Dabei seit: 06.12.2006 Ort: Köln Alter: - Geschlecht:
Verfasst Do 29.01.2009 03:20 Titel
Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition an den deutschen Bu
Noch bis zum 17. Februar 2009 (ursprünglich 10.2.; wegen techn. Probleme auf den Bundestagsservern verlängert!) hat jeder Bundesbürger die Möglichkeit, eine Petition für den Bundestag zu unterzeichnen. Gefordert wird das Recht auf ein bedingungsloses Grundeinkommen bis zu einer Höhe von 1.500 € für jeden Bundesbürger, ohne dass eine Gegenleistung eingefordert wird. Auch sämtliche Steuern, Abgaben und Subventionen sollen wegfallen und ausnahmslos durch eine Konsumsteuer ersetzt werden.
Das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) ist momentan die einzige Alternative zum aktuellen System der „Sozialen Marktwirtschaft mit Vollbeschäftigung“. Eine Reihe von sozialen Problemen könnten durch einen Wechsel in unserem Sozial- und Steuersystem gelöst werden. Verknappt formuliert, würde die Forderung nach einem „Recht auf Arbeit“ ersetzt werden durch die Forderung nach einem „Recht auf Einkommen“. Das Grundeinkommen versteht sich als demokratisches Recht für jeden Bürger im 21. Jahrhundert („Wirtschaftliches Menschenrecht“).
Das bedingungslose Grundeinkommen würde den Zwang zur Arbeit aufheben, dem einzelnen Bürger wieder mehr Unabhängigkeit ermöglichen und ihm dadurch auch mehr Verantwortung über sein eigenes Leben in die Hand geben (Initiative statt Lähmung, Verantwortungsbewusstsein statt Opferhaltung). Der Kritik, dass ein Grundeinkommen nicht zu finanzieren sei, muss entgegengehalten werden, dass es rechnerisch und volkswirtschaftlich durchaus umsetzbar ist. Oder wie der Wirtschaftsjournalist Wolf Lotter es formulierte: „Geld ist nicht das Problem. Freiheit ist die schwierige Übung.“
Auf der Veranstaltung „Grundeinkommen ist machbar“, die am 29.01.2009 in Hannover stattfand, rief Susanne Wiest dazu auf, ihre Petition für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens zu unterzeichnen:
http://www.youtube.com/watch?v=4pUJm9SJTaE
Umfassende Informationen zum Grundeinkommen findet man im
http://aktuelles.archiv-grundeinkommen.de/, sowie erstklassig aufbereitet in dem Filmessay Kulturimpuls Grundeinkommen von Daniel Häni und Enno Schmidt, der auf der folgenden Website angehört und heruntergeladen werden kann:
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
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Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es gemacht.
(Hilbert Meyer, Professor für Schulpädagogik, Universität Oldenburg)
Zuletzt bearbeitet von Caldor am Sa 14.02.2009 01:17, insgesamt 2-mal bearbeitet
Dabei seit: 04.04.2002 Ort: Ansbach Alter: 32 Geschlecht:
Verfasst Do 29.01.2009 08:11 Titel
ich bin zwar ein befürworter des bedingungslosen grundeinkommens - allerdings ist jetzt nicht wirklich die richtige zeit dafür... ich denke das thema kann in 20 - 30 jahren wirklich spruchreif werden, wenn der überwiegende teil der industrie- und dienstleistungszweige durch automatismen ersetzt werden können. denn damit wäre sicher gestellt, das auch mit viel weniger arbeitenden menschen die wirtschaftskraft deutschlands erhalten bleibt. bevor dem nicht so ist, würde das experiment wohl in die hose gehen...
Dabei seit: 07.04.2002 Ort: - Alter: 71 Geschlecht:
Verfasst Do 29.01.2009 09:32 Titel
aUDIOfREAK hat geschrieben:
denn damit wäre sicher gestellt, das auch mit viel weniger arbeitenden menschen die wirtschaftskraft deutschlands erhalten bleibt. bevor dem nicht so ist, würde das experiment wohl in die hose gehen...
Das Problem ist ja nicht die Arbeitslosigkeit , sondern vielmehr die Geldlosigkeit. Also die zwanghafte Verbindung von Arbeit und Lohn. Es fehlt daher nicht an Arbeitsplätzen sondern an Einkommensplätzen.
Die ersten Reaktionen in diesem Thread, vielleicht sind es auch nur Reflexe, zeigen aber wieder mal, dass es wohl noch eine Weile dauern wird, bis das Grundeinkommen als Antwort auf die sozialen Zukunftsfragen ernst genommen wird. Das ist leider auch ein intellektuelles Problem, zu begreifen, das der maximierte Wohlstand längst nicht mehr an der Vollbeschäftigung hängt.
Dabei seit: 16.09.2004 Ort: 90024 Alter: 29 Geschlecht:
Verfasst Do 29.01.2009 17:20 Titel
Ich finde die Idee auch gut. Schließlich steht es auch so im Gesetz:
§ 276 BGB - Geld hat man zu haben
Also bitte. Wie lange wollen wir das Gesetz noch brechen?
Im Ernst. Das ist der größte Blödsinn. 1500 Tacken? Joa, dann brauch ich ja nicht mehr arbeiten. Werden sich viele denken. Hmmm... und wer finanziert dann das ganze? Richtig! Der Staat. Und wer ist der Staat? Ja, das sind wir... die Steuerzahler.
Damit diese entrichtet werden können, muss es Leute geben die arbeiten gehen um Konsumgüter zu produzieren. Da aber alle nicht mehr arbeiten gehen, müssen die Hersteller um zu überleben die Preise erhöhen. Demnach sind die 1500 wieder wie 0,- Euro und Leute müssen wieder arbeiten gehen um sich ihr essen leisten zu können.
Oder wir verstaatlichen alles und nennen uns in KRD (Kommunistische Republik Deutschland) um.
Lass ma stecken! Lieber Steuern runter. Das gibt mehr Kaufkraft.
der is gut in dem Zusammenhang
Zuletzt bearbeitet von Ashton am Do 29.01.2009 17:36, insgesamt 4-mal bearbeitet
Dabei seit: 04.04.2002 Ort: Ansbach Alter: 32 Geschlecht:
Verfasst Do 29.01.2009 17:28 Titel
Ashton hat geschrieben:
Ich finde die Idee auch gut. Schließlich steht es auch so im Gesetz:
§ 276 BGB - Geld hat man zu haben
Also bitte. Wie lange wollen wir das Gesetz noch brechen?
Im Ernst. Das ist der größte Blödsinn. 1500 Tacken? Joa, dann brauch ich ja nicht mehr arbeiten. Werden sich viele denken. Hmmm... und wer finanziert dann das ganze? Richtig! Der Staat. Und wer ist der Staat? Ja, das sind wir... die Steuerzahler.
Damit diese entrichtet werden können, muss es Leute geben die arbeiten gehen um Konsumgüter zu produzieren. Da aber alle nicht mehr arbeiten gehen, müssen die Hersteller um zu überleben die Preise erhöhen. Demnach sind die 1500 wieder wie 0,- Euro und Leute müssen wieder arbeiten gehen um sich ihr essen leisten zu können.
Lass ma stecken! Lieber Steuern runter. Das gibt mehr Kaufkraft.
deswegen sag ich - das kann in 20 - 30 jahren spruchreif werden, wenn zum konsumgüter produzieren eben keine menschen mehr gebraucht werden, sondern alles mittels technik lösbar ist. dann braucht's eigentlich nur noch menschen, die diese maschinen (weiter-)entwickeln. wenn die automatisierung in industrie und handel so weiter fortschreitet, wie bislang, wird man sich in jedem falle ein ausweichsystem überlegen müssen, weil es sonst zu viele arbeitslose gibt, die das sozialsystem kollabieren lassen würden.
und 1500 € werden dann an sich auch nicht mehr viel geld sein, weil automatisch durch die umwälzung der steuereinahmen auf die konsumgüter durch die mehrwertsteuer so ziemlich alles teurer werden würde. d.h. 1500 € würden dann wohl ungefähr dem entsprechen, was heute der harz 4 regelsatz ist.
die grundidee dazu ist auf jeden fall gut und mit sicherheit wird sich dieses system irgendwann wirklich umsetzen lassen. aber das wird in jedem fall noch etliche jahre dauern.
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