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Thema: Quark XPress - was ist so toll daran vom 10.11.2005


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Verfasst Do 10.11.2005 20:23
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Oh nee. LaTeX (gesprochen rheinisch "Latesch") hat mit Quark so viel zu tun z. B. Word mit Notepad. LaTeX basiert auf TeX oder ist vielmehr eine Sammlung von Erweiterungen für TeX, einer für den Formelsatz entwickelten Markupsprache. Das ganze war und ist im öffentlichen wissenschaftlichen Bereich vor allem an Hochschulen sehr populär, und das schon lange bevor es XML überhaupt gab (SGML war dagegen eher im industriellen/militärischen Bereich anzutreffen).

Wie auch immer, LaTeX ist im Gegensatz zu XPress erstens ziemlich kompliziert, nerdy und vor allem nicht wysiwyg. Soll heißen, der Satz/Umbruch geht hauptsächlich automatisiert zur Sache, und das Ergebnis lässt sich erst anhand der fertigen PS/PDF-Datei begutachten. Dafür ist es ein ziemlich mächtiges Tool, welches einem viele Nervigkeiten von Quark abnimmt.

xpress dagegen ist ne simple Layoutsoftware, die - genausowenig wie InDesign - weder besonders automatisch läuft noch ne nennenswerte XML-Schnittstelle besitzt. Steht zwar drauf, ist auch drin, aber unnütz, wenn man professionelle Struktursatzsoftware wie zB Framemaker kennt. Dafür bietet Quark natürlich alles, was eine Layoutsoftware attraktiv macht: Individuelle Layouts/grafische Schmankerl, tolle Gestaltungen etc.: dafür wär Xpress dann der richtige Kandidat.

Also: Quark ist in Punkto Automatisierung ein Nichts, TeX/LaTeX ein Monster. Dafür benötigt LaTeX ne gewisse Einarbeitungszeit, Quark ist von jedem DTP-Menschen in 2 Sekunden zu erlernen. Faustregel ist auch: Alles bis 32 Seiten: Quark/InDesign, alles darüber: Jede andere Software.*zwinker*

TeX/LaTeX ist Open Source, wenn es meines Wissens nach auch ein paar kommerzielle Aufzätze für die automatisierte Katalogproduktion gibt.

Erhlcih gesagt ist das auch schon alles, was ich weiß: Ich verwende TeX nur in 3b2, einem Satzautomat mit XML-Aufsatz, zur Darstellung von Formeln und Rastern (3b2 ist aus nem TeX-Satzprogramm hervorgegangen, somit kann man Grundfunktionalitäten noch benutzen, was in vielen Fällen ganz praktisch ist).


Zuletzt bearbeitet von am Do 10.11.2005 20:27, insgesamt 2-mal bearbeitet
 
Nefertiri
Threadersteller

Dabei seit: 04.11.2005
Ort: Neuenrade
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 10.11.2005 20:31
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Hey super.
Danke für die ausführliche Info.
Dann kann ich denen morgen auch gleich sagen,
dass sie mit ihrer Datenbank-Geschichte besser bei LaTex bleiben.
An die Druckerei werde eh immer pdf´s geschickt. Von daher.
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Jess

Dabei seit: 19.01.2004
Ort: -
Alter: 34
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 11.11.2005 08:27
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Wäre es möglich, dass du deinen Vortrag online stellst?

Würde mich wirklich interessieren, wie andere das so machen. Lächel
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Bella

Dabei seit: 19.10.2005
Ort: München
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 11.11.2005 09:21
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Hi Nefertiri,
also, soweit ich weiß, kann man Quark-Dateien im InDesign öffnen. * Ja, ja, ja... *
Ich hab' damit zwar noch keine Erfahrungen gemacht, weil wir hier nur mit Quark arbeiten, hab's aber schon öfter gehört. Wie gut das funktioniert und ob's da zu Fehlern kommt, weiß ich deshalb leider auch ned...
Umgekehrt kannst Du allerdings InDesign-Daten nicht in Quark öffnen...
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Medienverunstalter

Dabei seit: 03.02.2003
Ort: Neutraubling
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 11.11.2005 09:29
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Quark lässt sich eingeschränkt öffnen

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Ja, man kann Quark-Dateien bis zur Version 4, die einsprachig abgespeichert worden sind in InDesign "importieren" - nicht öffnen. Öffnen klingt immer so nach es würde funktionieren. Tut es aber nicht immer - Layout- und vor allem Umbruchänderungen sind eigentlich ab ein paar Seiten Dokument immer drin. Auch mit in Quark eingefärbten Graustufen-Tiffs und Sonderfarbzuweisungen hat der Filter ab und an seine Probleme. Also würde ich diesen "Tipp" wirklich immer nur mit Vorbehalt weitergeben.

Am Besten ist immernoch - in InDesign nachsetzen. Außer man hat die Zeit und Möglichkeit die Datei wirklich ordentlich nachzusetzen.

Wobei ich ein wenig in der Sache mit Quark und InDesign bis 32 Seiten widersprechen muss:
Ist ne gute Idee - aber XML, Automatisierung, DB-Anbindung etc. bringt ja auch nur was, wenn ich Inhalte strukturieren kann. Ansonsten sehe ich da keinen großen Vorteil - und gerade bei meinen "täglichen" Aufträgen hab ich viel Text, viele Bilder und nur schwer eine Strukturierungsmöglichkeit. Also sind die beiden "Layoutdinger" auch für mächtigere Dokumente legitim - solange es sich nicht um wirklich voll strukturierbare Inhalte dreht.

MfG
Florian
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Verfasst Fr 11.11.2005 12:20
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Da drüber zu diskutieren ist müßig, da das Software für zwei völlig verschiedene Einsatzbereiche ist. Ein Vergleich wird daher in jedem Fall hinken. Daher sagte ich auch "Faustregel".
 
 
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