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Thema: [Preisfrage] Der richtige Umgang mit Kundenwünschen vom 12.06.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> [Preisfrage] Der richtige Umgang mit Kundenwünschen
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arne
Threadersteller

Dabei seit: 23.05.2004
Ort: MOCKBA
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 12.06.2004 22:21
Titel

[Preisfrage] Der richtige Umgang mit Kundenwünschen

Antworten mit Zitat Zum Seitenanfang

.

EINE ECHTE PREISFRAGE MIT ECHTER GEWINNCHANCE:

folgendes ist ein titelentwurf, den ich fuer einen kunden gemacht habe.
das buch soll etwa in din a4 produziert werden, titel-schriftgroesse ist 33,5 pt.:




(der name des verlags ist fiktiv)

und nun der aenderungswunsch des kunden:





die preisfrage:

wie reagiert man serioes auf solch ein fax? was tun, was sagen, ohne dass
irgendjemand beleidigt wird?
die meisten werden so etwas schon erlebt haben - es gehoert zum beruf;
daher halte ich es fuer sinnvoll, das phaenomen mal genauer auszuloten.
schreibt, was euch in den sinn kommt, oder was ihr aus erfahrung berichten
koennt. und schreibt so viel und oft wie ihr wollt - letztendlich geht es darum,
dass jeder hier was davon hat.

der preis:

derjenige, der bis dienstag, 16. juni 2004 die konstruktivste antwort postet,
erhaelt eines unserer aktuellen ronin-plakate.


der links-weg ist ausgeschlossen.
(soll heissen: urls von irgenwelchen tollen ranting-sites fallen nicht unter die kategorie "konstruktiv")



.


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am So 13.06.2004 07:51, insgesamt 1-mal bearbeitet
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kaspar

Dabei seit: 01.04.2003
Ort: Constance
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 12.06.2004 22:43
Titel

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Die erste Frage die du dir stellen solltest lautet: Bin ich Gestalter oder Dienstleister?

Antwortest du mit Dienstleister, so ist das ganze eigentlich kein Problem -> Fax einfach nachbauen, odr?
Antwortest du mit Gestalter, so solltest du dir die Zeit nehmen und deinem Kunden einfach genau deine Argumente für eine gute Gestaltung und Typografie erklären.
Sollte dein Kunde nun beleidigt sein, liegt das Problem einzig und allein bei ihm und nicht bei dir (sofern du die allgemein gebräuchlichen Höflichkeitsformen eingehalten hast).
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arne
Threadersteller

Dabei seit: 23.05.2004
Ort: MOCKBA
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 12.06.2004 23:04
Titel

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@kaspar:

sehr gut - das schafft schonmal ein gutes niveau im thread - danke!

das ist auch exakt die graetsche, in der ich mich jedesmal befinde.
bin dann aber doch definitiv gestalter - wenn ich nachbaue habe ich zwar die
kohle, aber mein image ist verhunzt - oder ich muss darauf bestehen, dass
mein name nicht mit abgedruckt wird - das ist dann auch irgendwie banane.
was das argumentieren angeht: darin liegt sicher grosses potential zum
pushen von projekten. allerdings habe schon oeffter festgestellt, dass ich
bei verbaler ueberzeugungsarbeit gefahr laufe, mich selbst zu kompromissen
zu ueberreden, die auf kosten der qualitaet gehen.


Zuletzt bearbeitet von arne am So 13.06.2004 13:27, insgesamt 1-mal bearbeitet
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KCie

Dabei seit: 29.10.2003
Ort: München / Schwabing
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 12.06.2004 23:48
Titel

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nehmen wir mal an, dass sie das buch so wie auf dem fax haben wollen, weil die anderen "100" bücher auch so aussehen und sie ihr "Design" nicht ändern wollen...
oder band 2 eben zu band 1 passen soll. ist das schon abgeklärt?
muss ja n grund für das fax geben?
...aber sowas ist ja normalerweise schon im briefing angeklärt... ob du nen neuen titel gestalten sollst, oder ob der alte bleiben soll und nur die "1" in ne "2" geändert werden soll, oder?

also würde ich den kunden anrufen, dass abklären... falls es eben so bleiben soll... ist das eben so
falls du einen neuen titel entwerfen solltest, kannst du ja mit den vorteilen des neuen titels argumentieren und ihn so versuchen zu überzeugen.

viel glück
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flavio

Dabei seit: 14.04.2003
Ort: MUC
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 13.06.2004 00:31
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kaspar hat geschrieben:

Antwortest du mit Dienstleister, so ist das ganze eigentlich kein Problem -> Fax einfach nachbauen, odr?


meiner meinung nach ist das immer die falsche antwort. zumindest sollten solche wünsche nicht kommentarlos hingenommen werden. allzuoft muss man für drei denken.

in meinem trottelverein hat mein excheffe immer "ja wird gemacht" und "kunde ist könig" gesagt. und als ich letztens referenzunterlagen für einen potenziellen kunden zusammen suchen musste, hab ich nur mit dem kopf geschüttelt.
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cyanamide
Moderator

Dabei seit: 09.12.2002
Ort: Altkaiserreich Koblenz WW
Alter: 40
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 13.06.2004 00:39
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Sowas kenne ich auch.

In diesem Fall Lade ich den Kunden immer gemütlich auf einen Kaffee ein,
bei guten Kunden gibt's auch ein Essen.

Dabei bewaffne ich mich immer schon mit anderen Pro- und Kontra-Beispielen,
aus Typo-Büchern zum Beispiel. Diese reichen dann doch fast immer schon
aus um den Kunden zu überzeugen wieso und weshalb das so aussehen MUSS
wie ich es haben will und nicht wie er es haben will.
Genügt dies nicht, so frage ich im beisein des Kunden noch meist einen
anderen, befreundeten Grafiker, was er meint, was besser ist. Bisher
hat spätestens dann jeder Kunde nachgegeben.

Cheers!
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heim_experimente

Dabei seit: 24.06.2003
Ort: Dessau
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 13.06.2004 00:59
Titel

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wichtig ist es ersteinmal zu wissen ob es bei dem kunden sinn hat darüber zu reden - wenn ja und er ist offen für neues und bereit deine gründe für die gestaltung der ersten version sich anzuhören, würde ich empfehlen folgende punkte bei seiner nachbesserung anzusprechen:

- 3 unterschiedliche schriftgrössen in einem so minimalistisch gehaltenem layout sind absolut an der grenze des gestalterisch möglichen, wenn sie nicht sogar schon diese überschreiten (erklär dem kunden, es sei eine goldene regel)

- bitte von der rechtsbündigen ausrichtung abraten, da ja sicherlich der text innen auch linksbündig (max. noch im blocksatz) angeordnet ist und man ja schon einen gewissen roten faden in das buch bringen möchte, der sich von der ersten bis zur letzten seite hindurchzieht

- die komplette gestaltung der schrift in schwarz sollte vermieden werden, da sich das wichtige (z.b. titel) vom weniger wichtigen (z.b. verlag) schlecht abhebt bzw. herauskristalliesiert (und da man dies, wie bereits erwähnt, nicht mit hilfe der schriftgrösse machen sollte, erreicht man dies mit hilfe der farbgestaltung) - des weiteren wirkt es dann auch nicht so düster und trist, was ja auch nicht zum thema passend wäre

- wenn die schrift doch schwarz sein soll dann aber auf keinen fall auf dem roten untergrund, da dort nur ein sehr schwacher kontrast gegeben ist

- die schriftart ist definitiv zu dominant, fordernd und aufdringlich - meiner ansicht nach sollte ein chorbuch eher etwas zurückhaltender wirken (die von dir gewählte schrift,welche zwar eine grössere laufweite vertragen könnte, wirkt z.b. eleganter und sehr viel harmonischer als die variante des kunden und sie sagt in meinen augen mehr über einen chor aus - nämlich dass er sowohl zart singen kann als auch impulsant und lautstark - die schriftart des kunden sieht eher nach einem chor aus der den zuhörer die ganze zeit anschreit)


...sollten jedoch, wie bereits von einem meiner vorredner erwähnt, die ersten drei bände so gestaltet wurden sein, dann gibts da kaum eine chance den kunden entsprechend umzustimmen - es sei denn, dass es zeit wird das produkt zu revolutionieren bzw. ein zeichen zu setzen, um deutlich zu machen, dass man nicht stehenbleibt, sondern mit der zeit mitgeht - ich weiss es klingt teilweise ein bisschen übertrieben aber bei solchen kunden muss man viel fantasie entwickeln

gruss
norman


Zuletzt bearbeitet von heim_experimente am So 13.06.2004 13:55, insgesamt 6-mal bearbeitet
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flavio

Dabei seit: 14.04.2003
Ort: MUC
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 13.06.2004 01:07
Titel

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//ot
das beste an solchen leuten ist nur noch einen teil bezahlen zu wollen/müssen, da sie ja schließlich selbst die idee hatten.
mir hat mal ein kunde ein auftragsbestätigung zurück gefaxt mit der bemerkung drauf "bei gefallen o.k." *balla balla*
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