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Thema: Farben im Druck anders als in der Datei vom 10.08.2006


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hilson

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Verfasst Mi 30.08.2006 13:30
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bauchbieber hat geschrieben:
Andererseits: Du proofst doch in der Regel beim Druckunternehmen und zeichnest dort ab.


Nein, ich kenne eine Reprofirma (wo ich als auch gelegentlich aushelfe), bei der ich immer meine Proofs mache(n lassen). Da ist dann ein ISO Code Messstreifen mit drauf. Und der muss von den Druckereien akzeptiert werden.
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Verfasst Mi 30.08.2006 14:53
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hilson hat geschrieben:
bauchbieber hat geschrieben:
Andererseits: Du proofst doch in der Regel beim Druckunternehmen und zeichnest dort ab.


Nein, ich kenne eine Reprofirma (wo ich als auch gelegentlich aushelfe), bei der ich immer meine Proofs mache(n lassen). Da ist dann ein ISO Code Messstreifen mit drauf. Und der muss von den Druckereien akzeptiert werden.


Ja, das gibt es. Deshalb habe ich auch "in der Regel" gesagt. Es verfügen längst nicht alle Werbeagenturen und Vorstufenbetriebe über einen Proofer. Einige Druckfirmen verlangen auch, dass der Proof bei ihnen gemacht wird. Sie nehmen keine Proofs als Contract-Grundlage an.
Ich habe auch einmal in einer Firma gearbeitet, die die Proofs selbst erstellt hat, aber keine Auflagen druckte. Rechtlich ist man aber immer in einer schwierigeren Lage, da bei Abweichungen und einem Rechtsstreit der Prüfer immer zuerst kontrolliert, ob der Proof richtig erstellt worden ist. Erst danach wird der Druck angeschaut. Da ist es einfacher, alles das Druckunternehmen machen zu lassen, vor allem dann, wenn die Druckerei mit einem eigenen Hausstandard arbeitet und keine Profile zur Verfügung stellt. Dann muss man auch ein generisches Referenz-Profil zurückgreifen und Voodoo-Reprographie betreiben.

Was soll denn ein ISO Code Messstreifen sein? Meinst du den Ugra/Fogra-Medienkeil? Ohne einen hinreichend guten Kontrollstreifen macht ein Proof schlicht keinen Sinn, da im Nachhinein nichts mehr so einfach gemessen werden kann.
 
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hilson

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Verfasst Do 31.08.2006 12:04
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bauchbieber hat geschrieben:
Meinst du den Ugra/Fogra-Medienkeil?


Yep, genau den. Das Teil wird hier intern immer als "ISO-Code" bezeichnet, was natürlich falsch ist *zwinker* Für die verbindliche Ausgabe des Proofs ist ja aber der Reprodienst verantwortlich - schließlich bezahle ich diese ja auch ordnungsgemäß mit einer Rechnung.
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Nimroy
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Verfasst Do 31.08.2006 12:39
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bauchbieber hat geschrieben:


Was soll denn ein ISO Code Messstreifen sein? Meinst du den Ugra/Fogra-Medienkeil? Ohne einen hinreichend guten Kontrollstreifen macht ein Proof schlicht keinen Sinn, da im Nachhinein nichts mehr so einfach gemessen werden kann.


Es ist noch nicht mal ein Proof. *zwinker*
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hilson

Dabei seit: 05.09.2005
Ort: Pforzheim
Alter: 46
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Verfasst Do 31.08.2006 15:40
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Nimroy hat geschrieben:
Es ist noch nicht mal ein Proof. *zwinker*


Wie meinst du das?
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Benutzer 27313
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Verfasst Do 31.08.2006 20:44
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Nimroy hat geschrieben:
bauchbieber hat geschrieben:


Was soll denn ein ISO Code Messstreifen sein? Meinst du den Ugra/Fogra-Medienkeil? Ohne einen hinreichend guten Kontrollstreifen macht ein Proof schlicht keinen Sinn, da im Nachhinein nichts mehr so einfach gemessen werden kann.


Es ist noch nicht mal ein Proof. *zwinker*

Das ist ebenso spitzfindig wie richtig. *zwinker*

Beim Ugra/Fogra Medienkeil handelt es sich um deduktive Beweisführung. Um es kurz zu erklären, für diejenigen, die sich noch nie mit Wissenschaftstheorie beschäftigt haben:

Prämisse (Regel): Alle Farben im Probeausdruck setzen sich aus den Farben CMYK zusammen.
Prämisse (Fall): Wir kennen die Grundfarben in diesem Ausdruck, können sie messen, eindeutig beschreiben und kennen das System
Schluss (Resultat): Wir können eine Aussage über alle Farben machen.

Aussagen müssen verifizierbar sein, um als Beweis zu dienen. Diese Deduktive Aussage ist nur dann verifizierbar, wenn beide Prämissen vorhanden und erfüllt sind. Fehlt eine der Prämissen, ist die Aussage kein Beweis mehr. (Diese drei Sätze waren übrigens schon wieder deduktive Logik, wahrscheinlich hast Du es schon gemerkt, kannst ja mal herausfinden, wo die Prämissen waren)

Zitat:
Für die verbindliche Ausgabe des Proofs ist ja aber der Reprodienst verantwortlich - schließlich bezahle ich diese ja auch ordnungsgemäß mit einer Rechnung.

Nö, das kommt darauf an, wer welche Aufträge wie erteilt . Die Auftragsvergabe und damit der Vertragsabschluss ist Verhandlungsache.

Es gibt ja verschiedene Klassen von Auftraggebern:
- Agenturen im eigentlichen Sinne, welche nichts selbst machen, sondern nur vermitteln
- Große Auftraggeber, die zwar selbst die Repro erstellen, dies aber nach Vorgaben (Profilen) des Druckhauses
- Reprographische Betriebe, die die Repro selbst erstellen und ihre Vorgaben den Druckhäusern auferlegen, bzw. danach aussuchen und nur die Druckleistung einkaufen und danach das gesamte Paket verkaufen
- Einzelkunden ohne Produktionstechnische Hintergründe, welche Druckvorlagen liefern
- ...


Zuletzt bearbeitet von am Do 31.08.2006 20:45, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
 
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