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Thema: Drucker gegen Mediengestalter? vom 28.03.2003


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Print -> Drucker gegen Mediengestalter?
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ayin

Dabei seit: 04.09.2002
Ort: gartenstadt haan
Alter: 33
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 01.04.2003 13:14
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hi jobis,

ich kann dich verstehen, ich hab mich auch immer sehr unwohl gefühlt wenn ich zumd rucker musste und eigentlich null plan davon hatte, was da jetzt eigentlich gemacht wird.

ich mache jetzt eine NonPrint Ausbildung und bekomme in der Schule leider sehr wenig darüber mit, nur einen kleinen Streif *Schnief*
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fictitious

Dabei seit: 11.06.2002
Ort: -
Alter: 42
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 01.04.2003 16:39
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nunja...was die pdf?s aus indesign (export als pdf) angeht, haben da tatsächlich viele druckereien probleme mit:

indesign wandelt die schriften in sog. CID?s um, das sind eigentlich 2-byte fonts für den asiatischen sprachraum. leider verstehen die meisten älteren RIP?s diese CID?s nicht...ergo macht daspdf probleme....abhilfe ist einfach wie bei quark x-press die datei via distiller zu erstellen, dann funktoniert es ohne probleme!!!


Zuletzt bearbeitet von fictitious am Di 01.04.2003 16:40, insgesamt 1-mal bearbeitet
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MS

Dabei seit: 16.12.2002
Ort: Münsterland
Alter: 37
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 01.04.2003 19:44
Titel

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Hallo nochmal von mir!

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich wirklich nur jedem Mediengestalter raten (die für den Printbereich produzieren), sich intensiver mit dem Thema Drucken auseinanderzusetzen. Es ist nicht nur wichtig etwas darüber zu wissen, um unsere Arbeit so gut wie möglich zu machen, sondern es macht auch wirklich Spaß! Ich denke, daß die meisten MGs froh sind, wenn sie keinen Druckmaschinenkrach um die Ohren haben und sie sich nicht auch noch mit Seitenmarke und Gegendruckzylinder beschäftigen müssen. Aber ich kann Euch sagen, es ist super interessant und man holt sich für seinen eigenen Job ne Menge Wissen raus und versteht, warum der Drucker mal wieder am meckern ist.

Ich selber habe noch Reproherstellerin gelernt in einer superkleinen Klitsche, wo ich neben montieren und Platten machen (kennt das überhaupt noch jemand?) auch am Tiegel und an ner kleinen Offset-Druckmaschine sowie in der Buchbinderei gestanden habe. Damals habe ich es verflucht, aber dadurch habe ich schon während meiner Ausbildung ne Menge zusätzlich gelernt, wofür mich meine Berufschulkollegen allerdings ausgelacht haben (das sind dann die, die mir heute Bilder in RGB oder Dokumente mit nahezu unmöglich druckbaren Kreationen schicken...). Nach dem Ende der Ausbildung wechselte ich in eine andere Druckerei, wo ich dann im DTP und Co. arbeitete aber trotzdem nie das Interesse am Druck verlor und mir nach Feierabend die Speedmaster erklären ließ.

Natürlich habe ich das Drucken auch nur ansatzweise kennengelernt, denn es ist wesentlich komplexer und weitreichender, als viele denken. Aber ich habe viele Einblicke bekommen, die mir einiges klar gemacht haben für mein Tätigkeitsfeld in der Druckvorstufe. Es gibt einfach Dinge, die würde ich heute sicherlich nicht mehr falsch machen, da ich genau weiß, daß mir dann der Drucker schimpfend im Nacken hängt.

Ich wollte Euch damit eigentlich nur sagen, daß es auch wirklich spannend sein kann, sich mal näher mit dem Thema zu befassen! Man muß ja nicht gleich wissen, wie man ne Druckplatte einspannt, aber es gibt keinen geileren Anblick, als das Gesicht eines Druckers, wenn man ihm als Vorstufler erklären kann, wo die Doppelbogenkontrolle sitzt!

In diesem Sinne
MS
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jobis
Threadersteller

Dabei seit: 28.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 02.04.2003 20:16
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Hallöchen!

Wegen viel Streß der letzten Tage komme ich erst jetzt dazu, mal wieder was zu schreiben. Als erstes: Nochmals vielen Dank für Eure zahlreichen, interessanten Antworten.

Ich habe nochmal eine Frage an Euch. Ich weiß, daß dieses nicht mehr viel mit dem Anfangsthema (Drucker gegen Mediengestalter?) zu tun hat, aber es interessiert mich mal. Es ist ja bekanntlich so, daß die wenigsten Mediengestalter auch wirklich gestalten. War euch das vor eurer Ausbildung bewußt? Mir scheint es so, das sehr viele Leute diesen Beruf lernen wollten bzw. lernen, weil die Berufsbezeichnung sich vielversprechend anhört. Außerdem wird in den Medien (besonders Soaps à la GZSZ) ein völlig falsches Bild vermittelt (meiner Meinung nach), was Werbeagenturen betrifft (Hoppla, ich bin ein ganz kreativer, viel verdienender und unglaublich erfolgreicher Designer...). Ist dies eurer Meinung nach ein Grund dafür, daß soooo viele Leute diesen Beruf gelernt haben und jetzt auf der Straße stehen? Wie denkt ihr darüber?

JOBIS
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Waschbequen
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Mi 02.04.2003 20:23
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ich hab den beruf gewählt, weil er am ehesten an das herankam, was ich mir so vorgestellt hatte - nämlich online development mit allem drum und dran... damals hatte ich aber tatsächlich mehr die absicht auf die design-schine "zu rutschen" und etwas kreativ zu arbeiten.

aber das kreative nimmt nicht mal mehr 5% meiner arbeit ein... bin ja nur noch am programmieren... was aber vielleicht auch gut so ist, denn sonst ginge ich in der mg-masse unter...

ich kenne ein paar geschichten von schulabgängern, deren berater vom arbeitsamt sie dumm angeschaut haben, als sie sagten das sie mediengestalter werden möchten (also das waren dann die wirklich interessierten und fähigen leute)... ein paar wochen später schlugen jene berater allen schülern vor, doch eine ausbildung zum mg zu machen - weil es doch ein toller trendberuf sei...

naja... das haben wir dann davon: leute, die in copyshops arbeiten, abiturienten, die keinen bock auf zivi oder studium hatten usw... das, neben der zu sicherlich 80% ziemlich miserablen betrieblichen ausbildung, und der katastrophalen situation in den berufsschulen, garantiert für die meisten von uns schon fast viele stunden wartezeit in den gängen der arbeitsämter...


Zuletzt bearbeitet von am Mi 02.04.2003 20:24, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 02.04.2003 20:44
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jobis hat geschrieben:
Ich habe nochmal eine Frage an Euch. Ich weiß, daß dieses nicht mehr viel mit dem Anfangsthema (Drucker gegen Mediengestalter?) zu tun hat, aber es interessiert mich mal. Es ist ja bekanntlich so, daß die wenigsten Mediengestalter auch wirklich gestalten. War euch das vor eurer Ausbildung bewußt? Mir scheint es so, das sehr viele Leute diesen Beruf lernen wollten bzw. lernen, weil die Berufsbezeichnung sich vielversprechend anhört. Außerdem wird in den Medien (besonders Soaps à la GZSZ) ein völlig falsches Bild vermittelt (meiner Meinung nach), was Werbeagenturen betrifft (Hoppla, ich bin ein ganz kreativer, viel verdienender und unglaublich erfolgreicher Designer...). Ist dies eurer Meinung nach ein Grund dafür, daß soooo viele Leute diesen Beruf gelernt haben und jetzt auf der Straße stehen? Wie denkt ihr darüber?


Hallo Jobis,

ich unterrichte unter anderem als Dozent Umschüler. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass viele meiner Schüler von diesem Beruf nur ein sehr unscharfes Bild haben. Leider trägt hierzu auch die dürftige Beratung des Arbeitsamtes bei. Die Mischung aus Technik und Gestaltung ist sicherlich auf der einen Seite sehr reizvoll, trägt aber auch zur Frustration bei, weil den wenigsten Schülern wirklich beides liegt.

Ich habe noch eine Ausbildung zum Druckvorlagenhersteller gemacht. Seinerzeit war das Berufsbild noch recht klar gefasst und der Leistungsumfang vieler Programme (Freehand 3.1, Photoshop 2.5) war echt überschaubar. Ich denke, die heutigen Ansprüche an die Auszubildenden sind schlichtweg höher. Insofern ziehe ich wirklich den Hut vor dem Wissenstand einiger Azubis hier im Forum.

Ich kann aber auch verstehen, dass sich einige mit der Komplexität vieler Themen (z.B. Farbmanagement) sehr schwer tun. Schließlich wissen hier die Ausbilder und Berufsschullehrer auch nicht immer Bescheid.

Gruß

Achim
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Waschbequen
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Mi 02.04.2003 20:50
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da sprichst du eigentlich genau das problem an... der gemeine mediengestalter soll im grunde zu ner eierlegenden wollmilchsau ausgebildet werden, die alles kann. nur ist das wunschdenken - es wird niemanden geben, der wirklich alles perfekt drauf hat... und so kommt es zu den spezialisierungen, die wiederum eigentlich überhaupt nicht im sinne der ausbildung liegen.

frag mich zb mal was über farbmanagement - ich würde dich nur blöd anschauen. aber würde ich den spieß umdrehen, würde es wohl nicht viel anders aussehen.

das ist die crux an der geschichte
 
Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 02.04.2003 21:11
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Waschbecken hat geschrieben:
da sprichst du eigentlich genau das problem an... der gemeine mediengestalter soll im grunde zu ner eierlegenden wollmilchsau ausgebildet werden, die alles kann. nur ist das wunschdenken - es wird niemanden geben, der wirklich alles perfekt drauf hat... und so kommt es zu den spezialisierungen, die wiederum eigentlich überhaupt nicht im sinne der ausbildung liegen.


Wenn man sich die Fragen der ZFA anschaut, wird man wirklich darin bestärkt, dass hier tatsächlich die eierlegende Wollmilchsau herangezüchtet werden soll. Mir fehlt hier wirklich der klare Schnitt. Dass man sich nach vielen Berufsjahren mit entsprechend vielen Themen auskennt, ist sicherlich wünschens- und erstrebenswert. Aber wie soll ein Azubi, das alles in 2,5 bis 3 Jahren in sich aufsaugen?

Ich habe echt einige Jahre gebraucht, um einen fundierten Überblick über Reinzeichnung und Druckvorstufe zu bekommen. Da hätte ich mich nicht noch ernsthaft mit Multimedia und HTML beschäftigen können. Heute reizt mich dafür letzteres eben mehr. Aber ich arbeite in meinem Beruf auch schon bald 10 Jahre ...

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Mi 02.04.2003 21:14, insgesamt 1-mal bearbeitet
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