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Thema: mediadesign studium - frustiert :( vom 05.08.2006


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Benutzer 27313
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Verfasst So 06.08.2006 15:42
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KleinSchlaffi hat geschrieben:
Hochschule ohne Diplom für Absolventen. Da hat man denen in Berlin auch schon den Status weggenommen. Bachelor oder Master - Da kannst du auch Teller abwaschen gehen.

Claudii, dann hast du ja noch mal richtig Glück gehabt. Da brauchst du doch gar nicht zu meckern. Was meinst du wie sich deine Nachfolger fühlen. Keine Adäquate Hochschul - Ausbildung, die sich dann noch bei der Industrie bewerben möchten und dann gleich ein Klatsche bekommen, wegen ihrem Bachelor.


Langsam, das ist so nicht ganz richtig. Nach den Bologna-Beschlüssen müssen ALLE Universitäten, Fachhochschulen und andere Hochschulen ihre Abschlüsse bis 2010 auf die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt haben. Ab 2010 wird es keine Diplom-Studiengänge mehr geben. Das ist völlig unumgänglich. Wie man die Umstellung bewerten mag, ist eine andere Sache, adäquat sind die Ausbildungen in etwas trotzdem. Haben wir hier auch schon ausführlich mal diskutiert.

Der Bachelor-Studiengang ist anders aufgebaut als ein Diplom-Studiengang und dauert in der Regel 6 Semester. Daran anschließen kann man dann einen Masterstudiengang mit 4 Semester Dauer. Das alte Diplom hatte meistens 8 Semester, ist also irgendwo in der Mitte anzusiedeln, abhängig vom Studiengang manchmal mit Drift zum Bachelor oder Master. Es ist also keinesfalls so, dass sich jeder später "Master of Arts" oder "Master of Science" nennen darf. Das alte Hochschul-Diplom ist, natürlich immer bei gleichem Studiengang und gleicher Hochschule auf jeden Falle nicht oberhalb, sondern wenn dann eher unterhalb des Masters anzusiedeln. Allerdings gibt es, und dort liegt ein kleiner Fehler des Systems, keine ausreichende Differenzierung zu den privaten "Phantasie-Bachelor"-Studiengängen, aber die gab es bisher auch nicht. Ein Diplom konnte man auch vorher fürs Eierlaufen vergeben.

Alle Studiengänge, die umgestellt werden müssen, werden sehr aufwendig von einer Komission nach festgelegten Kriterien akkreditiert. Damit soll und wird eine größere Vergleichbarkeit geschaffen, die vorher bei den Diplomstudiengängen nicht immer gegeben war. Es ist keinesfalls so, dass dies eine "Klatsche" oder Herabstufung darstellt, sondern eher beweist, dass diese Hochschule sehr früh begriffen hat, was zu tun ist, um noch Fördergelder für die schnelle Umstellung von der EU einzusacken, so sie denn förderungswürdig ist.
 
KleinSchlaffi

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Verfasst So 06.08.2006 15:51
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Haben wir schon 2010 und Frage: Wenn in den anderen Ländern die Leute das Geld nicht haben, um zu studieren – Deutschland hat sich einer Reglung unterworfen, die mittlerweile typisch für Deutschland. Aber egal, denn staatliche Einrichtungen werden jede Minute ausnutzen, um den Absolventen ein Diplom zu überreichen.

Die United States haben sich diesen Bologna-Beschlüssen nicht angeschlossen. Aus welchen Grund, bitteschön?
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27inches

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Verfasst So 06.08.2006 15:52
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schau doch mal in der BTk vorbei,
die freuen sich auf dich und könne was und sind nicht so teuer:

http://www.htk-berlin.de/index.html

*Thumbs up!*


Zuletzt bearbeitet von 27inches am So 06.08.2006 15:52, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Benutzer 27313
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Verfasst So 06.08.2006 16:12
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KleinSchlaffi hat geschrieben:
Haben wir schon 2010 und Frage: Wenn in den anderen Ländern die Leute das Geld nicht haben, um zu studieren – Deutschland hat sich einer Reglung unterworfen, die mittlerweile typisch für Deutschland. Aber egal, denn staatliche Einrichtungen werden jede Minute ausnutzen, um den Absolventen ein Diplom zu überreichen.

Die United States haben sich diesen Bologna-Beschlüssen nicht angeschlossen. Aus welchen Grund, bitteschön?


Darüber kann man sich aufregen solange man will, es ist beschlossene Sache. Die meisten Universitäten haben schon umgestellt oder sind gerade im Begriff umzustellen. Viele sind auch sehr gewillt umzustellen, einige streuben sich noch aus Reaktionismus oder sonstigen Gründen dagegen. Es hilft aber nicht, in allerspätestens 4 Jahren wird es kein Diplom mehr geben. Die Umstellung geht leider nicht von heute auf morgen, das hat weniger damit zu tun, das die Hochschulen nicht umstellen wollen, als an den hohen Auflagen der Kommission.

Die Lehre wird im Zuge der Umstellung auch nicht schlechter. Übrigens ist die Umstellung nicht so weitgreifend, wie sich das viele vorstellen. Ich studiere einen Bachelorstudiengang (und danach wahrscheinlich den Masterstudiengang), der den alten Diplom-Ingenieursstudiengang ablöst. 95% der Fächer in meinem Studiengang sind im Umfang nicht geschrumpft (verlichen mit Klausuranforderungen aus den letzten 10-15 Jahren), sondern nur in eine engere Regelstudienzeit gepackt worden, d.h. man muss einfach 2-3 Klausuren mehr pro Semester schreiben, um in der neuen Regelstudienzeit abzuschließen. Die Klausuranzahl ist gestiegen, die Fächeranzahl auch, man schreibt mehr Klausuren, die meist genauso tief ins Detail gehen. Es entfällt gegenüber dem Diplom ein reguläres Semester, welches durch Straffung der Regelstudienzeit ersetzt worden ist und ein Praxissemester, das durch Projektarbeiten in den Semesterferien ersetzt worden ist.

Warum ist diese Regelung typisch für Deutschland? Ich denke eher diese Regelung ist typisch für die EU. Es wird ein neuer Bildungs-Binnenmarkt geschaffen, deren Grundlage eine größere Vergleichbarkeit der Abschlüsse aufweist und der Forderung nach schnelleren (Bachelor) und höher qualifizierten (Master) Abschlüssen nachkommt.

Übrigens sind in den USA die Anforderungen an einen Absolventen z.T. weitaus geringer und die Abschlüssen unter den Hochschulen wesentlich weniger zu vergleichen, als in Deutschland, dadurch kommt dem Namen der Universität leider eine viel zu hohe Bedeutung zu. Die Abschlüsse in den USA und anderen Ländern sind meist weitaus schneller zu erreichen als Deutschland. Die USA haben sich gegen die Bolgona-Beschlüsse gewehrt, weil sie danach ihr ungerechtes System der Hochschulzugangsberechtigungen umstellen müssten und der Vorschlag dafür auch noch von den europäischen Mitgliedsstaaten kam.


Zuletzt bearbeitet von am So 06.08.2006 16:18, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
bloxpod

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Verfasst Mo 14.08.2006 10:18
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erstmal ein liebes servus aus wien *ha ha*

welchem student geht/ging das nicht auch so, dass das studium frustiert, vor allem in den ersten 2 jahren - mir gings bei meinem studium (mediale kommunikationsgestaltung an der FH Vorarlberg) auf alle fälle genau so, weil man eben in den ersten sagen wir mal grob 20 monaten die absoluten basics beigebracht bekommt ... dafür (und zum glück) ABER halt nicht alles bis ins detail vorgekaut bekommt und genügend spielraum für die eigene kreativität bleibt!

du musst nur wieder den mut zu deiner eigenen kreativität finden, einmal kräftig durchatmen und frisch ans werk und die nächsten monate durchbeissen - wie gesagt, bei mir wars nach den ersten 2 jahren wirklich eine erleichterung - die basics waren abgehakt und die interessanten projektarbeiten und diskussionen liessen die zeit bis zum diplom (nach 8 semestern) hin wie im fluge vergehen!!!

ich kann dir also nur raten, brich das studium nicht übereil ab "nur" weil du derzeit zu frustriert bist.... , auch wenn es teuer sein mag (zum glück hats mich damals noch keine studiengebühren gekostet....) lass dir und der ausbildung noch etwas zeit sich zu entwickeln - wie gesagt, die basics sind etwas trocken und öde, aber muss nun mal sein Menno!

zur beiläufigen diskussion über diplome, akademische titel etc.... muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er das handhabt - meiner meinung nach ist es primär wichtig, vor allem für die kreative branche, eine fundierte ausbildung zu machen, um das "handwerk" auch wirklich zu lernen, denn selbsternannte "designer" gibts viel zu viele, die zwar kreativ tätig sein können und durchaus schöne sachen machen, aber dadurch (ungewollt!!!) gegen wer weiss wieviele gestaltungsrichtlinien verstossen, somit den berufsstand der "gelernten" gestalter untergraben und dazu oft leider auch mal die preise bzw. gehälter drücken (frei nach dem motto - "... du als studierte bist mir viel zu teuer... der metzger von nebenan macht mir das viel günstiger...." (überspitz formuliert!!! muahaha )

fazit: wenns geht durch die ausbildung/studium durchbeissen, sich das wichtigste aus der lehre ziehen... wirklich vieles lernt man dann (oft auch schmerzlich Grins) eh dann früh genug in der agentur bzw. praxis (ich sag nur druckvorstufe & schwierige kunden * Ich geb auf... * ) *bäh* viel motivation & durchhaltevermögen in diesem fall noch für deinen weitern werdegang - nur nicht zu schnell aufgeben!

P.S: ich hab in diesem thread irgendwo gelesen ".... viel gelernt, aber nichts richtig...." so kommt mir das auch bei meinem studium bis heute vor, aber ich sahs nur viel später als grossen vorteil an - denn so wird einem ja schliesslich ein grosser überblick über die gestalterischen richtungen geboten, man sucht sich seinen favorite bzw. den bereich entsprechend seiner grössten begabung und kann sich so spezialisieren bzw. weiterentwickeln, bewahrt aber trotzdem den "überblick" über die anderen richtungen... versteht ihr wie ich das meine ??? *ha ha*
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alphawolf

Dabei seit: 06.03.2006
Ort: Berlin-Schöneberg
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Verfasst Mo 14.08.2006 10:30
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lass mal den kopf nicht hängen...

die akademie hat eigentlich einen guten ruf!
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claudiii
Threadersteller

Dabei seit: 13.06.2006
Ort: Berlin
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 14.08.2006 11:10
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ich danke euch für die aufmunternden worte * Ja, ja, ja... *

im moment hab ich mich glaub ich wieder etwas beruhigt. hab mir ein paar bücher gekauft und versuche jetzt einfach mehr selbst zu lernen, ausserhalb. hab zwar wenig freizeit, die mir dafür bleibt, aber naja, noch zwei jahre, dann bin ich fertig und hab noch viel mehr zeit zum lernen *zwinker*
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