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Thema: RGB stets als CMYK liefern vom 24.08.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> RGB stets als CMYK liefern
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Achim M.

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Verfasst Fr 25.08.2006 07:19
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In Zukunft wird die Weitergabe von RGB-Daten sicherlich an Bedeutung zunehmen. Dazu müssten die entsprechenden PDF-Export-Funktionen für PDF/X-3-Daten aber einfacher und zuverlässiger werden.

Zielgruppe wären vor allem Druckereien, für die Iso-Coated nicht das passende Profil darstellt. Also der Druck auf Natur- oder Recyclingpapieren, Rollenoffsetdruckereien, Tiefdruckereien, Flexodruckereien. In diesen Fällen kommen die Druckereien häufig nicht mit dem Farbaufbau klar, der in der Regel auf den Bogenoffset auf gestrichenem Papier ausgerichtet ist. Hier könnten RGB-Daten tatsächlich eine große Hilfe sein. Im Augenblick ist das aber aufgrund technischer Hindernisse und mangelnder Erfahrung auf Seite der Werbeagenturen eher Zukunftsmusik.

Gruß

Achim
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VicVega
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Verfasst Fr 25.08.2006 13:19
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super infos. danke.

wäre aber nicht eine erweiterung der
genormten profile die bessere lösung?
oder bräuchte tatsächlich jeder drucker
ein eigenes profil?

rgb-daten anliefern halte ich für relativ un-
möglich. schließlich müssen beim proof-
erstellen meist korrekturen vorgenommen
werden, die nur der prooferstellende an
dem, auf das proof-gerät angepassten
monitor sinnvoll durchführen kann.

dadurch müssen die daten vorher schon in
cmyk umgewandelt werden. es sei denn der
drucker selbst bietet diesen service an.


Zuletzt bearbeitet von VicVega am Fr 25.08.2006 13:19, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Achim M.

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Verfasst Fr 25.08.2006 14:03
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VicVega hat geschrieben:
wäre aber nicht eine erweiterung der
genormten profile die bessere lösung?
oder bräuchte tatsächlich jeder drucker
ein eigenes profil?


Die ISO-Normen verfolgen ja genau diesen Ansatz. Passend dazu wurden ja auch schon ICC-Profile entwickelt wie z.B. ISO Coated, ISO Uncoated etc. Bei anderen Druckverfahren ist eine Normierung aufgrund der Vielzahl der verwendeten Druckmaterialien (wie z.B. im Flexodruck, LFP) schwierig. Hier könnten RGB-Daten individuelle Farbanpassungen deutlich vereinfachen.

Gruß

Achim
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FlyingOtto

Dabei seit: 26.10.2005
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Verfasst Fr 25.08.2006 14:19
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Ich finde den gedanklichen Ansatz, RGB-Daten zum Druck anzuliefern, hochinteressant.

Im Prinzip ist das keine schlechte Idee, aber es gibt sicher noch weitere Aspekte zu bedenken:

Wenn ich Bilder aufbereite, muß ich eigentlich immer Korrekturen in RGB und CMYK vornehmen,
da manches erst in CMYK verbesserungswürdig erscheint.
Wenn die Druckerei die Daten von RGB nach CMYK 1:1 ript, kann so manches Bild mies aussehen.

Dann gilt es ja noch das subjektive Farbempfinden zu berücksichtigen - nur weil das richtige Profil eingebettet ist,
kann das Bild immer noch ganz anders aussehen als gewollt.
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Verfasst Fr 25.08.2006 14:35
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FlyingOtto hat geschrieben:
Wenn ich Bilder aufbereite, muß ich eigentlich immer Korrekturen in RGB und CMYK vornehmen,
da manches erst in CMYK verbesserungswürdig erscheint.
Wenn die Druckerei die Daten von RGB nach CMYK 1:1 ript, kann so manches Bild mies aussehen.

Man muss vielleicht zwei Zielgruppen unterscheiden: Den Reinzeichner mit dem notwendigen Know-how, der seine Farben auf den Druckfarbraum des Fortdrucks optimiert und den Designer, der sich nicht um die speziellen Anforderungen des Druckverfahrens kümmern möchte. Letzterer neigt dazu, Daten falsch aufzubereiten (z.B. Separation für SWOP-Farben) und erschwert den gesamten Druck durch falsche CMYK-Daten. U.U. würde ein solcher Kunde schon durch einen völlig automatisierten Colormanagement-Workflow in der Druckerei bessere Ergebnisse erhalten, als wenn er selbst an den Farben schraubt. Ungeachtet dessen wird es immer Kunden geben, die aus guten Grund ihre Farbdaten lieber selbst optimieren möchten.

Gruß

Achim
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FlyingOtto

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Verfasst Fr 25.08.2006 14:48
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@Achim: Ja, das stümmt.

Es gibt ja schon bei den Motiven unterschiedliche Anforderungen. Man kann z.B. auch nicht ein Tageslicht-Profiaufnahmen-Architektur-Motiv mit einem Stimmungs-Effektbild mit gewolltem Farbstich gleichsetzen.
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Ahörnchen

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Verfasst Sa 26.08.2006 12:50
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Hallo opa rudi,

theoretisch hast Dui zu 100% recht. Die Wandlung sollte möglichst spät erfolgen. THEORETISCH hat auch der Drucker für jede Maschine ein eigenes Profil, dass besser passt als die von der Fogra empfohlenen Standard-Profile. Die Realität sieht leider anders aus. Die wenigsten haben hier eine wirkliche Ahnung, frag mal einen Drucker was ein ICC-Profil oder Colormanagement ist *Schnief*.

Wichtig ist auf jeden Fall: Egal ob RGB oder CMYK-Daten geliefert werden, ein Profil MUSS eingebettet sein, da sonst definitiv keine Farbinformationen sondern nur "Farbwerte (Zahlen)" enthalten sind die wenig über die gewünschte Farbe aussagen. Mein Vorschlag:

1. Farbeinstellungen in Photoshop definieren (Empfehlung: ECI_ERB für RGB, ISOcoated für CMYK)
2. In RGB mit eingeschaltetem Softproof (für CMYK-Farbraum) arbeiten / beim Speichern Immer Farbprofile einbetten
3. Für Papiere der Klasse 1 (gestrichen, Bilderdruck) im Offsetdruck in ISOcoated konvertieren
- Photoshop -> Bearbeiten -> in Profil konvertieren (ist das gleiche wie "Bild ->Modus -> CMYK" nur eben bewßter,
wenn Du über Bild -> Modus -> CMYK gehst konvertiert Photoshop in das in den Farbeinstellungen eingestellte
CMYK-Profil)
4. Für andere Papiere bzw. Druckverfahren in die entsprechenden Profile konvertieren -> www.eci.org www.fogra.de
5. Nur Daten mit eingebetteten Profilen an Drucker liefern, alles andere ist Blindflug und Pfusch
6. Gute Druckereien wählen die nach Prozessstandard drucken
7. Unbedingt mit dem Thema Farbmanagement auseinandersetzen sonst wird es noch viele Überaschungen geben, es
gibt gute Literatur

Übrigens: Ein "Standard CMYK" gibt es nicht und bei einer Farbraumtransformation von RGB nach CMYK wird immer ein Profil benutzt, ob man will oder nicht...wichtig ist das richtige Profil zu wählen.

Ich hoffe das war nicht zu dick aufgetragen, und hilft Dir weiter *zwinker*

Gruß, Ahornchen
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VicVega
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Verfasst Sa 26.08.2006 15:40
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mal eine grundsätzliche frage.

ist es möglich jedes cmyk-profil wieder
in ein anderes umzuwandeln oder gibt
es auch fälle in denen nach der umwand-
lung in ein (falsches) profil, eine erneute
umwandlung in ein anderes (richtigeres)
profil nicht mehr möglich ist. also wieder
mit den originalen rgb-daten von neuem
separiert werden sollte.
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