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Thema: jpeg vs. eps vom 14.03.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> jpeg vs. eps
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toco

Dabei seit: 05.04.2002
Ort: Ärford
Alter: 36
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Verfasst Mo 14.03.2005 17:18
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Online-Druckereien greifen gerne auf JPEG-Daten zurück, weil 1. jede Hausfrau mittlerweile irgendein "Grafikprogramm" besitzt aus dem sich diese generieren lassen (> potentieller Kundenzuwachs), 2. die Datenübertragung durch die Kompression sehr schnell geht und 3. das geschlossene Format kaum Fehlerquellen bietet (mal nen Alpha-Kanal etc.) und sich leicht im Prepress-Bereich verarbeiten lässt.

Ich denke für Plakate oder großformatige Drucksachen, die keine besonderen qualitativen Ansprüche erfüllen müssen, ist ein JPEG mit 9-12er Komprimierung (PS) durchaus zu gebrauchen und erfüllt seinen Zweck. Alles andere ist Fusch am Bau. Wofür gibt es PDF?
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a7

Dabei seit: 22.02.2005
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Verfasst Mo 14.03.2005 17:51
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@G. Braun ich kann deine Aussage nur bestätigen.

Zum Thema:
Es gibt normale Druckereien die mit JPG arbeiten, dass macht aber meiner Meinung nach keinen Sinn. Gründe:

-JPEG wurde dafür entwickelt Bilddaten für das Internet zu speichern und dabei war erstes Ziel den Speicherbedarf zu minimieren und dabei eine maximale Qualität zu erreichen. Dies wurd durch eine komplexes System ermöglicht, dass verlustfreie Kompression mit verlustbehafteter kombiniert. Bei Offlinemedien ist aber Speicherbedarf völlig irrelevant da wir mittlerweile riesige Datenmengen kostengünstig speichern können und selten Druckdaten übers Internet übermittelt werden müssen. (Siehe 250Gig Wechselfastplatte bei Aldi für 140 €)
-Jedes JPG das ich bisher gesehen habe war bestenfalls als "optimale Qualität gespeichert" aber selbst hier sind Verluste zu beobachten (zB. bei sehr häufiger Bearbeitung, verstärkt beim drehen der Bilder).
-Es gibt geeignetere Formate und Verlustfreie Kompressionsverfahren. Mein Fav. Tif mit LZW (jaajaa ich weis auch hier kann es zu problemen kommen und sowas Darf nicht in PDF-X vorkommen etc, aber alles in allem bin ich wegen der vielen Vorteile des Formats schwer davon überzeugt)
-JPG2000 wird auch von neuen RIPs selten verarbeitet.
-Punkt den ich lediglich vermute: JPG hat als internet Farbmodel YUV welches dem L*a*b*-Farbmodell ähnelt dabei aber Helligkeitsunterschiede weit exakter speichert als Farbunterschiede (einfach weil das menschliche Auge diese besser wahrnehmen kann), dieses Farbmodell kann aber schwer mit CMYK funktionieren und somit wäre, wenn mein Ansatz stimmt, das ein weiterer Punkt der zeigen würde, dass das JPG nicht wirklich in den Printbereich gehört



Bei Internetdruckereien kann ich es noch etwas verstehen, wenn sie mit JPG arbeiten, aber selbst da hält sich mein Verständnis in Grenzen da es heutzutage kein Problem mehr ist ein paar MB zu übertragen. Habe zB. einmal bei Printerwahsinn.de Poster drucken lassen und die haben nichts besseres zu tun, als die gelieferten 350 dpi Tif-Dateien als JPG zu Drucken. Die Artefakte sieht ein ungeschulter Betrachter kaum und man kann bei einer Internetdruckerei kaum die beste Qualität erwarten aber geärgert habe ich mich trotzdem, einfach weil es völlig unnötig war!
Hier liegt der Punkt, nur damit ich etwas Speicherplatz spare und nur eine CD brennen muss statt zwei gehe ich doch nicht das Risiko ein, dass Artefakte auftauchen, Qualitätsprobleme auftreten, Techniken von eps und tif nicht unterstützt werden, es Fehler beim RIPen gibt, ...


mfg
a7


Zuletzt bearbeitet von a7 am Mo 14.03.2005 17:56, insgesamt 1-mal bearbeitet
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system

Dabei seit: 26.04.2004
Ort: HH
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Verfasst Mo 14.03.2005 18:55
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JPEG hat natürlich auch im Printbereich seine Bedeutung. Es gibt kaum eine Datenbank in der die Daten nicht als JPEG gespeichert werden. Wir betreuen für diverse Kunden für Europa und auch weltweit Datenbanken. Hierbei kann auf ein starkes Kompressionsverfahren noch nicht verzichtet werden. Ladet mal aus einer Datenbank online Bilddaten für ein 120 Seiter für dessen Produktion (bis zum 1. Proofchek) die Druckerei genau 1,5 Tage Zeit hat (ist inzwischen normal). Sind als JPEG Daten 4,5 GB und offen ca.10 GB. Da die Druckereien inzwischen irgendwo in der Welt sitzen, ist auch mit nicht übermäßigen Übertragungsraten (gilt auch für Deutschland) zu rechnen. Es kommt dabei auf jede Minute an...
Andererseits ist während der Bearbeitung der Bilder natürlich immer mit einer verlustfreien Kompression zu arbeiten, bzw. keine zu verwenden.
Bei Datenversand von nicht so umfangreichen Dokumenten wird inzwischen allerdings meist eine verlustfreie Kompression gewählt.
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a7

Dabei seit: 22.02.2005
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Alter: -
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Verfasst Mo 14.03.2005 22:56
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system hat geschrieben:
JPEG hat natürlich auch im Printbereich seine Bedeutung. Es gibt kaum eine Datenbank in der die Daten nicht als JPEG gespeichert werden. Wir betreuen für diverse Kunden für Europa und auch weltweit Datenbanken. Hierbei kann auf ein starkes Kompressionsverfahren noch nicht verzichtet werden. Ladet mal aus einer Datenbank online Bilddaten für ein 120 Seiter für dessen Produktion (bis zum 1. Proofchek) die Druckerei genau 1,5 Tage Zeit hat (ist inzwischen normal). Sind als JPEG Daten 4,5 GB und offen ca.10 GB. Da die Druckereien inzwischen irgendwo in der Welt sitzen, ist auch mit nicht übermäßigen Übertragungsraten (gilt auch für Deutschland) zu rechnen. Es kommt dabei auf jede Minute an...
Andererseits ist während der Bearbeitung der Bilder natürlich immer mit einer verlustfreien Kompression zu arbeiten, bzw. keine zu verwenden.
Bei Datenversand von nicht so umfangreichen Dokumenten wird inzwischen allerdings meist eine verlustfreie Kompression gewählt.


Klar, es gibt immer Spezialgebiete die Speziallösungen erfordern. Für das was die meisten hier machen, also den Mittelstand mit meist individuellen Werbemitteln versorgen, lohnt sich denke ich so ein System wie von dir nicht. Projekte und Unternehmen in der von dir beschriebenen größenordnung haben auch Archivierungssysteme wie Opix oder sogar einen eigenen und speziell angepassten workflow der kaum eine Kleinigkeit dem Zufall überlasst - wenn in so einem geschlossenem System spezielle Techniken verwendet werden gibt es ja (theoretisch) wenig Probleme durch externe Einflüsse und andere haben keine Probleme mit dem eigenen System.

Wenn aber zB. kleine Werbeklitchen per PDF maker ein PDF erzeugen, das zweifarbig gedruckt werden soll aber bedingt durch die vier verschiedenen verwendeten Farbräume und 5 verschiedenen Dateiarten sowie fehlerhaften Schriften etc., dann können sie den MG-Operator zum verzweifeln bringen. Genau für die ist denke ich empfehlenswert, wenn sie einfach TIF und/oder EPS zum arbeiten verwenden und alles weitere über ein sauberes PDF machen - dann ist am Ende jeder froh Lächel


mfg
a7


ps: ich hab jetzt 10/15 Minuten gebraucht um den Post abzusetzen weil mich meine eigenen Sätze verwirrt haben, habt also Nachsicht. Schätze ich sollte schlafen * Ich bin müde... *
pps: Wenn Beide Seiten ne ordentliche Anbindung haben ist es durchaus möglich mit 10mb/s und mehr auch von Dt in die USA Daten zu übertragen. Sicher...wenn...und bei 10Gig komprimiert man trotzdem gerne wenn man sicher sagen kann, dass dadurch keine sichtbaren verluste entstehen.


Zuletzt bearbeitet von a7 am Mo 14.03.2005 23:02, insgesamt 1-mal bearbeitet
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gleis24

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Verfasst Di 15.03.2005 09:37
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Tja, Pauschal kann man da nicht so leicht antworten.
Es kommt auch wesenlich drauf an was noch mit den Bildern gemacht werden muß. Wenn ich selber noch massiv in Helligkeit/Kontrast/Farbe eingreifen muß ist ein RGB JPEG besser, selbst bei nur hoher Qualität, als ein CMYK Tiff.
Grundsätzlich speichere ich aber alle Bilder bei uns in der Agenutr als TIFF mit LZW, bzw. als PSD.
Wenn es schnell gehen muß und es auch allen klar ist, dann wird komprimiert für die Übertragung, aber nur dann. Wenn die Zeit ausreicht sollte auch die mögliche Qualität die ich ausgebe möglcihst hoch sein.
Neulich hatte ich einen Bildband zu bearbeiten. sehr große Scans. A4 und A3 bei 410 ppi für ein 80er Raster. Da haben sich etliche DVDs angesammelt, waren so 20 Gigabyte. Sicher hätte ich da mit JPEG was sparen können, aber die Zeit war mal da und wurde mir ja auch bezahlt. Warum dann also hetzen? Da hat sicher der Aufwand auch gelohnt, mit der Druckerei war alles besprochen, es gab Proofs und ich war sogar beim Andruck dabei (und um das Geschäftsessen abzustauben). Morgen gebe ich Visitenkarten für einen Freund in Auftrag, irgendso ne Internetdruckerei, die nehmen halt nur JPEG an. Ist doch okay. Was will ich für 40 Euro erwarten?
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cyanamide
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Verfasst Di 15.03.2005 09:41
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gleis24 hat geschrieben:
Wenn ich selber noch massiv in Helligkeit/Kontrast/Farbe eingreifen muß ist ein RGB JPEG besser, selbst bei nur hoher Qualität, als ein CMYK Tiff.

Na, der Vergleich ist jetzt aber albern.

Entweder vergleichst du JPG mit TIF, oder RGB mit CMYK.

Aber du wirfst jetzt hier Äpfel und Bananen über einen Haufen.
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gleis24

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Verfasst Di 15.03.2005 10:06
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Es ist speziell bei mir so das ich bei gelieferten Daten welche TIFF sind diese eben schon vorsepariert bekomme und JPEG ist pratkisch immer RGB - insofern hat sich das schon bei mir über die Jahre eingebrannt. Obwohl es natürlich nicht richtig ist.

Lieber ein RGB JPEG als ein CMYK TIFF wenn es noch viel dran zu tun gibt.

Albern ist es ganz sicher nicht. Wir reden hier über Qualitätsunterschiede bei den Formaten - und dann find ich den Farbraum genauso relevant wie den Datencontainer.
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cyanamide
Moderator

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Ort: Altkaiserreich Koblenz WW
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Verfasst Di 15.03.2005 10:11
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Ja, genau. Wieso ist JPG immer RGB?

Du kannst aber auch TIF als RGB und JPG als CMYK speichern... * Ööhm... ja? *
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