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Thema: Sonderfarben (HKS) in ISO Coated und dann UCR anwenden vom 02.08.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Software - Print -> Sonderfarben (HKS) in ISO Coated und dann UCR anwenden
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Getty81
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Verfasst Mo 02.08.2004 16:04
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Sonderfarben (HKS) in ISO Coated und dann UCR anwenden

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Hallo Leute,

nach erfolgreicher Übernahme hat mir mein Chef gleich ne nette Aufgabe zukommen lassen. * grmbl *

Und zwar soll ich die HKS-Sonderfarben wie im Titel bereits beschrieben in ISO Coated wandeln und dann nach schick UCR anwenden. Beides sind mir keine neuen Gebiete, trotzdem habe ich ein paar Fragen dazu.

Nehmen wir z.B. die Farbe HKS 17 K. Sie setzt sich ja auch Cyan 30%, Magenta 100%, Gelb 70%, Schwarz 0%.
Dies sollte ja möglichst in einem neutralen CMYK-Farbraum geschehen, da ja bei der Verwendung des ISO Coated-Profils sich an der Mischung der Farbe etwas ändern sollte!?! Dabei habe ich den Allgemeinen CMYK-Fatbraum in Photoshop gewählt und das Profil drüber gerechnet. Die Farbe setzt sich jetzt aus Cyan 35%, Magenta 94%, Gelb 67%, Schwarz 16% zusammen. Wenn ci hbereits hier einen groben Denkfehler haben sollte, immer raus damit.

So, nun noch kurz zum UCR. Beim Versuch, eine der Buntfarben komplett zu unterdrücken (in dem Fall Cyan), kam ich nach einigen rumprobieren zu der Mischung Cyan 0%, Magenta 92%, Gelb 55%, Schwarz 42% (Okay, dass das Cyan hier leicht fehlt, ist klar). Kann ich mir das irgendwie vereinfach, denn die ganzen Farben so umzuratschen ist echt keine nette Arbeit. Also wer Tipps dazu hat, her damit. Lächel

Ich dank euch schonmal im voraus. Thanxs * Ich bin unwürdig *
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Verfasst Mo 02.08.2004 16:58
Titel

Re: Sonderfarben (HKS) in ISO Coated und dann UCR anwenden

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Ich verstehe, den Sinn der Aufgabe nicht. Zunächst einmal gibt es keinen 'neutralen' CMYK-Farbraum. ISO Coated repräsentiert den CMYK-Farbraum im Bogenoffset auf Papieren der Klassen 1 und 2 gemäß ISO 12467-2.

Was Du hier machst, würde ich als 'Farbe durch den Fleischwolf ziehen' bezeichnen. Diese Hin-und-her-Konvertiererei (kreuz und quer durch drei CMYK-Farbräume) ist sinnlos und dürfte ein unbrauchbares Ergebnis erzeugen. Die Prozessfarbmischungen von HKS-Farben, die im Internet kursieren bzw. auch als Farbkarten käuflich sind, sind ja ohnehin nur als Annäherungswerte zu betrachten und basieren auf Erfahrungswerten im Offsetdruck. ISO 12467-2 definiert den Offsetdruck jetzt nicht völlig neu, sondern vereinheitlicht bestehende Druckstandards. Eine Druckerei, die nach bestehenden Fogra-Standards gedruckt hat, sollte auch mit ISO 12467-2 (insbesondere im technischen Raster) keine völlig anderen Ergebnisse erzielen. Mit anderen Worten, bestehende Farbwerte zur Umrechnung von HKS-Werten haben auch weiterhin ihre Berechtigung.

Wer sich damit nicht zufrieden geben will, muss ISO-Coated als Arbeitsfarbraum (Rel. Farbmetrisch, keine Tiefenkompensierung) im Farbmanagement definieren. HKS-Werte sind in Photoshop als Lab-Farben hinterlegt und werden dann automatisch in den aktuellen CMYK-Arbeitsfarbraum konvertiert. Dann wird allerdings aus HKS 14 2C/97M/96Y/0K. Farbmetrisch sicherlich in Ordnung - in der Praxis würde ich aber weiterhin 100M/100Y den Vorzug geben.

Noch ein Nachtrag zur Separationsmethode: ISO Coated wurde mit OpenPrint von Heidelberg erzeugt und hat eine mittlere GCR. Wer ein entsprechende UCR-Separation haben will, müsste das Profil mit gleicher Software korrigieren. Eine nachträgliche Separationskorrektur mittels Photoshop hätte fatale Folgen. Denn der Photoshop-CMYK-Farbraum entspricht nicht ISO 12467-2. Man konvertiert dann alle Farben zunächst nach Lab und dann wieder in den Photoshop-CMYK-Farbraum. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Farbmanagement und das Gegenteil was man mit ISO Coated erreichen wollte.

Gruß

Achim
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Getty81
Threadersteller

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Verfasst Mo 02.08.2004 17:22
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Hallo Achim, dank dir für die Auskunft.

Was mein Chef mit der Sache direkt bezwecken will, entzieht sich auch meiner Erklärung. Sein Gedanke ging wohl dahin, die Sonderfarben, welche in 4C gedruckt werden, so vernümpftig zu separieren, dass die dabei entstehenden Buntfarben so umgemodelt werden, dass a, der Farbauftrag reduziert wird und b, die "Sonderfarben" (jetzt ja aber 4C) nicht so großen farblichen Schwankungen unterliegen, wenn anderweitige Sachen wie Bilder kranken (obwohl ich der Meinung bin, dann hat die Repro was versaut). Was er dabei allerdings mit der Rumspielerei der Profile bezweckt... keine Ahnung. *Schulter zuckt*

Konkret ist seine Vorstellung damals entstanden, als ein Kunde was bei uns drucken hat lassen, wo das Grau aus als CMY sich zusammensetze, und auf jeder Seite einen leichten Farbstich hatte, da eine der Buntfarben immer leicht kippte.
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