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Thema: Offset- oder Digitaldruck? vom 21.03.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Offset- oder Digitaldruck?
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Beluga

Dabei seit: 26.03.2008
Ort: in der Druckerei
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 19.02.2015 12:05
Titel

Re: Einfach mal um Karheit zu bringen:

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I.K. hat geschrieben:
! Achung & Vorsicht mit dem Begriff "Digitaldruck" - denn es gibt in der Tat keinen digitalen Druck !

Die heutigen sogenannten "Digital-Drucke" kommen aus Kopiergeräten welche die Farben aufs Papier lasern (= Laserdruck).
Daran hat sich technisch bis heute nichts geändert.
Das digitale daran ist lediglich die digitale Vorlage, von welcher ausgehend kopiert wird (anstatt von einer Aufsichtsvorlage, was die Geräte auch können).

Da in Kopier-Geräten keinerlei Einheit existiert wo ein physischer Druck zustande kommt, sind es keine Druckmaschinen und die Bezeichnung "Digitaldruck" ist fachlich absolut falsch.

Ein exakter Begriff hierfür wäre "Digital-Kopie" - obwohl auch der nicht wirklich stimmig ist, denn das stünde ja eigentlich für das Kopieren von Daten auf einem Computer-System - aber da sich der Kopierer den Datensatz mindestens einmal reinzieht, um dann davon ausgehend los zu kopieren, kann man den Begriff so lassen.

*

Der sogenannte "Digitale Offset-Druck", von welchem das Wort "Digitaldruck" ursprünglich abstammt, geschieht tatsächlich auch in einer Offset-Maschine.

Das "Digitale" hierbei ist die integrierte Einheit in der Maschine welche vor dem (Offset-) Druck noch die Druckformen digital bebildert.

*

Und ganz klar :
Echt- und Sonderfarben oder gar Schmuckfarben sind im Kopierverfahren absolut nicht möglich.

Bei einem echten Druck geht die Farbe mit dem Papier eine Verbindung ein, und beim Kopierverfahren haben wir den abstehenden wachsigen Charakter des Laserfarbauftrags, was auch bei schwarzer Farbe auffällig ist.

*

Kurz zur Frage wegen kleinen Auflagen:
Es kommt ganz auf die Gestaltung der Grafik an.
Kurze info:
Das Bilderdruckverfahren (Vierfarb-Standard, 4C, oder cmyk) ist für die Druck-Reproduktion von Bildern & Fotografien entwickelt worden und nicht für Gestalter die sich Farbstandards von Ihren Computer-Programmen vorschreiben lassen.

Grafik ist viel plastischer mit Echt- und Sonderfarben - das war schon immer so und wird sich auch nie ändern.
Oder nehmt Ihr, wenn ihr zB. was auf einem Papier malt C-M-Y-K Filzer in die Hand ?

Eine gute grafische Bewerkstelligung mit ein, zwei oder drei Echtfarben kann zB. auf einer kleinen Offset-Maschine gedruckt werden - vielleicht sogar auf einem Einfarb-Modell, wo man weit mehr Farbe auftragen als es irgend ein heutiger "Standard" vorsehen würde ...... und klar gibts sowas nicht für 3,75 Euro aus dem Automaten - aber vielleicht gibt es einen guten Drucker in der Gegend *


.... da protzt aber jemand rum Lächel
Warum sagst du, dass es keinen Digitaldruck gibt und wie kommst du darauf? Schau dir z.b. mal die HP Indigo an....
Das gleiche gilt für Sonderfarben - auch hier gibt es Maschinen die diese Farben verarbeiten - siehe HP.

Nur weil du bestimmte Sachen nicht kennst, heißt das nicht, dass es das nicht gibt.
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Frank Münschke
Forums-Papa

Dabei seit: 08.06.2006
Ort: Essen
Alter: 62
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 19.02.2015 12:21
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Schlimmstenfalls ist das ein Zweiaccount von "druckdocheinfachwoanders" ... * Keine Ahnung... *
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hilson

Dabei seit: 05.09.2005
Ort: Pforzheim
Alter: 46
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 19.02.2015 13:07
Titel

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Frank Münschke hat geschrieben:
Schlimmstenfalls ist das ein Zweiaccount von "druckdocheinfachwoanders" ... * Keine Ahnung... *


*ha ha* *ha ha*
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qualidat

Dabei seit: 14.09.2006
Ort: Berlin
Alter: 56
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 19.02.2015 16:06
Titel

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An den To:

Als Digitaldruck bezeichnet man ALLE Druckverfahren ohne feste Druckform (mit statischem Inhalt), sondern solche Verfahren, bei denen das Druckbild dynamisch (und elektronisch) bestimmt wird.

Den Digitaldruck gibts, wie alle anderen Druckverfahren auch, direkt und indirekt sowie mit flüssigen, pastösen oder pulverförmigen Druckfarben. Dazu zählen im weitesten Sinne auch Verfahren, bei denen sich die Druckfarben oder Komponenten davon bereits im/auf dem Bedruckstoff (meist Papier) befinden und beim Durchlauf durch die Maschine lediglich aktiviert oder sonst irgendwie sichtbar gemacht werden, Beispiel: Thermodruck.

Für die sog. "Bebilderung" durch das Aufbringen von Druckfarbe verwendet man im Wesentlichen zwei Grundprinzipen: Das elektro-fotografische Verfahren (wie Kopierer und Laserdrucker, nutzt elektrostatische Effekte) oder Tintenstrahl (Inkjet) ...

Ich persönlich finde das hier am coolsten: https://www.youtube.com/watch?v=i6Z7RqRH3QQ

Der große Vorteil des Digtialdruckes ist, dass man quasi aus dem Stand (bei vorhandenen Dateien) und ohne große Vorbereitung losdrucken kann - ein Auftragswechsel besteht im günstigsten Fall aus ein par Mausklicks. Materialien und Maschinen (und über die Abschreibung auch die Betriebszeiten) sind deutlich teurer, als im klassichen Offsetdruck. Der Offsetdruck benötigt dagegen einen deutlich höheren Aufwand, "bevor es losgeht", während der Auflagendruck sich beinahe auf die Papierkosten beschränkt. Deshalb ist der Digitaldruck bezüglich der Stückkosten bei kleinen Auflagen besser, bei großen Auflagen dagegen immer noch der Klassiker.

Digitaldrucke mit Toner "leiden" oft an unerwünschten, farbmengenabhängigen Glanzeffekten, die beim Leser eine billige Farbkopie suggerieren.


Zuletzt bearbeitet von qualidat am Do 19.02.2015 16:18, insgesamt 3-mal bearbeitet
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druckdocheinfach

Dabei seit: 15.02.2015
Ort: -
Alter: 45
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 20.02.2015 08:36
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Danke, dass mein Ruf mir vorauseilt:)

"Digitaldruck"
- Kleinauflagen
- personalisierte Auflagen
- Folien, Kunststoffe, irisiende Materialien ohne Probleme
- Formulare die nachträglich mit Laserdruckern bedruckt werden, sind nicht zu empfehlen (z.b. Briefbogen)
- keine schönes Druckergebnis bei Volltonflächen oder gerasterten Flächen in einem Ton (z.b. 50%)
- Druckbild auf Naturpapieren glänzt bei einigen System sehr stark


Offsetdruck
Im Internet durch Sammelformen auch in Kleinauflagen günstig
Als Einzelbestellung bei ca. ab 250-300 Exemplaren günstiger als "Digitaldruck" bei 4c
Freie Rasterwahl
so gut wie jedes Medium bedruckbar
Kunstoffe, Folien nur mit UV-Trocknung oder UV-Farben

Da selbst die Auflagen von 50 Stk auf Sammelformen im Offset gedruckt werden,
würde ich in jedem Fall eher bei einer Onlinedruckerei bestellen, als im Digitaldruck.
Bei den Onlinedruckern ist es meist angegeben, wann Digitalgedruckt wird
und wann es auf einer Sammelform steht.
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Typografit

Dabei seit: 31.01.2006
Ort: München
Alter: 53
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 20.02.2015 08:51
Titel

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druckdocheinfach hat geschrieben:
Danke, dass mein Ruf mir vorauseilt:)

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