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Thema: Vor bzw Nachteile des Tiefdruckes vom 07.05.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Vor bzw Nachteile des Tiefdruckes
Autor Nachricht
Holla_die_waldfee
Threadersteller

Dabei seit: 02.01.2006
Ort: Osnabrück
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 07.05.2006 22:36
Titel

Vor bzw Nachteile des Tiefdruckes

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Juten Tag,
nun bin ich mal gespannt ob mit jemand weiterhelfen kann.
Bin auf der Suche nach Vor und Nachteilen des Tiefdrucks... Hat jemand sowas zufällig schonmal in nem Referat gehabt oder ähnlich??? Ich such mir hier nen Wolf aber find nix... Au weia!
Merci, falls Ihr was habt.
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M_a_x

Dabei seit: 28.02.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 07.05.2006 22:49
Titel

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ohne Anspruch auf Vollständigkeit, dafür ist's mir zu spät:

+sehr hohe auflagen mit inline weiterverarbeitung
+echte halbtöne im raster durch Tiefenvariabilität
+hohe druckformstandzeit

-aufwendige und teue Druckformerstellung
-kein Akzidenzdruck wirtschaftlich möglich
-de facto keine standardisierung ie z.b. im offset

das für den Anfang mal aus der Hüfte geschossen


Zuletzt bearbeitet von M_a_x am So 07.05.2006 22:52, insgesamt 1-mal bearbeitet
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druckschlampe

Dabei seit: 26.07.2005
Ort: Hamburg/SH/DK
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 07.05.2006 23:56
Titel

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bin zwar kein tiefdrucker...aber ich versuche es mal.....

vorteile:
*weiche und brilliante bilder.....mitteltöne verlaufen weicher
*hohe farbsättigung/auftrag
*druckgeschwindigkeit ist hoch
*grosser formatbereich...ich glaube zur zeit 288 seiten DINA4 auf einem zylinder(rollentiefdruck)
*gute eignung für automatisierung
* kaum trappingprobleme (hier farbannahme!)...trockung nach jedem druckwerk
*falzapparat ist flexibler,weil andauernd andere zylinderumfänge

nachteile:
*schriftschärfe nicht so schön durch stege neben den näpfchen (zackig)
*bedruckstoffvielfalt ist nicht so hoch (im rollenbereich)
*zeitbedarf in der formherstellung
*kosten der formherstellung
*meistens die verkehrte laufrichtung im bund/postfalz (produktionsbedingt)

die halbtöne im tiefdruck sind nicht echt....man spricht aber von unechten halbtönen im tiefdruck

es gibt auch im tiefdruck eine standardisierung...O/T konversion...schon alleine wegen der werbekunden oder wenn auflagen wie z.b. der ikea-katalog auf mehrer druckereien verteilt wird......:hier......
http://www.eci.org/eci/de/042_tiefdruck.php

inline ist teilweise möglich....aber auch im offset...........eine reguläre weiterverarbeitung erfolgt in der regel immer noch ausserhalb der rotation....weil vorprodukte und teilprodukte zusammen geführt werden....mir ist ausserdem kein sammelheft- geschweige denn klebebindersytem bekannt ,das 70.000 takte in der stunde schafft...man "puffert" vor und nutzt so auch freie kapazitäten an den maschinen.

so...leute die es besser wissen findest du hier: bernd ollech(buch) tiefdruck-grundlagen und verfahrenschritte der modernen tiefdrucktechnik oder......:http://www.kba-print.de/de/produkte2/tiefdruck2.html


wenn du noch bohrendere fragen hast...dann mail....werde dann in den büchern für dich wühlen...jetzt auch müde......sonst morgen burnout-syndrom am gummituch.....greets from hh Au weia!
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druckschlampe

Dabei seit: 26.07.2005
Ort: Hamburg/SH/DK
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 08.05.2006 00:10
Titel

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ach zu akzidenz fällt mir noch ein.......auch tiefdrucker bücken sich mittlerweile nach kleineren auflagen.....also hunderttausend drucken die auch zähneknirschend........aber die jungs (und mädels) sind auch kreativ....sie gehen "fremd" und basteln sich flexo-druckwerke rein...meistens zwei......sie wechseln dann in dem stehenden die klischees (magnetisch??) und schalten dann ein werk zu und eines ab während "voller fahrt".....so kann man kataloge auch preisgünstig "personalisieren" oder auf regionale ausgaben umdrucken ohne einen neuen zylinder zu schnitzen.......die haben ja auch viel mit nielsen-gebieten zu tun (deutschland ist pressetechnisch in gebiete eingeteilt...glaube 5...damit astra im stern nicht in bayern umsonst beworben wird oder was weiss ich.......)

und noch ein voretil ist die konstante farbgebung....keine zonen.......nur über farbe und rakelstellung regulierbar......gähn...jetzt aber.......punkt
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Paul_Tergeist

Dabei seit: 07.04.2005
Ort: Kulturerbe Zollverein
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 08.05.2006 07:27
Titel

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druckschlampe hat geschrieben:
...jetzt aber.......punkt

ich habs mir garnicht erst durchgelesen, was du da geschrieben hast. waren zwar genug punkte drin, aber setz die dochmal sinnvoll, dann liest das vielleicht auch jemand.
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M_a_x

Dabei seit: 28.02.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 08.05.2006 22:17
Titel

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druckschlampe hat geschrieben:
bin zwar kein tiefdrucker...aber ich versuche es mal.....

vorteile:
.....
*grosser formatbereich...ich glaube zur zeit 288 seiten DINA4 auf einem zylinder(rollentiefdruck)


welche Drogen nimmst Du denn?

mal als beispiel: wenn ich 8 seiten in umfangsrichtung drucke, erhalte ich überschlägig eine zylinderdurchmesser von 75 cm und mit 7 m 50 zylinderbreite.
Ich möchte behaupten, das ist völlig unmöglich, auch wenn meine vorlesung tiefdruck schon ein paar jahre her ist, da war noch die rede von 30 cm durchmesser und maximaler zylinderbreite vom 3 m 50, ich bezweifle entschieden dass es jetzt so ist, wie du es nun von dir gibst.





druckschlampe hat geschrieben:

...........
...................
Nachchteile:
......................
*meistens die verkehrte laufrichtung im bund/postfalz (produktionsbedingt)

kann man überhaupt nicht verallgemeinern, kommt ja wohl auf die zylinder und druckformate an


druckschlampe hat geschrieben:

die halbtöne im tiefdruck sind nicht echt....man spricht aber von unechten halbtönen im tiefdruck


Schwachsinn, das gegenteil ist der Fall.
Edit: ergänzung, rasterung gibts im tiefdruck auch, dennoch sind einzelne rasterpunkte tiefenvariabel und können auf rasterpunktebene auch echte halbtöne erzeugrn.
edit over

druckschlampe hat geschrieben:

es gibt auch im tiefdruck eine standardisierung...O/T konversion...schon alleine wegen der werbekunden oder wenn auflagen wie z.b. der ikea-katalog auf mehrer druckereien verteilt wird......:hier......
http://www.eci.org/eci/de/042_tiefdruck.php

Offset/Tiefdruck konversion hat mal überhaupt nix mit standardisierung zu tun


Zuletzt bearbeitet von M_a_x am Mo 08.05.2006 22:36, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Dennis703

Dabei seit: 06.10.2003
Ort: Augsburg
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 09.05.2006 00:31
Titel

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M_a_x hat geschrieben:
druckschlampe hat geschrieben:
bin zwar kein tiefdrucker...aber ich versuche es mal.....

vorteile:
.....
*grosser formatbereich...ich glaube zur zeit 288 seiten DINA4 auf einem zylinder(rollentiefdruck)


welche Drogen nimmst Du denn?

mal als beispiel: wenn ich 8 seiten in umfangsrichtung drucke, erhalte ich überschlägig eine zylinderdurchmesser von 75 cm und mit 7 m 50 zylinderbreite.
Ich möchte behaupten, das ist völlig unmöglich, auch wenn meine vorlesung tiefdruck schon ein paar jahre her ist, da war noch die rede von 30 cm durchmesser und maximaler zylinderbreite vom 3 m 50, ich bezweifle entschieden dass es jetzt so ist, wie du es nun von dir gibst.


Also nur mal so, die größe Maschine steht bei Prinovis, ehemals Maul-Belser in Nürnber!

Die ist 4,32m breit. Meines Wissen nach, kann die 196 Seiten machen!!!


Weiter Vorteile:

- Geringe Anlaufmakulatur
- Hohe Farbmengenübertragung
- Geringe Farbschwankungen
- sehr gute Verläufe im druckbar
- Gradationsumfang 0,5 bis ~95%



Nachteile:

- nur glatte Materialien bedruckt werden, jedoch keine flexible Materialien wie zb PE (dies nur Flexo möglich)
- Maschinen bei der Anschaffung sehr teuer
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druckschlampe

Dabei seit: 26.07.2005
Ort: Hamburg/SH/DK
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 11.05.2006 00:03
Titel

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nachtrag:

O/T konversion hat direkt nicht mit standardisierung zu tun...sollte nur ein implementierter hinweis sein.....aber es gibt eine standardisierung

zur hablbtonproblematik:

defintion nach teschner(druck &medientechnik): ..der ton (helligkeit) einer NICHT in bild-und nichtbildstellen zerlegten fläche.gegensatz rasterton.

soweit ich das beurteilen kann gibt es im tiefdruck bildstellen und nichtbildstellen.weil der tiefdruck tiefenvariabel sein kann...kommt er der reproduktion der halbtöne sehr nahe....deshalb ja uch unechte halbtöne....das einzige druckverfahren das wohl halbtöne wiedergeben kann ist der lichtdruck.(wenn du es ganz genau und patzig erklärt haben willst ruf doch mal an in hamburg berufschule G5......und frage nach bernd ollech (tiefdruck"papst im ausbildungwesen der brd und zfa-guru + pedantisch)...seine droge ist print...speziell rollenbereich(hh prinovis/broschek)

rasterung.......(ich liebe nachdenkpunkte und als proletarier brauche ich die ja auch):habe nicht gesagt es gibt keine raster....sie ergeben sich ja zwangsläufig ,da sie ja das rakelmesser über die druckform führen.......hää???

zur laufrichtung: in der regel wird im rollentiefdruck liegend produziert.........stränge bilden........ein postfalz.......falsche laufrichtung ist die regel bei stern/der spiegel.................der falzapparat ist die achillesverse der maschine.....sie könnte schneller,aber die kínetischen kräfte sind dort zu gross um dem papier gerecht zu werden........im falzapparat wird für den bruch das produkt kurz abgebremst (abschnitt/falz) und dann wieder beschleunigt zur auslage (schuppe,stangenbildung,printroll,palettierroboter)...nagel mich nicht schon wieder fest..aber ich glaube ein abschnitt von 150g "wiegt" dann ungefähr 23kg im falzapparat....das bei grammaturen um die 40gr!!

bogentiefdruck gibt es übrigens auch noch !


zur drogen-problematik bei kba..................die TR12B (soll heissen TiefdruckRotation (serie 12) Beidseitig schafft bei einer bahnbreite und 18 strängen 288 seiten bei einer zylinderumdrehung (7:7 falzapparatsystem)....jedenfalls trommeln die damit in ihren broschüren.......(stand kba 2004)

weiterhin wird getrommelt (akzidenzen)......-weitere innovationen wie die wellenlose antriebstechnik für die zugelemente,falzapparate sowie wellenlose imprinter für wechselnde eindrucke in akzidenzen,magazinen und katalogen oder die cutter-technolgie für geringe seitenzahlen haben dem rollentiefdruck neue einsatzfelder auch unterhalb von millionenauflagen eröffnet-(stand 2004 kba broschur)

immer sachlich bleiben.......finde ich...gerade im freud-jahr...........wieso lösen meine punkte in dir eine infantile kollision aus????wollte ich bestimmt nicht.aber kritik finde ich o.k.......gerader als hohler druckprolet,der das dekandente leben in der vorstufe reinarbeiten muss............bin ich immer offen für lehrreiches......
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