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Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi 12.08.2020 01:55 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: Neuer Monitor oder lediglich kalibrieren vom 11.08.2010


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Hard- und Software -> Neuer Monitor oder lediglich kalibrieren
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Sultan
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Verfasst Mi 11.08.2010 19:23
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Neuer Monitor oder lediglich kalibrieren

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Hallo!

Ich hab mich schon ein bisschen durch's Forum gelesen, aber leider keine Antwort auf dieses eher 'konkretes' Problem gefunden. Kurz vorweg: ich sitze gerade an einem etwas größeren Buchprojekt mit vielen Fotos (Ausstellungskatalog), bei denen die Farbe 'stimmen' muss.

Ich frage mich, ob es Sinn macht, Geld (Colorimeter) und Zeit in die Einstellung und Verbesserung meines vorhandenen Monitors zu stecken oder ob ich das Geld in einen neuen Monitor investieren sollte (und dann notfalls bei einem befreundeten Drucker kalibrieren lasse).

Mein aktueller Monitor: HP w2207h (22", TN-Panel, DVI)
Wenn ich damit und evtl. einem Colorimeter aber durchaus annehmbare Ergebnisse erzielen könnte, würde ich mir das Geld für einen teureren Monitor natürlich sparen.

Bin auf eure Meinungen gespannt:-)
Gruß!
sulti



Was die Monitore angeht, bin ich auf folgende gestoßen:
EIZO EV2333

EIZO S2232WH

NEC MultiSync P221W

HP LP2275w
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qualidat

Dabei seit: 14.09.2006
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Verfasst Mi 11.08.2010 19:54
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Egal ob alter oder neuer Monitor, bei einem professionellen Bildbearbeiter gehört ein gutes Colorimeter (z.B. Spyder 3) oder Spektralfotometer (z.B. Eye One) einfach zur Grundausstattung. Neuere Geräte bieten z.B. auch eine Live-Anpassung bei wechselder Umgebungsbeleuchtung, da is nix mit "beim Drucker" oder Freund kalibrieren lassen ...
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Sultan
Threadersteller

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Verfasst Do 12.08.2010 00:03
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Hallo,

Heißt das, dass ich - so schlecht der Monitor auch ist - mit einem Colorimeter immer eine sichtbare Verbesserung erzielen würde?

Im Grunde wollte ich mich vor Beginn des Projekts einfach auf den Monitor verlassen können und überlege deswegen, ob es reicht, wenn ich meinen aktuellen ausreichend kalibriere. Ob es "reicht", ist natürlich eine relative Frage, das ist klar! Aber es gibt ja wirklich Ergebnisse, bei denen man einheitlich sagen würde, "das ist für professionelle Aufgaben nicht ausreichend."

Vielleicht so: Ist es möglich mit einem schlechten Monitor und einem Einsteiger-Kalibriergerät (Spyder3 Pro oder Elite) ein (auf die Farben bezogen) weitesgehend professionelles Buch produzieren zu lassen?

Danke und Grüße! Lächel
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Smooth-Graphics

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Verfasst Do 12.08.2010 00:24
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Sultan hat geschrieben:
Heißt das, dass ich - so schlecht der Monitor auch ist - mit einem Colorimeter immer eine sichtbare Verbesserung erzielen würde?

Eine Verbesserung – nicht direkt. Es ist aber so, dass zumindest die Farben eher (zumindest in der Monitormitte) stimmen als vorher.
Sultan hat geschrieben:
Vielleicht so: Ist es möglich mit einem schlechten Monitor und einem Einsteiger-Kalibriergerät (Spyder3 Pro oder Elite) ein (auf die Farben bezogen) weitesgehend professionelles Buch produzieren zu lassen?

Nein. Ein schlechter Monitor bleibt ein schlechter Monitor. Es sollte als Grundlage ein guter Monitor vorhanden sein, das muss nicht unbedingt jetzt ein hardwarekalibrierbarer 5000€ Eizo sein, aber er sollte ein gute Panel haben und ähnliches.

Der Monitor an sich bringt dennoch nichts, wenn die Farben nicht stimmen und die stimmen erst, wenn man ihn kalibriert. Als Gerät dafür würde ich ab dem Spyder 3 Elite einstiegen. Pro lohnt sich kaum.
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remote

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Verfasst Do 12.08.2010 01:11
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- vorlagen unbedingt mit farbreferenz !!! (kalibrierung / softproof macht sinn, aber die pipette ist genauer).
- materialfaktoren nicht vergessen (druckfarbe + papierwahl).
- proofen (... lassen - gibt auf kunstrepro spezialisierte dienstleister), abgleichen, neu proofen.

das gesagt: wir lassen die gesamte litho für die kataloge extern machen. ist nicht ohne grund ein eigener beruf und gerade wenn es um optimale ergebnisse für kunstrepro geht neben umfangreichem know-how auch eine materialschlacht die sich für gestalter selten lohnen dürfte.
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Sultan
Threadersteller

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Verfasst Do 12.08.2010 03:01
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Vielen Dank für die Antworten!

Kurz vorweg zum Kalibriergerät: Gibt es in diesem Bereich eine Alternative zum Spyder3 Elite (oder evtl für wenig Aufpreis etwas Besseres) oder bin ich in diesem Preisbereich damit weitesgehend am besten bedient?

@Remote: Das heißt, dass du die 'druckreifen' Fotos auf einem Datenträger bekommst und nur noch in (z.B.) Indesign einfügen musst?
"Vorlage mit Farbreferenz". Du meinst, dass ich dem Drucker vor dem Drucken ein Beispiel gebe und sage "so sollen die Farben aussehen."?

In meinem Falle ist es so, dass ich ALLE Fotografien und Bilder von einem professionellen Fotolabor bekomme. Angenommen das wären die einzigen Farben, die im Buch vorkämen: Würde sich mein Problem in DIESEM speziellen Falle erübrigen?
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remote

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Verfasst Do 12.08.2010 03:49
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Sultan hat geschrieben:
@Remote: Das heißt, dass du die 'druckreifen' Fotos auf einem Datenträger bekommst und nur noch in (z.B.) Indesign einfügen musst?


garbeitet wird im layout mit lowres dateien – die feindaten werden dann beim proofen und dem finalen schreiben vom druck-pdf eingesetzt (macht ebenfalls die litho, wir prüfen/zeichnen lediglich die proofs ab und 'bestellen' ggf. änderungen).

Sultan hat geschrieben:

"Vorlage mit Farbreferenz". Du meinst, dass ich dem Drucker vor dem Drucken ein Beispiel gebe und sage "so sollen die Farben aussehen."?


das was du beschreibst ist ein proof.
ich meinte eher, dass die bildvorlagen farbkeile enthalen sollten (die proofs natürlich auch *zwinker* )

Zitat:

In meinem Falle ist es so, dass ich ALLE Fotografien und Bilder von einem professionellen Fotolabor bekomme. Angenommen das wären die einzigen Farben, die im Buch vorkämen: Würde sich mein Problem in DIESEM speziellen Falle erübrigen?


Glaskugel

gutes bildmaterial ist der erste schritt (gut aufgelöst ohne abschattung, reflektion, verzerrung, schmutz).
das einstellen der bilder für die vorgesehenen druckbedingungen der nächste.
hast du (noch) farbkeile auf den digitalen vorlagen?


Zuletzt bearbeitet von remote am Do 12.08.2010 03:52, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Sultan
Threadersteller

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Verfasst Do 12.08.2010 11:18
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Ah okay!Ich hab die Daten zwar noch nicht, müssten aber die Tage ankommen.
Ich versuch mal zusammenzufassen:

Wenn ich eine professionell abgestimmte, ausgedruckte Vorlage mit Farbkeil habe:
--> An eigenem Monitor (kalibriert oder nicht) arbeiten und am Ende dies mit der Vorlage zum Drucker bringen und ihm sagen "bitte dahingehend anpassen, dass meine Daten möglichst der Vorlage entsprechen."

Wenn ich nur eine digitale Vorlage (ich meine, dass Sie mir RAW-Daten geben wollten) habe
--> An eigenem, gut kalibrierten Monitor arbeiten

Stimmt das?Lächel
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