Dabei seit: 04.12.2011 Ort: - Alter: 17 Geschlecht:
Verfasst So 04.12.2011 18:57 Titel
Bildauflösung
Hallo zusammen,
Ich bin gerade neu hier. Also nicht ganz ich lese oft Themen hier durch.
Nun habe ich mich angemeldet da ich ein paar Fragen habe.
Kurz zu mir. Ich heisse Marc, wohne in der Schweiz und bin in der Ausbildung zum Polygrafen (weiss nicht ob man das in Deutschland auch so nennt)
Nun zu meinen Fragen :
- Was sind Strichbilder (Graustufen?) ?
- Was bestimmt die Rasterhöhe?
- Was passiert wenn ein Bild gerastert wird?
- Hat mir jemand 3 Bilder von zu tiefem Samplingfaktor. (Also einfach 3 Bilder die einen schlechten Samplingfaktor haben)
Alle diese Fragen habe ich gegooglet bin aber auf kein anständiges Resultat gekommen.
Dabei seit: 14.09.2006 Ort: Berlin Alter: 51 Geschlecht:
Verfasst So 04.12.2011 19:48 Titel
Habt ihr das nicht im Unterricht? Diese Fragen sind sowas von grundlegend ... oder ist es eine Hausaufgabe? Hinweis: Es gibt auch (Fach-) Bücher, nicht nur Google ...
Strich-Grafiken sind Grafiken, bei denen nur die Hintergrundfarbe (meist Weiss) und sog. Volltonfarben zum Einsatz kommen. Also keine Abstufungen oder Graduierungen. Der Extremfall ist eine reine Schwarz-Weiss-Grafik, aber es gibt auch Farbstrich, z.B. Wappen oder Logos (aber ohne Verläufe usw.). Graustufen-Bilder sind also keine Strichgrafiken.
Die Definition ist aber fliessend, theoretisch könnte man ja auch sehr viele Volltonfarben nehmen und daraus ein foto-ähnliches Bild erzeugen. Als Faustregel gilt eine "abzählbare Anzahl" von versch. Farben. Beispiele:
Den Begriff "Rasterhöhe" gibt es so (im Deutschen) nicht. Evtl. meinst du die Rasterweite (Feinheit), die wird in den Ländern mit ISO-Maßsystem in Linien pro Zentimeter angegeben. Da z.B. der Offsetdruck keine echten Halbtöne (Nuancen) drucken kann, sondern nur Farbe/keine Farbe, muss man Tonwerte über die unterschiedliche Flächendeckung mittels Raster simulieren. Die Rasterweite gibt an, wieviele Reihen von Rasterpunkten pro Zentimeter vorkommen. Je mehr, desto besser (eigentlich), aber dem sind technische Grenzen gesetzt, z.B. die Oberflächenrauhigkeit und die Saugfähigkeit des Papiers. Als Standard für einfache Drucksachen gilt z.B. 60er Raster (z.B. Magazindruck) oder 80er für "Besseres", z.B. Postkarten oder CD-Cover ...
Wenn ein Bild gerastert wird, werden je Farbkanal (CMYK) die Tonwerte in mehr oder weniger große Rasterpunkte umgesetzt. Aus der normalen Lesentfernung kann das Auge diese Punkte nicht einzeln erkennen und integriert den Eindruck so, als ob dort echte variierende Tonwerte vorhanden wären.
Theoretisch muss für jeden zu druckenden Rasterpunkt wenigstens ein Pixel aus den Bilddaten als Informatinsquelle zur Verfügung stehen. Ist das nicht so, werden mehrere Rasterpunkte aus dem gleichen Bildpixel erzeugt, was dann zu erkennbaren quadratischen Bildstörungen (Artefakten) führt. Um den Prozess sicherer zu gestalten und nicht immer supergenau rechnen zu müssen, arbeitet man in der Paraxis mit einem gewissen "Überangebot", auch Oversampling genannt. Es gibt eine einfache Formel, die erforderliche Bildauflösung zu ermitteln:
A=R*2,54*Q*V
A - Bildauflösung in ppi (pixel per inch)
R - Rasterweite in lin/cm
Q - Qualitätsfaktor, "Hausgröße", 1,5 ... 2
V - Vergrößerungsfaktor
Dabei seit: 04.12.2011 Ort: - Alter: 17 Geschlecht:
Verfasst So 04.12.2011 20:32 Titel
Vielen Dank! Alle Fragen von mir wurden beantwortet und begreiffe es nun so einigermassen.
Zu deiner Frage, war gerade 2 Wochen krank und habe am Donnerstag über Bildauflösung eine Prüfung, also habe ich relativ viel verpasst. Bin nun ein Merkblatt am erstellen.
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