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Thema: zahlen in romanen vom 08.01.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> zahlen in romanen
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Mr. Illy

Dabei seit: 26.02.2003
Ort: München
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 08.01.2004 13:59
Titel

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in einem scifi roman würde ich mich an die
klassische regel halten. bis 12 ausgeschrieben
(ausser bei kurs- oder zeitangaben, was bei dir
ja zutrifft) und ab 13 alles als ziffern setzen.
aber, wie schon gesagt, als mediävalziffern!

gruß m.i.
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philyra

Dabei seit: 08.03.2004
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 12.03.2004 21:26
Titel

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nike hat geschrieben:
zahlen von eins bis zwölf werden in literarischen texten traditionell als wörter gesetzt, von 13 an aufwärts als ziffern. nach neuer rechtschreibung können auch generell ziffern verwendet werden. die regeln sollten nicht allzu starr gehandhabt werden, da es sonst holprig wird.

in wissenschaftlichen oder sachtexten werden alle zahlen als ziffern gesetzt.

(auszug aus detailtypografie)


Also das ist historisch und auch orthographisch falsch. Diese merkwürdige Regel ist eine Hausregel beim SPIEGEL, die vielleicht vereinzelt Vorbilder haben mag. Wie alle Hausregeln des SPIEGELS ist diese Regel völlig schwachsinnig und sollte nicht nachgeahmt werden. Auf keinen Fall darf man dem Irrtum verfallen, diese Regel sei eine verbindliche Orthografie- oder Typografieregel. Forssmann hat wie eine ganze Reihe anderer "Vorschriften" auch das Übliche zur Regel gemacht. Man merkt ja auch an der Begründung, daß diese Regel Quatsch ist.

Sprachhistorisch korrekt und dem Deutschen entsprechend ist dieses Prinzip:

1. Ziffern weisen auf exakte Zahlengaben hin. Eine Sternzeit wird also immer in Ziffern angegeben. Es besteht ein Unterschied zwischen "Ich war um dreizehn Uhr da." und "Ich war um 13.00 Uhr da."

2. Man kann Zahlen als Ziffern schreiben, wenn sie sonst sehr unübersichtlich wären: 1.435.344.345. Das gilt aber bestimmt nicht für "vierzehn" oder "zanzig".

3. Beim Satz kann man wählen, welche Schreibung sich beser ins Satzbild einfügt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß falsche Ansichten am aggressivsten vertreten werden, je ungebildeter jemand ist. Man darf sich dann nicht einschüchtern lassen.

Gruß, Daniel
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