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Thema: fire´s kleine Musik-Schaubude vom 13.09.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Off Topic - Diskussionsrunde -> fire´s kleine Musik-Schaubude
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McMaren

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Verfasst Mo 27.09.2004 14:03
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mahzell hat geschrieben:



Moloko - Statues
2003

Zitat:
Das Cover haut um! Eine völlig derangierte Roisin Murphy entsteigt furiengleich in Säuferpose mit zwei Biergläsern in den Händen der Wasserpfütze, in die sie kurz zuvor gefallen zu sein scheint. Die Haare wirr, der Mund zu wütenden Beschimpfungen verkrampft. Fightin' Irish! Zwei Dinge stehen deshalb fest: erstens ist dies jetzt schon das Plattencover des Jahres! Was bitte soll da noch kommen? Und zweitens würde ich diese Frau sofort heiraten!

"Nichts kommt an diese vertrauten Gefühle heran", wenn die Meisterin ihre Stimme zwischen Zuckerpüppchen und Kneipenschlägerschlampe hin- und herbalanciert. Ein Organ, das mindestens so außergewöhnlich ist, wie der Name. Denn nur in dieser Frau steckt die einzige Standesbeamtin, die das ungleiche Paar Poesie und Tanzfläche zu einem sexy-tragischen Brautpaar verheiraten kann.

Dass die Single "Familiar Feeling" auf Platz zehn der UK-Charts eingestiegen ist, wundert deshalb keinen mehr. Dieser Song nimmt mit Leichtigkeit den roten Funk-Faden auf, den "Sing It Back" oder "The Time Is Now" in den Clubs zurückgelassen haben. Im Schatzkästchen "Statues" verbergen sich aber noch weitere Club-Brenner, die es ohne weiteres in die Charts schaffen könnten.

"Forever More" steigert einen magengrubenmassierenden Mörder-Bass in einen groovy Refrain, der ohne Gehirnamputation nicht mehr aus dem Ohrwurmspeicher zu löschen ist. Oder "100%", das mit Bläsern und Latino-Gitarren nur so um sich sprüht und sofortige Hüftzuckungen nach sich zieht. Dazwischen tauchen Stücke wie "Cannot Contain This" mit housig bis minimalelektronischem Fundament auf, die trotzdem nicht in der teils per Orchester mächtig aufgemotzten Songproduktion untergehen.

Es dreht sich aber nicht nur um Tanzen und Spaßgesellschaft, es wird auch das Selbst reflektiert, rebelliert und ruiniert. Es geht um Schmerz, Verlust und Schwäche. Wahrscheinlich kann eine düstere Elegie von so bestürzender Schwermut wie der Titelsong "Statues" nur diese Frauenstimme glaubhaft rüberbringen. Robert Smith'sche Gitarren aus "Seventeen Seconds"-Zeiten tragen hier Roisins zarte Klagen zu Grabe, ein spröder Streicher-Satz und ein ersterbendes Piano tun ihr Übriges. Da kann Profi-Träne "Elsbeth" Gibbons die sieben Sachen packen und bei ihrem Seelenklempner einziehen.

Moloko setzen jedenfalls wieder Maßstäbe in der Clubbeschallung. Was hier auf dem Tisch liegt ist Crème de Pop, mit Cocktailkirsche und Puderzucker oben drauf.
martin mengele


Anspieltipp: familiar feeling | forever more


Ich find Moloko nicht so super, aber die Rezension ist ja mal der Wahnsinn! *Thumbs up!*
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theflu

Dabei seit: 07.08.2003
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 27.09.2004 14:05
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mahzell hat geschrieben:



Moloko - Statues
2003

Zitat:
Das Cover haut um! Eine völlig derangierte Roisin Murphy entsteigt furiengleich in Säuferpose mit zwei Biergläsern in den Händen der Wasserpfütze, in die sie kurz zuvor gefallen zu sein scheint. Die Haare wirr, der Mund zu wütenden Beschimpfungen verkrampft. Fightin' Irish! Zwei Dinge stehen deshalb fest: erstens ist dies jetzt schon das Plattencover des Jahres! Was bitte soll da noch kommen? Und zweitens würde ich diese Frau sofort heiraten!

"Nichts kommt an diese vertrauten Gefühle heran", wenn die Meisterin ihre Stimme zwischen Zuckerpüppchen und Kneipenschlägerschlampe hin- und herbalanciert. Ein Organ, das mindestens so außergewöhnlich ist, wie der Name. Denn nur in dieser Frau steckt die einzige Standesbeamtin, die das ungleiche Paar Poesie und Tanzfläche zu einem sexy-tragischen Brautpaar verheiraten kann.

Dass die Single "Familiar Feeling" auf Platz zehn der UK-Charts eingestiegen ist, wundert deshalb keinen mehr. Dieser Song nimmt mit Leichtigkeit den roten Funk-Faden auf, den "Sing It Back" oder "The Time Is Now" in den Clubs zurückgelassen haben. Im Schatzkästchen "Statues" verbergen sich aber noch weitere Club-Brenner, die es ohne weiteres in die Charts schaffen könnten.

"Forever More" steigert einen magengrubenmassierenden Mörder-Bass in einen groovy Refrain, der ohne Gehirnamputation nicht mehr aus dem Ohrwurmspeicher zu löschen ist. Oder "100%", das mit Bläsern und Latino-Gitarren nur so um sich sprüht und sofortige Hüftzuckungen nach sich zieht. Dazwischen tauchen Stücke wie "Cannot Contain This" mit housig bis minimalelektronischem Fundament auf, die trotzdem nicht in der teils per Orchester mächtig aufgemotzten Songproduktion untergehen.

Es dreht sich aber nicht nur um Tanzen und Spaßgesellschaft, es wird auch das Selbst reflektiert, rebelliert und ruiniert. Es geht um Schmerz, Verlust und Schwäche. Wahrscheinlich kann eine düstere Elegie von so bestürzender Schwermut wie der Titelsong "Statues" nur diese Frauenstimme glaubhaft rüberbringen. Robert Smith'sche Gitarren aus "Seventeen Seconds"-Zeiten tragen hier Roisins zarte Klagen zu Grabe, ein spröder Streicher-Satz und ein ersterbendes Piano tun ihr Übriges. Da kann Profi-Träne "Elsbeth" Gibbons die sieben Sachen packen und bei ihrem Seelenklempner einziehen.

Moloko setzen jedenfalls wieder Maßstäbe in der Clubbeschallung. Was hier auf dem Tisch liegt ist Crème de Pop, mit Cocktailkirsche und Puderzucker oben drauf.
martin mengele


Anspieltipp: familiar feeling | forever more


roisin... *bäh* ...sehr geiles album..vieleistig, für jede stimmungslage
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theflu

Dabei seit: 07.08.2003
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Verfasst Mo 27.09.2004 14:14
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diese stimme...hab ich damals' erste mal auf 'final home' von dj krush gehört...diese stimme...und ihr album ist durchweg sahne....



esthero - breath from another

Zitat:
Das kanadische Duo, das aus der Sängerin Esthero und dem Sound-Tüftler "Doc" besteht, steuert mit diesem Debüt schnurstracks die Herzen jener Musikliebhaber an, die offen für Neues sind. Die beiden zaubern einen sinnlichprickelnden Mix aus TripHop, Latin-Sounds, Orient, Rock, Jazz, Symphonik und Sphärenklängen. Auf diesem Trip sind andere zwar auch, aber kaum eine Band hat das Gespür, diese Vielfalt so harmonisch ineinander zu verweben: berauschend!
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theflu

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Verfasst Mo 27.09.2004 14:39
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dredg - leitmotif

Zitat:
wer Tool, die Deftones und At the drive-in mag, wird auch diese Cd mögen, das hört man überall. Und das sind ja auch nicht unbedingt die schlechtesten Referenzen, denoch sind Dredg weit davon entfernt, nur ein Abziehbild der genannten Bands zu sein. Schon der fast an ein Konzeptalbum erinernde Character von "Leitmotif" ist etwas völlig eigenes. Dredg mischen gekonnt harte Gitarren mit schönen Melodien und teilweise fernöstlichen Stimmungen. Ein wunderbares Album, das viel zu lange von vielen ungehört blieb. Absolute Kaufempfehlung.

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steffiii

Dabei seit: 21.04.2004
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Verfasst Mo 27.09.2004 16:41
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maroon 5 - songs about jane

gerne: rock / pop / alternative




sehr gefühlvoll

Anspieltips: she will be loved, this love, tangled
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Mischpult

Dabei seit: 19.11.2003
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 27.09.2004 17:25
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steffiii hat geschrieben:
maroon 5 - songs about jane

gerne: rock / pop / alternative




sehr gefühlvoll

Anspieltips: she will be loved, this love, tangled


Sehr sehr geile Gitarrenmusik ....eigentlich perfekt wenn man nen Maedel im Arm hat
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a2m

Dabei seit: 13.04.2003
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Alter: 35
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Verfasst Mo 27.09.2004 17:32
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Mischpult hat geschrieben:
steffiii hat geschrieben:
maroon 5 - songs about jane

gerne: rock / pop / alternative




sehr gefühlvoll

Anspieltips: she will be loved, this love, tangled


Sehr sehr geile Gitarrenmusik ....eigentlich perfekt wenn man nen Maedel im Arm hat

Oder nen Kerl *bäh*

Spass beiseite. Sehr geiles Album und aus persönlicher Erfahrung kann ich berichten auch ne sehr sehr gute Liveband.
Die haben richtig erockt auf der Bühne beim SWR3 New Pop Festival (übrigens auch sehr zu empfehlen).
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schwampf

Dabei seit: 31.03.2002
Ort: Bremen
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 27.09.2004 17:33
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Wer diesen Artikel aus der FAZ letztens gelesen hat, der auch hier gepostet wurde, kann nun selber entscheiden das der Artikel MÜLL war.

Ich steh´auf seine Musik!

edit: Genre --> Deutscher Indie Pop oder so...


Zuletzt bearbeitet von schwampf am Mo 27.09.2004 17:36, insgesamt 1-mal bearbeitet
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