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Thema: Drucker gegen Mediengestalter? vom 28.03.2003


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Cors

Dabei seit: 29.01.2003
Ort: Münster
Alter: 36
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Sa 29.03.2003 11:29
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Ola!
Finds absolut wichtig das vorstufe und druck so jut wie möglich miteinander kooperieren....dieses ganze drucker gegen mediengestalter und andersherum is doch fürn oarsch....es geht doch immer darum nen vernünftiges medienorpdukt zu erstellen.....wie wärs zusammen?!!!
Denk können und müssen beide voneinander lernen....gibt einfach sachen die ein mediengestaler unbedingt beachten muss da sich nicht alles drucktechnisch realisieren lässt!!

So, aloha he cors
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fictitious

Dabei seit: 11.06.2002
Ort: -
Alter: 42
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 29.03.2003 13:55
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Ich habe fast 2 Jahre in einer Druckerei als MG gearbeitet und erfahren müssen, wie oft wir MG's den Druckern einfach aus Unwissenheit derer Arbeitsweisen unnötig schwer machen. Sicherlich ist das Drucken eine so hochkomplexe angelegenheit, daß man da nie alle Sachen berücksichtigen kann, dennoch bin ich immer gut damit gefahren bei etwas komplexeren Jobs einfach mal zu den "Drucktierchen" an die Anlage zu gehen und nachzufragen was die zu der Druckform sagen... Und in 99% der Fälle hat es dann auch stets hingehauen!
So Sachen wie Schrift in 4-C zeigen doch recht deutlich, daß da einige Leute entweder keine Ahnung haben und/oder einfach gem. dem Motto "Nach mir die Sintflut" handeln.
Ich jedenfalls würde liebendgerne wieder in einer Druckerei am Ort des Geschehens arbeiten, und nicht in einer ach so kreativen Agentur, die leider vom Produktionsprozeß nicht den Hauch einer Ahnung hat!
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jobis
Threadersteller

Dabei seit: 28.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 29.03.2003 16:04
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Erstmal vielen Dank für eure Antworten. Ist schön zu lesen, dass es doch noch "Vorstufler" gibt, die über den Tellerrand hinausschauen und Interesse zeigen. Würde mich über weitere Meinungen/Antworten freuen.

JOBIS
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 29.03.2003 18:04
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jobis hat geschrieben:
Erstmal vielen Dank für eure Antworten. Ist schön zu lesen, dass es doch noch "Vorstufler" gibt, die über den Tellerrand hinausschauen und Interesse zeigen. Würde mich über weitere Meinungen/Antworten freuen.

JOBIS


Hallo JOBIS,

schön ist es vor allem, dass auch Drucker wie Du über den Tellerrand schauen. In der Regel sieht das nämlich meiner Erfahrung nach anders aus. Ich spreche hier aus leidvoller Erfahrung.

Das fängt dann meistens schon beim Papier an, alles was nicht Bilderdruck ist, gilt schon als nicht mehr bedruckbar. Kontrollstreifen sind Luxus. Dichtemessung ist nur was für Weicheier.

Neulich fuhr ich zu einer Druckabnahme und musste zu meinem Entsetzen feststellen, dass der Drucker meine teuren Proofs überhaupt nicht angeschaut hatte. Da wird oft geklagt, dass die Agenturen keine brauchbaren Unterlagen beilegen, tun sie es dann doch, wird meiner Erfahrung nach oftmals kein Gebrauch davon gemacht.

Vor kurzem hatte ich einen Termin bei einem Kunden und seinem Drucker. Wir sprachen über den Druckauftrag und der Drucker erläuterte Wortreich seine tolle Technik. Nebenbei schlug er uns ein Papier vor, dass dann auch genommen wurde. Fazit des Gesprächs: 'Alles kein Problem'. Als dann die gedruckten Broschüren beim Versand verschmierten, wurde argumentiert auf mattem Papier liesse sich nicht gut drucken ... Sorry, aber da breche ich wirklich zusammen. Immerhin wäre bei dem Vorgespräch auch die Möglichkeit gewesen, den Einsatz eines Schutzlackes vorzuschlagen. Ich habe dann den Drucker ausgesucht und beim Nachdruck auf mattem Papier mit Schutzlack gab es keine Probleme.

Leider erlebe ich das immer wieder. Man fragt im Vorfeld nach und hört nur: "Kein Problem". Geht der Druck dann schief, wird wortreich argumentiert. Mal war's der Termin, dann das Papier und die UCR war auch nicht gut.

Meines Erachtens haben viele Druckereien die Kurve zum serviceorientierten Industrieunternehmen noch nicht gekriegt. Da steht zwar viel Technik rum, aber in Sachen Beratung und Medientechnik hapert's dann. Klar im Nachhinein wird gerne mit der Einhaltung der Fogra argumentiert. Wer sich aber im Vorfeld nach ICC-Profilen und Überfüllungseinstellungen erkundigt, wird meistens böse enttäuscht.

Ich weiß, Drucker haben es nicht leicht und zum Kostendruck kommt noch die Ignoranz der Kunden dazu ("auf meinen Tintenstrahler sahen die Farben viel besser aus"). Trotzdem würde ich mir manchmal auch eine bessere Kommunikation mit der Druckerei wünschen.

Und das soll am Ende noch erwähnt werden, es gibt natürlich auch löbliche Ausnahmen und Drucker, die Ihr Handwerk verstehen. Und ich denke mal, dass Du dazu gehörst.

Ein schönes Wochenende wünscht

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Sa 29.03.2003 18:06, insgesamt 1-mal bearbeitet
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jobis
Threadersteller

Dabei seit: 28.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 29.03.2003 19:20
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Da stimme ich Dir zu. Es gibt sicher viele Druckereien bzw. Drucker, die wenig von ihrem Handwerk verstehen. Den besten Klopper, den ich bisher erlebt habe, stammt von einem ehemaligen Kollegen (der zu diesem Zeitpunkt schon 8 Jahre Drucker war): "Ich habe HKS K genommen, weil ich doch Karton bedrucke..." Bei solchen Sachen haut es mich selbst vom Stuhl und ich bin froh, dass er kein Arzt geworden ist. Das ist jetzt vielleicht ein Extrembeispiel, aber leider gibt es solche Fälle.

Ich habe bis vor zwei Jahren in der Druckerei gearbeitet, wo dieser Kollege pfuscht. Qualität und Kompetenz sind dort ein Fremdwort. Nachdem ich die Schnauze voll hatte, kündigte ich. Jetzt arbeite ich in einer Firma, die ein krasser Gegensatz dazu ist. Es gibt hier keinen Auftrag bzw. Druckbogen, wo kein Druckkontrollstreifen drauf ist. Eigentlich wird jeder Bogen von A bis Z durchgemessen und Bogen, die in meiner alten Firma ausgeliefert werden, sind hier noch nicht einmal gut genug für den Mülleimer.

Es ist leider so, dass die meisten Kunden so wenig wie möglich bezahlen wollen, wo oftmals die Qualität drunter zu leiden hat. Aber Firmen der Sorte "o8/15" werden sich mit der Zeit selber damit kaputt machen.

JOBIS
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Barett

Dabei seit: 24.02.2003
Ort: LK GF
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Verfasst Sa 29.03.2003 23:20
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Also, was ich dazu sagen kann ist eigentlich nur, dass ihr alle miteinander vollkommen recht habt... bei uns (wir sind eine siebdruckerei, das kann man ja eigentlich net wirklih vergleichen, aber egal...) heißt es dann oft von den Druckern "Klar, kein Problem, musst du weiss auch nicht unterlegen" usw.. und dann, wenn die filme dann fertig sind, dann kommt "das musst du doch weiss unterlegen, das solltest du doch eigenltich schon wissen, und all so'n scheiss.. da frag ich mich denn auch wer denn hier was wissen sollte....

naja, ich denke, es gibt wohl überall schwarze schafe, also in dem sinne.....
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 30.03.2003 08:41
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jobis hat geschrieben:
Es ist leider so, dass die meisten Kunden so wenig wie möglich bezahlen wollen, wo oftmals die Qualität drunter zu leiden hat. Aber Firmen der Sorte "o8/15" werden sich mit der Zeit selber damit kaputt machen.


Das denke ich auch. Jedem Kunden, dem es ohnehin nur auf den Preis ankommt, kann ja schon heute seine Sachen im Ausland drucken lassen. Damit kann sowieso keine deutsche Druckerei konkurrieren. Also muss ich als Druckerei auch auf etwas anderes setzen als 'schnell' und 'billig'.

Im Prinzip müssen hier alle umdenken. Weder die Agenturmentalität 'Ich schick' denen einfach meine Daten, sollen die gucken, wie sie damit klar kommen' noch die Druckermentalität 'Hauptsache es kommt was auf's Papier' sind auf Dauer tragfähig. "Kreatives Chaos" wird heute nicht mehr bezahlt.

Verdienen kann man heute nur noch, wenn ein Projekt beim ersten Mal reibungslos klappt. Und das funktioniert nur, wenn Mediengestalter sich für die Belange der Drucker interessieren und Drucker Kundenwünsche ernst nehmen. Warum in der Praxis an ein paar Cent für ein klärendes Telefonat gespart wird, bleibt für mich nach wie vor rätselhaft.

In diesem Sinne

Achim
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MS

Dabei seit: 16.12.2002
Ort: Münsterland
Alter: 37
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 30.03.2003 18:49
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Also, ich arbeite seit sieben Jahren in der Druckvorstufe und habe schon so manche haarsträubende Geschichte miterlebt. Erst in der letzten Woche haben mich angelieferte Daten einer Werbeagentur in den Wahnsinn getrieben. Es waren popelige Geschäftsdrucksachen, die eigentlich in zehn Minuten erledigt gewesen wären, aber letztendlich hat es mich und zwei andere Mitarbeiter fast einen ganzen Tag beschäftigt, Fehler auszumerzen. Es ging damit los, daß das Dokument dreifarbig angelegt war, obwohl es nur zweifarbig laufen sollte. Ein Logo war in RGB angelegt, eine Schrift war nicht mitgeliefert und ein Logo (EPS) hatte von Anfang an schon einen Schlag, daß wir erst einmal stundenlang rumfummeln durften, bis es irgendwie funktionierte. Es kamen noch ettliche andere Fehler dazu. Hab da viele Nerven gelassen.

Das beste an solchen Geschichten ist dann ja, daß der Kunde (in diesem Falle die Werbeagentur) im Sechseck springt, wenn man ihm all die zusätzliche Fummelarbeitszeit berechnet, also trägt es meist die Druckerei, um sich den Kunden nicht zu vergraulen.

Das sollte keine Verallgemeinerung sein. Ich habe auch schon außerordentlich super arbeitende Werbeagenturen erlebt. Es sollte lediglich ein Beispiel dafür sein, daß es für einige Werbeagenturen besser wäre, die Finger von solchen Aufträgen zu lassen.

Schöne Grüße
MS
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