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Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do 08.12.2016 03:41 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: InDesign Graustufen Export?! vom 05.03.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Software - Print -> InDesign Graustufen Export?!
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Avenger
Threadersteller

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Verfasst So 05.03.2006 15:26
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InDesign Graustufen Export?!

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Hey,

ich wette die Frage wurde schon des öfteren so oder so ähnlich gestellt, aber die Suche hat mir nicht wirklich weitergeholfen.
Alsooo: Ich möchte mein komplettes Dokument nur in Schwarzweiß exportieren und drucken lassen.

Wie ist nun die korrete Vorgehensweise? Nichtmals der Mensch von der Druckerei konnte mir das vernünftig erklären...

Ich habe meine Grafiken in Photoshop und wandle sie zu Graustufen. Die Farbmanagement Einstellungen für RGB und CMYK sind ja in dem Falle erstmal egal nehme ich an.

In InDesign habe ich auf Raten der Druckerei bei dem Farbmanagement CMYK auf "Euroscale Coated v2" und RGB auf Adobe RGB 1998 stehen, die Farbmanagement Richtlinien für beides auf "AUS" stehen. Aktiviert ist das Farbmanagement auch.

Für Text verwende ich die Einstellung "Schwarz" und nichts selbst voreingestelltes.

Soweit richtig?

Wie gehe ich denn nun beim Export vor? Am besten über den Distiller weg? Habe das noch nie gemacht, kann man da das PDF Dokument am Ende in graustufen rausbekommen? Weil der Druckerei Mensch meinte sie wollten das lieber in Graustufen als in CMYK haben aber beim normalen PDF Export kann ich ja überhaupt keine Grausftufen auswählen.

Muss ich sonst noch was beachten um meine Grafiken am Ende in richtig schönem satten Schwarz erstrahlen zu lassen?
Danke Leute, ich liebe das Forum Lächel
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markushoffmann

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Verfasst So 05.03.2006 16:43
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Hallo,

du hast ganz recht. Das ist keine ungewohnte Frage. Ich werde versuchen, Sie ausführlich und so einfach wie möglich zu beantworten. Grundsätzlich solltest Du Dein Dokument in InDesign so aufbauen (Farbigkeit) wie der Druck es verlangt. Wenn DU legiglich 1C (einfarbig also hier schwarz) drucken möchtest, sollte Dein Dokument in InDesign auch keine anderen Farben aufweisen. Kurzer Zwischenstop beim Farbmangement. Ich würde Dir empfehlen unter www.eci.org neuere Farbeinstellungen (RGB/CMYK -ECI RGB und evtl. ISO Coated). Je nach Druckmedium (Papier) muss dein Farbmanegment variieren. Sollte Dein Dokument auf gestrichenenem Papier gedruckt werden, solltest Du bei Photoshop folgendermaßen vorgehen. Lade bei RGB dein "ECI RGB" und bei CMYK dein "ISO Coated oder Euroscale Coated v2". Jetzt kommen wir zu dem Punkt Graustufen, der für Dich momentan wichtig ist. Sollte der Druck Offset geschehen, dann kann Dir die Druckerei einen DotGain Wert geben. Das heißt: Schwarze Druckpunkte können je nach Papier, Druck, Medium usw. unterschiedlich auslaufen. Das würde bedeuten, dass Dein Bild wesentlich dunkler gedruckt wird, als Du auf dem Monitor zu sehen bekommst. Das nennt man Tonwertzuwachs. Stelle da mal 10 oder 15% ein wenn Die Druckerei dir nichts sagt. Bei Digitaldruckereien ist das wieder ein wenig anders.
Die Richtlinien lässt du auf aus. Und Profilfehler beim öffnen wählen. Den Rest lasse ich jetzt erstmal außen vor. Speichere diese Settings unter einem Namen ab wie z.B. Offset/Coated
Deine Fotos öffnest Du in Photoshop. Wenn er einen Profilfehler anfragt...dann sag ihm...ins neue Profil konvertieren oder Arbeitsfarbraum verwenden. (Kleiner Einschub--> Farbprofile bringen nur was wenn Dein Monitor gut kalibriert ist)
So jetzt separierst Du dein Foto in Graustufen. Nach belieben änderst Du noch die Sättigung, Gradation oder Tonwert. Das Foto musst Du in Photoshop komplett fertig berabeiten (in seiner Erscheinung). Wenn Du fertig bist...speicherst Du es als TIF ab und klickst dabei auf das Häkchen "Profil mitabspreichern oder so ähnlich".
In InDesign musst Du unter Farbeinstellungen Dein Setting aus Photoshop laden, welches Du abgespeichert hast. Nur so kannst Du sicher sein, dass beide Farbmanagements identisch sind.
Jetzt lädst Du deine Bilder ins Dokument. Lege eine Farbe an...rein schwarz.....nur 100% Schwarz. InDesign hat ein definiertes schwarz, welches auch Farbanteile von CMY beinhaltet. Das hat Deckungsgründe. Deshalb lege Dir ein neues Schwarz mit nur 100% an. CMY müssen 0% sein. Diesen Ton wählst Du für deine Typo. Du kannst natürlich das schwarz auch in seinem Farbton verändern. Das würde dann zu grau gehen. Ändere einfach den Farbton bei Schwarz. Grau wird aber aufgerastert und kann bei geringer Schriftstärke unschön wirken.
Wenn Du fertig bist dann kannst Du je nach PC oder Mac verschieden vorgehen. Du kannst bei !C Dokumenten ruhig über Exportieren gehen. Bei 4C Dokumenten würde ich eine InRipSeparation über Drucken wählen.
Exportiere Dein Dokument mit der Einstellung "Druck" oben im Menü. Klicke noch das Farbmangement an und schreibe das PDF. Das ist jetzt die schnelle Variante und reicht für 1C Druck. Wenn Du andere Dinge gestaltest, musst Du auf mehr Details achten.
Dein PDF ist fertig. Wenn Du den Acrobat Professional hast, kannst Du unter Separationsvorschau sicher stellen, dass keine Farbauszüge außer schwarz beinhaltet sind.
Also ganz einfach. Du gibst nicht beim PDF Export Graustufen an, sondern legst Dein Dokument schon von anfang an so an.

Hoffe das war jetzt leicht verständlich

Gruß Markus
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modo

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Verfasst So 05.03.2006 17:20
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markushoffmann hat geschrieben:

Jetzt lädst Du deine Bilder ins Dokument. Lege eine Farbe an...rein schwarz.....nur 100% Schwarz. InDesign hat ein definiertes schwarz, welches auch Farbanteile von CMY beinhaltet.


?
Wenn ich in ID etwas in [Schwarz] anlege, bekomme ich im PDF auch nur 100K.
Keine anderen Farben.
Meines Wissens liegt der einzige Unterschied zwischen einem von Hand angelegten 100k und [Schwarz] nur darin, dass [Schwarz] überdruckt.

Gruß,
modo
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markushoffmann

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Verfasst So 05.03.2006 17:36
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Liebster Modo,

Was ich damit sagen wollte ist, dass es sein kann, dass schwarz als "Standard" nicht nur aus schwarzanteilen besteht. Bei unterschiedlichen Produktionen wird dem Schwarz noch Sättigung in Form von CMY Anteilen hinzugegeben. Und es hätte ja sein können, dass Avenger sein Standard Schwarz demnach geändert hatte. In vielen Agenturen ist das [Schwarz] dahin gehend definiert.

Gruß
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Avenger
Threadersteller

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Verfasst So 05.03.2006 17:39
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modo hat geschrieben:
markushoffmann hat geschrieben:

Jetzt lädst Du deine Bilder ins Dokument. Lege eine Farbe an...rein schwarz.....nur 100% Schwarz. InDesign hat ein definiertes schwarz, welches auch Farbanteile von CMY beinhaltet.


?
Wenn ich in ID etwas in [Schwarz] anlege, bekomme ich im PDF auch nur 100K.
Keine anderen Farben.
Meines Wissens liegt der einzige Unterschied zwischen einem von Hand angelegten 100k und [Schwarz] nur darin, dass [Schwarz] überdruckt.

Gruß,
modo


Was hat es eigentlich mit dem Überdrucken auf sich? Hab das jetzt schon mehrfach gelesen...
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markushoffmann

Dabei seit: 05.03.2006
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Verfasst So 05.03.2006 17:54
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Überdrucken bezieht sich auf übereinander liegende Formen. Hierbei geht man von den Fällen aus, dass zwei übereinander liegende Objekte nicht gleiche Farbwerte beinhalten und es so zu unschönen Blitzern kommen kann. Beim Überdrucken wird die vordere Form im Hintergrund nicht ausgespart, sondern es wird überdruckt. Somit entsteht eine Mischfarbe.

Solltest Du mit einer schwarzen Typo auf z.B. einem Hintergrund von C=0 =0 Y=50 K=0 schreiben...dann sollte das Schwarz der Schrift auf überdrucken stehen. Ansonsten können durch kleinste Farbverschiebungen weiße Kanten entstehen, da die Typo ausgespart wird und der hintergrund kein schwarz beinhaltet.
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modo

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Verfasst So 05.03.2006 18:24
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markushoffmann hat geschrieben:
Liebster Modo,


Hey Hey soweit sind wir aber noch nich, ne!

*ha ha*

markushoffmann hat geschrieben:

Was ich damit sagen wollte ist, dass es sein kann, dass schwarz als "Standard" nicht nur aus schwarzanteilen besteht. Bei unterschiedlichen Produktionen wird dem Schwarz noch Sättigung in Form von CMY Anteilen hinzugegeben. Und es hätte ja sein können, dass Avenger sein Standard Schwarz demnach geändert hatte. In vielen Agenturen ist das [Schwarz] dahin gehend definiert.

Gruß


Hatte dich dann falsch verstanden.
Ich meinte du sprichst vom InDesign Standard [Schwarz].
Dieses ist ja aber nicht veränderbar und ein reines Schwarz.
Mir war nicht klar, dass du von einem "Tiefschwarz" sprichst.

Gruß,
modo
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[fränK]
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Verfasst So 05.03.2006 21:31
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Re: InDesign Graustufen Export?!

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Avenger hat geschrieben:
Wie ist nun die korrete Vorgehensweise? Nichtmals der Mensch von der Druckerei konnte mir das vernünftig erklären...


Ganz einfach, jedes Objekt darf nur Farbanteile von Schwarz enthalten.

Avenger hat geschrieben:
Ich habe meine Grafiken in Photoshop und wandle sie zu Graustufen. Die Farbmanagement Einstellungen für RGB und CMYK sind ja in dem Falle erstmal egal nehme ich an.


Nein, sobald du eine „Farbe“ verwendest, spielt auch das Farbmanagement eine Rolle!

Avenger hat geschrieben:
In InDesign habe ich auf Raten der Druckerei bei dem Farbmanagement CMYK auf "Euroscale Coated v2" und RGB auf Adobe RGB 1998 stehen, die Farbmanagement Richtlinien für beides auf "AUS" stehen. Aktiviert ist das Farbmanagement auch.


I.d.R. falsch! Nach aktuellem Standard ISO 12647-2:2004 solltest du die Farbprofile RGB: eciRGB und CMYK: je nach Papiertyp (ISOcoated/ISOuncoated) verwenden. http://www.eci.org
„Euroscale Coated v2“ basiert auf einem veralteten Standard. http://de.wikipedia.org/wiki/Euroskala

Avenger hat geschrieben:
Wie gehe ich denn nun beim Export vor? Am besten über den Distiller weg? Habe das noch nie gemacht, kann man da das PDF Dokument am Ende in graustufen rausbekommen? Weil der Druckerei Mensch meinte sie wollten das lieber in Graustufen als in CMYK haben aber beim normalen PDF Export kann ich ja überhaupt keine Grausftufen auswählen.


Der beste Weg ist über den Distiller, idealerweise eine PDF/X-3-Datei.
http://www.prepress.ch/pdfx/index.html

Avenger hat geschrieben:
Muss ich sonst noch was beachten um meine Grafiken am Ende in richtig schönem satten Schwarz erstrahlen zu lassen?


Was verstehst du unter „schönem satten Schwarz“?

markushoffmann hat geschrieben:
Je nach Druckmedium (Papier) muss dein Farbmanegment variieren. Sollte Dein Dokument auf gestrichenenem Papier gedruckt werden, solltest Du bei Photoshop folgendermaßen vorgehen. Lade bei RGB dein "ECI RGB" und bei CMYK dein "ISO Coated oder Euroscale Coated v2".


Wie gesagt, „Euroscale Coated v2“ basiert auf einem veralteten Standard. http://de.wikipedia.org/wiki/Euroskala

markushoffmann hat geschrieben:
Jetzt kommen wir zu dem Punkt Graustufen, der für Dich momentan wichtig ist. Sollte der Druck Offset geschehen, dann kann Dir die Druckerei einen DotGain Wert geben. Das heißt: Schwarze Druckpunkte können je nach Papier, Druck, Medium usw. unterschiedlich auslaufen. Das würde bedeuten, dass Dein Bild wesentlich dunkler gedruckt wird, als Du auf dem Monitor zu sehen bekommst. Das nennt man Tonwertzuwachs. Stelle da mal 10 oder 15% ein wenn Die Druckerei dir nichts sagt. Bei Digitaldruckereien ist das wieder ein wenig anders.
Die Richtlinien lässt du auf aus. Und Profilfehler beim öffnen wählen. Den Rest lasse ich jetzt erstmal außen vor. Speichere diese Settings unter einem Namen ab wie z.B. Offset/Coated


Wenn, dann den Standard durchgängig nutzen und bei Graustufen das CMYK-Profil laden und es werden die Informationen zum Schwarzkanal genutzt.

markushoffmann hat geschrieben:
Deine Fotos öffnest Du in Photoshop. Wenn er einen Profilfehler anfragt...dann sag ihm...ins neue Profil konvertieren oder Arbeitsfarbraum verwenden.


Profilkonvertierungen besser über „Bearbeiten > In Profil konvertieren“.

markushoffmann hat geschrieben:
(Kleiner Einschub--> Farbprofile bringen nur was wenn Dein Monitor gut kalibriert ist)


Nein, die farbliche Darstellung des Monitors weicht ab, ist dieser nicht kalibriert/profiliert.

markushoffmann hat geschrieben:
So jetzt separierst Du dein Foto in Graustufen. Nach belieben änderst Du noch die Sättigung, Gradation oder Tonwert. Das Foto musst Du in Photoshop komplett fertig berabeiten (in seiner Erscheinung). Wenn Du fertig bist...speicherst Du es als TIF ab und klickst dabei auf das Häkchen "Profil mitabspreichern oder so ähnlich".


Über „Bild > Modus > Kanalmixer (Monochrom)“ grauen Farbeindruck herstellen, erst dann in Graustufen konvertieren.

markushoffmann hat geschrieben:
Wenn Du fertig bist dann kannst Du je nach PC oder Mac verschieden vorgehen. Du kannst bei !C Dokumenten ruhig über Exportieren gehen. Bei 4C Dokumenten würde ich eine InRipSeparation über Drucken wählen.
Exportiere Dein Dokument mit der Einstellung "Druck" oben im Menü. Klicke noch das Farbmangement an und schreibe das PDF. Das ist jetzt die schnelle Variante und reicht für 1C Druck. Wenn Du andere Dinge gestaltest, musst Du auf mehr Details achten.


PDF über den Distiller und PDF/X-3-Datei erzeugen.
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