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Thema: Druckplattenarchivierung vom 13.10.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Druckplattenarchivierung
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Nimroy
Community Manager

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Verfasst Fr 14.10.2005 17:44
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Komm ja eigentlich auch aus dem Druck.

Bei dem Unternehmen, wo ich beschäftigt war, wurdem die Platen auch nicht mehr archiviert. Aus den genannten Gründen. Es lohnt sich einfach nicht mehr und Verwaltung und Platzbedarf eines solchen Archivs macht bei ner mittelgroßen Akzidenzdruckerei im 3B-Format einfach keinen monetären Gewinn aus.

Bei uns wurden die Druckplatten aber mitnichten von der Vorstufe ausbelichtet. Da ein kompletter PrintReady-Workflow existierte konnten die Drucker die Platten selbst ausbelichten. Die Vorstufe hat nachdem sie fertig und Druckfreigabe vorlag die Plattendaten zum Topsetter geschickt, dort lagen die Plattendaten solange auf Halde, bis klar war, wann gedruckt wird. Wenn es Tag war hat das ne angelernte Hilfskraft ausbelichtet (unsere Prinzessin), das war echt narrensicher. Die Drucker waren darauf getrimmt, eben auch mal selbst ein Blick auf die Platte zu werfen. Musste in der Nachtschicht oder so ne latte neu gemacht werden oder lief ein Auftrag schneller als geplant, konnten sich die Drucker ihre Platten selber machen. Das ganze kostete einen Tag kurze Einführung und hat keinerlei Probleme mit sich gebracht. Im Gegenteil. Ich behaupte, die Drucker haben mehr auf ihre Platten geachtet, weil sie genau wussten, wenn die die verdötschen oder so, dann müssen sie ne neue machen und sie kommen ins schwitzen, nicht die anderen. In meinen Augen hatte es auch den Vorteil, dass man ein wenig über den Tellerrand geschaut hat und die Drucker stärker bei ihrer Eigenverantworung gepackt wurden.

Und natürlich stand die Entwicklungseinheit in einem entsprechend präpariertem Raum und nicht in der Druckhalle! *zwinker*
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Cocktailkrabbe
Threadersteller

Dabei seit: 24.06.2002
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Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 14.10.2005 19:14
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Re: Drucker ausgequetscht...

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Medienverunstalter hat geschrieben:
Die Druckplattengummierung aus den Maschinen reicht eigentlich für ne kürzere Zeit (er meinte so etwa ein halbes Jahr) vollkommen aus.


Aus welchen Maschinen? Der dem Belichter
angehängten Entwicklungsmaschine? Au weia!
Oder die nachträgliche Gummierung?

Wie gesagt, hält der „Finisher“ unseres
Palladios nicht wirklich lange. Nach ein
paar Tagen ist da schon Sense. Menno!

–––

Medienverunstalter hat geschrieben:
Und was die Archivierung angeht - ich hab mir da schon ein paar Sachen überlegt, aber die Archivierung der refinedten (wasn Wort...) PDFs lohnt sich am meisten - die Plattenbitmaps wären ja nicht mehr veränderbar, und das Wiederherstellen sagt mir nicht zu, genausowenig wie die DLT-Ansteuerung unseres Workflows. (Prinergy 2.1.bisschenwas). Also heb' ich die Einzelseiten-PDFs mit Standbogen, JT usw. auf. Falls noch Änderungen kommen müssen nur die entsprechenden Seiten geändert werden.


Das verbindlichste, was wir aus unserem
Workflow liefern können, ist das Druckplatten-
bitmap. Durch die enormen Datengröße sind
die Festplatten in den Rechnern schnell voll
und deshalb archivieren wir diese relativ
häufig auf DVDs. Das Problem hierbei ist,
dass man bei uns keine Bitmaps ohne
Neustart des RIPs wiederherstellen kann.

Allerdings sehe ich diese „Lösung“ mehr
und mehr als ungeeignet an und tendiere
auch mehr zu der von dir genannten Alter-
native.

Medienverunstalter hat geschrieben:
PS: Der Palladio ist ja der kleine Flachtisch-CtP-Automat. Was habt ihr da für ein RIP dranhängen bzw. was für einen PDF-Workflow?


AGFA Taipan RIP 3011.keine Ahnung Ooops
Dazu AGFAs Apogee-Workflow in Teilen
von Serie 2 und 3. Auf Anfang nächsten
Jahres wird der Umstieg auf ApogeeX
anstehen. * Applaus, Applaus *

Nimroy hat geschrieben:
Und natürlich stand die Entwicklungseinheit in einem entsprechend präpariertem Raum und nicht in der Druckhalle!


Dafür waren, wie in deinem Fall,
extra Leute angestellt.

Unsere Druckvorstufe besteht aus vier
Vollzeitkräften und einer Halbtagskraft.
In unserem Drucksaal befinden sich
insgesamt fünf Druckmaschinen, die
alle innerhalb kürzester Zeit mit Platten
versorgt werden sollen.

Aus den oben genannten Gründen, ist
die maschinelle Gummierung (bei uns
Finishing genannt) nicht allzu gut.

Deshalb überlegen wir uns im Betrieb,
wie wir die Qualität der Platte über einen
längeren Zeitraum als drei Tage aufrecht
erhalten können. Das würde über eine
nachträgliche Gummierung gehen, die
aber jemand machen muss.
Für unsere Drucker kommt das nicht
in Frage, weil sie zu geringe Druckzeiten
haben und die Gummierung zu lange
gehen würde. Deren Meinung.

Wir haben ein personelles Problem und
keine weitere Maschine zur Verfügung,
die diesen Arbeitsschritt übernehmen
könnte.

Offentsichtlich macht das aber in vielen
Betrieben weder die Druckvorstufe, noch
die Drucker, sondern eine extra Person.

Die haben wir leider nicht. *Schnief*


Zuletzt bearbeitet von Cocktailkrabbe am Fr 14.10.2005 19:17, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Medienverunstalter

Dabei seit: 03.02.2003
Ort: Neutraubling
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 14.10.2005 20:19
Titel

Der Finisher

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Bei uns hält das der Finisher aus. Ich muss am Montag mal die genaue Bezeichnung der Gummierung und der Maschine raussuchen - es ist jedenfalls einer von Kodak Polychrome. Die Agfa-Scherbe im der ehem. Plattenkopie ist eher so ein "Do-It-Yourself"-Teil. Nicht gerade brauchbar, deshalb wird die ab und an für alte Filmkopieplattenentwicklung und eben Nachgummierung benutzt. Wobei das Oberdruckertierchen auf die Handgummierung schwört.

Frag' doch mal deinen Entwicklermaschinenhersteller an, ob der vielleicht eine andere Gummierung bzw. eine höhere Schichtdicke anbietet? Die Walzen einfach etwas lockerer Stellen, dann sollte mehr Gummierung aufgetragen werden. Also ein paar Wochen sollten schon drin sein - ich hab mir mal alte Densi- und Zuwachstestplatten angesehen, die ich etwa alle drei - vier Monate mach. Die waren, obwohl nur im "Finisher" gummiert noch topfit.

MfG
Florian
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druckschlampe

Dabei seit: 26.07.2005
Ort: Hamburg/SH/DK
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 14.10.2005 22:41
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hmmmm das mit den gründen für eine archivierung/gummierung wiegt wohl jeder betrieb nach seinen anforderungen ab...bei ctp/konventionell verstehe ich deine unterscheidung nicht-du kannst mittlerweile auch konventionelle platten ohne film belichten (computer to conventionel plate ctcp).bei den platten und den geeigneten gummierungen wirst du dich nach den herstellerempfehlungen richten oder durch experimentieren herausfinden was am zweckmässigsten ist.ich schwöre auf eine hauchdünne schicht gewöhnlicher gummierung (gummiarabicum) auf allen platten-läuft super frei und bisher ist mir keine plattenoberfläche "zerfallen".die hersteller-gummierungen bereiten mir probleme....fühle mich da manchmal ganz schön verar.....t-immer dann die zicken wenn es sowieso eng ist und dann das gequetsche zwischen den druckwerken...ende vom lied ist ein neuer plattensatz und hart am gas drucken um die "spielerei" wieder aufzuholen.....wer gummiert (für's archivieren):bei uns noch die helfer im drucksaal-noch gibt es ja welche!wenn luft ist mache ich es auch (keinen standesdünkel)
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Nimroy
Community Manager

Dabei seit: 26.05.2004
Ort: zwischen Köln und D'dorf
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 14.10.2005 22:52
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Mit dem Apogee Workflow dürfte das doch kein Problem sein, gerippte Plattenbitmaps für ein zwei Tage vorzuhalten. Haben wir früher wie gesagt auch gemacht.

Nachdem der Auftrag dann ausgeliefert war, gab es eine Fertigmeldung im System und in ner Stillen Minute hat man mal schnell die Aufträge archiviert. Soll heißen, dass PDFs, Ausschießer, PDFs und die Jobsequenzen in ein Zip-File gepackt wurden und auf DVD gebrannt wurden.

Das hat eigentlich ganz gut funktioniert.
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toco

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Verfasst Sa 15.10.2005 02:38
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CtcP (siehe druckschlampe) auf BasysPrint UV-Setter Series 7 - Platten fliegen direkt nach dem Druck weg.
Xitron-Workflow aufgesetzt auf ein Harlequin-RIP - Datenarchivierung der letzten 2 Jahre (RIP-PDFs und Original-Daten, Bitmap-Daten fliegen weg).


Zuletzt bearbeitet von toco am Sa 15.10.2005 02:39, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Cocktailkrabbe
Threadersteller

Dabei seit: 24.06.2002
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 15.10.2005 09:00
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@Medienverunstalter

Kodak Polychrome? Sind das nicht Thermoplatten?
Vielleicht ist da die Haltbarkeit der Gummierung
grundsätzlich anders?

Die Chemie für die Handgummierung bzw. Nachgummmierung
ist bei euch die selbe oder eine andere?

Das mit dem Walzenabstand werde ich auf jeden
Fall mal machen. Danke für den Tipp.

---


@druckschlampe

Was meinst du mit:
druckschlampe hat geschrieben:
bei ctp/konventionell verstehe ich deine unterscheidung nicht-du kannst mittlerweile auch konventionelle platten ohne film belichten (computer to conventionel plate ctcp)

Wir belichten mit unserem CtP-Sytem spezielle
Druckplatten (Lithostar). Diese Platten sind wesentlich
lichtempfindlicher als unsere konventionellen Platten
für die CtF-Belichtung. Tauschen kann ich da nix.

„Gummiarabicum“ sagt mir garnichts. Wo bekomme
ich das her? Diese Gummierung füllt ihr auch in eure
CtP-Entwicklungsmaschine?

---


@Nimroy

Nimroy hat geschrieben:
Mit dem Apogee Workflow dürfte das doch kein Problem sein, gerippte Plattenbitmaps für ein zwei Tage vorzuhalten. Haben wir früher wie gesagt auch gemacht.

Nachdem der Auftrag dann ausgeliefert war, gab es eine Fertigmeldung im System und in ner Stillen Minute hat man mal schnell die Aufträge archiviert. Soll heißen, dass PDFs, Ausschießer, PDFs und die Jobsequenzen in ein Zip-File gepackt wurden und auf DVD gebrannt wurden.

Das hat eigentlich ganz gut funktioniert.


Hab ich was anderes behauptet? *bäh*

Das Problem ist nicht die Bereitstellung der Daten
über einen längeren Zeitraum, sondern die geringe
Haltbarkeit unserer CtP-Platten bzw. des Finishers
(Gummierung).

Wie sah das genau aus mit dieser Systemmeldung?
Würde mich sehr interessieren, wir ihr das genau
gemacht habt.

Wurde jeder Auftrag in eine separate ZIP-Datei gepackt?
Ausschießer, PDFs und JobTickets musst du ja aufwendig
zusammensuchen Hmm...?!
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Nimroy
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Dabei seit: 26.05.2004
Ort: zwischen Köln und D'dorf
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 15.10.2005 09:12
Titel

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Hi.

Mein letzter Beitrag ist eher als Ergänzung zu sehen. Wenn du das Datenhandling schnell und unkompliziert gestalten kannst, hat sich die Gummierung erledigt, weil es einfacher und damit günstiger ist eine Platte neu zu machen als das Problem der Gummierung in den Begriff zu kriegen.

Wie erwähnt handelte es sich um den PrintReady-Workflow von Heidelberg. Das System ist komplett von vorne bis hinten auf JDF ausgelegt. Alle haben über das sog. Cockpit Zugriff auf den Status. Dieser wird in Form einer Tabelle, die man selbst sortieren, untergliedern etc. kann, dargestellt und man braucht nur die Auftragsnummer um nach was zu suchen. Man konnte auch Filtern, also zum Beispiel nur Jobs Anzeigen die den Statsus "Fertig" haben. Dann hat man diese Jobs per Drag&Drop auf eine Sequenz "Archivieren" gezogen und das ganze wurde dann in die in dieser Sequenz eingestellten Folder geschmissen. Das ganze ist relativ leicht einzurichten und zu administrieren. Da alles JDF-bezogen läuft, liegen Ausschießer etc. Gleich mit im Zip, weil alles auf einem PrintReady-Server zusammenläuft. Sprich, alles, was für einen Job auch letztendlich verwendet wurde, wird in den Job-Ordner auf dem Server kopiert. Ergo landet es auch im Zip-File.

Ich würde mir das echt mal angucken, das ist in meinen Augen ein echt ausgereiftes System und treibt die Vernetzung aller Produktionsprozesse echt sinnvoll voran.
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