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Thema: MGI zu (persönlich)kritisierend? vom 26.08.2006


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anonymous design
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Dabei seit: 10.08.2006
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Verfasst Do 31.08.2006 07:12
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Zitat:
„Häufig trifft man auf die geringschätzige Meinung, dass Gestaltungsaufgaben eigentlich jeder X-beliebige problemlos lösen könne, wenn er nur mit dem Computer umzugehen wisse.
Mit gleicher Rechtfertigung und aus so genannten Kostengründen werden auch immer öfter Gestaltungsaufgaben an Laien übertragen. Warum die Botschaft dann nicht überzeugt oder gar nicht ankommt, bleibt meist ungeklärt.“


Aus: Visuelles Gestalten mit dem Computer - von Pina Lewandowsky und Francis Zeischegg

Im Unterschied zum oben zitierten bewegen sich in diesem Forum viele unkundige Laien, denen die Gestaltungsaufgaben nicht zugetragen wurden, sondern solche die sich selbst als Gestalter sehen. Laien die nicht wirklich Ahnung haben, vor allem jedoch keinerlei Respekt vorm Gestalter/Designerhandwerk, und meinen das ganze auch hinzukriegen weil sie sich die entsprechende Software organisiert haben.
Setzt man solche Kasper ohne Computer in einen Think-Tank kommt am Ende nichts bei raus.

Wer der Meinung ist im Berufleben würde nicht gesagt „sieht scheiße aus“, oder „find ich zum kotzen“ ist entweder ein kleines Licht in der Branche oder bewegt sich in den niederen Kreisen.
In der Gestalterbranche in der ich mich bewege, und da sind einige etablierte Industriedesigner drunter, spricht man unter Kollegen genau so. Eine sehr bildhafte, emotionale Sprache - denn Gestaltung ist nun mal emotional.

Gert Hildebrand, der Chef-Designer des Mini Mk2 spricht in Interviews gerne davon das der Mk2 ein geileres Ärschchen als der alte hat. Hartmut Esslinger hat einmal gesagt er findet „planned obsolescene“-Design zum kotzen. Colani findet eh alles scheiße was nicht von ihm selbst kommt, und erklärt gerne das manch einem Konzernlenker offenbar jemand ins Gehirn geschissen hat.
Peter Schmidt hat beim Hachez Redesign angestrebt ein sinnliches, ja geradezu sexy Erlebnis beim Auspacken der Produkte zu erzeugen. Und und und.

Design ist Emotion, die Kunst des Gestaltens besteht darin mit geeigneten handwerklichen Mitteln (die es zu beherrschen gilt) Emotionen auszulösen, zu verstärken - dazu muß man Emotionen empfinden und erspüren können. Dementsprechend sind „echte“ Designer sehr emotionale Menschen. Und so kommunizieren sie dann eben auch untereinander. Wer damit nicht klarkommt, der ist einfach kein Designer aus Leidenschaft. Das ist nunmal so, da könnt ihr noch so sehr rumheulen.


Zuletzt bearbeitet von anonymous design am Do 31.08.2006 07:28, insgesamt 1-mal bearbeitet
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zeitgeisty

Dabei seit: 20.02.2002
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 31.08.2006 08:17
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anonymous design hat geschrieben:
Wer der Meinung ist im Berufleben würde nicht gesagt „sieht scheiße aus“, oder „find ich zum kotzen“ ist entweder ein kleines Licht in der Branche oder bewegt sich in den niederen Kreisen.


Genau solcher Schwachsinn ist der Grund, warum viele hier deine Art etwas seltsam finden, anonymous. Deine Kritik ist oft fachlich wertvoll und durchaus angebracht, aber in einem Forum in dem viele verschiedene (stärkere und schwächere) Charaktere und Persönlichkeiten zusammentreffen, muss man IMHO den Ton so wählen, dass er für die meisten passt.
Würde denn etwas Dimplomatie so sehr schaden? Ich glaube, man kann (wenn man es sprachlich einigermaßen drauf hat) harte Kritik auch rüberbringen, ohne dem anderen das Gefühl zu geben, dass er der letzte Dreck ist.

Wenn du nicht so oft etwas verallgemeinern würdest, hättest du wahrscheinlich sogar recht. Ich arbeite in einer ganz normalen Werbeagentur. Komischerweise habe ich hier noch nie gehört, dass ein Layout von mir "scheiße" oder "zum kotzen" sei. Und damit befinde ich mich jetzt in "niederen Kreisen". Hier gibt es andere Wege, soetwas zum Ausdruck zu geben. Ganz normale Umgangsformen also. Wenn ich einen guten Freund frage und mir dann sagt, dass er das Scheiße findet, kann ich damit leben, aber du, anonymous, bist nicht mein Freund und das ist der springende Punkt. Klar bin ich kein Art Director, sondern nur Mediengestalter, aber ich würde mal ein bisschen aufpassen, was du sagst, denn so "kleine Lichter" wie ich sind hier die meisten.
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anonymous design
Gesperrt

Dabei seit: 10.08.2006
Ort: Berlin
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 31.08.2006 08:38
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Wirklich schroffe Kritik wird in erster Linie in Threads geäußert in denen selbsternannte „Designer“ Werke präsentieren die wirklich jegliche Qualität vermissen lassen. Da sag ich dann „wer den dicken markiert, der wird auch so behandelt“

Beispiel 1:

User1:
„Ey isch hab hier mal nen cooles Logo gemacht wollt isch eusch ma zeign. Typo ist noch nicht fettisch aber ist ja auch nur nen erster entwurf der kunde wollte was krasses das richtig burnt und nícht so langweili9g ist wie die meisten logos. so nur mit text unso. mehr so dörti und gebrusht. ich finds gut geworden und wollte mal hörn wie ihr das findet. im endeffekt sind mir aber eh alle meinungen egal weil der kunde es genau so wollte. einschlissliech der ganzen handwerklichen fehler, grausamer farbkombination und einer lesbarkeit die unter abbildungsgrößen von 10m² gleich null ist.“

User2:
*ha ha* - Junge das sieht scheiße aus.“

User1:
„ey alder ich f... deine mutter! Sch hab doch gsagt das der kunde das so haben wollte!!!!!! und deine seite ist auch voll scheisse! hab isch geshat das mich intesiersrt was du von mein DesiGNZZZ hälst - voll scheisse alle hier!!!!!!“

Beispiel 2:

User1:
„Hallo Lächel
Ich arbeite zur Zeit an einem Logo für einen neuen Kunden. Das ist zugleich mein erstes Logo, und ich bin mir nicht sicher ob die Richtung die ich eingeschlagen habe die richtige ist. Wäre nett wenn ihr mal draufguckt.

Ich würde mich auch freuen wenn ihr vielleicht den einen oder anderen Link für mich hättet im Bezug auf Logogestaltung. Ich würd das gerne zukünftig ein bisschen vertiefen, der ein oder andere Buchtipp wäre praktisch Lächel - ja den Link „Bücher“ hier habe ich mir durchgeguckt, aber persönliche Empfehlungen sind halt doch was anderes.“


User2:
„Das Logo das du gepostet hast, das ist eigentlich kein Logo. Es gibt einige Grundregeln der Logogestaltung die man kennen sollte. Es geht dabei z.B. um Dinge wie Charakter, Medienkompatiblität, Skalierbarkeit und Reprokosten. Ein ganz netter Link zum Thema ist: www.designguide.at - da wird das Thema Logodesign übersichtlich erklärt.
Buchempfehlungen wären vor allem die Klassiker „Crashkurs Typo & Layout“ und „visuelles Gestalten mit dem Computer“ der ein oder andere wird da sicher noch nen Tipp für dich haben.

Fleissig üben, dann wird das schon Lächel

User1:
„Danke erstmal. Der Link ist klasse, da ist ja sogar eine Checkliste dabei, und wenn ich danach gehe, dann ist mein Werk tatsächlich kein Logo *Schnief*. Werd mich mal nochmal dransetzen und den nächsten Step dann posten.“
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Mischpult

Dabei seit: 19.11.2003
Ort: Bochum
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 31.08.2006 08:46
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Sowohl Beispiel 1 wie auch Beispiel 2 habe ich hier in letzter Zeit sehr sehr selten gesehen.
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Ashton

Dabei seit: 16.09.2004
Ort: 90265
Alter: 9
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 31.08.2006 08:55
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Das ein guter Designer Emotionen gezielt hervorbringen sollte Vorraussetzung für einen professionellen Designer sein, viele tun das jedoch nur auf einer Ebene z. B. visuell. Ein Designexperte geht jedoch einen Schritt weiter und erreicht jeden Rezipienten, wenn möglich visuell, auditiv, kineästhetisch... weniger olfaktorisch oder gustativ.

Viele vergessen, dass eine Werbekampagne einen Rapport zwischen dem Produkt bzw Dienstleister und Consumer herstellen soll. Da ist es mit einem schicken Design auch nicht getan. Also erstmal Zielgruppenanalyse, Zielgruppenverhalten, Psychologie, Massenverhalten etc. etc. da gehört viel mehr zu als nur die Gestaltungsregeln zu beachten.

Dies tun die meisten Werbeprofis nur selten von Amateuren will ich garnicht erst sprechen. Klar bei Werbung für den Tante Emmaladen neben an braucht man das alles nicht... aber wer halt in der Oberliga mitspielen will, für den ist es mit "sieht toll aus" nicht getan. Hier muss man sich immer wieder fragen "Erreiche ich damit, das optimale Publikum?", "Ist das Ziel erreicht" etc. etc.

Der Designer muss sozusagen auch ein wenig Ahnung von Marketing haben, ob wirklich gut zu sein.
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anonymous design
Gesperrt

Dabei seit: 10.08.2006
Ort: Berlin
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 31.08.2006 09:02
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Ashton hat geschrieben:
Das ein guter Designer Emotionen gezielt hervorbringen sollte Vorraussetzung für einen professionellen Designer sein, viele tun das jedoch nur auf einer Ebene z. B. visuell. Ein Designexperte geht jedoch einen Schritt weiter und erreicht jeden Rezipienten, wenn möglich visuell, auditiv, kineästhetisch... weniger olfaktorisch oder gustativ.

Viele vergessen, dass eine Werbekampagne einen Rapport zwischen dem Produkt bzw Dienstleister und Consumer herstellen soll. Da ist es mit einem schicken Design auch nicht getan. Also erstmal Zielgruppenanalyse, Zielgruppenverhalten, Psychologie, Massenverhalten etc. etc. da gehört viel mehr zu als nur die Gestaltungsregeln zu beachten.

Dies tun die meisten Werbeprofis nur selten von Amateuren will ich garnicht erst sprechen. Klar bei Werbung für den Tante Emmaladen neben an braucht man das alles nicht... aber wer halt in der Oberliga mitspielen will, für den ist es mit "sieht toll aus" nicht getan. Hier muss man sich immer wieder fragen "Erreiche ich damit, das optimale Publikum?", "Ist das Ziel erreicht" etc. etc.

Der Designer muss sozusagen auch ein wenig Ahnung von Marketing haben, ob wirklich gut zu sein.


Richtig.

90% der Leute die sich hier rumtreiben und Designer schimpfen haben noch nie ein Benchmarking gemacht, sind nicht in der Lage ein Moodboard zu erstellen, haben keinen Schimmer von Verkaufspsychologie und „Reason Why“ halten sie für ein Computerspiel aus den 80ern.

Klar, nicht jeder hier ist mit Leib und Seele Designer, nicht jeder hat das Zeug dazu oder das Interesse daran. Dann sollen diese Leute doch aber um Himmels Willen aufhören sich mit Titeln zu schmücken die Ihnen nicht zustehen.

Obwohl man zum Beispiel mir hier immer wieder Arroganz unterstellt, mangelnde Hilfbereitschaft und empathische Defizite nachsagt, kriege ich 2-3 mal die Woche Mails oder ICQ-Messages von Leuten aus dem Forum die sich mit ihren Fragen direkt an mich wenden. Das sind dann Leute die WIRKLICH etwas wissen, lernen und sich entwickeln wollen.


Zuletzt bearbeitet von anonymous design am Do 31.08.2006 09:05, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mischpult

Dabei seit: 19.11.2003
Ort: Bochum
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 31.08.2006 09:13
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Plattform fuer Mediengestalter nicht "Designer" Jungens ... und der kleinste Teil der MGs hier an Board ist wahrscheinlich ausschweifend kreativ taetig in seinem Job.

@Ulmer_Hocker: Haettest Du die entsprechende Ausbildung zum MG Fachrichtung Design gemacht wuerdest Du Dich wahrscheinlich wundern, dass die von Dir angesprochenen Sachen kein Stueck zum Lehrinhalt eines MG gehoeren. *zwinker*
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zeitgeisty

Dabei seit: 20.02.2002
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 31.08.2006 09:14
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anonymous design hat geschrieben:
Obwohl man zum Beispiel mir hier immer wieder Arroganz unterstellt, mangelnde Hilfbereitschaft und empathische Defizite nachsagt, kriege ich 2-3 mal die Woche Mails oder ICQ-Messages von Leuten aus dem Forum die sich mit ihren Fragen direkt an mich wenden. Das sind dann Leute die WIRKLICH etwas wissen, lernen und sich entwickeln wollen.


Also ich kann ja hier nur für mich sprechen...

Arroganz:
Joah, das kommt halt manchmal schon so rüber. * Keine Ahnung... *
mangelnde Hilfsbereitschaft:
Also mal ehrlich: wer das behauptet hat null Ahnung. Es gibt nur wenige hier im Forum, die sich bei Hilfestellungen, guten Tipps und wichtiger Lektüre so viel Mühe geben wie du *Thumbs up!*
empathische Defizite:
Das trifft es ziemlich gut. Ist schon ab und zu mal so bei dir. Menno!

Und der vorherige Post von Dir ist ja auch völlig ok. Da sind wir einer Meinung. Ich finde halt bloß, dass auch schroffe Kritik in einem Rahmen bleiben muss. Wenn es ab jetzt immer so läuft wie in deinen Beispielen - hey, dann habe ich nichts gesagt *bäh*
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