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Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di 06.12.2016 03:55 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: Farben im Druck anders als in der Datei vom 10.08.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Farben im Druck anders als in der Datei
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Benutzer 27313
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Verfasst Mo 28.08.2006 22:01
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@milena
milena hat geschrieben:
Hallo, kennt ihr noch andere Farbtabellen-Bücher außer dem "DuMont`s Farbenatlas von Harald Küppers" - dies ist nämlich nichtmehr über den normalen Fachhandel verfügbar!!!


Du kannst Dir im Prinzip diese Tabellen auch selber erstellen schonmal darüber nachgedacht? Du leihst Dir einfach so eine Farbtafelbuch und legst es als sagen wir 32-Seiter an. Dann lässt du es von DEINEM Drucker nachdrucken, schnell falzen, Beschnitt und ne einfache Rückstichheftung. Fertig. Der Vorteil ist, dass die Farben später auf diesem Papier wirklich genau so aussehen, wenn Du es von Deinem Druckunternehmen erstellen lässt und diese einen stabilen Prozess (möglichst ISO-zertifiziert) und nicht betrunkene Drucker haben.

@all
Ich sehe das genauso. Ich verstehe es einfach nicht, dass manche Firmen wirklich meinen, Colormanagemt fängt genau an einem Punkt an und hört genau an einem Punkt auf und zusätzlich glauben, dass Colormanagement eine einmalige Sache sei. Da steckt der Begriff Management drin: Management ist ständige Kontrolle, Innovationsbereitschaft, Bewegung und Problemlösungskompetenz.
Ich denke, dass es manchmal besser ist, Colormanagement zu einem Teil eizuführen, als gar nicht einzuführen. Allein der Versuch schärft das Bewusstsein der Mitarbeiter.

Colormanagement funktioniert einfach nicht wie ne Mikrowelle oder sowas. Viele Firmen vergessen einfach ihre Mitarbeiter zu schulen oder haben schlicht nach einer CMS-Einführung kein Geld mehr dafür. Das ist leider die traurige Realität und gibt sehr gut unsere Mentalität wieder, durchaus bereit zu sein für eine Maschine oder ein Gerät satte Summen auf den Tisch zu legen, in die Mitarbeiter aber nicht investieren zu wollen
 
VicVega
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Verfasst Mo 28.08.2006 22:51
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ich frage mich vor allem nach welchen ausgabegeräten
man sich bei einer geräteprofilierung richten möchte...
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Achim M.

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Verfasst Mo 28.08.2006 23:23
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VicVega hat geschrieben:
ich frage mich vor allem nach welchen ausgabegeräten
man sich bei einer geräteprofilierung richten möchte...


Jedes Gerät wird für sich profiliert. D.h. der verfügbare Farbraum des Ein- oder Ausgabegerätes wird mittels ICC-Profil beschrieben. Soll nun ein Monitor den Farbraum einer Druckmaschine simulieren. So bildet die Druckmaschine den Quellfarbraum und der Monitor den Zielfarbraum. Für beide Geräte wird jeweils ein ICC-Profil benötigt. Mittels Farbraumkonvertierung werden die Farben der Druckmaschine an den Farbraum des Monitors angepasst. Dieser Prozess findet in der Regel auf Betriebssystemebene statt.

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Mo 28.08.2006 23:24, insgesamt 1-mal bearbeitet
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VicVega
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Verfasst Di 29.08.2006 09:01
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oh, danke.
aber aus der sicht einer werbeagentur
die ständig woanders druckt, und das wo
oft auch erst nach der fertigstellung der
dateien zu 100% beschließt ist diese art
des farbmanagements vollkommen un-
möglich...
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Nimroy
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Verfasst Di 29.08.2006 09:06
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Falsch. Gerade dann sollte das unerlässlich sein. Ihr wisst doch nie, wie das Ergebnis aussehen wird. Bei konsanten Lieferantenbeziehungen hat man ja wenigstens noch ne Ahnung.

Und wie Achim schon sagte, muss nicht jedesmal neu profiliert werden, sonder man spielt das Profil der Druckerei ein und schaltet dann je nach Lieferant um.
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anonymous design
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Dabei seit: 10.08.2006
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Verfasst Di 29.08.2006 09:15
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VicVega hat geschrieben:
oh, danke.
aber aus der sicht einer werbeagentur
die ständig woanders druckt, und das wo
oft auch erst nach der fertigstellung der
dateien zu 100% beschließt ist diese art
des farbmanagements vollkommen un-
möglich...


Yep, und dann geht das Geheule los. Diese Threads tauchen hier ein paar Mal die Woche auf: „Online-Druckerei hat meine ViKas versaut“. Denn man stellt plötzlich fest das das Logo eine ganz andere Farbe hat als auf den letzten ViKas für den gleichen Kunden, und kann sich ausrechnen das der Kunde das auch merkt.

Statt an diesem Punkt „HALT“ zu schreien, und sich mal ernsthaft über das Thema CM Gedanken zu machen wird lieber über die Druckerei geschimpft. Warum hatte man doch gleich diese Druckerei gewählt? Ach ja, stimmt! Die waren ja 2,3Cent billiger…

Sicher, den perfekten Workflow bekommt man auch heute nicht ohne weiteres hin. Das ist aber kein Grund von vornherein zu sagen „CM brauchen wir nicht“ - das ist unprofessionell und rückständig.
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hilson

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Verfasst Di 29.08.2006 11:21
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mein Tip(s):

Bei technischen Werten (Farbwerte von Schriften, Auszeichnungen etc. -also Werte, die man selbst definiert) nach Möglichkeit auf 5 Prozent oder 10 Prozent Werte zurückgreifen (also z.B. 90c und 80m - statt 92c und 81m) somit kann ich diese anhand eines Farbwertebuches nachschlagen und gegebennefalls auch dem Kunden vorab zeigen.

Dann nach Möglichkeit IMMER ein farbverbindl. Proof vor Druckdatenabgabe machen lassen. Da ist man dann doch zu 98/99 Prozent auf der sicheren Seite. Falls da die Farben völlig daneben sind, muss ich eben entsprechend nachkorrigieren.

Die minimalen Abweichungen bei Bildern zwischen proof und meinem Monitor sind für mich persönlich akzeptabel und ich habe im Laufe der Zeit auch ein Gefühl dafür entwickelt, wie ich die Daten vorab korrigieren muss.

Wenn der Kunde kein proof bezahlen kann oder will, weise ich immer ausdrücklich darauf hin, dass es zu Abweichungen kommen kann. Das hat bisher auch nie Probleme gemacht.
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Benutzer 27313
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Verfasst Di 29.08.2006 23:51
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Zitat:
oh, danke.
aber aus der sicht einer werbeagentur
die ständig woanders druckt, und das wo
oft auch erst nach der fertigstellung der
dateien zu 100% beschließt ist diese art
des farbmanagements vollkommen un-
möglich...


Auch dafür gibt es Lösungen: z.B kann man als Werbeagentur auf den RGB-Farbraum zurückgreifen und die Daten so auch übergeben. Nachteil ist, dass man keine Kontrolle über das Separationsergebnis hat, viele Druckvorstufenmenschen traditionell etwas gegen RGB haben und sich in diesem System nicht zurechtfinden. Nur sehr wenige Druckereien arbeiten mit InRip-Separation oder Color-Server. Vorteil ist, dass man sich mit CMYK nicht beschäftigen braucht und nur Proofs abzeichnet und den Daumen hebt oder senkt.

Eine andere Möglichkeit sind generische Papierprofile wie die der ECI. Eine sicheres Arbeit funktioniert aber nur in ISO-12647-zertifizierten Druckerei. Dort lassen sich schon sehr gute Ergebnisse erzielen. Ich glaube, dass 90-95% der traditionellen Offsetaufträge auf Papieren gedruckt werden, das sich sehr gut in die wenigen generischen Klassen einordnen lassen.

Zitat:
Bei technischen Werten (Farbwerte von Schriften, Auszeichnungen etc. -also Werte, die man selbst definiert) nach Möglichkeit auf 5 Prozent oder 10 Prozent Werte zurückgreifen (also z.B. 90c und 80m - statt 92c und 81m) somit kann ich diese anhand eines Farbwertebuches nachschlagen und gegebennefalls auch dem Kunden vorab zeigen.


Dort besteht auch weniger das Problem. Diese Werte sind i.d.R. nicht profil-tangiert. Das Problem sind die Bilder. Aber trotzdem mache ich das der Einfachheit halber wenn es nicht genau drauf ankommt häufig genauso wie Du, aber vor allem aus dem Grund, um mir Farbwerte besser merken zu können. Ein Wert von C=75, M=30, Y=10, K=0 ist einfach besser zu merken und es entsteht erst gar kein Schwachsinn wie z.B. C=76, M=29,Y=9,K=1 oder anderes krudes Zeug, was man so sieht.

Zitat:
Dann nach Möglichkeit IMMER ein farbverbindl. Proof vor Druckdatenabgabe machen lassen. Da ist man dann doch zu 98/99 Prozent auf der sicheren Seite. Falls da die Farben völlig daneben sind, muss ich eben entsprechend nachkorrigieren.

Im Prinzip gebe ich Dir recht: Wenn man dem Drucker sagt: So soll es hinterher aussehen, hat es auch so auszusehen. Dann gibt es erstmal weniger Diskussionen.
Andererseits: Du proofst doch in der Regel beim Druckunternehmen und zeichnest dort ab. Das Problem ist häufig, dass die Druckunternehmen zwar Zielprofile eingestellt haben, diese aber dann nicht mit den realen Druckbedingungen übereinstimmen. Damit will ich nicht sagen, dass nicht irgendwann einmal Proof und Druck gleich ausgesehen haben, der Drucker wird Dir Measurement-Chart mit Measurement-Print vorlegen, aber das Ergebnis ist nicht konstant reproduzierbar. Der Nachweis am Ausdruck fällt dann mangels vernünftiger Kontrollfelder schwer. Man schießt bei diesen Druckereien sozusagen auf ein bewegliches Ziel.


Zuletzt bearbeitet von am Di 29.08.2006 23:54, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
 
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