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Thema: [Studiengebühren] http://www.kein-spiel-mit-bildung.de vom 11.05.2005


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Bonestruca

Dabei seit: 24.06.2002
Ort: S // KÜN
Alter: 30
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 11.05.2005 16:32
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wenn das neue geld den unis zugute kommt, einwandfrei, hab ich nix dagegen. wenn nicht isses ne schweinerei. weiß mans im vorraus ? nein.
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Lazy-GoD
Moderator

Dabei seit: 26.11.2001
Ort: -
Alter: 46
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 11.05.2005 22:38
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Vielleicht gäb's dann auch weniger Kurzzeitstudenten - fänd ich auch nicht schlecht.

Im Endeffekt geht es mir persönlich bei der Idee darum, dass man dem Studium an sich wieder etwas mehr Qualität in Deutschland gibt. Ich möchte ja gar nicht anfechten, dass ein Studierter heutzutage nix mehr wert ist - im Gegenteil - ich habe Respekt vor jedem, der das durchzieht, aber so bisschen anrüchig ist das ganze doch schon geworden, findest du nicht, VENTURA?

Und wenn eben nicht mehr jeder (Achtung, bewußte Übertreibung) zweite sagt 'Bevor ich gar nix mache, habe ich mich mal für Germanistik und Philosophie eingeschrieben', gäbe es vielleicht für einen, der aufgrund des "großen Andrangs" an Universitäten und Fachhochschulen nicht die Chance bekommen hat, zu studieren, die Möglichkeit, auch einen Platz zu ergattern. Ob der dann daraus was besseres macht, kann dir keiner der Wahrheit entsprechend beantworten.

Und zum Thema: Hohe Gebühren - kann sich ja keiner leisten. Und Darlehen geht ja mal gar nicht... Also ich zahle für ein Semester momentan 1200,- EUR - ich kann mir das auch nicht so richtig leisten... habe halt darauf hingespart und lebe momentan das klassische Studentenleben - von der Hand in den Mund. Das ist so die klassische deutsche Mentalität: Oh, das kostet Geld - Kredit aufnehmen ist in unserer Gesellschaft nicht drin.... tja. Das war's dann meistens. Dass das eine ganz gute Investition ist, vergessen die meisten - woher sollen sie das auch wissen? Hat ja bisher kaum einer vorgemacht.
Als ich an einer FH studiert habe, ging es mir finanziell deutlich besser als jetzt... aber ich bereue es trotzdem nicht. Weil die Inhalte, die ich an der Privat-Akademie vermittelt bekomme, sind tausendmal aktueller, interessanter, praxisnaher usw. als alles, was ich je in den 4 Semestern an der FH gehört habe. Und die Dozenten/ Profs sind nicht verstaubt und grauhaarig und lesen Skripte von 1970 vor.

Und ja, ich sehe das Thema von meiner privaten Seite aus und mit meiner persönlichen Meinung - wieso auch nicht? Sind wir nicht mittlerweile da angelangt, wo jeder am besten selber schaut, wo er bleibt? Ich denke schon.
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way2hot

Dabei seit: 14.03.2004
Ort: Jüchen-Gierath
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 11.05.2005 22:57
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Lazy-GoD hat geschrieben:
Vielleicht gäb's dann auch weniger Kurzzeitstudenten - fänd ich auch nicht schlecht.

Im Endeffekt geht es mir persönlich bei der Idee darum, dass man dem Studium an sich wieder etwas mehr Qualität in Deutschland gibt. Ich möchte ja gar nicht anfechten, dass ein Studierter heutzutage nix mehr wert ist - im Gegenteil - ich habe Respekt vor jedem, der das durchzieht, aber so bisschen anrüchig ist das ganze doch schon geworden, findest du nicht, VENTURA?

Und wenn eben nicht mehr jeder (Achtung, bewußte Übertreibung) zweite sagt 'Bevor ich gar nix mache, habe ich mich mal für Germanistik und Philosophie eingeschrieben', gäbe es vielleicht für einen, der aufgrund des "großen Andrangs" an Universitäten und Fachhochschulen nicht die Chance bekommen hat, zu studieren, die Möglichkeit, auch einen Platz zu ergattern. Ob der dann daraus was besseres macht, kann dir keiner der Wahrheit entsprechend beantworten.

Und zum Thema: Hohe Gebühren - kann sich ja keiner leisten. Und Darlehen geht ja mal gar nicht... Also ich zahle für ein Semester momentan 1200,- EUR - ich kann mir das auch nicht so richtig leisten... habe halt darauf hingespart und lebe momentan das klassische Studentenleben - von der Hand in den Mund. Das ist so die klassische deutsche Mentalität: Oh, das kostet Geld - Kredit aufnehmen ist in unserer Gesellschaft nicht drin.... tja. Das war's dann meistens. Dass das eine ganz gute Investition ist, vergessen die meisten - woher sollen sie das auch wissen? Hat ja bisher kaum einer vorgemacht.
Als ich an einer FH studiert habe, ging es mir finanziell deutlich besser als jetzt... aber ich bereue es trotzdem nicht. Weil die Inhalte, die ich an der Privat-Akademie vermittelt bekomme, sind tausendmal aktueller, interessanter, praxisnaher usw. als alles, was ich je in den 4 Semestern an der FH gehört habe. Und die Dozenten/ Profs sind nicht verstaubt und grauhaarig und lesen Skripte von 1970 vor.

Und ja, ich sehe das Thema von meiner privaten Seite aus und mit meiner persönlichen Meinung - wieso auch nicht? Sind wir nicht mittlerweile da angelangt, wo jeder am besten selber schaut, wo er bleibt? Ich denke schon.


WORD!

Sehe ich genauso, man schaue sich da nur mal das amerikanische System an: Die Studiengebühren sind immens im Vergleich zu Deutschland, wobei da jetzt nich auf Qualität eingehen will, es geht mir erstmal nur um den finanziellen Aspekt. In Deutschland beschwert man sich schon über wenige 100 Euros, welche, sofern wirklich sinnvoll verwendet, zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein dennoch aber Förderung bedeuten. Letztenendes doch auch generell die eigene Förderung.

Das mag jetzt zwar einen gewissen Faktor von Utopie aufweisen, aber nichts anderes ist es doch: Förderung. Wenn also die Idee konsequent und vernünftig realisiert wird, ist das die beste Lösung. Und nebenbei wird die Gemeinde der Studierenden dann wirklich auf die reduziert, welche mit (einer mehr oder minder ausgeprägten, aber dennoch vorhandenen) Ernsthaftigkeit an das Vorhaben Studium herantreten.


Zuletzt bearbeitet von way2hot am Mi 11.05.2005 23:03, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Jess

Dabei seit: 19.01.2004
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Verfasst Mi 11.05.2005 23:00
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@lazy Dein Studiengang in Ehren, aber meinst du, dass sich die Qualität an den Hochschulen ändern wird, wenn Gebühren zu zahlen sind??

Eine private Einrichtung und eine offene Uni kann man nicht vergleichen.

Aber was soll das bringen die Gebühren? Klar, es gibt dann weniger >Ich-studier-mal-einfach-was-Stundenten<, aber eine Qualitätsverbesserung sehe ich da noch lange nicht. Menno!

Leisten die Dozenten dann mehr?? Nein...also warum zahlen? Ist doch alles schon teuer genug.

Ausserdem sei an die Leute aus der Mittelschicht zu denken, die kein Anspruch auf Fördergelder usw. haben, da die Eltern zu viel für einen Anspruch verdienen, aber zu wenig um ohne Kredite oder sonstige Verschuldungen ein Studium finanzieren können. Sicher kann man arbeiten gehen als Student. Aber tut das wirklich Not die Gebühren?!?

Für mich persönlich: NEIN.
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Lazy-GoD
Moderator

Dabei seit: 26.11.2001
Ort: -
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Verfasst Mi 11.05.2005 23:09
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Ich denke, dass sich alle Dinge, die du ansprichst, dann von alleine ändern werden. Wenn es erstmal eine andere Basis gibt.
Die Qualität wird sich steigern müssen - niemand ist bereit, für etwas zu bezahlen, was nichts wert ist. Dafür würde ich dann auch mit auf die Straße gehen.

Und dass es neue Förderprogramme und Stipendien, vielleicht sogar Sponsoring-Programme durch Firmen geben wird, ist auch nur eine Frage der Zeit.

Wieso sollten Firmen nicht ihre Mitarbeiter an einer guten Schule ausbilden lassen und diese dann in einem Werkstudentenprogramm auf die eigenen Bedürfnisse trimmen - das wird momentan schon so gemacht, das wird es auch in Zukunft geben - nur eben vermehrt.

Und ein Darlehen/ Kredit aufnehmen wird vielleicht auch etwas mehr in den Horizont rücken. Wahrscheinlich wird es von Banken und Versicherungen sogar spezielle Darlehensformen mit entsprechender Laufzeit (Studiendauer) und entsprechenden attraktiven Zinssätzen geben... die Finanzwelt wäre doch blöd, wenn sie da nicht bisschen mitverdienen.

Und dass ein gut ausgebildeter Berufseinsteiger innerhalb kurzer Zeit, die Gebühren wieder drin hat - oder eben einige Zeit lang einen geringen Betrag abbezahlt, ist sicherlich auch irgendwann möglich.


Behauptet ja keiner, dass sich mit Einführung der Studiengebühren alles (zum Guten) ändert. Das erwartet ja auch niemand.


Zuletzt bearbeitet von Lazy-GoD am Mi 11.05.2005 23:11, insgesamt 1-mal bearbeitet
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mcbethy

Dabei seit: 02.12.2002
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Verfasst Mi 11.05.2005 23:13
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Dass jeder Hans-Franz studieren kann, liegt ja nicht nur daran, dass bisher keine Studiengebühren gezahlt werden mussten. Das fängt ja schon beim Abitur an, wenn man mal sieht, wer alles seinen Hochschulabschluss hinterher geworfen bekommt. Dann frage ich mich, wieso ein Schulabgänger mit einer schlechten 3 in Deutsch auf den Trichter kommt, auf Lehramt zu studieren. Als Lehrer muss man Deutsch auf jeden Fall können, unabhängig davon, welches Fach er unterrichtet.

Und wie schon mehrere hier erwähnt haben: es ist immer eine Frage, wo die Gelder hinfließen.
Wenn diese wirklich zum Ausbau der Uni etc. pp. verwendet werden, ist es ja gerechtfertigt.
Aber daran glaube ich erst, wenn ich es sehe.
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cri

Dabei seit: 20.02.2004
Ort: Hauptstadt
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Verfasst Do 12.05.2005 08:22
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welches volk an bildung spart, vergräbt sich letztenendes selbst ...
(es werden ja nicht nur gebühren erhoben - es wird auch gestrichen)

... aber zum Kapitalismus würde die ganze Verfahrensweise schon passen * Nee, nee, nee *
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Stillnezz

Dabei seit: 27.03.2003
Ort: -
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 12.05.2005 08:51
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ich sehe kein problem darin die studentenanzahl durch eignungstests zu senken. und wo bleibt überhaupt die wirtschaft? soll die doch mal kohle reinpumpen. schließlich profitiert sie danach davon.

studiengebühren und das ganze kreditsystem erhöhen die bürokratie und nicht das bildungsniveau (ich musste übrigens 6 monate warten bis ich nach antragsstellung das erste mal bafög bekam). schon jetzt ist es ja äußerst undurchsichtig wo die semesterbeiträge landen (hier 172 euro!)

und manche politikerrede über die private finanzierbarkeit von studiengebühren ist wirklich blanker hohn - wenn sich meine mitstudenten teilweise schon nicht mehr das mensaessen leisten können...

man sollte das nicht einfach so hinnehmen.


Zuletzt bearbeitet von Stillnezz am Do 12.05.2005 09:08, insgesamt 1-mal bearbeitet
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