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Verfasst Mo 15.03.2010 22:26 Titel
Großes Problem: RGB/CMYK in InDesign
Hi Leute,
ich habe schon über Google so oft Hilfe in eurem Forum gefunden, dass ich mich jetzt auch mal registriert habe. Vielleicht könnt ihr mir helfen.
Ich erstelle eine umfangreiche Broschüre in InDesign CS2, alles 4c. Nun will die Druckerei natürlich alles in CMYK. Weil das aber mein erstes größeres Projekt in InDesign ist, habe ich das vorher nicht bedacht.
Mein Auftraggeber hat mir nur GIMP zur Verfügung gestellt. Ich weiß, dass man über komplizierte Wege ein Plugin installieren kann, um mit GIMP CMYK-Bilder zu erzeugen, aber ich habe keine Installationsrechte auf diesem Laptop.
Die Frage ist: Wenn ich in InDesign eingestellt habe, dass alles 4c sein soll (unter Bearbeiten -> Transparenzfarbraum -> Dokument-CMYK), wandelt ID dann automatisch alle RGB-Bilder in CMYK um? Wahrscheinlich nicht, aber ich dachte ich frage lieber vorher, bevor ich mich bei meinem AG "beschwere", dass ich entweder dieses komplizierte Plugin oder noch viiiel lieber Photoshop brauche. Habe von GIMP eigentlich keinerlei Ahnung, aber PS habe ich nicht bekommen. Und ich habe keine Ahnung, ob dort PS-Lizenzen existieren.
Dabei seit: 14.09.2006 Ort: Berlin Alter: 51 Geschlecht:
Verfasst Mo 15.03.2010 23:19 Titel
Wenn die RGB-Bilder ein Profil enthalten, kannst du sie von Indesign beim PDF-Export (PDF-X1a) ins Zielprofil (FOGRA ISO Coated ... irgendwas) umwandeln lassen. Also eigentlich kein Grund zur Panik. Durch einfaches Umstellen des Arbeitsfarbraumes werden die Bilddaten nicht automatisch zu CMYK.
Von Photoshop kannst du dir bei Adobe die 30-Tage-Demoversion runterladen, die hat keinerlei Einschränkungen (ausser die 30 Tage).
Mach' unter allen Umständen Proofs von einigen ausgewählten Seiten (mit Bildern)!
Zuletzt bearbeitet von qualidat am Mo 15.03.2010 23:24, insgesamt 4-mal bearbeitet
Dabei seit: 02.01.2007 Ort: Cologne Alter: 34 Geschlecht:
Verfasst Mo 15.03.2010 23:23 Titel
Wie geschrieben kannst Du einfach alle Bilder beim Export in CMYK wandeln lassen! Also sollte kein Problem sein... Würde aber trotzdem nochmal alles checken je nach quellfarbraum kann es beim Wandel auch zu unerwünschten Ergebnissen führen
Dabei seit: 15.03.2010 Ort: - Alter: - Geschlecht: -
Verfasst Di 16.03.2010 10:01 Titel
Hi, danke für eure Antworten
Wir kriegen von der Druckerei nur Plots, Proofs kosten extra, glaube ich. Da rede ich dann ggf. noch mal mit meiner Kollegin.
Die Einstellungen für den PDF-Export ist einer von der Druckerei gestern komplett mit mir durchgegangen und ich habe sie abgespeichert. Ich schaue noch mal nach, aber wenn er sagt, dass sie CMYK brauchen und mir die Einstellungen durchgibt, wird das da ja wohl so drinstehen ... hoffentlich.
Was RGB-Profile (?) sind, weiß ich leider auch schon wieder nicht ... und ich nutze für die Broschüre so viele verschiedene Bilder aus so vielen verschiedenen Quellen ...
Wobei ich mich ja schon frage, warum der von der Druckerei erst sagt, dass man drauf achten soll, dass alle Bilder in CMYK sind, wenn das durch den PDF-Export doch automatisch passiert ... ?
Dabei seit: 10.09.2007 Ort: <? include("home.htm") ?> Alter: 100 Geschlecht:
Verfasst Di 16.03.2010 10:24 Titel
Naja es ist immer so eine Sache
Die Druckerei will sich natürlich versichern das du dennen kein Bullshit schickst.
Den mit dem PDF Export aus Indesign kann man immernoch sehr viel Murks machen.
Die Tipps hier im Thread würde ich alle nur so weitergeben und dir aufjedenfall raten
dich ausgiebig mit dem Thema Colormanagment zu beschäftigen.
Die erste Anlaufstelle wäre das kostenlose PDF von Cleverprinting die ihr Fachwissen
in einem 200 seitigen Magazin teilen. Das Magazin kann man sich als gedruckte Version
für 20 € bestellen. Vielleicht sprichst du mal deinen Chef drauf an ob er dir das kauft.
Ansonsten PDF downloaden und am Bildschirm lesen
Dabei seit: 15.03.2010 Ort: - Alter: - Geschlecht: -
Verfasst Di 16.03.2010 10:25 Titel
So, also eben habe ich noch mal mit der Druckerei und dem netten Herrn von gestern telefoniert.
Er meinte, es würde zwar gehen, dass InDesign die Bilder in CMYK umwandelt, aber dafür müssten die RGB-Bilder ein bestimmtes Farbprofil haben. Da ich nicht wusste, ob sie dieses Profil haben, hat er mir erklärt, wie man sich das Profil runterlädt. Es heißt ECI RGB und man kann es wohl bei www.eci.org herunterladen.
Das Farbprofil kann man dann bei GIMP einbetten und den RGB-Bildern dieses Profil zuweisen.
Dann werden wir einen Test machen, entsprechend eine Beispielseite in PDF exportieren und schauen, was dann passiert und ob die Bilder gut aussehen.
Und wenn es nicht gut klappt ... möööp ... muss ich doch noch mal nach Photoshop betteln
Dabei seit: 10.09.2007 Ort: <? include("home.htm") ?> Alter: 100 Geschlecht:
Verfasst Di 16.03.2010 10:32 Titel
Angelcurse hat geschrieben:
So, also eben habe ich noch mal mit der Druckerei und dem netten Herrn von gestern telefoniert.
Er meinte, es würde zwar gehen, dass InDesign die Bilder in CMYK umwandelt, aber dafür müssten die RGB-Bilder ein bestimmtes Farbprofil haben. Da ich nicht wusste, ob sie dieses Profil haben, hat er mir erklärt, wie man sich das Profil runterlädt. Es heißt ECI RGB und man kann es wohl bei www.eci.org herunterladen.
Das Farbprofil kann man dann bei GIMP einbetten und den RGB-Bildern dieses Profil zuweisen.
Dann werden wir einen Test machen, entsprechend eine Beispielseite in PDF exportieren und schauen, was dann passiert und ob die Bilder gut aussehen.
Und wenn es nicht gut klappt ... möööp ... muss ich doch noch mal nach Photoshop betteln
Tja wenn der Druckermeister sein Halbwissen teilt.
Es ist völliger Bullshit zu behaupten das alle Bilder in das ECI RGB Profil umgewandelt werden sollen.
Man verwendet immer das Profil was mit angehängt ist, ansonsten können teilweise verdammt Krasse
Farbabweichungen die Folge sein.
Grundsätzlich spricht überhaupt nichts dagegen die Bilder in sRGB (ich denke das wird bei dir hauptsächlich
der Fall sein) zu belassen. Die Umwandlung nachher mit dem Export wandelt alle Bilder (egal welches Profil)
in den gewünschten Zielfarbraum. Wenn man natürlich die richtigen Export Funktionen anwendet.
Ich kann dir wirklich nur einen Tipp geben. Lass die Bilder in dem RGB Farbraum wie du sie jetzt hast und mach
da bloss kein Murks. Am Ende hast du mehr Probleme als vorher.
Wenn du Zeit hast les dir das genannte PDF aus meine vorherigen Post durch. Dort wird das nämlich alles
exakt erklärt.
Dabei seit: 05.09.2005 Ort: Pforzheim Alter: 42 Geschlecht:
Verfasst Di 16.03.2010 10:39 Titel
Angelcurse hat geschrieben:
Wir kriegen von der Druckerei nur Plots, Proofs kosten extra, glaube ich.
Pläne, techn. Zeichnungen oder Folien werden geplottet ... Ausdrucke u. Proof werden gedruckt. Das das immer wieder die Runde macht ... wie die berühmten 300dpi-Bilder
Lasst trotz der Mehrkosten wenistens auszugsweise mal ein farbverbindl. Proof machen, damit ihr seht, wo ihr steht. Die paar Euro sollten schon drin sein.
Zuletzt bearbeitet von hilson am Di 16.03.2010 10:42, insgesamt 1-mal bearbeitet
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