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Thema: Sonderfarben HKS/Pantone und das Ausland vom 26.06.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Sonderfarben HKS/Pantone und das Ausland
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canate
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Verfasst Mo 26.06.2006 20:30
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Sonderfarben HKS/Pantone und das Ausland

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Hallo,

für ein kleines Corporate Design soll eine Farbe bestimmt werden.

Ich bin jetzt am überlegen ob ich Farben aus dem HKS oder Pantone-System nehmen soll, zumal ich mir noch den entspr. Farbfächer (am besten inkl CMYK Werte) kaufen muss.

Es handelt sich um eine Firma in England. Habe immer so das Gefühl dass HKS eher in deutschland verbreitet ist, wenn mich nicht alles täuscht waren das auch drei deutsche Firmen die das erfunden haben.

Der Druck mit HKS ist aber oft billiger, Pantone Farben muss man oft sogar selbst kaufen.

Wie ist es denn mit der Farbvielfalt in den beiden Systemen? In etwa gleich oder doch Unterschiede?

Wie schätzt Ihr das ganze ein? Vor allem weil die Firma in England ist...

Viele Grüße


Zuletzt bearbeitet von canate am Mo 26.06.2006 20:39, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Benutzer 27313
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Verfasst Mo 26.06.2006 20:40
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Zitat:
Ich bin jetzt am überlegen ob ich Farben aus dem HKS oder Pantone-System nehmen soll, zumal ich mir noch den entspr. Farbfächer (am besten inkl CMYK Werte) kaufen muss.

Die CMYK-Werte kannste mal getrost vergessen. Das ist alles Bedruckstoff- und Farbaufbauabhängig. Was geht: die Farbe zur Annäherung auf nem gestrichenem Papier messen (K-Fächer) und schauen ob diese ungefähr in den CMYK-iso-coated-Farbraum passt (also LAB-Werte mit absolut-farbmetrischem Rendering Intend in das coated-Profil umrechnen (Farbumfangswarnungen berücksichtigen)
HKS-Fächer bekommt man mit netter Anfrage oder etwas Kontakten eigentlich immer umsonst.

Zitat:
Es handelt sich um eine Firma in England. Habe das immer so das Gefühl dass HKS eher in deutschland verbreitet ist, wenn mich nicht alles täuscht waren das auch drei deutsche Firmen die das erfunden haben.

HKS wird in GB eigentlich nie verarbeitet. Dort gibt es meist Pantone, wenn mich gerade nicht alles täuscht.

Zitat:
Der Druck mit HKS ist aber oft billiger, Pantone Farben muss man ja oft sogar selbst kaufen.

Man kann durchaus auch in Deutschland drucken lassen, dann sind HKS-Farben geeignet. Pantone ist aber auch nicht wesentlich teurer, wenn es nicht ganz spezielle Farben sind. Kann sein, dass es in GB noch andere Fächer gibt.
Manchmal wird auch "im Eimer" gemischt also aus verschiedenen Grundfarben. Man kann sich sogar seine eigenen Farben mischen lassen, das haut aber richtig ins Budget.

Zitat:
Wie ist es denn mit der Farbvielfalt in den beiden Systemen? In etwa gleich oder doch Unterschiede?

Farbvielfalt ist bei Pantone (ca. 1000 Farben(?)) wesentlich größer, bei HKS aber meist für kleinere Firmen ausreichend. Ich glaube so um die 100 Farben. Allerdings muss man berücksichtigen, dass die meisten Druckhäuser nur einige gängige Farben auf Lager haben.


Zuletzt bearbeitet von am Mo 26.06.2006 20:45, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
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canate
Threadersteller

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Verfasst Mo 26.06.2006 20:57
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ich wollte mir (wenn Pantone) den PANTONE® color bridge™ EURO Fächer besorgen. Dann hat man schonmal die entpr. cmyk-Farbe für gestr. Papiere (ist ja meistens bei Prospekten und so). Den Rest kann man sich ja bestimmt aus Tabellen im Internet raussuchen, also z.B. für andere Papiere.

Da stellt sich mir noch die Frage, ist die cmyk-Übersetzung die normalerweise in CD-Manuals steht an Kunst- oder Naturpapieren ausgerichtet?

Weiß sonst noch jemand was zu HKS in GB? Wenn das da wirklich nicht verbreitet ist, bleibt mir ja nur noch Pantone...
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Benutzer 27313
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Verfasst Mo 26.06.2006 21:45
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Zitat:
Weiß sonst noch jemand was zu HKS in GB? Wenn das da wirklich nicht verbreitet ist, bleibt mir ja nur noch Pantone...

Was heißt nicht verarbeitbar... alles möglich, nur ist das kein Drucker dort gewohnt und die werden sicherlich nicht für eine einmalige kleine Sache ihre Farbbestellung umstellen.

Zitat:
ich wollte mir (wenn Pantone) den PANTONE® color bridge™ EURO Fächer besorgen. Dann hat man schonmal die entpr. cmyk-Farbe für gestr. Papiere (ist ja meistens bei Prospekten und so). Den Rest kann man sich ja bestimmt aus Tabellen im Internet raussuchen, also z.B. für andere Papiere.

Wie gesagt, für eine erste Näherung reicht das.

Was genaue Reproduktion betrifft: Vergiss die Angaben im Fächer. Die Welt ist keine Scheibe. Jedes Druckverfahren, jedes Papier, jeder Druckstandart, alles hat Einfluß auf die Repro. Wenn du sichergehen willst: Zuerst mal schauen, nach welchen Standarts die überhaupt arbeiten, danach ein Papier aussuchen, Profil geben lassen ....

Die Standarts können völlig anders sein als hier. In den USA wird z.B. mit völlig anderen Prozessfarben gedruckt: Cyan ist bläulicher, Magenta gelblicher usw. Die Dichtewerte und Tonwertzunahmen, sind natürlich auch völlig anders. In Großbritanien wird manchmal mit anderer Farbwerksbelegung gedruckt (Cyan und Magenta vertauscht). Was Sonderfarben betrifft: Es kann sogar sein, dass die einen anderen Fächer haben.

Zitat:
Da stellt sich mir noch die Frage, ist die cmyk-Übersetzung die normalerweise in CD-Manuals steht an Kunst- oder Naturpapieren ausgerichtet?

Die CD-Manuals machen normalerweise Designer und die haben häufig kein Plan von Reproduktion, man kann also nur raten wie schlau die Designer waren. Das Farbbeschreibungssystem ist aber auch völlig ungeeignet für eine Beschreibung in einem CD manual.
Grundsätzlich würde ich immer eine Sonderfarbe anlegen, die ich auch auf einem Zeitungspapier im Prozess noch vernünftig wiedergeben kann, zusätzlich auch CIED50L*ab-Werte als Zielwerte angeben und Muster beigeben.
 
canate
Threadersteller

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Verfasst Mo 26.06.2006 22:04
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danke schonmal bauchbieber

wenn sonst jemand noch mehr zu England und Farben weiß, gerne posten, je mehr infos ich dazu habe desto besser...
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nike

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Verfasst Mo 26.06.2006 22:45
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bauchbieber hat geschrieben:
Die CD-Manuals machen normalerweise Designer und die haben häufig kein Plan von Reproduktion, man kann also nur raten wie schlau die Designer waren. Das Farbbeschreibungssystem ist aber auch völlig ungeeignet für eine Beschreibung in einem CD manual.


nichts gegen dein fachwissen aber das halte ich jetzt mal für ein dummes vorurteil. genauso könnte man pauschal sagen, dass mediengestalter keine ahnung von gestaltung haben.



e: pantone ist ein weltweit akzeptierter farbstandard. nahezu alle internationalen corporates verwenden ihn.


Zuletzt bearbeitet von nike am Mo 26.06.2006 22:46, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Verfasst Di 27.06.2006 00:45
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nike hat geschrieben:
bauchbieber hat geschrieben:
Die CD-Manuals machen normalerweise Designer und die haben häufig kein Plan von Reproduktion, man kann also nur raten wie schlau die Designer waren. Das Farbbeschreibungssystem ist aber auch völlig ungeeignet für eine Beschreibung in einem CD manual.


nichts gegen dein fachwissen aber das halte ich jetzt mal für ein dummes vorurteil. genauso könnte man pauschal sagen, dass mediengestalter keine ahnung von gestaltung haben.



e: pantone ist ein weltweit akzeptierter farbstandard. nahezu alle internationalen corporates verwenden ihn.


O.K. hast Recht, das ist natürlich erstens ein Vorurteil, zweitens natürlich pauschalisierend und dadurch drittens dumm.

Trotzdem habe ich die Erfahung gemacht, das viele Designer wenig Ahnung von der Technik haben. Das ist aber auch nicht ihr Kernaufgabengebiet.
Der Vorwurf ist also eher den Firmen zu machen, da häufig nur Designer mit Erstellungen von CD manuals beauftragt werden. Ich habe schon häufig erlebt, dass der Designer hinterher verwundert war, wenn der Productioner ihm sagt, das seine ausgesuchte Farbe leider außerhalb des Farbraumes liegt oder das eine Serifenschrift in 5 Punkt einfach im Digitaldruck nicht mehr gut druckbar ist.
Natürlich kann man nicht immer alle Eventualitäten berücksichtigen, wäre allerdings ein Techniker gefragt worden, wären einige technische Fehler vermeidbar gewesen.

Mit allem Respekt vor der großen Erfahrung, die hier einige Mediengestalter haben, es ist auch in Teilbereichen für einen Mediengestalter schwer zu überblicken, wo Probleme vorhanden sein könnten. Ich bezweifele z.B. ob jeder Mediengestalter erkennen würde, bei welchen Sujets in Kombination mit welchen Druckverfahren es zu Farbschwankungseffekten im Druck kommen könnte. Das setzt einfach genauere Kenntnisse über Machbarkeit von Motiven und genaue Kenntnisse über den Farbwerksaufbau von bestimmten Druckmaschinen voraus. Es wäre auch einfach nicht die Aufgaben eines Mediengestalters, dies zu erkennen.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass zu solchen wichtigen Entscheidungen wie CD manuals Kompetenzen aus den Fachbereichen zusammengezogen werden oder entsprechende Leute konsultiert werden.
 
 
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