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Thema: [Disskusion] Warum wenden sich Menschen in der Not an Gott? vom 15.06.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Off Topic - Diskussionsrunde -> [Disskusion] Warum wenden sich Menschen in der Not an Gott?
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Bunnyflavour
Threadersteller

Dabei seit: 10.03.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 15.06.2006 19:30
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Barett hat geschrieben:
Bunnyflavour hat geschrieben:
Barett hat geschrieben:
Äh, okay. Sowas mach ich nicht. Lächel


Okay... Magst du auch sagen wieso? Allgemein fehlender Glauben an Gott? Oder einfach, weil du das doof und sinnlos findest?


Mh, ich dachte, es geht nur darum, warum das gesagt wird. Grins

Also okay, ich weiß nicht, es ist einfach so, dass ich nicht in dem Sinne an Gott als bestimmende Macht glaube, und somit auch keiner "Person" die Fähigkeit zutraue, Dinge zu ändern - was kommen muss, wird kommen, was wird, wird nicht von einer fiktiven höheren Macht beeinflusst, sondern von Menschen und vor allem Zufällen. Ich denke, so kann man's sagen…

Biste jetzt zufrieden? Grins



btw möchte ich einmal im Vorraus darum bitten, hier keine Grundsatzdiskussionen zu starten.


Das ist super Lächel - So hab ich mir das gewünscht Grins. Zufrieden... Aber ich will noch mehr Meinungen *hehe*

Und Barett hat es schon richtig gesagt: Ich will nu keine Diskussion von wegen, deine Meinung ist falsch deswegen und so... Lächel
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Astro

Dabei seit: 14.04.2003
Ort: auf der Flucht
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 15.06.2006 20:37
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Zitat:
Warum wenden sich Menschen in der Not an Gott?


Aus Verzweiflung, aus seelischem Schmerz. Daraus resultierender Realitätsverlust. Die Hoffnung nach Fürsorge durch eine höhere (elterliche) Macht.
Natürlich alles vergebens, mangels göttlicher Entität.
Kirchen, Sekten und andere Bauernfänger schlagen dann aus der Not dieser Menschen Kapital.
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cleaner
Moderator

Dabei seit: 22.01.2003
Ort: CASSELFORNIA
Alter: 42
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 15.06.2006 20:44
Titel

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plasticangel hat geschrieben:
ich persönlich finde kirche reine geldmacherei. geschaffen um ...


ich glaube, die frage ging eher um mensch und gott. gott ist nicht kirche und da hat er auch sicher keinen bock drauf.
ich glaube sogar, dass gott - wenn´s denn ginge - kotzen würde (wie so viele von uns auch) beim erleben der staubigen
und lebensfremden strukturen, die die meisten kirchengruppen unreflektiert leben.

aber ansonsten finde ich, dass Du mit den ersten sätzen trotzdem einen nerv getroffen hast !
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Liliana

Dabei seit: 24.02.2004
Ort: Hamburg
Alter: 38
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 15.06.2006 21:17
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Verantwortunsabgabe.. oder Hilflosigkeit...
"Ich kann ihm/ihr nicht helfen, aber irgendwer (Gott) muss doch helfen können!" oder "Das hab ich nicht gewollt, machs wieder rückgängig."
Ich bin selber nicht getauft und meine Tochter auch nicht, aber wo sie im Krankenhaus lag hab ich auch "Mach das alles bei der OP gut geht" gedacht. Kein "richtiger" Gottglaube, aber ähnlich gelagert...
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snyda

Dabei seit: 04.02.2005
Ort: Münster
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 15.06.2006 21:46
Titel

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Unsere Wahrnehmung und unser Intellekt sind nicht in der Lage, die großen Fragen der Menschheit zu erklären. Wir sind weit gekommen, aber es fehlt noch einiges.
Viele Menschen wollen die Antworten aber jetzt, und Gott ist doch eine bequeme Erklärung für alles. Da sich noch niemand mit ihm unterhalten konnte, kann man ihm auch alles in den Mund legen.

Außerdem denke ich, dass sich viele Menschen nicht damit abfinden können, dass wir im Universum einfach fast völlig bedeutungslos sind. Genausowenig können sie nicht akzeptieren, dass der Grund für unsere Existenz in dem liegt, was wir Zufall nennen.

So seh ich das.

Ich glaube definitiv nicht an Gott. Ohne Probleme kann ich mir allerdings vorstellen, dass es Dinge "da draußen" gibt, die wir niemals verstehen oder gar wahrnehmen werden können. Vielleicht auch Dinge, die Einfluss auf unser Dasein haben. Aber mit ziemlicher Sicherheit nicht etwas wie ein handelndes Wesen.

Mit "Dinge" meine ich etwas wie Energie, Kräfte und Zusammenhänge. Mit "da draußen" meine ich das Universum, das wir uns erklären können und Bereiche, die man vielleicht "Dimensionen" nennen würde.


Zuletzt bearbeitet von snyda am Do 15.06.2006 21:48, insgesamt 1-mal bearbeitet
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213db

Dabei seit: 20.09.2005
Ort: Nuremberg +/- 30km
Alter: 30
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 15.06.2006 22:06
Titel

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Die Schriften aller Weltreligionen sind inhaltlich bis zu einem gewissen Punkt völlig
konvergent. Nur teilweise verschieden formuliert. Diese konvergenten Inhalte stellen
kein übermenschliches Wissen dar,sondern philosophisch ergründbare Regeln für
ein friedliches Leben miteinander. Im Grunde genommen sind sie die ersten frühzeitlichen
Gesetzesentwürfe in schriftlicher Form. Der divergente Inhalt ist der spezielle Charakter
der verschiedenen Weltreligionen (beruhend auf den verschiedenen Vorstellung der eigenen
Existenz und des Seins). Das stützt die These,dass die Religionen als solche
eigentlich eine von Menschenhand erschaffene Funktion zu erfüllen hat; das Volk
der jeweiligen Religionsväter auf eine strikte und zugleich möglichst weise Art
zu beherrschen und an sich zu binden. (s. begriffsdefinition "religion")

Denksprung. Die Religion beispielsweise in unserer Westlichen Welt, das Christentum,
ist in Form der Kirche sehr instrumentalisiert. Sie soll dem Gläubigen eine Art "Leitfaden"
zur Verfügung stellen,die ihm (die/den Glaubende/n) in guten wie schlechten Zeiten
Halt und Kraft gibt und dem er blind Vertrauen kann. In Zeiten von
höchster Verzweiflung,in der es einem nicht gelingt einen klaren Gedanken zu fassen,ganz
gleich ob man es tatsächlich nicht kann oder man es nur nicht will (beispielsweise aus Angst),
kann man sich Gott,dem transzendenten Oberhaupt des Christentums,anvetrauen und so
neue Hoffnung in einem Selbst schüren,woraus dann bewusst oder unbewusst auch eine
positivere Denke hervorgeht. Diese positive Grundhalten erzielt dann logischerweise auch
die Motivation das Leben beruhigt weiterzuleben - mit dem Glauben an Gott und seiner
allgegenwärtigen "schützenden Hand". Objektiv betrachtet ist das ganze eine "Schöndenkerei"
,die subjektiv gesehen aber durchaus effektiv sein kann.


Anmerkung: Ich stütze diese These auf meiner eigenen Empirie bzgl. des Themas und
auf allgemein anerkannten Quellen.


Zuletzt bearbeitet von 213db am Do 15.06.2006 22:27, insgesamt 3-mal bearbeitet
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AdidasSuperstar

Dabei seit: 07.07.2003
Ort: SLS
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 15.06.2006 22:17
Titel

Antworten mit Zitat Zum Seitenanfang

213db hat geschrieben:
Die Schriften aller Weltreligionen sind inhaltlich bis zu einem gewissen Punkt völlig
konvergent. Nur teilweise verschieden formuliert. Diese konvergenten Inhalte stellen
kein übermenschliches Wissen dar,sondern philosophisch ergründbare Regeln für
ein friedliches Leben miteinander. Im Grunde genommen sind sie die ersten frühzeitlichen
Gesetzesentwürfe in schriftlicher Form. Der divergente Inhalt ist der spezielle Charakter
der verschiedenen Weltreligionen (beruhend auf den verschiedenen Vorstellung der eigenen
Existenz und des Seins). Das stützt die These,dass die Religionen als solche
eigentlich eine von Menschenhand erschaffene Funktion zu erfüllen hat; das Volk
der jeweiligen Religionsväter auf eine strikte und zugleich möglichst weise Art
zu beherrschen und an sich zu binden. (s. begriffsdefinition "religion")

Denksprung. Die Religion beispielsweise in unserer Westlichen Welt, das Christentum,
ist in Form der Kirche sehr instrumentalisiert. Sie soll dem Gläubigen eine Art "Leitfaden"
zur Verfügung stellen,die ihm (die/den Glaubende/n) in guten wie schlechten Zeiten
Halt und Kraft gibt und dem er blind Vertrauen vertrauen kann. In Zeiten von
höchster Verzweiflung,in der es einem nicht gelingt einen klaren Gedanken zu fassen,ganz
gleich ob man es tatsächlich nicht kann oder man es nur nicht will (beispielsweise aus Angst),
kann man sich Gott,dem transzendenten Oberhaupt des Christentums,anvetrauen und so
neue Hoffnung in einem Selbst schüren,woraus dann bewusst oder unbewusst auch eine
positivere Denke hervorgeht. Diese positive Grundhalten erzielt dann logischerweise auch
die Motivation das Leben beruhight weiterzuleben - mit dem Glauben an Gott und seiner
allgegenwärtigen "schützenden Hand". Objektiv betrachtet ist das ganze eine "Schöndenkerei"
,die subjektiv gesehen aber durchaus effektiv sein kann.


Anmerkung: Ich stütze diese These auf meiner eigenen Empirie bzgl. des Themas und
auf allgemein anerkannten Quellen.


*Thumbs up!*
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plasticangel

Dabei seit: 07.03.2006
Ort: köln
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 15.06.2006 22:24
Titel

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cleaner hat geschrieben:
plasticangel hat geschrieben:
ich persönlich finde kirche reine geldmacherei. geschaffen um ...


ich glaube, die frage ging eher um mensch und gott. gott ist nicht kirche und da hat er auch sicher keinen bock drauf.
ich glaube sogar, dass gott - wenn´s denn ginge - kotzen würde (wie so viele von uns auch) beim erleben der staubigen
und lebensfremden strukturen, die die meisten kirchengruppen unreflektiert leben.

aber ansonsten finde ich, dass Du mit den ersten sätzen trotzdem einen nerv getroffen hast !


so paradox es sich auch anhört. gott wurde von menschen gechaffen! - nicht andersrum *zwinker*
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