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Thema: Aktion "Deutschland rauchfrei" vom 27.08.2006


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Zeithase

Dabei seit: 09.05.2005
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Verfasst Do 05.05.2011 09:45
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SL-Design hat geschrieben:
Dazu muss ich erstmal wissen, ob die Lebensmittel "zusammengepanschter Müll" sind?
Klare Regeln, Gesetze und Grenzwerte und gelegentliche Stichproben helfen mir als Verbraucher, das Risiko kleiner zu halten.


Dafür gibt's ja ausreichend privatrechtliche Vereinigungen und Institute.

Zeithase hat geschrieben:
Gut, garantieren ist vielleicht das falsche Wort. Wie gesagt, die Verbraucherschutzgesetzte minimieren mein Risiko. Was soll daran falsch sein?


Das Risiko bleibt generell bestehen. Daran kann kein Gesetz etwas ändern. Allerdings braucht es auch keinerlei "Verbraucherschutz", der diktiert, was gut oder schlecht für Dich ist. So etwas funktioniert aus der Eigenverantwortung heraus, indem mündige Verbraucher selbst entscheiden, sich zusammenschließen, rational bewerten, kommentieren. Dazu würde aber auch gehören, dass der jeweilige Anbieter die volle Haftung (selbst oder durch eine Assekuranz) trägt und nicht die soziale Hängematte im Rücken hat, die ihn auffängt, auch wenn er seinen Laden wegen mangelnder Hygiene schließen muss.
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SL-Design

Dabei seit: 09.11.2005
Ort: 8° 15' 0'' | 50° 4' 60''
Alter: 58
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 05.05.2011 10:14
Titel

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Zeithase hat geschrieben:
Dafür gibt's ja ausreichend privatrechtliche Vereinigungen und Institute.

Deren Handeln muss aber gesetzlich legitimiert werden.
Genauso wie die Konsequenzen für den, der die Regeln missachtet.
Zeithase hat geschrieben:
Allerdings braucht es auch keinerlei "Verbraucherschutz", der diktiert, was gut oder schlecht für Dich ist.

Der Verbraucherschutz bestimmt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen Regeln und Grenzwerte, die mich eben schützen.
Was ist daran bitte falsch?
Zeithase hat geschrieben:
So etwas funktioniert aus der Eigenverantwortung heraus, indem mündige Verbraucher selbst entscheiden, sich zusammenschließen, rational bewerten, kommentieren.

Aha, dann schleppe ich die Lebensmittel erstmal in ein Labor, um zu sehen ob sie schädlich sind oder nicht?
Oder ich hole mir von Selbsthilfegruppen Informationen von Geschädigten, die schon an schlechten Lebensmitteln erkrankt sind?
Ich kann doch als Verbraucher gar nicht beurteilen, welcher Grenzwert z.B. bei Pestiziden o.ä. für mich akzeptabel sind.
Zeithase hat geschrieben:
Dazu würde aber auch gehören, dass der jeweilige Anbieter die volle Haftung (selbst oder durch eine Assekuranz) trägt...

Und diese Haftung muss gesetzlich regelt werden.
Zeithase hat geschrieben:
...und nicht die soziale Hängematte im Rücken hat, die ihn auffängt, auch wenn er seinen Laden wegen mangelnder Hygiene schließen muss.

Welche soziale Hängematte bezahlt einem Gastwirt seinen geschlossenen Laden?
Oder meinst Du die Sozialhilfe, wenn der Gastwirt danach pleite ist?
Das ist doch wieder was ganz anderes.
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EHST
Gesperrt

Dabei seit: 08.08.2006
Ort: Orbg.-Sachsenhausen
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Do 05.05.2011 16:10
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SL-Design hat geschrieben:
EHST hat geschrieben:
Da offenbart sich der überzeugte Sozialist... "zwecks Geldvermehrung"... Na dann.

Ich bin bestimmt kein Sozialist aber ein Gastronom macht sein Lokal nur, um Geld zu verdienen. Wozu auch sonst?
Du schreibst doch selber, dass Firmen Umsatz und Gewinn machen müssen.


Es ging nur um deine Rhetorik.


EHST hat geschrieben:

Was nützen Regeln, wenn es keine Konsequenzen bei Nichteinhaltung gibt?


Wieso sollte es keine Konsequenzen geben? Was ist für dich eine Konsequenz? Eine Konsequenz kann das Wegbleiben von Kundschaft sein. Mal als ganz anschauliches Beispiel.

Zitat:
Demnach müsste ich als Kunde oder Gast in einem Restaurant erstmal die Hygiene- und Sicherheitsstandards prüfen, bevor ich was bestelle?


Wie Du möchtest. Aber wie schon erwähnt wurde, gibt es private Dienstleister, die das für dich prüfen können. Ein Siegel gäbe darüber Aufschluss.
Ansonsten denke ich aber schon, dass Du sehen kannst, ob Du aus dem Laden im Brandfall wieder rauskommst, ob irgendwo Feuerlöscher stehen usw. Verdorbenes Fleisch erkennt man übrigens am Geruch und am Geschmack. *zwinker* Nur keine Scheu, traue deinen Sinnen.


Zitat:
Dadurch dass es aber Gesetze gibt, kann ich als Kunde davon ausgehen, dass sie auch eingehalten werden - eben weil es sonst ernsthafte Konsequenzen für den Gast gibt.


Genau, damit man selbst nicht schauen und beurteilen muss, nimmt man lieber die Gängelung anderer Bürger in Kauf. Das ist doch mal gelebte Unmündigkeit. Leuten, die mehr Freiheit fordern dann aber Egoismus vorwerfen wollen. Immer die gleiche Nummer.

Zitat:
Das nennt sich Verbraucherschutz und hat nichts mit Gängelung oder Sozialismus zu tun.


Verbraucherschutz ist Gängelung und Entmündigung der Bürger. Ich wüsste auch nicht, woher Frau Aigner (aktuell) weiß, was ich als gut oder schlecht empfinde oder was mir bekommt oder nicht bekommt.


EHST hat geschrieben:

Als Verbraucher bzw. Gast fühle ich mich aber wohler, wenn ich weiss, dass es Gesetze gibt, die meine Sicherheit oder einen Hygienestandard garantieren.


Ja, es wird sich um alles gekümmert.

Zitat:
Ohne sie müsste ich - richtig - erstmal das Schlimmste unterstellen.


Kennst Du Erfahrungen?


Zitat:
Es wird dann immer Geschäftsleute geben, die die Verpflichtunegn zwecks Gewinnmaximierung nicht einhalten werden - zu Lasten des Verbrauchers bzw. Kunden.
Gibt es ja jetzt auch, nur eben weniger.


Weniger als wo oder wann? Was ist denn bei dieser Behauptung deine Referenz? Deine Vermutung und deine Fantasie?
Natürlich wird es immer schlechte Unternehmer geben und schlechte Produkte auch. Es wird aber auch immer Kunden geben, die das merken.

Zitat:
Glaubst Du ernsthaft, jeder Unternehmer - egal ob der eine Frittenbude oder einer großen Fabrik - ist immer so sozial kompetent und verantwortungsvoll, dass alles auf freiwiller Basis ablaufen könnte? Träum weiter...


Das glaube ich nicht. Mich geht das aber auch nur als kUnden oder Mitarbeiter etwas an. Es gibt immer gute und schlechte Dinge in der Welt. Damit sollte man sich abfinden.


Zitat:
Wo machst Du eigentlich den Unterschied zw. Regel und Gesetz?


Da gibt es per definition einen Unterschied. Den muss ich nicht machen.


Zitat:

Warum sind Konsumsteuer kein Raub?
Du bist also der Meinung, der Staat sollte ausschliesslich Umsatzsteuer erheben?
Wovon soll dann bitte die Infrastruktur finanziert werden, in der du frei leben und arbeiten willst?
Von freiwilligen Spenden der verantwortungsvollen Unternehmer?


Beim Konsum gibst Du ab. Du wirst nicht enteignet, sondern tust dies in einem gewissen Sinne freiwillig. Zudem sehe ich das moralisch schon besser gestellt. Einem Arbeiter Teile seines hart erarbeiteten Lohns zu stehlen ist wohl unterste Schublade.
Wovon die Infrastruktur bezahlt werden soll? Darf die nicht von der Mehrwertsteuer bezahlt werden? Was passiert denn damit?
Für Teile der Infrastruktur gibt es sicher noch andere Modelle/Möglichkeiten, aber das will ich nicht vertiefen.


Zitat:
Trotzdem fühle ich mich nicht in diesem Land nicht meiner Freiheit beraubt und bin für bestimmte Regeln (Gesetze) dankbar, die meinen Schutz und meine Sicherheit garantieren sollen. Übrigens als selbständiger Unternehmer wie als Kunde und Verbraucher.


Das kümmert mich herzlich wenig, denn ich fühle mich nicht nur in meiner Freiheit beraubt, hier wird man faktisch seiner Freiheit beraubt. Da ist das subjektive Empfinden egal.


Zitat:
Halbsozialismus? Hier? Das wäre mir neu.


Kann auch etwas mehr sein.

Zitat:

Definiere doch mal die für dich ideale Staatsstruktur/system.
Da wäre ich neugierig.


Minimalstaat. Staatsaufgaben: Sicherheit und Recht, Infrastruktur verhandelbar. Wo Wettbewerb möglich ist, soll er stattfinden. Zu Recht zählt auch eine ordentliche Rechtsfindung. Das Verurteilen und Bestrafen von Drogenbesitz, - verkauf oder -konsum, das Zeigen von Symbolen und das Äußern von Meinungen oder das Leugnen historischer Tatsachen ist kein Recht. Das ist Willkür. Und genau bei solch Sachen muss der Staat in seine Schranken verwiesen werden. Demokratie ist nicht dafür da, Politik für die Mehrheit zu machen und das Recht entsprechend zu biegen, sondern für den Zweck, die Macht des Staates zu beschränken. Nur, weil wir in einer Demokratie leben, heißt das noch lange nicht, dass wir uns in einem Rechtsstaat befinden.
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bacon

Dabei seit: 24.10.2007
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Verfasst Do 05.05.2011 16:47
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Du kannst Dich auf Deinen komischen Kopf stellen und mit den Beinen wackeln. Noch leben wir - wenigstens auf dem Papier - in einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft, und das wird sich um Gottes willen auch so schnell nicht ändern, damit Bürger vor gefährlichen Wirrköpfen wie Dir geschützt sind.

Ich empfehle Dir auszuwandern und Deinen eigenen Laden in irgend einer Wüste zu gründen, dann kannste Dich von mir aus mit verbotener Symbolik behängen, Gras rauchen, den Holocaust leugnen, Gammelfleich fressen, Steuern nicht zahlen oder was auch immer Du Dir in deinem Wahn so herbeisehnst ... das tut dann niemandem außer Dir weh, und Du gehst keinem mehr auf den Sack.


Zuletzt bearbeitet von bacon am Do 05.05.2011 16:47, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Zeithase

Dabei seit: 09.05.2005
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Verfasst Do 05.05.2011 17:27
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bacon hat geschrieben:
Noch leben wir - wenigstens auf dem Papier - in einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft


Auf dem Papier. Ist der Energieetatismus beispielsweise Marktwirtschaft?

bacon hat geschrieben:
Steuern nicht zahlen


Steuern zahlt man nicht. Aber das lernst Du sicherlich auch noch irgendwann.


Zuletzt bearbeitet von Zeithase am Do 05.05.2011 17:30, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Touny

Dabei seit: 14.07.2005
Ort: Aachen
Alter: 28
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Verfasst Do 05.05.2011 17:28
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bacon hat geschrieben:
...Gras rauchen, den Holocaust leugnen...

Das schert man doch nicht über einen Kamm *zwinker*

Grins
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EHST
Gesperrt

Dabei seit: 08.08.2006
Ort: Orbg.-Sachsenhausen
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Geschlecht: -
Verfasst Do 05.05.2011 17:32
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Weniger Steuern zahlen würde Dir Schmerzen bereiten? Symbole auch? Das Äußern von Meinungen, das Leugnen von Tatsachen, das Konsumverhalten anderer Menschen.. all das bereitet Dir Schmerzen? Und Du nennst mich einen "gefährlichen Wirrkopf"? Und welche Kriterien muss ein "gefährlicher Wirrkopf" denn so mitbringen? Das Unterstützen und/oder Akzeptieren von totalitären Strukturen kann es ja schonmal nicht sein.

Und meinetwegen kann man an das Wort Marktwirtchaft noch so viele verschleiernde Adjektive hängen, die Marktwirtschaft hat davon nur sehr wenig. Nachteile schon mehr.

Ich finde es schon sehr erstaunlich, wenn Menschen, die auf Propaganda reinfallen, einfachste Prinzipien nicht erkennen und trotzdem die Schnauze aufreißen, andere Menschen, die sich einfach mehr Freiheit wünschen, um ihr Leben so zu leben, wie sie es gerne möchten, mit dem Etikett "gefährlicher Wirrkopf" kennzeichnen. 2 Diktaturen, Millionen von Toten auf deutschem Boden (anderswo... Kommunismus -> an die 100 Millionen!) und nichts gelernt. Gute Nacht Deutschland!
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pantonine

Dabei seit: 03.03.2011
Ort: gehen Sie bitte weiter…
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Do 05.05.2011 20:10
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Zitat:
Zitat:
Zitat:
Es steht doch jedem frei, keinen "zusammengepanschten Müll" zu konsumieren, oder??

Dazu muss ich erstmal wissen, ob die Lebensmittel "zusammengepanschter Müll" sind?
Klare Regeln, Gesetze und Grenzwerte und gelegentliche Stichproben helfen mir als Verbraucher, das Risiko kleiner zu halten.

Dafür gibt's ja ausreichend privatrechtliche Vereinigungen und Institute.


Och, das machen die Konzerne heute selbst. No shit, Sherlock.

Zitat:
Deren Handeln muss aber gesetzlich legitimiert werden.

So sei es.
.


Zuletzt bearbeitet von pantonine am Do 05.05.2011 20:10, insgesamt 1-mal bearbeitet
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