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Thema: Scientology vom 24.06.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Off Topic - Diskussionsrunde -> Scientology
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Astro

Dabei seit: 14.04.2003
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Alter: 41
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Verfasst Mo 26.10.2009 16:29
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ghostface hat geschrieben:

die zeugen jehovas kann man als religiöse gemeinschaft tatsächlich ernst nehmen.

Ich lach mal kurz. Dieser naive Glaube hat wahrscheinlich auch dazu geführt, dass die ZJs hier in Österreich als Religionsgemeinschaft anerkannt wurden. Ein Skandal, meiner Meinung nach.

ghostface hat geschrieben:
was bei scientology nicht der fall ist. wenn das nur ein verein wär, in dem sich "charakterlich schwache" menschen treffen und sich wohl fühlen können, wäre das überhaupt nichts verwerfliches.
das schlimme an scientology ist, wie die menschen psychisch niedergemacht und in die abhängigkeit von der gruppe getrieben werden. dazu kommt noch dass du ihnen praktisch dein gesamtes vermögen überlassen und immer mehr kohle ranschaffen musst.

wenn dieser faktor bei scientology nicht wäre, würde ich scientology sogar trotz ihrem science-fiction glauben als religiöse gemeinschaft akzeptieren, wenn sie ihren mitgliedern keinen schaden zufügen würden.

Nichts anderes tun die Zeugen. Menschen werden systematisch indoktriniert und psychisch, wie sozial, unter Druck gesetzt. Dazu die wirtschaftliche Abhängigkeit. Wer die Gemeinschaft verlassen will, wird systematisch psychischem Terror ausgesetzt und sozial isoliert. Die Zeugen müssen einen Großteil ihres Besitzes abgeben. Wohin das fließt? Weiß keiner so genau. Also nichts anderes als andere Sekten, wie Scientology. Eine reine Geldmaschine. Die Idee dahinter ist immer gleich: Wie kann ich mental schwächere Menschen zu Geld machen?



ghostface hat geschrieben:
Ashton hat geschrieben:
Religion ist eh nur Zeitverschwendung. Keine Angst vor dem zu haben, was wir ohnehin nicht wissen können, beruhigt.


das würde ich nicht sagen, egal ob man selber gläubig ist oder nicht.
allein dass sie vielen menschen halt und hoffnung gibt, macht sie meiner meinung nach sinnvoll. und die meisten menschen brauchen das anscheinend, etwas woran sie glauben können und worin sie einen tieferen sinn sehn. und die gesellschaftliche ordnung profitiert meistens auch davon wenn ein großteil der menschen den moralischen werten der religion folgt. so haben auch die nichtreligiösen menschen was davon.
naja, ausser in den paar fehlgeleiteten strengislamischen ländern, aber das ist dann schon wieder ein andres thema.

Ein Mensch, der in sich stabil ist, benötigt keine Religion. Religion resultiert immer aus einer Labilität und Angst vor dem Unbekannten. Religion kann daraus auch Hass generieren. Darum ist Religion so gefährlich.
Religion hat mit Moral nichts zu tun. Sogar eher weniger. Ein Atheist wird immer aus Überzeugung moralisch handeln. Der Gläubige handelt aus Angst vor Bestrafung durch seinen Gott moralisch. Ganz unabhängig von seinem Empfinden. Wem möchte man mehr vertrauen?
Es gibt auch fehlgeleitete strengchristliche Länder. Siehe die USA unter Bush.


Zuletzt bearbeitet von Astro am Mo 26.10.2009 16:30, insgesamt 1-mal bearbeitet
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l'Audiophile

Dabei seit: 16.09.2004
Ort: Berlin
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 26.10.2009 16:32
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Dennoch …

Ashton hat geschrieben:
Religion ist eh nur Zeitverschwendung. Keine Angst vor dem zu haben, was wir ohnehin nicht wissen können, beruhigt.


… unterschreib’ ich das.
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lexk

Dabei seit: 11.11.2007
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Alter: 27
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Verfasst Mo 26.10.2009 16:36
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Astro hat geschrieben:
Ein Mensch, der in sich stabil ist, benötigt keine Religion. Religion resultiert immer aus einer Labilität und Angst vor dem Unbekannten. Religion kann daraus auch Hass generieren. Darum ist Religion so gefährlich.
Religion hat mit Moral nichts zu tun. Sogar eher weniger. Ein Atheist wird immer aus Überzeugung moralisch handeln. Der Gläubige handelt aus Angst vor Bestrafung durch seinen Gott moralisch. Ganz unabhängig von seinem Empfinden. Wem möchte man mehr vertrauen?
Es gibt auch fehlgeleitete strengchristliche Länder. Siehe die USA unter Bush.


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l'Audiophile

Dabei seit: 16.09.2004
Ort: Berlin
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 26.10.2009 16:54
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Fakt ist allerdings, das Länder mit hoher Agnostiker/Atheistenquote z.B. weniger in Kriege involviert sind und nicht an Dingen wie extremer Armut oder Überbevölkerung leiden wie theistische Länder. Rattenschwanz. *zwinker*
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Verfasst Mo 26.10.2009 17:01
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Ich stimme meinen direkten Vorpostern (ab Astro, 16:29) ausdrücklich zu.
 
ghostface

Dabei seit: 01.07.2008
Ort: -
Alter: 105
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 26.10.2009 17:18
Titel

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Astro hat geschrieben:
ghostface hat geschrieben:

die zeugen jehovas kann man als religiöse gemeinschaft tatsächlich ernst nehmen.

Ich lach mal kurz. Dieser naive Glaube hat wahrscheinlich auch dazu geführt, dass die ZJs hier in Österreich als Religionsgemeinschaft anerkannt wurden. Ein Skandal, meiner Meinung nach.

ghostface hat geschrieben:
was bei scientology nicht der fall ist. wenn das nur ein verein wär, in dem sich "charakterlich schwache" menschen treffen und sich wohl fühlen können, wäre das überhaupt nichts verwerfliches.
das schlimme an scientology ist, wie die menschen psychisch niedergemacht und in die abhängigkeit von der gruppe getrieben werden. dazu kommt noch dass du ihnen praktisch dein gesamtes vermögen überlassen und immer mehr kohle ranschaffen musst.

wenn dieser faktor bei scientology nicht wäre, würde ich scientology sogar trotz ihrem science-fiction glauben als religiöse gemeinschaft akzeptieren, wenn sie ihren mitgliedern keinen schaden zufügen würden.

Nichts anderes tun die Zeugen. Menschen werden systematisch indoktriniert und psychisch, wie sozial, unter Druck gesetzt. Dazu die wirtschaftliche Abhängigkeit. Wer die Gemeinschaft verlassen will, wird systematisch psychischem Terror ausgesetzt und sozial isoliert. Die Zeugen müssen einen Großteil ihres Besitzes abgeben. Wohin das fließt? Weiß keiner so genau. Also nichts anderes als andere Sekten, wie Scientology. Eine reine Geldmaschine. Die Idee dahinter ist immer gleich: Wie kann ich mental schwächere Menschen zu Geld machen?





hmm, da kann ich jetzt nicht widersprechen weil ich von den zeugen jehovas nie mitbekommen habe, dass das bei denen ähnlich krass abläuft wie bei scientology.
die haben ja auch nicht so eine organisierte struktur mit leistungsplänen für die mitglieder, wieviel geld sie in welchem zeitraum beschaffen müssen, um im "glauben" aufzusteigen oder um irgendein nächstes level zu erreichen, die religion steht trotz allem doch immer im vordergrund.




Astro hat geschrieben:
ghostface hat geschrieben:
Ashton hat geschrieben:
Religion ist eh nur Zeitverschwendung. Keine Angst vor dem zu haben, was wir ohnehin nicht wissen können, beruhigt.


das würde ich nicht sagen, egal ob man selber gläubig ist oder nicht.
allein dass sie vielen menschen halt und hoffnung gibt, macht sie meiner meinung nach sinnvoll. und die meisten menschen brauchen das anscheinend, etwas woran sie glauben können und worin sie einen tieferen sinn sehn. und die gesellschaftliche ordnung profitiert meistens auch davon wenn ein großteil der menschen den moralischen werten der religion folgt. so haben auch die nichtreligiösen menschen was davon.
naja, ausser in den paar fehlgeleiteten strengislamischen ländern, aber das ist dann schon wieder ein andres thema.


Ein Mensch, der in sich stabil ist, benötigt keine Religion. Religion resultiert immer aus einer Labilität und Angst vor dem Unbekannten. Religion kann daraus auch Hass generieren. Darum ist Religion so gefährlich.
Religion hat mit Moral nichts zu tun. Sogar eher weniger. Ein Atheist wird immer aus Überzeugung moralisch handeln. Der Gläubige handelt aus Angst vor Bestrafung durch seinen Gott moralisch. Ganz unabhängig von seinem Empfinden. Wem möchte man mehr vertrauen?
Es gibt auch fehlgeleitete strengchristliche Länder. Siehe die USA unter Bush.



Ich glaube das pauschalisierst du zu sehr. Die meisten Menschen sind eben nicht "in sich stabil", sie haben mit problemen zu kämpfen, haben nicht immer die rosigsten lebensumstände, millionen faktoren die ihnen das leben schwer machen. da kann man nicht einfach sagen "die sind nicht in sich stabil oder labil oder haben angst vor dem unbekannten". manche haben probleme, denken sich was solls, andere zerbrechen daran, das ist rein menschlich.
da ist es nicht falsch etwas zu haben was einem hoffnung und halt gibt, was sollte daran gefährlich sein?

nicht die religion mit ihrer ursprünglichen botschaft ist es, die den hass generiert, es sind immer menschen die das zu ihren gunsten verändern, um ihren mitmenschen ihren willen aufzuzwingen. Sie KANN hass generieren wenn sie instrumentalisiert wird, aber das bedeutet nicht dass die religion schuld daran hat. wenn es die religion nicht gäbe, würde man die leute halt mit irgendeiner andren dämlichen idee aufstacheln * Keine Ahnung... *
die religion ist nicht der auslöser oder der grund, nur das instrument, wodurch sie variabel wird.

was die moral angeht seh ich das auch anders. dass ein atheist von sich aus auf moralische grundwerte kommt und diese sich ihm als richtig erschließen, setzt ein gewisses maß an bildung und intelligenz voraus, da moral und ethische werte immer sehr abstrakt sind. mord ist doof, das wird jeder nachvollziehn können, wenn es etwas komplizierter wird, ist die sache nicht mehr für jeden ohne weiteres greifbar. nicht umsonst beschäftigen sich menschen schon seit jahrtausenden mit solchen fragen.

was die religion macht, nämlich moral vermitteln mit der angst vor bestrafung, ist nicht so schlecht wie es klingt, das erschließt sich auch dem einfachsten geist und jeder kann nachvollziehn was und warum, es bekommt eine feste form und ein bild was man sich darunter vorstellen kann, mit sicherheit der grund dafür, warum religion überhaupt erfunden wurde.

dass diese kernaussagen verändert und missbraucht werden und dass es einige gibt die das ganze falsch auslegen ist unvermeidlich. aber wenn man sich im gegenzug ansieht wieviele menschen ihre religion "vernünftig" ausleben und einen nutzen davon tragen, kann man religion nicht pauschal als "falsch" hinstellen.

und dass die USA unter Bush ein fehlgeleitetes strengchristliches land gewesen sein sollten.. also komm schon, das glaubst du doch selber nicht * Ööhm... ja? *
hätte bush anders regiert und gehandelt wenn er kein streng gläubiger christ wär?




l'Audiophile hat geschrieben:
Fakt ist allerdings, das Länder mit hoher Agnostiker/Atheistenquote z.B. weniger in Kriege involviert sind und nicht an Dingen wie extremer Armut oder Überbevölkerung leiden wie theistische Länder. Rattenschwanz. *zwinker*


agnostiker/atheisten und menschen mit ähnlicher überzeugung kommen aus einer gewissen grundbildung heraus auf solche gedanken, die denken bewusst darüber nach, haben sich meistens damit beschäftigt, insofern haben sie auch eine fundierte meinung und feste vorstellungen davon was ihre moral ausmacht, es sind immer vergleichsweise tiefgründige überlegungen die zu solch einer meinung führen.
ich glaube nicht dass der großteil der menschen dazu in der lage ist * Keine Ahnung... *



nachtrag//

ich bin übrigens KEIN religiöser fanatiker oder so, der auf teufel komm raus seinen glauben verteidigt, nicht dass hier ein falscher eindruck entsteht. *ha ha*
ich finds nur falsch der religion komplett ihren sinn abzusprechen oder sie sogar als gefährlich zu bezeichnen.


Zuletzt bearbeitet von ghostface am Mo 26.10.2009 17:31, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Astro

Dabei seit: 14.04.2003
Ort: auf der Flucht
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 26.10.2009 17:40
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ghostface hat geschrieben:

und dass die USA unter Bush ein fehlgeleitetes strengchristliches land gewesen sein sollten.. also komm schon, das glaubst du doch selber nicht * Ööhm... ja? *
hätte bush anders regiert und gehandelt wenn er kein streng gläubiger christ wär?

Natürlich nicht im Vergleich zum Iran, z.B.. Da der Islam dem Christentum so ungefähr 500 Jahre hinterherhängt, sind die Auswüchse natürlich noch extremer. Das Christentum konnte ja inzwischen recht gut gebändigt werden.
Und ja, natürlich wäre seine Politik eine andere gewesen. Man hat für ihn ja auch die Einsatzberichte mit hübschen Bibelzitaten garniert. Der Mann war Alkoholiker und hat eines Tages neben dem Kater vom letzten Besäufnis die Berufung Gottes in sich gespürt. Wenn ihn das nicht beeinflusst, dann weiß ich auch nicht.
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