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Thema: separierte Daten ohne Farbprofile in Farbmanagement-Workflow vom 15.08.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> separierte Daten ohne Farbprofile in Farbmanagement-Workflow
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vikah
Threadersteller

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Verfasst Mo 15.08.2005 11:26
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separierte Daten ohne Farbprofile in Farbmanagement-Workflow

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Hallo liebe Kollegen,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das Thema Colormanagement gänzlich richtig verstanden habe, denn ich habe eine Frage, die mich beschäftigt.

Um eine Farbraumtransformation durchführen zu können braucht man zwei Profile (Quell- und Zielprofil). Können demnach bereits separierte Daten, die keine Farbprofile erhalten und bei denen es nicht bekannt ist mit welchen Separationseinstellungen sie erstellt wurden, in einem CM System nicht vernünftig verarbeitet werden...?

Wie ist die grundsätzliche Vorgehensweise bei solchen Daten? Könnte ich z.B. mit Device-Link-Profilen arbeiten, wenn ich das spätere Druckergebnis auf einem Proof simulieren will?

Also was macht man grundsätzlich bei CMYK-Daten (PDF oder offen) ohne Farbprofile?
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Nimroy
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Verfasst Mo 15.08.2005 11:39
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Fehlt das Quellprofil werden die Daten eben so wie sie vorliegen in das Zielprofil konvertiert. Dennoch sollte man den Kunden darauf hinweisen, dass das PDf nicht X3 kompatibel ist.

Auf ein bestimmtes Profil proofen ist aber nicht unbedingt an ein Quellprofil gebunden.
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commodore77
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Verfasst Mo 15.08.2005 15:49
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Evtl. will der Kunde ja auch auf eine Profilierung der Daten und somit die Anwendung von Farbmanagement verzichten. Es gibt noch zig Leute da draußen, die strikt nach Ihrer Euroskala arbeiten und nicht wollen, dass sich an einer Definition 100c 70m 0y 0k irgendetwas ändert. Wenn die das unterm Fadenzähler sehen, fragen die: Was datten, ich hab doch 100c 70m angelegt, was is das fürn Mist hier.

Solls geben. Muss man besprechen.

Gruß
Alex
 
M_a_x

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Verfasst Mo 15.08.2005 17:11
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Re: separierte Daten ohne Farbprofile in Farbmanagement-Work

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Nimroy hat geschrieben:
Fehlt das Quellprofil werden die Daten eben so wie sie vorliegen in das Zielprofil konvertiert. Dennoch sollte man den Kunden darauf hinweisen, dass das PDf nicht X3 kompatibel ist.

Auf ein bestimmtes Profil proofen ist aber nicht unbedingt an ein Quellprofil gebunden.


Sorry, aber das stimmt, glaube ich, so nicht.
Fehlt das Quellprofil werden die Daten- sofern man nicht ein anderes Profil zuweist- überhaupt nicht konvertiert.
Woher soll das Zielprofil bzw. der Farbrechner denn sonst "wissen" aus welchem CMYK-Farbraum die Daten stammen?
"Prooft" man die CMYK-Daten ohne Profile wird das CMYK als Proofer CMYK gedruckt und mithin kann man das Ganze dann nicht mehr als proof bezeichnen, da es dann nur zeigt wie der Proofer diese Daten druckt und nicht etwa ein Offsetdruck simuliert wird..

vikah hat geschrieben:
Hallo liebe Kollegen,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das Thema Colormanagement gänzlich richtig verstanden habe, denn ich habe eine Frage, die mich beschäftigt.

Um eine Farbraumtransformation durchführen zu können braucht man zwei Profile (Quell- und Zielprofil). Können demnach bereits separierte Daten, die keine Farbprofile erhalten und bei denen es nicht bekannt ist mit welchen Separationseinstellungen sie erstellt wurden, in einem CM System nicht vernünftig verarbeitet werden...?

Wie ist die grundsätzliche Vorgehensweise bei solchen Daten? Könnte ich z.B. mit Device-Link-Profilen arbeiten, wenn ich das spätere Druckergebnis auf einem Proof simulieren will?

Also was macht man grundsätzlich bei CMYK-Daten (PDF oder offen) ohne Farbprofile?


Wenn bereits separierte Daten vorliegen und die Herkunft (Farbraum) nicht geklärt ist. ist es im Prinzip ein Glücksspiel.
Eigentlich weiss man ja nicht ob sie für Papierklasse1, 2, Weboffset oder sonstwas aufbereitet wurden.
Als "Würgaround" würde ich mir anschauen, auf welchem Papier ich drucken will, z.B. glänzend gestr. Offset.
Dann würde ich das Standard Profil der FOGRA (oder noch besser, das der Druckmaschine auf der gedruckt werden soll) zuweisen und es in einem Proofer (natürlich auch wieder unter Anwahl der entspr. Prooferprofile) ausdrucken und mir den Proof dann anschauen.
Ähnliches könntest Du auch über einen gut profilierten Bildsschirm machen.

Viele Grüsse
M_a_x


Zuletzt bearbeitet von M_a_x am Mo 15.08.2005 17:14, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Nimroy
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Verfasst Mo 15.08.2005 18:08
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Re: separierte Daten ohne Farbprofile in Farbmanagement-Work

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M_a_x hat geschrieben:
Nimroy hat geschrieben:
Fehlt das Quellprofil werden die Daten eben so wie sie vorliegen in das Zielprofil konvertiert. Dennoch sollte man den Kunden darauf hinweisen, dass das PDf nicht X3 kompatibel ist.

Auf ein bestimmtes Profil proofen ist aber nicht unbedingt an ein Quellprofil gebunden.


Sorry, aber das stimmt, glaube ich, so nicht.
Fehlt das Quellprofil werden die Daten- sofern man nicht ein anderes Profil zuweist- überhaupt nicht konvertiert.
Woher soll das Zielprofil bzw. der Farbrechner denn sonst "wissen" aus welchem CMYK-Farbraum die Daten stammen?
"Prooft" man die CMYK-Daten ohne Profile wird das CMYK als Proofer CMYK gedruckt und mithin kann man das Ganze dann nicht mehr als proof bezeichnen, da es dann nur zeigt wie der Proofer diese Daten druckt und nicht etwa ein Offsetdruck simuliert wird..

vikah hat geschrieben:
Hallo liebe Kollegen,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das Thema Colormanagement gänzlich richtig verstanden habe, denn ich habe eine Frage, die mich beschäftigt.

Um eine Farbraumtransformation durchführen zu können braucht man zwei Profile (Quell- und Zielprofil). Können demnach bereits separierte Daten, die keine Farbprofile erhalten und bei denen es nicht bekannt ist mit welchen Separationseinstellungen sie erstellt wurden, in einem CM System nicht vernünftig verarbeitet werden...?

Wie ist die grundsätzliche Vorgehensweise bei solchen Daten? Könnte ich z.B. mit Device-Link-Profilen arbeiten, wenn ich das spätere Druckergebnis auf einem Proof simulieren will?

Also was macht man grundsätzlich bei CMYK-Daten (PDF oder offen) ohne Farbprofile?


Wenn bereits separierte Daten vorliegen und die Herkunft (Farbraum) nicht geklärt ist. ist es im Prinzip ein Glücksspiel.
Eigentlich weiss man ja nicht ob sie für Papierklasse1, 2, Weboffset oder sonstwas aufbereitet wurden.
Als "Würgaround" würde ich mir anschauen, auf welchem Papier ich drucken will, z.B. glänzend gestr. Offset.
Dann würde ich das Standard Profil der FOGRA (oder noch besser, das der Druckmaschine auf der gedruckt werden soll) zuweisen und es in einem Proofer (natürlich auch wieder unter Anwahl der entspr. Prooferprofile) ausdrucken und mir den Proof dann anschauen.
Ähnliches könntest Du auch über einen gut profilierten Bildsschirm machen.

Viele Grüsse
M_a_x


Deine beiden Beiträge lassen darauf schließen, dass du Quell- und Zielfarbraum verwechselst. Ein Proofer prooft auf ein bestimmten Zielfarbraum. Dieser ist zwingend erforderlich, da geb ich dir Recht.

Vielleicht liegt hier aber nur eine Verwechslung vor und wir sprechen beide über das gleiche. In jedem PDF/X muss ein sog. OutputIntent eingebettet sein. Dieser gibt an, für welche Ausgabe das PDF erstellt wurde. Wahrscheinlich ist das für dich das Quellprofil. Für mich ist es ein Zielprofil. Und im besten Falle ist dies mit dem Zielprofil beim Proof identisch.
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M_a_x

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Verfasst Mo 15.08.2005 21:02
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Re: separierte Daten ohne Farbprofile in Farbmanagement-Work

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Nimroy hat geschrieben:



Deine beiden Beiträge lassen darauf schließen, dass du Quell- und Zielfarbraum verwechselst.


Wie kommst Du denn darauf Hä? Hä? Hä?
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[fränK]
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Verfasst Mo 15.08.2005 23:09
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Re: separierte Daten ohne Farbprofile in Farbmanagement-Work

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vikah hat geschrieben:
Hallo liebe Kollegen,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das Thema Colormanagement gänzlich richtig verstanden habe, denn ich habe eine Frage, die mich beschäftigt.

Um eine Farbraumtransformation durchführen zu können braucht man zwei Profile (Quell- und Zielprofil). Können demnach bereits separierte Daten, die keine Farbprofile erhalten und bei denen es nicht bekannt ist mit welchen Separationseinstellungen sie erstellt wurden, in einem CM System nicht vernünftig verarbeitet werden...?

Wie ist die grundsätzliche Vorgehensweise bei solchen Daten? Könnte ich z.B. mit Device-Link-Profilen arbeiten, wenn ich das spätere Druckergebnis auf einem Proof simulieren will?

Also was macht man grundsätzlich bei CMYK-Daten (PDF oder offen) ohne Farbprofile?

Unabhängig von vorangegangenen Beiträgen...

CMYK-Daten ohne Hinweis auf die erfolgte Separation, dem Profil oder der Ausgabeintention,
sind qualitativ wertlos, da man nicht weiß für welches Ausgabeverfahren die Daten separiert
wurden...
Vor ein paar Wochen hatten wir hier doch den Fall einer SWOP-Irgendwas-Separation für
eine deutsche Druckerei, das Ergebnis war natürlich dementsprechend unerwartet.

Klar kann man diese Daten auf einem Farbprüfdruck abbilden, allerdings muss man dann die
entsprechende Ausgabeintention selbst wählen und die Darstellung der Separationen erfolgt
auch nur gemäß deren Existenz und der Wiedergabefähigkeit des Ausgabegerätes.

Man muss also unterscheiden zwischen Daten die eine dem gewünschte Ausgabeverfahren
entsprechende und die eine nicht entsprechende Separation aufweisen.

Diese Daten würde ich auf keinen Fall in einem Workflow konvertieren, jedenfalls nicht ohne
Rücksprache z.B. bei zu hoher Flächendeckung, Gamut-Überschreitung o.ä. Außerdem ist ja
die Separationseinstellung der Daten unbekannt...
Das bezieht sich natürlich nicht auf einen Farbprüfdruck, da kommt es immer zu einer CMYK
zu CMYK Umrechnung wenn die Daten in CMYK vorliegen. Wie gesagt werden die existierenden
Separation dann einfach anhand der gewählten Ausgabintention abgebildet, heißt man sieht
wie die Datenmasse später aussehen könnte.

Was die Diskussion um Quell- und Zielprofil soll, verstehe ich leider nicht.

Im Endeffekt hat man nur ein Profil, das der Ausgabeintention. Wie das Ausgabegerät den
Farbprüfdruck korrekt darstellt, ist die Aufgabe der vorher erstellten und ausgewählten
Farbanpassung, also unabhängig von den gelieferten Daten, aber abhängig von der Ausgabeintention.
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Nimroy
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Verfasst Mo 15.08.2005 23:11
Titel

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Auf Grund der Beschreibung deines Workarounds bei nicht eingebettetem Profil.

Im ersten Teil sagst du "Ohne Profil geht gar nicht" und weiter unten beschreibst du dann, wie es doch geht.

Aber wie gesagt, ich glaube, wir reden hier hauptsächlich über das ICC-Profil beim proofen und im Grunde über das gleiche.

Und für proofen gilt im Grunde das, was fränk gesagt hat: Entzscheidend ist der OutputIntent. Dieser ist nach PDF/X-Standard anzugeben. Ist er das nicht, muss manuell bei der Proof-Software einer zugewiesen werden. Aber dabei kann man Fehler machen und deswegen ist es weniger sicher. Tendenziell zumindest.


Zuletzt bearbeitet von Nimroy am Mo 15.08.2005 23:14, insgesamt 1-mal bearbeitet
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