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Thema: Hilfe! Profile und rendering intent für offset-Druck vom 14.12.2006


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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Verfasst So 17.12.2006 22:49
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qua hat geschrieben:
Ich habe vor der Konvertierung den Tonwertumfang auf 12 bis 245 beschränkt. Ist das sinnvoll? (Ich dachte zuerst, das geschieht durch die Verwendung eines Profils automatisch, aber wenn ich da reinmesse, sieht es nicht so aus.)

Dieses Vorgehen kann u.U. sehr negative Auswirkungen auf Dein Bild haben: Mit der Farbraumkonvertierung werden die Bildtiefen automatisch durch den maximalen Gesamtfarbauftrag begrenzt. Hier sollte man auf gar keinen Fall eingreifen. Bei den Lichtern kann Photoshop natürlich nicht erkennen, ob es sich um zeichnende Lichter oder Spitzlichter handelt. Lichter werden deshalb ohne Farbbegrenzung in den Zielfarbraum konvertiert. Bei zeichnenden Lichtern kann es möglicherweise sinnvoll sein, eine minimale Tonwertkorrektur durchzuführen. Im Endergebnis sollte (bei gestrichenem Papier) mindestens in einem Farbauszug ein Ton von 3% messbar sein. Solche Korrekturen sind aber immer motivabhängig. Wie schon gesagt, kann es bei Spitzlichtern (z.B. glänzendes Metall) sinnvoller sein, wenn an diesen Stellen kein Tonwert messbar ist und lediglich Papierweiß durchscheint.

qua hat geschrieben:
Ok, und noch eine dritte Frage: Kann das beim Erstellen des pdf (was nicht ich mache) Probleme bereiten, wenn im EPS auf Wunsch der Druckerei kein Profil eingebettet wird?

Wird das PDF über den Distiller erzeugt, können Bildprofile aus technischen Gründen nicht ausgewertet werden. Ob das EPS ein Profil enthält oder nicht, spielt für die Konvertierung ins PDF-Format keine Rolle.

qua hat geschrieben:
Und doch noch eine vierte: Muss ein Proof jedenfalls einen Medienkeil aufgedruckt haben, oder ist ein Proof auch ohne Medienkeil ein Proof?

Ohne Keil handelt es sich lediglich um einen Farbausdruck. Nur mit einem Medienkeil lässt sich messtechnisch ermitteln, ob sich die Farben innerhalb der vorgegebenen Toleranzen befinden. Im Falle von Rechtsstreitigkeiten ist ein Farbausdruck ohne Medienkeil nutzlos.

Gruß

Achim
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qua
Threadersteller

Dabei seit: 14.12.2006
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Verfasst Di 19.12.2006 16:37
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bauchbieber hat geschrieben:
12 bis 245? Was meinst Du damit? Das ist nicht sinnvoll. Bei Konvertierung in ein Profil sollte das "automatisch" geschehen. Über welche Grenzen drängt sich was hinaus? Verstehe ich nicht. Ab ca. 350% TW-Summe wird es auf jeden Fall zu Deinem Problem.


Ich meinte Tonwertbegrenzung von 3 bis 95 Prozent. Also 12 bis 245 bei den Tonwerten. Machte man das nur so, bevor es Profile gab? Ohne Begrenzung war ich jedenfalls an vielen Stellen beinahe bei 350 Prozent. Also hatte ich das Gefühl, das Profil schränkt das nicht ein.
Mit dem schlecht aussehenden Histogramm im Schwarzauszug meinte ich, dass die Werte da ganz nach rechts drängen. Bei RBG würde ich das stark unterbelichtet nennen, bei CMYK weiß ich nicht, was es bedeutet und ob das Probleme bereitet.
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Benutzer 27313
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Verfasst Di 19.12.2006 18:29
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Nein das macht keinen Sinn, weil Du so die Dynamik des Bildes einschränkst. Wenn Du mit Photoshop arbeitest, arbeiten immer Profile im Hintergrund, das lässt sich nicht vermeiden und ist auch vernünftig so. Wenn Du den Schwarzaufbau kontrollieren willst, geht das am effektivsten über die Verwendung von anderen Profilen. Ausgabeprofile für den Druck kontrollieren i.d.R. immer den Schwarzaufbau. Du kannst auch eigene Profile mit externer Messtechnik und Programmen erstellen. Hilfsweise kannst Du auch die Photoshop-Profilerstellung nutzen. Falls du in einem Betrieb drucken lässt, der den ProzessStandardOffset verwendet, kannst Du die ISO-Profile nehmen, für einen Druck auf ungestrichenem Papier z.B. das ISOuncoated. Falls es nicht so genau drauf ankommt, liefert dieses Profil auch meist in nicht standardisierten Betrieben gute Ergebnisse.
Das Histogramm ist immer sujetabhängig. Bilder wie "Schneehasen im Schnee" oder "Doris Day an einem schönen Wintertag in St.Moritz", sogenannte High-Key-Bilder liefern z.B. immer Histogramm mit einer einseitigen Verteilung. In diesen Fällen ist das auch nicht schlimm, da ein Histogramm nur eine Häufigkeitsdarstellung über verschiedene Klassen (hier Tonwerte) ist. Ein Histogramm mit starker Häufigkeitsverteilung KANN auch ein Indiz für Unterbelichtung sein. Wie sieht denn Dein Bild aus?
 
 
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