Dabei seit: 04.08.2002 Ort: - Alter: 31 Geschlecht:
Verfasst Do 13.08.2009 14:54 Titel
Wie lege ich eine Provision fest?
Ich habe eine Frage zur Vergütung der Vermittlung von Grafik-Jobs, vielleicht könnt Ihr mir helfen:
ich mache öfter Grafik-Jobs für eine Bekannte, die durch ihre jahrelange Berufspraxis hier in der Stadt über eine Menge Kontakte verfügt. Sie macht also "Kommunikation", aktiviert Ihre Kontakte, akquiriert Kunden, führt die Kundengespräche, macht Korrekturtermine vor Ort, und ich die grafische Arbeit (teilweise bin ich bei den Kundengesprächen auch dabei, d.h. stehe auch im direkten Kontakt zum Kunden).
Schwierigkeit bei der Geschichte: ich rechne an Sie ab, und weiß nicht, zu welchen Stundensätzen Sie meine Kosten weiterberechnet. Das finde ich nicht gut, weil ich dabei im HIntergrund bleibe, mir hier ja aber auch einen Namen machen will, und außerdem im ungünstigsten Fall der Kunde von mir denkt: man ist die Grafikerin teuer, obwohl ich ganz moderate Preise ansetze... Ich würde stattdessen gern direkt an den Kunden abrechnen, und Ihr eine vorher auszuhandelnde Provision zahlen...
Und da entsteht dann die Frage:
Habt ihr diesbezüglich Erfahrungswerte? In welcher Größenordnung spielt sich so ein Provisionsprozentsatz ab?
Oder Literaturtips?
Dabei seit: 18.11.2004 Ort: - Alter: - Geschlecht:
Verfasst Do 13.08.2009 15:01 Titel
Hat dich doch eigentlich überhaupt nicht zu interessieren wieviel sie an einem Projekt verdient?
Du bekommst deinen Stundenlohn/Tagessatz und gut ist
Jeder Freelancer der für eine Agentur Arbeiten übernimmt bleibt im Hintergrund, ist doch völlig
normal. Klar fände man es schön wenn man der Agentur die Kunden alle abnehmen könnte, aber
so läuft es nun mal nicht. Sie zieht Aufträge an Land und beauftragt dich mit der Umsetzung, sei
doch froh darüber ...
Zuletzt bearbeitet von m am Do 13.08.2009 15:07, insgesamt 3-mal bearbeitet
Dabei seit: 17.07.2009 Ort: - Alter: - Geschlecht: -
Verfasst Do 13.08.2009 15:05 Titel
Ich bin auch oftmals in den Kundengesprächen dabei... der Preis wird zumindest ca. beim Kunden festgelegt und ich gebe einen bestimmten Prozentsatz ab an den Verlag dafür das ich den Auftrag erhalten hab.
Wenn der Kunde dann wieder zu mir kommt bekommt der Verlag wieder eine Provision. Ich bekomme zwar etwas weniger für den Job da meine Preise für jeden gleich bleiben. aber ich halte meine Preise für den Kunden und bin nicht überteuert. Außerdem habe ich daraus weitere Vorteile wie Kundengewinnung über den Neukunden wenn er zufrieden ist.
& ich bekommen vom Verlag weiterhin Aufträge.
Liebe Grüße
Fabienne
Ich werde als Grafiker bezahlt... nicht als freelancer...als freelancer stehe ich natürlich im hintergrund (ist wenn man für ein Agentur arbeitet oftmals der fall,,... bei Verlagen nicht immer)
Zuletzt bearbeitet von grafikfanienne am Do 13.08.2009 15:07, insgesamt 1-mal bearbeitet
Dabei seit: 04.08.2002 Ort: - Alter: 31 Geschlecht:
Verfasst Do 13.08.2009 15:14 Titel
m hat geschrieben:
Hat dich doch eigentlich überhaupt nicht zu interessieren wieviel sie an einem Projekt verdient?
Du bekommst deinen Stundenlohn und gut ist
Jeder Freelancer der für eine Agentur Arbeiten übernimmt bleibt im Hintergrund, ist doch völlig
normal. Klar fände man es schön wenn man der Agentur die Kunden alle abnehmen könnte, aber
so läuft es nun mal nicht. Sie zieht Aufträge an Land und beauftragt dich mit der Umsetzung, sei
doch froh darüber ...
Würde ich komplett außen vor bleiben, was die Kommunikation mit dem Kunden angeht, würde ich das auch so sehen. Wenn wir in Kundengesprächen sind, wirken wir allerdings wie ein Unternehmen, und dann wüsste ich auch gern, was wir als dieses Unternehmen kosten, damit eben nicht der Eindruck entsteht, meine Kosten wären y, wenn ich aber x anbiete...
Fabienne hat das im letzten Satz ganz treffend formuliert:
Zitat:
Ich werde als Grafiker bezahlt... nicht als freelancer...als freelancer stehe ich natürlich im hintergrund ...
Ich wünsche mir Transparenz, vielleicht an einer Stelle, an der diese nicht angebracht ist.
Auch ein Grund, nach Zögern dieses Thema hier anzusprechen.
Zuletzt bearbeitet von femaleartist am Do 13.08.2009 15:14, insgesamt 1-mal bearbeitet
Dabei seit: 04.08.2002 Ort: - Alter: 31 Geschlecht:
Verfasst Do 13.08.2009 15:25 Titel
Ja, ich werd auf jeden Fall mit ihr drüber sprechen, wir haben auch ein gutes geschäftliches Verhältnis, so dass wir uns da sicher einigen können. Ich wollte mich vorab nur informieren... Ich denk, mit der Zeit nimmt man solche Geschäftsgebaren auch gelassener hin, aber wenn man das so das erste Mal erlebt, hat man halt das Gefühl, dass es auch anders laufen könnte. Und wie, dass muss man dann halt für sich rausfinden. Ist doch sicher auch für den ein oder anderen hier interessant zu lesen.
Dabei seit: 04.04.2002 Ort: Ansbach Alter: 32 Geschlecht:
Verfasst Do 13.08.2009 15:36 Titel
na dann sprech doch einfach mit deiner kollegin, wenn es dich interessiert, was ihr so kostet... und wenn sie es dir nicht sagen will ist das theoretisch auch ihr gutes recht. sie beauftragt rein rechtlich dich mit der umsetzung - nicht der kunde. und ohne ihre kontakte und akquise würdest du wahrscheinlich auch nicht an die aufträge kommen.
ich arbeite z.b. sehr viel für agenturen und weiss, das die manchmal fast das doppelte an stundensatz weiterberechnen, als ich koste. dafür arbeite ich dann aber eben auch für kunden, die ich als kleiner einzelkämpfer nie bekommen würde. da muss man dann eben entscheiden was einem wichtiger ist - die unabhängigkeit der preisbestimmung gegenüber dem kunden oder entsprechend fair entlohnte aufträge, an denen jemand anders noch gut mitverdient...
Dabei seit: 08.06.2006 Ort: Essen Alter: 34 Geschlecht:
Verfasst Do 13.08.2009 15:40 Titel
aUDIOfREAK hat geschrieben:
ich arbeite z.b. sehr viel für agenturen und weiss, das die manchmal fast das doppelte an stundensatz weiterberechnen, als ich koste. dafür arbeite ich dann aber eben auch für kunden, die ich als kleiner einzelkämpfer nie bekommen würde. da muss man dann eben entscheiden was einem wichtiger ist - die unabhängigkeit der preisbestimmung gegenüber dem kunden oder entsprechend fair entlohnte aufträge, an denen jemand anders noch gut mitverdient...
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