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Thema: Pornoseite (Payment und Jugendschutzbeauftragter) vom 01.08.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Medienberatung und Marketing -> Pornoseite (Payment und Jugendschutzbeauftragter)
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ptical
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Verfasst Di 01.08.2006 15:33
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Pornoseite (Payment und Jugendschutzbeauftragter)

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Hallo. Zuersteinmal möchte ich sagen, dass ich nicht aus der Mediengestalterbranche komme und somit nur lückenhaftes Wissen besitze.
Ich habe folgendes Problem. Ein Bekannter von mir dreht hardcore Pornofilme und verkauft die Lizenzen an "Zwischenhändler" die das ganze weitervermarkten. Die Filme werden überwiegend in Ungarn oder Holland gedreht. Nun möchte er in der Tschechischen Republik seine Arbeit fortführen. Er will jedoch seine Filme übers Internet vermarkten (direkt an Endabnehmer). Nun zur Problematik.
Ich bin für ihn auf der Suche nach einem geeigneten Webdesigner in der Tscheschischen Republik, der das ganze aufbauen und vermarkten soll. Jedoch habe ich das Gefühl dass sich keiner damit so recht auskennt. Ich würde gerne einpaar Grundinformationen mir einholen um die Seriösität und Kompetenz der mir vorliegenden Angebote vergleichen zu können, wobei die Preise erst noch ausgehandelt werden. Also nun zu meiner Skepsis und zu meinen Fragen.
- Mir wird bischen vorgemacht (so meine Vermutung), als ob die Online-Paymentsysteme eine super komplizierte Sache wären. Meine Frage. Ist ein Einbau eines solchen Bezahlsystems (Abrechnung über Kreditkarte und über Telefon) auf einer Webseite schwer und mit Komplikationen verbunden? Wie läuft so ein Abrechnungsverfahren zwischen dem Seitenbetreiber dem Kunden und dem Anbieter des Bezahlsystems ab (hat der Betreiber der Seite hier irgendwelche Aufgaben oder übernimmt der Payment-Anbieter die ganze Angelegenheit"?
- Das nächste Problem ist auch dass die Seite aus der CZ betrieben werden soll. Welcher Anbieter würde eurer Meinung nach in Frage kommen, wenn es um den internationalen-online Geldtransfer geht?
- Eine weitere Frage betrifft den Jugenschutzbereich. Ich habe schon versucht zu erfahren ob eine Pornoseite, die auf einem deutschen Server liegt auch einen Jugendschutzbeauftragten benötigt auch wenn die Seite aus dem Ausland betrieben wird und der Firmensitz des Inhabers auch im Ausland liegt. Leider habe ich keine klaren Antworten bekommen. Wie schon gesagt Firmensitz und die Verwaltung der Seite wird aus der CZ gesteuert. Jedoch sollte der Server wo anders liegen, da die Qualität der Anbieter hier recht schlecht ist.
- Eine andere Frage wäre die Vermarktung. Kann mir jemand einen kurzen Tip für die Vermarktung einer solchen Seite geben. Ich würde mich dann in der Richtung selbständig weiter schlau machen.

Vielen Dank schonmal im Vorraus


Zuletzt bearbeitet von ptical am Di 01.08.2006 15:42, insgesamt 2-mal bearbeitet
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afriend

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Verfasst Do 03.08.2006 04:19
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Hallo,

vorweg, dass ist wirklich nur ein grober Überblick. Das sollte aber
reichen, damit Du eine Richtung finden kannst.


Allgemeines
Für die Vermarktung von "Adult" Produkten gelten die selben Regeln,
wie für jegliche andere Produkte auch. Jedoch gibt es auch Dienste,
die diese Produkte nicht akzeptieren oder nicht mit diesen Verbindung
gebracht werden möchten. (Meist gibt es aber eine Alternative
oder ein spezialisierten Partner)


Aufbau und Vermarktung:
Für den Aufbau und die Vermarktung sucht man einen Berater
(„Business Consultant“) Ein Designer bedient ganz andere Bedürfnisse,
wenn man Geld verdienen möchte, muss man sich jemanden suchen, der
weiß wie man Geld generiert.. Der Berater bringt das richtige Wissen mit,
welches benötigt wird Der Berater besitzt auch die nötigen Kontakte zu allen
Ressourcen oder weiß wie man diese herstellt.(ein Business Consultant kann
deinem Designer auch genau sagen, wie etwas auszusehen hat, damit es
funktioniert:) Natürlich kostet dieser wesentlich mehr, dafür weiß dieser aber
genau was er tut und das rechnet sich auf lange Sicht.


Werte Kette:
Das Verkaufen des Produktes, direkt an Endkunden, wird deinem Bekannten
seine komplette „Werte Kette“ zerstören. Hier ein kleines Bsp. , um das
verständlich zu machen.

„Levis“ hat wie viele andere Firmen(z.B. Libri) in der Anfangszeit des Internet
natürlich auch sofort an mehr Umsatz durch das Internet gedacht. Es wurden
also die Kleidungsstücke direkt auf der Präsenz verkauft. Das hatte natürlich
zufolge, dass die Geschäftskunden, die Zollgebühren Aufschläge etc. zu zahlen
hatten, die gleichen Stücke zu einem höheren Preis verkauft haben als „Levis“.
Der natürlich als Hersteller all diese Kosten nicht hatte und damit günstiger war.
Die Kunden haben also direkt bei „Levis“ bestellt, was natürlich die bestehende
„Werte Kette“ zerstörte. Genau aus diesem Grund, findest du Heute nur noch
verweise auf den in deiner nähe befindlichen Shop, von denen Die Bestellung
aufgenommen wird oder Du direkt kaufen kannst.

Viele Hersteller leiten deine Bestellung eines Produktes z.B direkt an den nächsten
Laden in deiner nähe weiter.

Das ist etwas, was man sich genau überlegen sollte ! Erfolg kommt nicht einfach
nur durch Aktion, sondern durch richtige Aktion


Payment:
Grundsätzlich hängt es davon ab welchen Anbieter/Methode etc. genommen wird,
die Einbindung kann sehr einfach sein, oder auch sehr kompliziert. Das hängt von
dem ab, was dein Bekannter genau vor hat und in welcher Größenordnung sich das ganze
bewegt. Wird ein Anbieter gewählt, der alles abdeckt (Online, Telefon Kreditkarte
Bonus Punkte etc.)oder werden unterschiedliche Dienste akquiriert .
Kosten für Payment/Merchant Dienste sind sehr unterschiedlich, diese sind
entweder Pro Transaktion zu kaufen oder im Volumen(Hinzu kommen Faktoren,
wie Zahlungen aus Unterschiedlichen Ländern etc.). Zu bedenken ist auch, dass in
bestimmten Regionen Kreditkarten völlig normal sind und in anderen überhaupt gar
nicht oder nur sehr schlecht verbreitet etc. Natürlich auch von dem Wissen der Person,
die alles Implementiert.


Payment Dienste: (Eine Liste musst Du dir schon selber ausarbeiten *zwinker* ,
weil das würde den Rahmen und meine Lust sprengen)
- Bank und Kreditkarten Institute bieten Payment Lösungen an.
- Spezielle Payment/Merchant Provider (zB PayPal & Verisign, Google Checkout
(Google Checkout ist zwar noch sehr jung, aber wird sicherlich schnell reifen),

Es gibt unzählige Lösungen auf alles Mögliche zugeschnitten., auch speziell für den
„Adult“ Bereich.

Die Bezahlung wird komplett von dem Dienst abgewickelt und entweder
automatisch Ausbezahlt, an einem festen Datum, oder manuell geholt.


Kurzer Tipp *zwinker*
Das kommt immer genau darauf an, was dein Bekannter den genau vor hat, sollen
Die Videos direkt verkauft werden(Produkt), oder kann man diese Online
anschauen(Service-Produkt) etc. Die Vermarktung von Sex ist extrem einfach,
die Zielgruppe ist sehr Kaufkräftig und auch gewillt zu zahlen. Neue Dienste werden
schnell angenommen und adaptiert. Eine einfach Vermarktung über das Internet mit
einem kleinen Anteil an klassischen Marketing und das wird schon Lächel


Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Recherchen und dem Projekt & mfg
afriend

ps.
Ich hoffe, dass hat dir ein wenig geholfen


Zuletzt bearbeitet von afriend am Do 03.08.2006 12:04, insgesamt 2-mal bearbeitet
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pRiMUS

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Verfasst Do 03.08.2006 06:21
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zum thema online payment kann ich dir nur sagen, das eine gescheite schnittstelle nicht billig ist. das einbinden dieser ist dann zwar weniger das problem, bringt aber auch gewisse komplikationen mit.

was alles bezahlt werden will (zb bei saferpay)
1. kauf der schnittstelle
2. akzeptanzverträge
3. transaktionen

damit kommt man allein fürs payment system bei den karten visa/mc, amex und elv (lastschrift) auf ~5k€.
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ptical
Threadersteller

Dabei seit: 04.02.2006
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Verfasst Do 03.08.2006 12:49
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Erstmal herzlichen Dank für euren Input und eure Zeit afriend und pRiMUS und denjenigen die vielleicht noch nachfolgen werden.

Ich ahne schon, dass dieses Thema ein sehr umfangreiches ist und denke auch, dass sich mein Bekannter an Leute wenden sollte die Erfahrungen im Adultbereich besitzen. Ich bin auf der Suche nach geeigneten Anbietern und werde mich in die Materie vertiefen. Mir war es erstmal wichtig kleine Denkanstösse zu bekommen, grobe Infos und Stichpunkte zu holen. Sicherlich wird der Eintritt in die Internetbranche mit gefahren behaftet sein und kann ihm vieles kaputt machen afriend. Jedoch ist zu erwähnen dass man in der Pornobranche als "Regisseur" *Whaazzzz uppp?* der lediglich Filmlizenzen an Verlage verkauft auch nicht gerade gut entlohnt wird. Die Erstellung eines Pornos angefangen bei der Organisation der Location, der Darsteller bis hin zum fertigen Produkt ist enorm zeit- und arbeitsaufwendig und meiner Meinung nach steht es in keinem Verhältnis zu dem was man bekommt und dem was man aufgibt. Es ist reine Fliessbandarbeit. Ich bin zuversichtlich, dass sein vorhaben Früchte tragen wird, wenn er die richtige Unterstützung erhält.

Ich bedanke mich nochmals für eure Meinung und eure Hilfe bei meiner weiteren Recherche.

Gruss,

Ptical
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benjo

Dabei seit: 06.05.2003
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Verfasst Do 03.08.2006 13:23
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Re: Pornoseite (Payment und Jugendschutzbeauftragter)

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Hi,

erstmal zur Klarheit: Ihr wollt nur über einen Onlineshop die selbstproduzierten Filme verkaufen, nicht an Endkunden, sondern Webmaster? Euer Markt schließt dabei aber auch Deutschland ein?

ptical hat geschrieben:
- Mir wird bischen vorgemacht (so meine Vermutung), als ob die Online-Paymentsysteme eine super komplizierte Sache wären. Meine Frage. Ist ein Einbau eines solchen Bezahlsystems (Abrechnung über Kreditkarte und über Telefon) auf einer Webseite schwer und mit Komplikationen verbunden?


Kommt eben ganz drauf an, was ihr verkaufen wollt. Sind es Kleinbeträge? Oder Beträge >50€? Für alles gibt es passende Anbieter, die unterschiedliche Schnittstellen bereitstellen.

ptical hat geschrieben:
- Das nächste Problem ist auch dass die Seite aus der CZ betrieben werden soll. Welcher Anbieter würde eurer Meinung nach in Frage kommen, wenn es um den internationalen-online Geldtransfer geht?


Siehe oben. Empfehlungen dazu spreche ich dir gerne per PN aus.

ptical hat geschrieben:
- Eine weitere Frage betrifft den Jugenschutzbereich. Ich habe schon versucht zu erfahren ob eine Pornoseite, die auf einem deutschen Server liegt auch einen Jugendschutzbeauftragten benötigt auch wenn die Seite aus dem Ausland betrieben wird und der Firmensitz des Inhabers auch im Ausland liegt. Leider habe ich keine klaren Antworten bekommen. Wie schon gesagt Firmensitz und die Verwaltung der Seite wird aus der CZ gesteuert. Jedoch sollte der Server wo anders liegen, da die Qualität der Anbieter hier recht schlecht ist.


In CZ interessiert der Jugendschutz, wie er in D vorgeschrieben ist (Face2Face), kein Schwein. Vom Server in D würde ich aber generell abraten.

ptical hat geschrieben:
- Eine andere Frage wäre die Vermarktung. Kann mir jemand einen kurzen Tip für die Vermarktung einer solchen Seite geben. Ich würde mich dann in der Richtung selbständig weiter schlau machen.


Kommt auch drauf an: Vermarktung an Endkunden ist deutlich schwieriger als an Wiederverkäufer bzw. Webmaster.
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afriend

Dabei seit: 07.07.2006
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Verfasst Do 03.08.2006 20:57
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ptical hat geschrieben:
. Sicherlich wird der Eintritt in die Internetbranche mit gefahren behaftet sein und kann ihm vieles kaputt machen afriend. Jedoch ist zu erwähnen dass man in der Pornobranche als "Regisseur" *Whaazzzz uppp?* der lediglich Filmlizenzen an Verlage verkauft auch nicht gerade gut entlohnt wird. Die Erstellung eines Pornos angefangen bei der Organisation der Location, der Darsteller bis hin zum fertigen Produkt ist enorm zeit- und arbeitsaufwendig und meiner Meinung nach steht es in keinem Verhältnis zu dem was man bekommt und dem was man aufgibt. Es ist reine Fliessbandarbeit. Ich bin zuversichtlich, dass sein vorhaben Früchte tragen wird, wenn er die richtige Unterstützung erhält.
Ptical


Hallo,

es sollten auf jeden Fall auch noch einmal alle bestehenden Verträge geprüft werden,
nicht das es ein böses Erwachen gibt.

Das die Beträge gering sind, ist klar, bei dem riesigen Markt an Anbietern. Ich möchte
dir das nicht schlecht reden, aber Ihr solltet wirklich ausarbeiten, ob ihr in der Lage seid
eine/n Marke/Namen zu kreieren, damit wirklich mehr Geld fließen kann. Erotik und Sex
sind zwar sehr einfach zu vermarkten, jedoch teilt sich der Markt in sehr viele Anbieter auf
(Natürlich ist kein Markt fest vergeben). Diese Umstrukturierung, sollte man als Möglichkeit
sehen, Veränderung/Verbesserungen zu erzielen und dazu kann/muss auch eine Änderung, des
bestehenden Konzeptes gehören (Ihr sprecht neue/andere Kunden an)

Gerade in dem Marktsegment, kann man zwar ausschließlich über das Internet(Hier sollte
man darauf achten, jemanden zu holen, der auch weiß wie, sonst verursacht es nur Kosten
und bringt kein Mehrwert) arbeiten, jedoch ist es, wie in jedem anderen Markt auch, sehr wichtig
Bindung zu erzeugen. Es gibt keine bessere Werbung als Wenn ein Kunde von der Marke
überzeugt ist und an diese glaubt und es dann einem Bekannten oder Freund erzählt, dass
dieses Produkt wirklich „richtig geil ist“ *zwinker*

Mich würde mal interessieren, was dein Bekannter so macht. Ich würde mir das gerne
mal ansehen. Vielleicht kannst Du mir ja eine Web-Seite schicken(Wo ich dann mal
ein Blick drauf werfen kann) an meine e-Mail( ... )

mfg
afriend


Zuletzt bearbeitet von afriend am Mo 10.03.2008 12:00, insgesamt 1-mal bearbeitet
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benjo

Dabei seit: 06.05.2003
Ort: Hamburg
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 03.08.2006 21:21
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afriend hat geschrieben:
Erotik und Sex
sind zwar sehr einfach zu vermarkten, j[...]



Das sagst du jetzt schon zum 2. mal *ha ha*
Wie kommst du da nur drauf? Auch wenn der Spruch "Sex sells" absolut stimmt, so ist die Vermarktung von Erotik im Internet extrem schwierig und eine absolute Königsdisziplin...
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afriend

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Geschlecht: -
Verfasst Sa 05.08.2006 12:52
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Hallo,

ich würde sagen, dass hängt davon ab, wie man das ganze angeht.
Grundsätzlich würde ich behaupten, dass es oft nur falsch angegangen
wird.

mfg
afriend
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