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Thema: [Studiengebühren] http://www.kein-spiel-mit-bildung.de vom 11.05.2005


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way2hot

Dabei seit: 14.03.2004
Ort: Jüchen-Gierath
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 12.05.2005 12:50
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gloeckle hat geschrieben:
Du übersiehst, dass es in den USA ein gut funktionierendes Stipendiensystem hat. Du wirst dort finanziell viel mehr gefördert als hier. Alleine könnte sich das auch keiner leisten.


Nein, wirklich übersehen tue ich dies nicht, ich habe bisher viel Zeit in den Staaten verbracht, bei meinem High School (Abschluss-)Jahr habe ich die verschiedensten Arten von Stipendien kennengelrnt, das sind dann teilweise auch die bereits angesprochenen Förderungen von (Groß-)Unternehmen oder eben teilweise auch von der Uni ausgehende Förderungsleistungen für begabte Studenten.

Ein entsprechendes System könnte auch hier in Deutschland einiges Abfangen, aber es dahin zu bekommen bringt eine Menge Aufwand mit sich. Und mir scheint, dass auch die allgemeine "Motivation" oder besser Bereitschaft möglicher Förderer um einiges geringer ist.
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Lazy-GoD
Moderator

Dabei seit: 26.11.2001
Ort: -
Alter: 46
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 12.05.2005 13:12
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gloeckle hat geschrieben:
Mich würde interessieren, was die Informationen von mir zu deiner Meinung über Studiengebühren beigetragen haben.
Würde mich freuen, mehr von dir ZUM THEMA zu lesen. Bist du weiterhin dafür oder hat sich etwas geändert?

Ich bin weiterhin dafür. Wie gesagt, ich zahle momentan schon 1200,- EUR pro Semester an einer privaten Akademie - natürlich ist das vom Abschluss her nicht vergleichbar mit einer Uni oder FH, also dem Studium an einer Hochschule.
Aber ich zahle ganz gern für die guten und praxisnahen Inhalte dieses Studiums. Denn mir geht es einfach darum, dass ich in möglichst kurzer Zeit (4 Semester Abendstudium) viel lerne und viel für die Praxis vermittelt bekomme.
Lieber zahle ich was und habe dadurch einen viel höheren Anspruch und Ehrgeiz das Studium durchzuziehen, als dass ich mich Tag für Tag in einen übervollen Vorlesungssaal (Grundstudium) quetsche und alten Säcken beim Vorlesen ihres Skripts zuhöre... oder irgendwelchen Assis, weil der Prof keine Zeit hat.

Das ist für mich das, was sich an unserem Bildungssystem ändern muß - und ich denke, dass man das auch durch Studiengebühren erreichen kann. Natürlich muß zudem noch einiges anderes passieren. Aber da muß man eben ganzheitliches Denken an den Tag legen und sich nicht in Details verzetteln. Mit Studiengebühren allein ist es natürlich nicht getan - aber es bringt den Stein ins Rollen. Davon bin ich überzeugt.


Zuletzt bearbeitet von Lazy-GoD am Do 12.05.2005 13:13, insgesamt 1-mal bearbeitet
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gloeckle

Dabei seit: 14.04.2002
Ort: Tübingen
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 12.05.2005 13:36
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Geht es dir darum, dass man selber das Studium ernster nimmt, wenn man dafür zahlt?

Oder haben wir das Problem mit der Bildung, weil wir leere Kassen haben?

Werden die "übervollen Unilehrsääle" leerer, wenn alle Studenten zahlen?

Profitiere ich als Geisteswissenschaftler von mehr zur Verfügung stehendem Kapital wirklich
so extrem? Bücher kosten nicht die Welt *ha ha*

Ist es nicht Aufgabe des Staates, Bildung zu finanzieren?
Zahle ich das nicht schon mit meinen Steuern?

Wieso alle Kosten dem Bürger aufdrängen und trotzdem noch Steuern zahlen?


Wo siehst Du im Bildungssystem Probleme und meinst, mit dem Gebührenmodell dagegen angehen zu können?
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McMaren

Dabei seit: 06.09.2002
Ort: Düsseldorf
Alter: 36
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 12.05.2005 13:44
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Also ich studiere ja Lingusistik, das ist nicht so überlaufen.
Die Hörsäle sind meistens groß genug und individuelle Betreuung gibt es auch. Wir sind zwar einige, aber man ist definitiv nicht Student Nummer 27851555, sondern eine Person mit Namen etc.

Es geht also auch anders. Und das an einer öffentlichen Uni... Wollte ich nur mal so gesagt haben.
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DooH

Dabei seit: 06.08.2003
Ort: Köln
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 12.05.2005 13:49
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gloeckle hat geschrieben:
Bildung ist ein elementares Recht dür jeden Menschen. Sie ist ein Gut, das jedem Menschen entsprechend seinen Fähigkeiten offen stehen muss. Der Staat, als Gemeinschaft der Bürger, muss Chancengleichheit herstellen. Dazu gehört auch junge Menschen in ihrer Ausbildung zu unterstützen und zu fördern, anstatt ihnen Hindernisse in den Weg zu legen.

BILDUNG FÜR ALLE UND UMSONST!



So schauts aus und nicht anders.

Wenn ich die Langzeitstudenten loswerden möchte, die einfach irgendwas studieren, dann arbeite ich mit Einstellungstest und lasse sie nach der Regelstudienzeit ordentlich bezahlen.

Es gibt weitaus sinnvollere Wege, das Niveau eines Studiums zu erhöhen als Studiengebühren einzuführen.

Sicher würde es auch einige Probleme beseitigen, aber es gibt für jedes Problem eine bessere Alternativlösung, die man als Politiker selbstverständlich nicht betrachtet, weil man in erster Linie nach neuen Wegen sucht die Staatskasse aufzubessern.

Wir zahlen ordentlich Steuern, mit denen wir nicht zuletzt auch die Bildung bezahlen (wie oft höre ich in der Politik: Die Gelder fließen in die Bildung) ...
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Lazy-GoD
Moderator

Dabei seit: 26.11.2001
Ort: -
Alter: 46
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 12.05.2005 14:05
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gloeckle hat geschrieben:
Geht es dir darum, dass man selber das Studium ernster nimmt, wenn man dafür zahlt?

Ich kenne einige Leute (mich selbst eingeschlossen), bei denen das geholfen hätte, ja. Bei mir im Studium gibt es auch trotz der hohen Kosten ein paar Studienabbrecher... das sind dann halt die von dir genannten "Reichen", denen die finanzielle Situtation nichts ausmacht. Vermute ich mal.

gloeckle hat geschrieben:
Oder haben wir das Problem mit der Bildung, weil wir leere Kassen haben?

Wir haben kein Problem mit der "Bildung". Wir haben ein Problem mit den Bildungsinhalten bzw der Art, wie ausgebildet wird.

gloeckle hat geschrieben:
Werden die "übervollen Unilehrsääle" leerer, wenn alle Studenten zahlen?

Zumindest werden sich viele genauer überlegen, ob sie studieren (einfach mal so), oder eine Ausbildung/ Ausbildung über den zweiten Bildungsweg anfangen - was ja nicht zuletzt auch wieder Wirtschaft zugute kommt.

gloeckle hat geschrieben:
Ist es nicht Aufgabe des Staates, Bildung zu finanzieren?
Zahle ich das nicht schon mit meinen Steuern?

Du findest es gut, das Tante Emma an der Aldi-Kasse, die ja auch Steuern zahlt, für dein Studium aufkommt?

gloeckle hat geschrieben:
Wieso alle Kosten dem Bürger aufdrängen und trotzdem noch Steuern zahlen?

Der Bürger != Ein Student

gloeckle hat geschrieben:
Wo siehst Du im Bildungssystem Probleme und meinst, mit dem Gebührenmodell dagegen angehen zu können?

Das habe ich bereits mehrmals geschrieben: Der Inhalt. Ich kann das natürlich nicht allumfassend beurteilen. Ich habe Informatik studiert und jetzt mache ich einen Studiengang zum Kommunikationsmanager (BWL/ Marketing). Aber es ist sicherlich auch nicht meine Aufgabe, was man im Detail verbessern könnte - ich denke, dass sich an allen Ecken und Enden Verbesserungen finden lassen. Auch im Bereich Geisteswissenschaften. Und wenn es darum geht, dass du in der Mensa nix mehr zahlen mußt - wär doch auch schon was. *zwinker*
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bRAIN

Dabei seit: 28.04.2005
Ort: Nürnberg
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 12.05.2005 14:08
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mcbethy hat geschrieben:
Gegen Langzeitstudenten habe ich aber auch was.

Ich nicht *hehe*
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gloeckle

Dabei seit: 14.04.2002
Ort: Tübingen
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 12.05.2005 14:26
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Zitat:
Du findest es gut, das Tante Emma an der Aldi-Kasse, die ja auch Steuern zahlt, für dein Studium aufkommt?


Ja. Schließlich profitiert sie auch von gut ausgebildeten Akademikern, ohne die in Deutschland sicher kein so hohes Lebensniveau herrschen würde.

Wir haben kaum verwertbare Rohstoffe - unser Gut liegt (wie so oft propagiert) in der Bildung der Menschen.

Ein Azubi bekommt wärend seiner Ausbildung bereits eine Vergütung (und verdient in den Jahren, die der Student für seinen Abschluss braucht einen Haufen Kohle. Dieser Vorsprung wird später auch nicht unbedingt von den Akademikern aufgeholt.)

Der Student soll noch dafür zahlen?
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