststellung über dir ergehen lassen müssen.
Ist Notwendigkeit gegeben und Potential vorhanden werden sie dir definitiv deine Ausbildung finanzieren und sogar weitere Hilfen in Aussicht stellen so dass du dir gegenüber der Arge wie im andren Film vorkommen wirst.

Der Haken... die Rentenversicherung muss zuständig sein, dies ist sie im Falle einer medizinisch begründbaren beruflichen Rehabilitation.
Bist du einfach *nur* arbeitslos... darf dich die Arge poppen... oder alternativ wirst selbst tätig, da scheiterts aber oft am finanziellen...

Den Rest hat der Poster über mir gut zum Ausdruck gebracht.
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sidewayspiral
Threadersteller

Dabei seit: 10.07.2010
Ort: Dresden
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 17.07.2010 18:09
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vielen dank erstmal für eure tips!

also es wäre kein umschulungs zetrum, sondern eine berufsfachschule! es ist die selbe schule, wie bei meinem ersten versuch 2008....also keine umschüler, sondern lehrlinge....die jüngsten sind um die 16....dann gibt es die mitte und ich werde wohl der älteste sein!

was psychologische hilfe angeht, die nehm ich schon in anspruch.......ich kann aber halt auch nicht die ganze zeit rumsitzen und nichts tun.....ich muss etwas machen.....auch für mich selbst! noch besser, wenn es das ist, was ich wirklich will!
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missjivi

Dabei seit: 11.01.2010
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Verfasst Sa 17.07.2010 18:41
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Hallo sidewayspiral, Du hast ja schon viele gute und wohlmeinende Tipps bekommen. Achim und Wheely haben Recht, aber entscheiden musst Du alleine. Ich habe z.B. auch eine Freundin, die gerade eine Ausbildung von der Rentenversicherung bezahlt bekommt, es war ein langer Weg für sie mit Eignungserprobung und diversen Vorbereitungslehrgängen. Aber nun hat sie die Ausbildung angefangen und bekommt Übergangsgeld und hat keinen Sackgang mit der ARGE. Aber wenn Du diesen Weg nicht gehen kannst oder willst, dann mach halt die GTA-Ausbildung, aber engagiere Dich nebenbei so intensiv wie möglich beim SAEK. Die Aussichten für GTA's sind nicht rosig, ich kenne auch einige GTA's und die sind fast alle arbeitslos bis auf die, die weiter studieren gegangen sind, was anderes machen oder den Sprung in die Selbständigkeit gewagt haben. Wenn Du deine Depressionen professionell behandeln lässt, dann ist das schon der erste Schritt. Der zweite Schritt ist, dass Du dich nie entmutigen lässt und an deinem Ziel festhältst. Einen "normalen" Job zu machen und Dir nebenbei den ganzen Medienkram anzueignen erfordert sehr sehr viel Disziplin und Leidenschaft. Da ist die GTA-Ausbildung doch die sichere Bank (zumal Du psychisch noch stabiler werden musst), da läßt dich wenigstens die ARGE in Ruhe ... mach halt bei der Ausbildung so viel wie Du schaffst und daß Du sicher durchkommst und den Bild/Ton-Teil holst Du Dir durch Eigeninitiative. Man kann viele Infos übers Internet bekommen und die Stadtbibo hier ist auch nicht schlecht. Fazit: machet einfach und laß dich nicht für dumm verkaufen ... beste Grüße von mir
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Siriena

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Verfasst So 18.07.2010 09:12
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Huhu,

ich weiß nicht ob der Beruf Mediengestalter etwas für Menschen ist, die sowieso schon etwas psychisch labil sind. Das soll kein Angriff sein eher eine kleine Vorwarnung. Es geschieht ja nicht minder oft das gerade in der Ausbildung deine Arbeiten von allen Seiten lediglich zerissen werden. Oft kommt auch noch das Pech dazu weniger verständnisvolle Lehrer /Arbeitgeber zu haben.

Ein weiterer Faktor ist, wie meine Vorredner schon erwähnt haben, das du dir in der Medienbranche so gut wie alles (und das ist nich gerade wenig) selbst aneignen musst und auch ganz schnell mal in Stresssituationen gerätst.

Ich würde dir raten diesen Schritt im allgemeinen nochmal sehr gut zu überdenken, doch solltest du dir sicher sein, das deine Gesundheit das mit macht und das du den Willen zum selbstständigen lernen aufbringen kannst, wünsch ich dir viel Glück und vorallem Spaß mit einem (meiner Meinung nach) schönsten Berufen die es derzeit gibt^^.
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sidewayspiral
Threadersteller

Dabei seit: 10.07.2010
Ort: Dresden
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 27.07.2010 12:09
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hallo nochmal,

vielen dank, für die zahlreichen anregungen und tips!

@siriena

ich empfinde deine empfehlungen nicht als angriff!

mir ist schon klar, dass der mediengestalter ein beruf ist, wo man sich durchsetzen muss, zu seinen arbeiten stehen und die dann hinterher auch rechtfertigen und erklären bzw. verantworten muss! also stressig und es verlangt ein gewisses selbstwertgefühl bzw. selbstbewusstsein!

die erpfahrung hab ich schon gemacht, als ich bei dem radio war und das ging auch...hatte zwar anfangs auch probleme mich zu integrieren....hab das dann aber durch meine leidenschaft und unbedingten einsatzwillen zur sache, wett gemacht!

das hat sich dann auch positiv ausgewirkt, da ich ein gewisses feedback bekam....auch wenn das mal negativ war!!! man kanns halt nicht immer allen recht machen *zwinker*
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