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Thema: Welcher Rendering Intent in Photoshop? vom 18.04.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Software - Print -> Welcher Rendering Intent in Photoshop?
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Ben@Home
Threadersteller

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Verfasst So 18.04.2004 18:43
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Welcher Rendering Intent in Photoshop?

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Hallo,

welcher Rendering Intent ist in Photoshop eigentlich als optimale Einstellung zu wählen? Bisher dachte ich es handle sich um Relativ Farbmetrisch, gerade habe ich in einem Fachartikel gelesen, dass dieser gänzlich ungeeignet wäre. Also doch lieber Perzeptiv? Oder wie jetzt?

Quelle: http://www.publisher.ch/heft/022/renderingintents.php3

Zitat:
Farben, die nicht dargestellt werden können, werden einfach «abgeschnitten» und so reproduziert, wie es möglich ist. Dieser Rendering Intent eignet sich deshalb in der Regel nicht, um Bilder von einem grösseren in einen kleineren Farbraum zu transformieren.


Verwirrte Grüsse, Ben
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flavio

Dabei seit: 14.04.2003
Ort: MUC
Alter: 37
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Verfasst So 18.04.2004 19:13
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perzeptiv ist für bildvorlagen der bessere, siehe artikel
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Verfasst So 18.04.2004 19:48
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Kommt immer auf das Motiv und die Farbräume an. Meiner Erfahrung nach - und in anderen Foren lese ich das von anderen Anwendern auch - hängt es im wesentlichen davon ab, wie unterschiedlich Ziel- und Quellfarbraum sind und welches persönliche Ziel man verfolgt: Ob mir die Anmutung (Perzeptiv) oder die Farben (rel. farbmetrisch) des Bildes wichtiger sind. Viele Fachbücher favorisieren perzeptiv (weil dies nach der Farbtheorie eigentlich der bessere Ansatz ist). In der Praxis kann aber relativ farbmetrisch durchaus das gewünschte Ergebnis erzielen, während perzeptiv eher enttäuscht.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Option "Tiefenkompensierung verwenden". Auch für die Verwendung dieser Option gibt es eigentlich keine feste Regel. Während viele Fachbücher davon abraten, kann gerade diese Option - je nach Motiv - zu deutlich besseren Ergebnissen führen (vor allem wenn der Zielfarbraum größer als der Quellfarbraum ist).

Ich würde generell empfehlen, einen Farbraumwechsel über den Befehl "In Profil konvertieren" durchzuführen. Dann kann man schon im Vorfeld die Bildveränderung sehen und die optimale Einstellung wählen.

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Mo 19.04.2004 05:33, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ben@Home
Threadersteller

Dabei seit: 29.04.2002
Ort: Mannheim
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 19.04.2004 10:19
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Erstmal Danke für die schnelle Hilfe.

Achim M. hat geschrieben:
Ich würde generell empfehlen, einen Farbraumwechsel über den Befehl "In Profil konvertieren" durchzuführen. Dann kann man schon im Vorfeld die Bildveränderung sehen und die optimale Einstellung wählen.


Wird der im Farbraumprofil (z.B. ECI-RGB oder ISO coated sb) hinterlegte Rendering Intent nicht von dem, in der Anwendungssoftware (z.B. Photoshop) festgelegten, überschrieben? Ich meine gelesen zu haben, dass die Software immer die Einstellungen des Profils überschreibt.
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 19.04.2004 10:36
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Ben@Home hat geschrieben:
Erstmal Danke für die schnelle Hilfe.

Achim M. hat geschrieben:
Ich würde generell empfehlen, einen Farbraumwechsel über den Befehl "In Profil konvertieren" durchzuführen. Dann kann man schon im Vorfeld die Bildveränderung sehen und die optimale Einstellung wählen.


Wird der im Farbraumprofil (z.B. ECI-RGB oder ISO coated sb) hinterlegte Rendering Intent nicht von dem, in der Anwendungssoftware (z.B. Photoshop) festgelegten, überschrieben? Ich meine gelesen zu haben, dass die Software immer die Einstellungen des Profils überschreibt.


Ja, das ist richtig. Hier geht es aber darum abweichende Einstellungen, zu den unter 'Farbeinstellungen' eingerichteten, anwenden zu können. Wenn Du einfach 'CMYK' auswählst, werden die 'Farbeinstellungen' von Photoshop genutzt. Mit 'In Profil konvertieren' kannst Du eigene Einstellungen nutzen und das Ergebnis in der Vorschau betrachten.

Gruß

Achim
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Ben@Home
Threadersteller

Dabei seit: 29.04.2002
Ort: Mannheim
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 19.04.2004 10:56
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Oh, stimmt. Danke, das hatte ich verwechselt.
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Airwax

Dabei seit: 17.04.2005
Ort: -
Alter: 31
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 19.06.2005 14:35
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Kein Farbmanagement ohne Rendering Intents

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Kein Farbmanagement ohne Rendering Intents

Wer Farbmanagement in der Praxis einsetzen möchte, muss sich zuerst überlegen, was dieses genau tun soll.
Diese Frage stellt sich vor allem dann, wenn Bilder von einem Farbraum in einen anderen umgewandelt werden
sollen und diese beiden Farbräume nicht gleich groß sind. Es gibt nämlich ganz unterschiedliche Vorgehensweisen, diese Umwandlung zu bewerkstelligen. Und genau hier kommen die so genannten Rendering Intents ins Spiel, die definieren, auf welche Art und Weise diese Überführung der einzelnen Farben eines Bildes von einem Farbraum in den anderen stattfinden soll. Vor allem dann, wenn Bilder aus einem größeren in einen kleineren Farbraum transformiert werden, wie das meist bei der RGB-CMYK-Umwandlung der Fall ist, erhält man je nach gewähltem Rendering Intent ganz unterschiedliche Resultate.

Relativ farbmetrisch eng. „relativ colorimetric“
Einsatzbereich: Dieser Rendering Intent ist vor allem geeignet, wenn eine Farbraum-Transformation für das Proofen eines kleineren CMYK-Farbraums auf einem Proofer mit größerem Farbraum durchgeführt wird und wenn direkt auf ein Auflagenpapier geprooft werden kann. (z. B. beim Digitalproof oder Softproof)

Mit dieser Art der Farbraumtransformation wird keine Rücksicht auf die Farbunterschiede innerhalb eines Bildes genommen. Wird ein Bild mit diesem Rendering Intent transformiert, so werden die Farben, die im kleineren Farbraum dargestellt werden können, exakt so dargestellt wie im Original. Farben, die nicht dargestellt werden können, werden einfach «abgeschnitten» und so reproduziert, wie es möglich ist. Dieser Rendering Intent eignet sich deshalb in der Regel nicht, um Bilder von einem größeren in einen kleineren Farbraum zu transformieren. Er lässt sich jedoch verwenden, um die Farbdarstellung eines kleineren Farbraums auf einem Gerät mit größerem Farbraum zu simulieren, wie dies beim Digitalproof oder Softproof der Fall ist. Da dieser Intent die Farbe des Bedruckstoffs (Weißpunkt) nicht berücksichtigt und z. B. beim Proofen einer Zeitungsseite auf einem hochweißen Proofpapier das Weiß des Bedruckstoffs/Papiers nicht darstellen würde, sollte dieser besonders dann verwendet werden, wenn auf einem Auflagenpapier geprooft wird.

Absolut farbmetrisch eng. „absolut colorimetric“
Einsatzbereich: Der absolut farbmetrische Rendering Intent erzielt das gleiche Ergebnis wie der relativ farbmetrische, jedoch mit dem Unterschied, dass das Auflagenpapier simuliert) wird. Dieser Rendering Intent ist vor allem geeignet, wenn eine Farbraumtransformation für das Proofen eines kleineren CMYK-Farbraums auf einem Proofer mit größerem Farbraum durchgeführt wird und die Farbe des Auflagenpapiers auf einem hochweißen Proofpapier simuliert (z. B. der Farbton von Zeitungspapier) werden soll.

Dieser Rendering Intent funktioniert gleich wie der relativ farbmetrische, jedoch mit dem Unterschied, dass der Weißpunkt (Bedruckstoff/Papier) mitdargestellt wird. Aus diesem Grund eignet sich dieser Rendering Intent besonders, um auf hochweißen Proofpapieren sowohl die Farbdarstellung eines (kleineren) Farbraums wie auch den Weißpunkt (Bedruckstoff/Papier) zu simulieren. Er ist jedoch ungeeignet, um Bildmaterial von einem größeren in einen kleineren Farbraum zu transformieren.

Wahrnehmungsorientiert (perzeptiv oder fotografisch) eng. „perceptual“
Einsatzbereich: Mit dem wahrnehmungsorientierten Rendering Intent bleibt die Anmutung des Bildes erhalten,
obwohl sich die Farben verändern. Dieser Rendering Intent ist für Anwendungen empfehlenswert,
in denen von einem größeren in einen kleineren Farbraum transformiert wird (RGB  CMYK).


Dieser Rendering Intent passt die Farben so an, dass die Anmutung der Farbunterschiede erhalten bleibt. Auf diese Weise werden Bilder auch in einem kleineren Farbraum so dargestellt, dass die Bilder als möglichst originalgetreu empfunden werden. Die Farben selbst unterliegen (wenn von einem größeren in einen kleineren Farbraum transformiert wird) einer Änderung. Dies bedeutet, dass auch Farben, die in einem kleineren Farbraum dargestellt werden könnten, nicht immer auch identisch dargestellt werden. Dies ist nötig, um die Farbunterschiede in einem Bild so zu erhalten, dass im Gesamtergebnis ein gleichwertiger Eindruck eines Bildes entsteht.

Sättigungserhaltend eng. „saturation“
Einsatzbereich: Präsentationsgrafiken

Der vierte Rendering Intent ist vorwiegend für Businessgrafiken gedacht, die möglichst «leuchtend» dargestellt werden sollen. Bei diesem Rendering Intent wird weniger auf die «Farbtreue» als auf die Sättigung Wert gelegt. Er wird in der Farbmanagementpraxis sehr selten angewandt und ist beim farbmanagenden Anwender eher unbeliebt, da beim Farbmanagement ja normalerweise mehr auf kontrollierbare als auf leuchtende, satte Farben Wert gelegt wird.
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Medienverunstalter

Dabei seit: 03.02.2003
Ort: Neutraubling
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 19.06.2005 23:28
Titel

Re: Kein Farbmanagement ohne Rendering Intents

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Airwax hat geschrieben:
Kein Farbmanagement ohne Rendering Intents

mucho blabla



1. Dein Post ist der Link aus dem ersten Post
2. Dein Post ist ein Zitat, erwähne doch den Autor mit: MARCO CATTAROZZI
3. Ich bin Achims Meinung. Eine feste Einteilung in Verfahrensarten ist bei der Farbraumtransformationsabsicht nicht möglich. Du solltest immer mit "In Profil konvertieren" arbeiten, um eine Vorschaumöglichkeit zu haben. Und dann je nach gewünschten Endergebnis arbeiten, und nicht nach irgendwas auswendig gelerntem.

MfG
Florian
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