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Thema: Einheiten der Achsen im CIE L*a*b* -System vom 26.04.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Einheiten der Achsen im CIE L*a*b* -System
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steffken71
Threadersteller

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Verfasst Mi 26.04.2006 13:39
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Einheiten der Achsen im CIE L*a*b* -System

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*hu hu huu*

Ich verstehe nicht ganz, welche Einheiten auf den Achsen für a* und b* vorliegen. Mal findet man 100 bis -100, mal +128 bis -127 (wieso nicht bis -128??).

Was ist 'richtig' bzw. was/welche Einheiten werden für die Berechnung von Delta E verwendet??

Danke

steffken71
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Jigity

Dabei seit: 30.07.2005
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Verfasst Mi 26.04.2006 14:17
Titel

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Einheiten? a* und b* sind die Einheiten. Das andere sind die Werte der Einheiten und können unterschiedliche Werte annehmen.

Der Farbraum L*a*b* besteht aus drei Farbwerten, wobei L für die Helligkeit(vergleichbar mit einer Grauachse mit L=0 Schwarz und L=0 Weiß) a* steht für eine Rot-Grün-Achse (negative Werte Grünlich, positive Rötlich)
b* steht für eine Blau-Gelb-Achse (negative Werte Bläulich, positive Gelblich)

Die Maximalwerte für a* und b* ergeben sich aus deinem Farbraum. Da bsp. Farbraum des Offsetdrucks kleiner als Monitorfarbraum, werden hier auch die a* und b* Werte nicht so groß sein.

Delta E errechnet man meist einfach mit Pythagoras:

Also Wurzel aus Delta L* + Delta a* + Delta b*
(Delta heißt immer Differenz der Farbe1 - Farbe2 und davon der Betrag)

Vielleicht hilft das auch noch weiter:
Glossar
einfach mal Lab eingaben


Zuletzt bearbeitet von Jigity am Mi 26.04.2006 14:21, insgesamt 1-mal bearbeitet
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blickverdichtung

Dabei seit: 20.09.2004
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Verfasst Mi 26.04.2006 14:18
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so einfach:
http://de.wikipedia.org/wiki/CIELab

-128 deswegen nicht, weil es 128 werte sind, die null aber mitgenommen wird. ergo 127+0=128 werte.
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M_a_x

Dabei seit: 28.02.2005
Ort: -
Alter: -
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Verfasst Mi 26.04.2006 22:22
Titel

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Jigity hat geschrieben:
Einheiten? a* und b* sind die Einheiten. Das andere sind die Werte der Einheiten und können unterschiedliche Werte annehmen.

Einheiten sind z.B. m; sekunden usw.. L,a,b sind einheitenlos.


Jigity hat geschrieben:

Der Farbraum L*a*b* besteht aus drei Farbwerten, wobei L für die Helligkeit(vergleichbar mit einer Grauachse mit L=0 Schwarz und L=0 Weiß) a* steht für eine Rot-Grün-Achse (negative Werte Grünlich, positive Rötlich)
b* steht für eine Blau-Gelb-Achse (negative Werte Bläulich, positive Gelblich)
.......

L=100 für weiß, nicht 0 vielleicht nur ein tippfehler


Jigity hat geschrieben:

Delta E errechnet man meist einfach mit Pythagoras:

Also Wurzel aus Delta L* + Delta a* + Delta b*
(Delta heißt immer Differenz der Farbe1 - Farbe2 und davon der Betrag)


der Pythagoras dazu heisst allerdings Wurzel ((delta L)²+(delta a)²+(delta b)²)



blickverdichtung hat geschrieben:
so einfach:
http://de.wikipedia.org/wiki/CIELab

-128 deswegen nicht, weil es 128 werte sind, die null aber mitgenommen wird. ergo 127+0=128 werte.


So einfach auch wieder nicht,
weil der link nicht die Frage beantwortet, warum man machmal Darstellung als Scheibe mit Durchmesser von -100 bis 100 findet und manchmal Darstellungen als Scheibe vom Durchmesser von - 128 bis 127 (128), beziehungsweise, wo die Grenzen des LABraums denn nun zu finden sind.

Die maximal möglichen a und b-werte gehen von -127 (-128) bis 128 (127 ).
Das liegt einfach an der Codierung von 8 bit (256 Stufen) und nicht an den Grenzen des LAB-farbaumes.

Diese Codierung ist allerdings nicht zu verwechseln mit dem tatsächlich erreichbaren maximalen Farbraum.
So kann beispielsweise ein Wert von LAB 100, 128, 128 niemals erreicht werden, es ist dennoch möglich ihn zu codieren.

An anderen Stellen des LAB Farbraumes ist es andererseits sogar möglich Werte über 128 zu erreichen, diese können aber nicht mehr codiert werden.

In dieser Codierung wird ziemlich viel Speicherplatz reserviert, bzw. "verschwendet" für nicht real im LAB-raum existierende Farben.
Andererseits gibt es auch Bereiche, für die diese Codierung nicht mehr ausreicht. das sind aber nur wenige, die in den Ausgabeverfahren nicht vorkommen.

Wenn Du öfter mal eine Darstelling in Büchern findest, die die Scheibe nur von -100 bis 100 abbildet, hat das einfach damit zu tun, dass diese dartellung für viele Farbäume ausreicht.

Sie hat aber weder etwas mit der codierung, noch mit den realen Grenzen des LAB-farbraums zu tun.
Edit/zusatz

Anschaulich kann man sich vorstellen, das der codierbare Farbraum wie ein Quader aussieht und in ihm -ähnlich einer Kartoffel- der reale LAB-Farbraum.
Die Kartoffel schaut an einigen weinigen Stellen heraus (hier ist sie nicht mehr codierbar), an vielen Stellen ist aber noch sehr viel Luft zwischen Kartoffel und Seite des Quaders (hier bleibt Speicherplatz ungenutzt)

Ich hatte hier irgenwo mal nen link dazu gepostet, der das Ganze sehr anschaulich dargestellt hat, vielleicht wirst Du ja fündig.


Zuletzt bearbeitet von M_a_x am Mi 26.04.2006 22:37, insgesamt 2-mal bearbeitet
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steffken71
Threadersteller

Dabei seit: 26.04.2006
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Verfasst Mi 03.05.2006 12:59
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* Applaus, Applaus *

Danke, M_a_x, deine Antwort war wirklich hilfreich!

steffken71
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M_a_x

Dabei seit: 28.02.2005
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Verfasst Mi 03.05.2006 21:52
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Jau, bitte, sehr gern.
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steffken71
Threadersteller

Dabei seit: 26.04.2006
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Verfasst Di 06.03.2007 11:55
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...tschuldigung, dass ich das Thema nach so langer Zeit doch nochmal aufwäre, aber: Ich raffe das ehrlichgesagt nicht (mehr) mit der codierung. * Keine Ahnung... *

1. Was genau ist damit gemeint: 'Codierung'?? Ich muss dazu sagen, dass ich kein Medi bin und eher Laie, der sich aus anderen Gründen damit rumschlägt. Das mit diesen 8 bit habe ich noch nie verstanden...

2. Wenn es nur mit einer Codierung im Compi zu tun hat (??), folgende Frage: Als CIELab 'erfunden' wurde, gab's da überhaupt schon solche 'PC-Fixierung' (d. h. das jeder einen hatte und alles dafür 'erfunden' wurde)? Was ich sagen will: Ist das nicht unabhängig vom PC erfunden worden um alle vom Menschen wahrnehmbaren Farben in annähernd gleichabständiger wEise in einem System unterzubringen und ist später nur darauf (Compis) übertragen worden, damit man es in der 'allerwelts'-Medienproduktion anwenden kann?

3. Und: wonach richtet es sich denn, ob es -127 bis 128 oder -128 bis 127 ist? Es kann doch eigentlich nur eins gehen!? Oder ist das total willkürlich?

Sorry für meine mangelnde Fachkompetenz und wahrscheinlich saudummen fragen... * Wo bin ich? *
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Pixelkaiser

Dabei seit: 13.01.2007
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Verfasst Di 06.03.2007 13:05
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Hallo,

eine sehr gute Seite die auch einige Erläuterungen zum Farbabstand dE bringt:

http://www.binder-muc.de/ Instrumentelle Farbmessung -> CIELab System.


Ganz wichtig ist es für die Praxis zu wissen, dass der Farbabstand dE lediglich das räumliche Mittel ist. Der GENAUE Unterschied des Farbortes zwischen zwei Proben wird demzufolge in dA dB dL dC und dH angegeben werden.


Für DAS AUGE scheint besonders das dH, die Farbwinkel(oder Buntton-)abweichung empfindlich wahrgenommen zu werden.

Nicht umsonst gelten für Digitalproofs bald neue engere Toleranzwerte, die bei den Primärfarben und den Buntgraufeldern auch das dH eingrenzen.

LG Pixelkaiser
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