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Thema: Grau > Buntaufbau mit und ohne UCR vom 10.01.2012

Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Farbe -> Grau > Buntaufbau mit und ohne UCR
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Rina
Threadersteller

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Verfasst Di 10.01.2012 16:59
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Grau > Buntaufbau mit und ohne UCR

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Ich hätt zwei Fragen, die möglichst schnell geklärt werden müsste.
Ich blick da leider net mehr durch, weil ich überall was anderes lese.

Was der Unterschied beim Buntaufbau "mit" und "ohne" UCR bei einem Grau?

Unterscheid zwischen dem Buntaufbau mit UCR und dem Unbuntaufbau (GCR) eines 4C-Bildes hinsichtlich der Tertiärtöne im Bild?


Danke für die schnelle Hilfe,
» sorry, fals das thema irgendwo schon ma so ähnlich drin war, aber ich kann es irgendwie nicht ableiten. DANKE


Zuletzt bearbeitet von Rina am Di 10.01.2012 17:03, insgesamt 1-mal bearbeitet
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qualidat

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Verfasst Di 10.01.2012 17:38
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GCR (gray component replacement) heisst, dass bei allen Farben, die aus mehr als zwei Buntfarben bestehen, der Gleichanteil (also der Teil, der sich ohnehin zu Grau mischt) durch "echtes" Grau (aufgerastertes Schwarz) ersetzt wird. Um das zu verstehen gibst einen einfachen Formelsatz:

C0=1-R
M0=1-G
Y0=1-B

K=min(C0, M0, y0) * E

C=C0-K
M=M0-K
Y=Y0-K

Die Werte mit der Null stehen für "vorläufig", das E ist der Intensitäts-Koeffizient (wie stark man GCR anwendet). Alle Zahlen im Bereich von 0-1. In der Theorie kann man das zu 100% machen (E=1), in der Praxis führt das zu unschönen Abrissen und Farbverschiebungen, so dass man es immer mit Werten deutlich unter 1 macht.

UCR (under color removement) ist 'was anderes. Da der Mensch Buntfarben ohnehin nicht gut erkennen kann, wenns dunkel wird, brauch man in den dunklen Farben auch nicht so viel (teure) Buntfarben aufs Papier zu kleckern. Also lässt man z.B. bei einem Farbverlauf von (hell-) Bunt ins Schwarz hinein die Buntfarben nicht bis 100% mitlaufen, sondern begernezt diese bei z.B. 70%.

GCR und UCR dienen der Verringerung des Farbauftrages auf das Papier (trocknet besser, spart teure Buntfarben) und verbessert die Stabilität des Druckprozesses (weniger Farbschwankungen, bessere Graubalance).
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hilson

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Verfasst Di 10.01.2012 17:46
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qualidat hat geschrieben:
GCR (gray component replacement) heisst, dass bei allen Farben, die aus mehr als zwei Buntfarben bestehen, der Gleichanteil (also der Teil, der sich ohnehin zu Grau mischt) durch "echtes" Grau (aufgerastertes Schwarz) ersetzt wird. Um das zu verstehen gibst einen einfachen Formelsatz:


Gillt das aber nicht auch für UCR oder wird dort nur reines Schwarz untergemsicht?
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qualidat

Dabei seit: 14.09.2006
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Alter: 51
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Verfasst Di 10.01.2012 18:14
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Also ich kann mich auch mal irren, aber UCR (... removement) ist das Reduzieren/Entfernen der nicht benötigten (weil nicht wahrgenommenen) Buntfarben unter dunklen Partien.
Und GCR (... replacement) der Austausch des aus Buntfarben gemischen Schwarz gegen "echtes". Ich lass' mich auch von anderen Ansichten überzeugen, aber bis dahin bleib' ich starrsinnig *Thumbs up!*
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Typo-Dieter

Dabei seit: 05.08.2011
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Verfasst Sa 14.01.2012 14:41
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hilson hat geschrieben:
qualidat hat geschrieben:
GCR (gray component replacement) heisst, dass bei allen Farben, die aus mehr als zwei Buntfarben bestehen, der Gleichanteil (also der Teil, der sich ohnehin zu Grau mischt) durch "echtes" Grau (aufgerastertes Schwarz) ersetzt wird. Um das zu verstehen gibst einen einfachen Formelsatz:


Gillt das aber nicht auch für UCR oder wird dort nur reines Schwarz untergemsicht?


Hallo,

also ich als alter Handarbeiter weiss aus meiner Zeit, dass man in den Anfängen der Unterfarben-Reduktion möglichst kein Schwarz in den hellen Bildbereichen eingebracht hat.
Im Konkreten bedeutete das, dass man das Bild mit den drei Buntfarben erzeugt hat, nur in den dunklen Bildbereichen wurde die Buntfarbe reduziert.
Das hatte auch einen simplen Grund, denn zu der Zeit wurde mit gröberen Rasterweiten gedruckt und eine vierte Rasterwinklung wirkt nun mal störend, die Bilder wirkten immer matschig, irgendwie unscharf mit vier Winklungen in helleren Bildpartien.
Wenn man mit einem 80er Raster gedruck hätte, wäre wohl schon früher versucht worden das Bild über ein langes Schwarz aufzubauen.
Allerdings hat man nach dem Krieg mit einer Art GCR gearbeitet, aber da war alles noch 100% manuell, da wurde die Buntfarbe nur für die farbigen Stellen gebraucht. Der Rest des Bildes wurde über eine S/W-Autotype aufgebaut.
Aber Vorsicht! - die Zeit nach dem Krieg ist kein Maßstab, weil dort noch mit dem Hammer und feinsten Poliermitteln Tonwertkorrekturen gemacht wurden, Mathematik konnte dort gar nicht angewendet werden.
Zusammenfassend kann ich festhalten, dass das UCR nur die dunklen Bildbereiche betrifft, das GCR alle Bereiche.

Und bitte beachten, die Historie ist lang, es gab immer irgendwelche Verbesserungen, welche Neuerungen bzw. Veränderungen gebracht haben.


Zuletzt bearbeitet von Typo-Dieter am Sa 14.01.2012 14:43, insgesamt 1-mal bearbeitet
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gajel

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Verfasst Di 24.01.2012 11:25
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Beim GCR werden sämtliche Unbuntanteile (die gleichen Anteile aller 3 Primärfarben) durch die entsprechende Menge Schwarz ersetzt. Das GCR wirkt dabei auf alle Tertiärfarben sowie die gesamte Grauachse!

Beim UCR hingehen wird nur ein Teil der Unbunanteile (die gleichen Anteile aller 3 Primärfarben) durch Schwarz ersetzt. Das UCR wirkt nur auf die dunklen Bereiche eine Bildes.


Zuletzt bearbeitet von gajel am Di 24.01.2012 11:27, insgesamt 1-mal bearbeitet
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