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Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi 03.12.2008 09:44 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: Wie vergrault man am besten ... vom 21.01.2008

Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Wie vergrault man am besten ...
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nanu

Dabei seit: 31.03.2006
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 23.01.2008 11:45
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Zitat:
Zum Glück hat der Igel den Job gekriegt.
Aber dazu gleich mehr... Muss erstmal was essen.


hmm dachte da käme noch was

zeithase hat geschrieben:
Zitat:
nanu hat geschrieben:
Man fragt sich hier aber schon, wieso immer wieder von Fachkräftemangel in Deutschland gesprochen wird..warum Firmen nicht direkt ihre Mitarbeiter suchen sondern über diese Zeitarbeitsfirmen.


Es ist ja nun nicht so, dass jedes Unternehmen neuerdings nur Leiharbeiter anschleppt. Aber ich kann Dir da gern ein paar Gruende nennen: Zeitarbeitsfirmen agieren wie Headhunter, besorgen Dir Dein Personal nach Anforderung. Wenn derjenige nichts ist, meldest Du ihn ab. Du musst Dich ebenso wenig mit Bewerbungsverfahren herumaergern oder hast sonstigen Stress.


Ich meine Arbeitnehmer sind immer noch Personen und keine Häuser, wo man das an einem Markler abgeben kann.
Es ist auch unpersönlich von einer Firma zur anderen weitergereicht zu werden. Im Grunde wird hier der Arbeitnehmer wie Ware be- bezw. gehandelt. Das oft auch noch zum Schnäppchenpreis. Beim Schnäppchenpreis im Supermarkt kann man in der Regel nicht reklamieren bzw. umtauschen, hier aber schon. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier keine andere Möglichkeit gibt, die auch volkswirtschaftlich vertretbar wäre. Die Leiharbeitsfirmen zocken ja auch noch ab. Könnte das Geld nicht sinnvoller eingesetzt werden?

Dann sollen doch die AG stattdessen einen weiteren Beitrag an der AfA zahlen womit diese das Personal qualifzieren und auch ihre Kunden . An der Planung des Konzeptes müssten AG und auch Arbeitslose mit eingebunden bzw. angehört werden. Die Öffentlichkeit müsste von den Ideen informiert und ebenfalls angehört werden. Kreativität ist von allen gefragt. Ideen u. Konzepte, egal von welcher Seite sie kommen, sollten belohnt werden. Dann würde sich auch Problem Nr. 2 (s. u.) zumindest ansatzweise lösen.

c_writer hat geschrieben:
Zitat:
Bei solchen prinzipen frage ich mich wirklich ob nicht Steuegelder grundsätzlich sinnvoller eingesetzt werden können u. ob man dieser Strategie der Augenwischerei nicht etwas sinnvolleres auf längerer Sicht, was vollkswirtschaftlich etwas bringt, entgegensetzen könnte.

Und hast Du auch Antworten auf die Fragen?
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designzicke
Threadersteller

Dabei seit: 11.01.2006
Ort: Monaco di Baviera
Alter: 35
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 23.01.2008 12:48
Titel

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nanu hat geschrieben:
Zitat:
Zum Glück hat der Igel den Job gekriegt.
Aber dazu gleich mehr... Muss erstmal was essen.


hmm dachte da käme noch was



Sorry, war 'ne etwas längere Fressorgie... *zwinker* Nee, aber jetzt mal im ernst...


Also, bin gestern dort angekommen und musste wie gewöhnlich erstmal ein Fragebogen ausfüllen...

Später ging ich dann zum Gespräch mit dem Berater in sein Büro. Das Gespräch verlief dann in etwa so:

Herr K.: Frau XY, was kann ich denn für Sie tun? Sie suchen einen Job im Call-Center?

Ich: Nein, eigentlich als Grafikdesignerin.

Herr K.: Aha, wir suchen nämlich derzeit auch Call-Center-Agents mit Spanischkenntnissen.

Ich: Ja, ich hatte mich ja auch aufgrund diesen Vorschlags der AfA bei Ihnen daraufhin beworben.

Herr K.: Der Kunde hatt schon einige Bedenken geäussert bezüglich Ihrer Spanischkenntnisse. Wie gut sprechen Sie denn Ihre Muttersprache.

Ich: Fließend. Jedoch kann ich nicht dafür garantieren einwandfrei Fachgespräche über Architektensoftware führen zu können.

Herr K.: Ok, dann vergessen wir das mal mit dem Call-Center... *zwinker* Ich hätte da eventuell einen Kunden, der einen Grafikdesigner sucht... Werde da mal nachfragen, ob das noch aktuell ist... usw.

Meine Netto-Gehaltsvorstellungen von 1700,- Euro wurden übrigens akzeptiert... Ooops

Fazit: Bin jetzt bei denen registriert, dass ich einen Job als Grafikdesignerin suche und der AfA
kann ich nachweisslich den Wisch zurücksenden dass ich für den Job nicht genommen wurde,
da meine Qualifikationen hierfür nicht ausreichen... muahaha


Zuletzt bearbeitet von designzicke am Mi 23.01.2008 12:51, insgesamt 1-mal bearbeitet
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drosteman79
Gesperrt

Dabei seit: 28.11.2007
Ort: Börlien
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 23.01.2008 13:10
Titel

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designzicke hat geschrieben:
nanu hat geschrieben:
Zitat:
Zum Glück hat der Igel den Job gekriegt.
Aber dazu gleich mehr... Muss erstmal was essen.


hmm dachte da käme noch was



Sorry, war 'ne etwas längere Fressorgie... *zwinker* Nee, aber jetzt mal im ernst...


Also, bin gestern dort angekommen und musste wie gewöhnlich erstmal ein Fragebogen ausfüllen...

Später ging ich dann zum Gespräch mit dem Berater in sein Büro. Das Gespräch verlief dann in etwa so:

Herr K.: Frau XY, was kann ich denn für Sie tun? Sie suchen einen Job im Call-Center?

Ich: Nein, eigentlich als Grafikdesignerin.

Herr K.: Aha, wir suchen nämlich derzeit auch Call-Center-Agents mit Spanischkenntnissen.

Ich: Ja, ich hatte mich ja auch aufgrund diesen Vorschlags der AfA bei Ihnen daraufhin beworben.

Herr K.: Der Kunde hatt schon einige Bedenken geäussert bezüglich Ihrer Spanischkenntnisse. Wie gut sprechen Sie denn Ihre Muttersprache.

Ich: Fließend. Jedoch kann ich nicht dafür garantieren einwandfrei Fachgespräche über Architektensoftware führen zu können.

Herr K.: Ok, dann vergessen wir das mal mit dem Call-Center... *zwinker* Ich hätte da eventuell einen Kunden, der einen Grafikdesigner sucht... Werde da mal nachfragen, ob das noch aktuell ist... usw.

Meine Netto-Gehaltsvorstellungen von 1700,- Euro wurden übrigens akzeptiert... Ooops

Fazit: Bin jetzt bei denen registriert, dass ich einen Job als Grafikdesignerin suche und der AfA
kann ich nachweisslich den Wisch zurücksenden dass ich für den Job nicht genommen wurde,
da meine Qualifikationen hierfür nicht ausreichen... muahaha


Soviel zum Thema "CCs nehmen jeden" *zwinker*

Du kannst dich übrigens bei jeder Zeitarbeitsfirma bewerben - die vermitteln keineswegs nur in "CCs und Co."

Der potentielle Arbeitgeber hat viele Vorteile wenn er sich zunächst über eine Zeitarbeitsfirma holt.


Zuletzt bearbeitet von drosteman79 am Mi 23.01.2008 13:12, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Nefliete

Dabei seit: 05.07.2007
Ort: Eifel
Alter: 29
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 23.01.2008 13:10
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es kann so einfach sein, ist ja alles paletti *Thumbs up!*
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Zeithase

Dabei seit: 09.05.2005
Ort: Arnstadt
Alter: 24
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 23.01.2008 14:18
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nanu hat geschrieben:
Ich meine Arbeitnehmer sind immer noch Personen und keine Häuser, wo man das an einem Markler abgeben kann. Es ist auch unpersönlich von einer Firma zur anderen weitergereicht zu werden.


Was ist daran unpersoenlich? C'est la vie.

nanu hat geschrieben:
Im Grunde wird hier der Arbeitnehmer wie Ware be- bezw. gehandelt.


Nein, wird er nicht. Er hat einen Arbeitsvertrag, verdient Geld und arbeitet dafuer. Meistens auch wie bei einem normalen Angestellenverhaeltnis bei einem Unternehmen fuer laengere Zeit.

nanu hat geschrieben:
Das oft auch noch zum Schnäppchenpreis.


Bitte, nanu. Informiere Dich doch erst einmal, was Zeitarbeitsfirmen wie Randstad ihren Angestellten zahlen. In fast allen Faellen ist das Tariflohn mit etlichen Zulagen! Das ist ueberhaupt kein "Schnaeppchenpreis". Das ist einfach nur ein kindisches, oft propagiertes Vorurteil von Leuten wie Dir.

nanu hat geschrieben:
Die Leiharbeitsfirmen zocken ja auch noch ab.


Warum zocken die ab? Wenn der Angestellte der Zeitarbeitsfirma sagen wie 10 Euro die Stunde verdient, erhaelt die Zeitarbeitsfirma von ihrem Kunden 17 Euro (grobes Beispiel, ich habe die Zahlen nicht genau im Kopf). Was ist daran Abzocke, wenn die ZA-Firma die Lohnnebenkosten traegt und alle Risiken hat? Wenn der Kunde den "Leiharbeiter" abmeldet, ist er trotzdem noch angestellt. Wird der "Leiharbeiter" krank, muss der Kunde nichts bezahlen, das Zeitarbeitsunternehmen aber schon.

nanu hat geschrieben:
Dann sollen doch die AG stattdessen einen weiteren Beitrag an der AfA zahlen womit diese das Personal qualifzieren und auch ihre Kunden.


Auch hier gilt: erst informieren, dann meckern. Ich kenne mindestens 3 große Zeitarbeitsfirmen, die ihre Mitarbeiter schulen und weiterbilden. In vielen Faellen ist es sogar so, dass die einstigen "Leiharbeiter" spaeter eine Festanstellung bekommen.

nanu hat geschrieben:
Die Öffentlichkeit müsste von den Ideen informiert und ebenfalls angehört werden. Kreativität ist von allen gefragt. Ideen u. Konzepte, egal von welcher Seite sie kommen, sollten belohnt werden. Dann würde sich auch Problem Nr. 2 (s. u.) zumindest ansatzweise lösen.


Wo kein Problem ist, braucht's auch keine "oeffentliche" Debatte.
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nanu

Dabei seit: 31.03.2006
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 23.01.2008 16:35
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Ich will es mal abschließend so formulieren.
In der Kritik stehen Zeitarbeitsfirmen nach wie vor.
Die ZAF arbeiten an ihrem Image.
Ich persönlich könnte mich damit nicht so leicht anfreunden. Wenn ein AG schon erst eine Vollkaskoversicherung abschließt - nein ich weiß nicht - meine ja mal was von unternehmerischen Risiko gehört zu haben. Irgendwo liegt da gleich Misstrauen zugrunde.

Außerdem ist der Lohn meisten niedriger als handelsüblich. In großen firmen arbeiten unter Outsourcing teils über ZAF die gleichen Mitarbeiter zu (wesentlich) geringen Lohn wie vorher.

Ist das nun ein Gerücht das ich mal aufgeschnappt habe?
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c_writer
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Mi 23.01.2008 16:37
Titel

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nanu hat geschrieben:

Ich meine Arbeitnehmer sind immer noch Personen und keine Häuser, wo man das an einem Markler abgeben kann.
Es ist auch unpersönlich von einer Firma zur anderen weitergereicht zu werden.


Weder Zeitarbeitsfirmen noch Headhunter 'makeln' Menschen - sondern 'Arbeitskraft'. Mit Zeitarbeit habe ich keine persönlichen Errfahrungen, mit Headhuntern schon. Das ist alles andere als "unpersönlich". Warum sollte ich ein Problem damit haben, meine Leistungen durch eine professionelle, dritte Partei zielgerichtet vermitteln zu lassen? Ich bezahle ja für den Service noch nicht einmal.

Hast Du selbst Erfahrungen mit Zeitarbeitsfirmen oder Headhuntern? Oder gibst Du nur Hörensagen weiter?

Und was das angeht:

Zitat:
Im Grunde wird hier der Arbeitnehmer wie Ware be- bezw. gehandelt.


Nein, aber seine Arbeitskraft.

Und das ist auf dem freien Arbeitsmarkt ohne Personalvermittler, Zeitarbeitsfirmen und Headhunter nicht so? Komm' mal runter von Deiner Wolke - es gibt Angebot, es gibt Nachfrage und wenn ich nachgefragte Kenntnisse, Fähigkeiten usw. bieten kann, handele ich den Preis dafür aus.

Das Problem entsteht da, wo es weniger Nachfrage als Angebot gibt - zum Beispiel mehr Mediengestalter als freie Stellen. Aber das Problem ist völlig unabhängig von Arbeitsvermittlern aller Art ...

c_writer
 
Zeithase

Dabei seit: 09.05.2005
Ort: Arnstadt
Alter: 24
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 23.01.2008 16:42
Titel

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nanu hat geschrieben:
Wenn ein AG schon erst eine Vollkaskoversicherung abschließt - nein ich weiß nicht - meine ja mal was von unternehmerischen Risiko gehört zu haben. Irgendwo liegt da gleich Misstrauen zugrunde.


In welchem genauen Zusammenhang siehst Du Zeitarbeit und Fahrzeuge?

nanu hat geschrieben:
Außerdem ist der Lohn meisten niedriger als handelsüblich. In großen firmen arbeiten unter Outsourcing teils über ZAF die gleichen Mitarbeiter zu (wesentlich) geringen Lohn wie vorher.

Ist das nun ein Gerücht das ich mal aufgeschnappt habe?


Ja. Es gibt ueberall Unternehmen, die weniger bezahlen als "ueblich". Dabei spielt es allerdings keine Rolle, ob es eine Zeitarbeitsfirma ist oder Malermeister Mueller von nebenan.
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