Willkommen auf dem Portal für Mediengestalter
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Nachricht |
Pielie
Dabei seit: 18.10.2005
Ort: Lingen
Alter: -
Geschlecht:
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Verfasst Do 27.09.2007 15:05
Titel
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Qualität ist hier auch ein sehr gutes Stichwort…
Wir (Kreativ Agentur mit klassischer Druckvorstufe einer Druckerei) lösen das Problem meist indem wir Kunden im Vorfeld auf seine schlecht gelieferten Daten hinweisen, dann ihn entscheiden lassen ob er die Verbesserungen selber macht (wenn möglich), wir die kostenpflichtig machen, oder die Daten so wie sie sind gedruckt werden.
Auf Beratungsgespräche lassen wir uns ein, das heisst jeder Kunde darf dann natürlich auch Fragen stellen wenn er das selber machen will…wenn das zu nichts führt hat er dann nur noch zwei Möglichkeiten.
Bei Wegwerfprodukten rate ich meist dazu es einfach so zu Produzieren, bei Büchern etc. dazu es entweder zu verbessern (wenn das überhaupt noch geht) oder es neu zu machen ggf. auch bei formalen Fehlern neu zu konzeptionieren.
Im Nachgang an die meisten Produkte wird ein Gespräch geführt, wie die Daten hier sein müssen, wie zB gelieferte Texte ohne Formatierungen, Bilder einzeln dazu, nicht aus Word, sinnvolle Nomenklatur etc.
Dann wissen die Kunden nämlich auch erst was man so meint, mit "bitte Druckauflösung der Bilder beachten", o.ä.
Somit erziehen wir uns die Kunden…die Qualität muss meiner Meinung nach immer sein, wenn der Kunde es anders will, muss das dann halt so…Ich vergleiche das gegenüber dem Kunden immer gerne mit einem Supermarkt:
Ich kann mir aussuchen, ob ich die günstigen TIP Nudeln will(500 gr 50 Cent), die teureren Buitoni Nudeln(500 Gr. 1 Euro, oder Selbstgemachte Nudeln vom Markt mit natürlcih ganz anderen Preisen (100gr. 3 Euro). Und diese Entscheidung überlasse ich dem Kunden.
Mein Chef ist von dieser Vorzugsbehandlung auch nicht immer so Begeistert, aber es bringt für nachfolgende Produkte sehr viel…
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Achim M.
Redakteur
Dabei seit: 17.03.2003
Ort: Mönchengladbach
Alter: 37
Geschlecht:
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Verfasst Fr 28.09.2007 10:12
Titel
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Noch einmal zurück zum Ursprungsthema. Ich denke, dass viele Druckereien umdenken müssen.
Beispiel "Onlinedruckerei": Ich bin kein unbedingter Fan davon. Was mir aber gefällt, ist häufig die bessere Informationspolitik. Falzmuster, technische Daten, Profile bekomme ich online. Auf den Websites vieler "konventioneller Druckereien" gibt's oftmals nur ein paar Bilder der tollen Maschinen und das übliche "Wir über uns". Also muss man dort anrufen, wenn man ein Problem hat. Der Telefonempfang weiß nicht weiter, dann wird man durchgestellt. Dudelmusik. Der neue Ansprechpartner ist nicht für die Technik zuständig, der Kollege ist aber "zu Tisch" und wird zurückrufen. So etwas nervt mich. Bei vielen Onlinedruckereien erhalte ich auch E-Mails mit dem Status meines Druckauftrags. Bei vielen "konventionellen Druckereien" ist wieder ein Anruf notwendig, um zu erfahren, dass der Kollege gleich zurückruft ...
Beispiel "Kundenberatung": Viele Druckereien umwerben Kunden direkt und suchen nicht mehr den Umweg über eine Agentur. Ich habe nichts dagegen. Dann muss man aber auch seinen Beratungsstil anpassen und die interne Kommunikation verbessern. Da wird viel versprochen, aber dem Kunde ohne Fachkenntnis zu technischen Faktoren kaum brauchbare Informationen an die Hand gegeben. Also muss ich als Werber erst wieder mühsam den Kontakt zur Druckerei aufbauen. Da weiss dann oftmals niemand so genau, was der Aussendienstler wem alles versprochen hat. Für mich ist das oft ein mühsames Geschäft, bei dem man oft die Kuh vom Eis holen darf.
Gruß
Achim
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maily
Moderator
Dabei seit: 28.08.2002
Ort: B'haven
Alter: 22
Geschlecht:
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Verfasst Fr 28.09.2007 10:31
Titel
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Ist schon richtig was du da schreibst, ich finde nur was zu Beachten ist: Onlinedruckereien wollen ja praktisch das alles per Internet abläuft, demnach ist es auch logisch das die alle Informationen inkl. Profile und sonstigem auf ihrer Webseite zur Verfügung stellen.
Die Hausdruckerei um die Ecke kann man noch Besuchen, klar, ist manchmal je nach Druckerei wirklich ein wenig Umständlich die Informationen zu bekommen die man braucht, aber im großen und ganzen kann ich damit mehr Anfangen. Ich habe meinen direkten Ansprechpartner, der auch kompetent ist und bei Problemen werde ich angerufen oder hinzitiert wenn es die Zeit zulässt.
Klar sind das ja auch zwei unterschiedliche paar Schuhe, die einen halt Online und die anderen halt 'Offline'. Hat beides seine Vor- und Nachteile.
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hilson
Dabei seit: 05.09.2005
Ort: Pforzheim
Alter: 38
Geschlecht:
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Verfasst Fr 28.09.2007 11:51
Titel
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Problematisch sind doch meistens die Kunden, die gern vermeintliches Geld sparen wollen und dann entweder selber was zusammenkloppen oder eben billigst kloppen lassen.
Diese "Erbsenzähler" wird man selten zufrieden stellen können, weil sie mangels Fachkenntnis nicht verstehn (oder es schlichtweg ignorieren), dass somit Folgekosten vorprogrammiert sind.
Das hängt (meiner Meinung nach) aber auch damit zusammen, dass Angebote in unserer Branche von extrem niedrig bis zu Agentur-High-End Budget reichen können und einem Laien halt auch nicht klar ist, wie solch unterschiedliche Kalkulationen sein können. Deswegen vertrauen dann viele darauf, dass es der Billigheimer auch richten kann und sind dann hinterher enttäuscht und haben gar kein Vertrauen mehr zum Fachmann -> also künftig gleich wieder selber zusammenhacken.
Liegt dann aber auch wieder an uns, weil teilweise viel versprochen wird nur um einen Job an Land zu ziehen. Dabei wäre klare Kommunikation uns allen auf Dauer dienlicher. Will sagen wenn ich einen Job zu bestimmten Konditionen nicht optimal stemmen kann (mangels KnowHow oder zu geringem Budget) sollte man das auch sagen.
Irgendwie ist das halt auch alles ein Ding, wo sich der Hund in den Schwanz beisst
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Cocktailkrabbe
Threadersteller
Dabei seit: 24.06.2002
Ort: 72116
Alter: 24
Geschlecht:
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Verfasst Fr 28.09.2007 20:21
Titel
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So viele interessante Beiträge…
@Pielle
Ich finde euren Ansatz sehr gut.
Der Kunde muss wissen was auf
ihn zukommt. Egal ob finanziell
oder zeitlich (oder eben beides).
Auch das nachträgliche Gespräch
hat Sinn, da es oftmals schon
zu spät ist, der Kunde aber vor
der nächsten Katastrophe geschützt
werden soll.
Diese Art von »Kundenerziehung«
könnte ich mir in Teilen auch vorstellen.
Leider ist das nur Wunschdenken.
Da wir die letzten in der Wertschöpfungs-
kette sind, bleibt oft kein (zeitlicher)
Spielraum mehr für Verhandlungen; Leider.
@Achim
Damit bestätigst du die Meinung bzw. Forderung
vieler unserer Agenturkunden. Diese wünschen
sich mehr und umfassenderen Service, als
wir ihn momentan bieten bzw. bieten können.
Schon oft war bei uns eine Web-to-Print-Lösung
im Gespräch. Allerdings scheitert das bisher
an meinem Chef, der nichts davon hält, für
anonyme Internet-Kunden zu drucken.
Die Zahlungsmoral wäre schlechter…
Ich kann die von dir beschriebenen Nachteile
einer klassischen Druckerei absolut bestätigen.
Jedoch tun sich die Leute, die ihren Beruf schon
Jahrzehnte ausüben, überaus schwer mit solchen
»Neuerungen«
@Brünzessin
Wir drucken eigentlich fast alles, was mittelständische
Unternehmen brauchen. Meist sind es komplette
Geschäftsausstattungen, (Briefbogen, Visitenkarten,
Formulare etc.), Prospekte in kleinen Auflagen
und hin und wieder mal ein Buch.
Das heißt, dass wir auch Kunden mit den unterschiedlichsten
Vorkenntnissen haben.
Deren Qualitätsanspruch ist nicht sehr hoch, dafür
ist das Interesse an einem günstigen Preis viel höher.
Bei vielen unseren Stammkunden (meist
Agenturen) traut sich der Kundenberater
allerdings nicht, die gemachten Fehler zu
kommunizieren. Warum das so ist, ist
mir nicht immer klar. Angst davor den
Kunden zu verlieren, wenn man die
Kosten in Rechnung stellt?… ich weiß es
nicht.
Leider beginnt in der Druckvorstufe erst
die eigentliche Koordination des gesamten
Auftrages. Die Vorarbeit ist teilweise
so schlecht, dass man entweder überhaupt
keine Ansprechpartner (oder Entscheidungs-
bevollmächtigten) hat oder für die weitere
Verarbeitung absolut notwendige Informationen
fehlen. Den Kunden interessiert das alles
nicht… die Vorgesetzten leider meist auch nicht…
und alle wundern sich… warum Fehler passieren,
bzw. Liefertermine nicht eingehalten werden
können.
Oftmals kommen Verarbeitungs-
(Wie erstelle ich ein Druck-PDF?) oder
Fehlerhinweise nicht oder falsch beim
Kunden an.
Hier sehe ich das Problem, dass die
meisten Kundenberater diesen Beruf
entweder nicht erlernt haben bzw. keine
oder wenig Ahnung/Interesse haben.
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pfn.
Dabei seit: 28.09.2005
Ort: -
Alter: 23
Geschlecht:
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Verfasst Sa 29.09.2007 10:47
Titel
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Zuletzt bearbeitet von pfn. am Mi 26.03.2008 20:45, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Brünzessin
Dabei seit: 27.04.2004
Ort: -
Alter: 26
Geschlecht:
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Verfasst So 30.09.2007 14:22
Titel
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| Cocktailkrabbe hat geschrieben: |
Bei vielen unseren Stammkunden (meist
Agenturen) traut sich der Kundenberater
allerdings nicht, die gemachten Fehler zu
kommunizieren. Warum das so ist, ist
mir nicht immer klar. Angst davor den
Kunden zu verlieren, wenn man die
Kosten in Rechnung stellt?… ich weiß es
nicht.
Leider beginnt in der Druckvorstufe erst
die eigentliche Koordination des gesamten
Auftrages. Die Vorarbeit ist teilweise
so schlecht, dass man entweder überhaupt
keine Ansprechpartner (oder Entscheidungs-
bevollmächtigten) hat oder für die weitere
Verarbeitung absolut notwendige Informationen
fehlen. Den Kunden interessiert das alles
nicht… die Vorgesetzten leider meist auch nicht…
und alle wundern sich… warum Fehler passieren,
bzw. Liefertermine nicht eingehalten werden
können.
Oftmals kommen Verarbeitungs-
(Wie erstelle ich ein Druck-PDF?) oder
Fehlerhinweise nicht oder falsch beim
Kunden an.
Hier sehe ich das Problem, dass die
meisten Kundenberater diesen Beruf
entweder nicht erlernt haben bzw. keine
oder wenig Ahnung/Interesse haben. |
1. Gerade bei Stammkunden ist es meiner Meinung nach absolut notwendig sie auf gemachte Fehler hingewiesen werden. Jedem Kundenberater, auch und gerade wenn, er nur kaufmännische Kenntnisse hat muss ja klar sein, dass alle Kosten des Unternehmens sich irgendwie durch die gelieferten Produkte amortisieren müssen. Der Kunde bezahlt den mehraufwand also irgendwie schon. Es sollte doch dann möglich sein mit bestimmten Kunden "Konzepte" für die zu liefernden Daten zu erarbeiten und ihm dafür eventuell einen Rabatt gewähren zu können.
2. Das Problem gibt es bei uns genauso, es gibt zwar eine eigene Kalkulationsabteilung, häufig finden die Kalkulationen gerade bei neuen Produkten aber nur auf Basis von Erfahrungswerten statt. Wie das Produkt dann tatsächlich weiterverarbeitet, geschnitten, verklebt wird, welche 4 Farben gedruckt werden usw. muss dann die Druckvorstufe herausfinden. Deshalb ist der Druckvorstufe sozusagen eine eigene Arbeitsvorbereitung vorgeschaltet, diese sammelt die notwendigen Informationen und gibt sie weiter. In den meisten Fällen klappt das auch ganz gut. Es gibt nur einen Kollegen in dieser Abteilung der der Meinung ist dass sein Posten ja überflüssig ist und deshalb alle Arbeit delegiert. Das macht dann weniger Spaß.
3. Wie entstehen Fehler. Da alche ich manchmal auch über die Ansichten unserer QM und Vertrieb. "Das kann doch nicht so schwer sein..." dafür habe ich diese Präsentation die ich schonmal erwähnt hatte erstellt.. teilweise konnten wir schon Erfolge feststellen
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Achim M.
Redakteur
Dabei seit: 17.03.2003
Ort: Mönchengladbach
Alter: 37
Geschlecht:
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Verfasst Mo 01.10.2007 10:45
Titel
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| Brünzessin hat geschrieben: | | 1. Gerade bei Stammkunden ist es meiner Meinung nach absolut notwendig sie auf gemachte Fehler hingewiesen werden. Jedem Kundenberater, auch und gerade wenn, er nur kaufmännische Kenntnisse hat muss ja klar sein, dass alle Kosten des Unternehmens sich irgendwie durch die gelieferten Produkte amortisieren müssen. Der Kunde bezahlt den mehraufwand also irgendwie schon. Es sollte doch dann möglich sein mit bestimmten Kunden "Konzepte" für die zu liefernden Daten zu erarbeiten und ihm dafür eventuell einen Rabatt gewähren zu können. |
Meiner Erfahrung fehlen Kundenberatern/Kontaktern doch häufig jegliches technisches Verständnis, um tatsächlich zu verstehen, was da eigentlich schief läuft.
Ich habe zu Agenturzeiten oftmals diese Diskussion geführt und musste oftmals erleben, dass Probleme in der Dateiausgabe an Kontaktern (ja selbst an Produktionern) nicht vermittelbar sind. Menschen, die ein Programm wie Powerpoint für das Optimum an Gestaltungssoftware halten, wollen oftmals nicht verstehen, warum eine Druckmaschine anders arbeitet als ein Bürodrucker.
Ok, ich gebe zu, das klingt arrogant. Aber es ist halt meine Erfahrung.
Wenn eine Druckerei optimale Daten haben will, muss sie vor allem eine optimale Schnittstelle für all die Leidtragenden bieten, die mit der Erstellung der Druckvorlagen betraut sind. Der direkte Kontakt zwischen Technik (Agentur) und Technik (Druckerei) ist meines Erachtens am Erfolgsversprechenden. Dazu gehört für mich auch eine direkte Durchwahl zur Druckvorstufe der Druckerei. Warum soll ich erst dem Telefonempfang meine Probleme schildern, dies dann beim Kundenkontakter wiederholen, um dann doch zur Technik durchgestellt zu werden?
Ich empfinde da als Dienstleister eben große Unterschiede bei den Druckereien. Es gibt Läden, da lassen sich Probleme eben schnell auf kleinem Dienstweg erledigen und andere die gerne den "offiziellen" Weg einschlagen und eine Menge Leute aufschrecken, die das Problem überhaupt nicht lösen können, obwohl eigentlich die direkte Durchwahl des Reinzeichners bekannt wäre.
Gruß
Achim
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