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Thema: Unterschied zwischen UCR und GCR? vom 19.04.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Unterschied zwischen UCR und GCR?
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shakadi
Griller Killer

Dabei seit: 21.12.2003
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Verfasst Di 19.04.2005 11:34
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Zitat:

Unterfarbenreduktion, häufig auch mit dem englischen Begriff Under Color Removal (UCR) bezeichnet, ist ein Verfahren, das bei der Separation digitalisierter Bilddaten im CMYK-Farbraum für den späteren Vierfarbendruck verwendet wird. Gängige Bildbearbeitungsprogramme übernehmen diese Aufgabe automatisch.

Helle Farbtöne und leichte Mitteltöne werden zunächst durch die drei Druckfarben Cyan, Magenta und Gelb gebildet. In dunklen Mitten und in tiefen Tönen wird die Farbtiefe mehr und mehr durch die Druckfarbe Schwarz erzielt. Da Schwarz die drei anderen Farben überdeckt, brauchen diese ab einer bestimmten Tiefe (Dunkelheit) der Bildelemente nicht mehr proportional mitgedruckt zu werden, und können anteilsmäßig reduziert werden.

Obwohl im Vierfarbdruck vier Farben mit einem Anteil von jeweils 0-100% (also max. 400%) zur Verfügung stehen, erfolgt ein maximaler Farbauftrag in der Praxis anhängig vom Material nur im Bereich von etwa 250% bis 340% bei Kunstdruckpapieren, höhere Werte sind durch die Unterfarbenreduktion nicht nötig und würden evtl auch nur Probleme bei der Trocknung der Farbe oder der Weiterverarbeitung der Drucksache (Farbabrieb) verursachen. Werden die Druckerzeugnisse noch gefaltet, kann zu hoher Farbauftrag zu Rissen in der Farbe führen.

Die Unterfarbenreduktion läßt sich nicht rückgängig machen und kann für weitere Bildbearbeitung, insbesondere für Farbveränderung problematisch sein. Deshalb sollte sie erst im letzten Arbeitsschritt, nach allen (farblichen) Retuschen erfolgen.

Siehe auch: Buntaufbau, Offsetdruck

http://de.wikipedia.org/wiki/Under_Color_Removal


Zitat:
Der Unbuntaufbau ist eine Bildaufbauvariante im Vierfarbdruck und kommt in diesem Zusammenhang bei der Umwandlung digitalisierter Bilddaten (siehe Farbseparation) in das CMYK-Farbmodell zum Einsatz. Eine weitere Bezeichnung ist Grauton-Ersetzung, siehe auch GCR (Gray Component Replacement) im Englischen.

Der Unbuntaufbau wurde entwickelt, da beim Buntaufbau oft zuviel Farbe verdruckt wird, sprich der Gesamtfarbauftrag zu hoch ist.

Bei einem reinen Unbuntaufbau werden alle Unbuntanteile (also die Grautöne) eines Bildes durch Schwarz ersetzt. Das heißt, die Abdunklung einer Farbe wird nicht erreicht, indem Cyan, Magenta und Gelb zu gleichen Teilen verdruckt werden, sondern indem man zusätzlich zu der gewünschten Farbe ein Schwarz druckt. Bei einem dunklen Magenta könnte das so aussehen, dass 20% Magenta und 70% Schwarz gedruckt werden. Beim Buntaufbau wären es 70% Cyan, 90% Magenta und 70% Gelb. Anders ausgedrückt: Die Grundfarbe (C, M oder Y) mit dem kleinsten Anteil am Gesamtfarbauftrag wird komplett entfernt, während der Anteil der jeweils anderen beiden Grundfarben um den entsprechenden Wert verringert werden. Anschließend wird der entfernte Grau-Anteil (CMY wurde zu gleichen Teilen entfernt) durch die entsprechende Menge an reinem Schwarz (also K) ersetzt. Ein Beispiel: Der Gesamtfarbauftrag sei 230%, die Anteile der Grundfarben seien 70% Cyan, 100% Magenta und 60% Gelb. Gelb hat den geringsten Anteil und wird entfernt. Entsprechend werden die Anteile von Cyan und Magenta um 60% reduziert: 10% Cyan, 40% Magenta, 0% Gelb. Entfernt wurde also ein 60% Grauton, der nun durch Zugabe von 60% Schwarz (K) wieder aufgebaut wird. Das Ergebnis ist ein deutlich geringerer Gesamtfarbauftrag von 110% mit Anteilen von 10% Cyan, 40% Magenta und 60% Schwarz.

Der reine Unbuntaufbau wird in der Praxis nicht verwendet, weil das Druckerzeugnis erhebliche Schwächen aufweist. Insgesamt besitzt das gedruckte Bild zu wenig Kontrast, Tiefe und Brillanz. Besonders in Bildbereichen mit dunklen Farben, insbesondere bei reinem Schwarz, ist das Ergebnis ungenügend. Beispielsweise sieht ein reines Schwarz (100% K) im Druckerzeugnis eher wie ein dunkles Grau aus. Der Unbuntaufbau kann kein fettes Schwarz wiedergeben.

Ein modifizierter Unbuntaufbau mit dem Ziel, diese praktischen Probleme zu beseitigen, wurde entwickelt: Der Unbuntaufbau mit Buntfarben-Addition (kurz: BA) wird auch als Unterfarbenzugabe bezeichnet (siehe Under Color Addition (UCA) im Englischen). Dabei werden nicht alle Unbuntanteile durch Schwarz ersetzt, sondern ein Teil des Schwarz wird wieder nach dem Prinzip des Buntaufbaus aufgebaut, also aus den Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb. Dadurch sollen neutrale Bildtiefen (sprich dunkle Grautöne) unterstützt werden, wenn die Dichte des Schwarz ungenügend ist. Durch Unterfarbenzugabe wird der Aufbau eines fetten Schwarz wieder möglich.

Das Ergebnis der Unterfarbenzugabe ist abhängig von einigen Parametern, beispielsweise der Größe des Bereichs neutraler Tiefen, der durch Buntaufbau aufgebaut wird. Durch entsprechende Einstellung der Parameter ist es möglich, einen reinen Buntaufbau zu simulieren. Tatsächlich sind die Übergänge zwischen Unbuntaufbau und Buntaufbau fließend, wobei die beiden Extrema praktisch keine Bedeutung haben. Durch die so genannte Komplementärfarbenreduktion (CCR) können die Abstufungen beschrieben werden.

Siehe auch: Unbunt

http://de.wikipedia.org/wiki/Unbuntaufbau
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Binse

Dabei seit: 18.05.2005
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Alter: 32
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Verfasst Fr 25.11.2005 05:52
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Strehlow hat geschrieben:
und wenn sich schon jemand die mühe macht, hier gesammeltes wissen detailiert zu posten, dann ist es verdammt nochmal deine pflicht, dich damit zuerst auseinander zusetzen. wenn du dann immer noch etwas nicht verstanden hast, kannst du hier deine fragen stellen. aber bitte nicht nach dem motto: 'oh man, so viel text, da hab ich kein bock drauf, mach ich mal einen auf dumm u. frag einfach mal...'. nimms nicht so persönlich, aber so eine arbeitsweise wird dich im job u. in einem evtl. anschließendem studium erst recht nicht weiterbringen.



im prinzip nicht verkehrt, allerdings solltest du dich dann fragen ob ein ort mit vielen sehr verschiedenen menschen, wie ein forum, ein richtiger ort für dein "gemüt" ist oder ob du dich zu schnell aufregst.

denn der mensch geht IMMER den weg des geringsten widerstandes und wenn auf der einen seite ein langer text ist und auf der anderen viele menschen die den text in 3 verständlichen sätzen zusammenfassen könnten...wenn man nur nachfragt.... würde ich mich auch für den zweiten weg entscheiden, gerade wo zeit ein knappes gut ist.


cheers,


Binse


Zuletzt bearbeitet von Binse am Fr 25.11.2005 05:57, insgesamt 1-mal bearbeitet
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cyanamide
Moderator

Dabei seit: 09.12.2002
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Verfasst Fr 25.11.2005 08:14
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dann bitte als erstes die Regeln lesen, ok?
Da steht das drin. Zudem ist der Thread nicht grade der aktuellste.
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Binse

Dabei seit: 18.05.2005
Ort: Hamburg
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 25.11.2005 12:04
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Regelverstoß: klar! aber dann gleich fluchen und sich (scheinbar) aufregen?
auch wenns ne regel ist wirds immer vorkommen:-))



PS: ist es auch gegen die regeln auf alte threads zu antworten? *zwinker*))
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frank

Dabei seit: 17.08.2004
Ort: Bremen
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 25.11.2005 13:03
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Binse hat geschrieben:
...

denn der mensch geht IMMER den weg des geringsten widerstandes und wenn auf der einen seite ein langer text ist und auf der anderen viele menschen die den text in 3 verständlichen sätzen zusammenfassen könnten...wenn man nur nachfragt.... würde ich mich auch für den zweiten weg entscheiden, gerade wo zeit ein knappes gut ist.

cheers,

Binse


Binsenweisheit hat geschrieben:

Binsenwahrheit No.63:
Man kann sich durchs Leben auch einfach durchwinken lassen.

http://www.binsenweisheit.de/binsmov.html


Nomen est omen? *ha ha*
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daz episode 9

Dabei seit: 30.03.2006
Ort: Nähe Würzburg
Alter: 29
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 03.04.2006 13:39
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so hierzu nochma ne frage. bin hier grad mit paar kollegen bei der pv für die ap...
was die jeweiligen sachen bringen oder nicht bringen, is uns klar und damit ham wir auch kein problem.
nur falls gefragt wird, was bedeutet ucr, gcr und uca, dann ham wir n problem, weil jedes buch und
jede quelle was anderes behauptet... * Keine Ahnung... *

im "abc der mediengestaltung" und m "prüfungsbuch mediengestalter" steht UCR(Under Color Removal),
bei GCR wirds schwerer, weil da des abc behauptet GCR(Gray Component Removal) und s prüfungsbuch meint GCR(Gray Component Replacement). einige web-pages sagen dann noch sachen wie GCR(Gray Color Removal) oder GCR(Gray Color Reduction), wobei diese bezeichnung aber eher sinnlos wäre... der wirkung nach zu schließen. aber was is denn jetzt die richtige?! will mich auch net nur auf wiki verlassen...

THX! @ all,
daz
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daz episode 9

Dabei seit: 30.03.2006
Ort: Nähe Würzburg
Alter: 29
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 04.04.2006 07:16
Titel

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leute! wir drei prüflinge wären ein paar von euch veteranen sehr verbunden, wenn wir uns jetzt im klaren wären! * Keine Ahnung... *

hat da jemand ne wirklich zuverlässige quelle? im kompendium steht immerhin a replacement. also wenn hier nix mehr kommt, dann glaub ich des... behaupten dann zumindest die mehrzahl der quellen... Ooops

nochma danke! Menno!
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TobStar

Dabei seit: 01.01.2006
Ort: Bielefeld
Alter: 33
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 04.04.2006 19:33
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Das Handbuch der Printmedien ist keine schlecht Quelle und dort steht unter GCR auch Gray Component Replacement.
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