Dabei seit: 06.09.2002 Ort: Düsseldorf Alter: 31 Geschlecht:
Verfasst Mo 08.02.2010 17:40 Titel
Was kann ich guten Gewissens als Arbeitsproben verwenden?
Hallo,
ich bin auf der Suche nach einem neuen Job und stelle deswegen gerade ein paar Arbeitsproben zusammen.
Allerdings tu ich mich damit dieses Mal verdammt schwer und brauche ein bisschen Hilfe.
Für meinen jetzigen Job hatte ich Referenzen aus meiner Selbständigkeit und auch ein paar analoge Zeichnungen (auf einer Seite gesammelt) zusammengestellt. Das waren acht Projekte sowie zwei Textbeispiele aus dem Studium. Insgesamt war das eine runde Sache und aus heutiger Sicht würde ich es wieder genauso machen.
Einige dieser Referenzen finde ich nach wie vor sehr gelungen und würde die gerne noch einmal verwenden. Dummerweise erkennt man an zwei Projekten schnell, dass diese etwa fünf Jahre alt sind. Also nicht vom Design her, sondern bei einem steht „2005" im Titel und beim anderen kann man schnell eins und eins zusammenzählen, weil ich den Namen der Firma im Lebenslauf stehen habe, da ich dort kurz angestellt war. Findet ihr das problematisch?
Nun ist es ja nicht so, als hätte ich in den 4,5 Jahren bei meinem jetzigen Arbeitgeber nichts gemacht, aber dort habe ich sehr viel in Teams gearbeitet und finde es schwierig, etwas als Arbeitsprobe zu präsentieren, wenn ich es nicht komplett alleine gemacht habe. Entweder entstanden Projekte im Teamwork und jeder hat dies und das dazu beigesteuert oder aber es gab Designvorschriften, die ich mir nicht ausgedacht habe. Und wie blöd wäre das, wenn jemand später im Gespräch sagt „Besonders schön fand ich ja das, das und das" und gerade diese drei Sachen hat man nicht selbst gemacht.
Sehe ich das zu kompliziert? Denn man hat doch meistens Vorgaben oder Projekte, an denen man gemeinsam arbeitet, oder? Wie geht ihr mit sowas um?
Und wie viele Arbeitsproben zeigt ihr meistens so? Ich dachte da so an etwa zehn Seiten, auf denen ich eine Auswahl präsentiere.
Dabei seit: 05.07.2007 Ort: fu**ing eifel Alter: 32 Geschlecht:
Verfasst Mo 08.02.2010 18:06 Titel
auf meiner homepage habe ich referenzen aus meiner ausbildung... so von 2000 rum!
mach dir da nich so n kopp. wenn die referenz gut ist, dann kannst du sie auch verwenden. alles andere kannst du mit einem kleinen nebensatz erläutern. die neuen arbeitgeber wissen doch auch wie anderen betrieben gearbeitet wird. da wird manches im team ersellt und fertig.
Dabei seit: 08.04.2009 Ort: - Alter: - Geschlecht:
Verfasst Mo 08.02.2010 19:07 Titel
also ich würde auch sagen das das datum der erstellung nebensächlich ist...entweder ist die referenz gut und zeitlos oder eben nicht.
und zu den team-geschichten...du kannst ja vielleicht abwägen wie viel du dich am jeweiligen projekt beteiligt hast, bzw. woran du da genau beteiligt warst und wie wichtig dir das erzeugnis ist...und dann kurz dazuschreiben was es mit den projekt auf sich hatte. außerdem sieht man dadurch auch das du auch im team gut bist, bzw. gute arbeiten ablieferst.
Dabei seit: 06.09.2002 Ort: Düsseldorf Alter: 31 Geschlecht:
Verfasst Mo 08.02.2010 19:12 Titel
Ich schreibe sowieso wieder ein paar Wortz zu jedem Projekt, dann kann ich da ja bestimmte Dinge erwähnen. Und es ist ja auch wichtig, dass ich auch im Team gute Arbeit leisten kann und nicht alles nach meiner Meinung durchboxen will.
Schön, dass ihr das mit den „zeitlosen" Referenzen genauso seht. Ich war mir einfach total unsicher, ob man damit nicht indirekt aussagt, das alles, was danach kam, nicht so toll ist.
Dabei seit: 15.08.2008 Ort: Leipzig Alter: 38 Geschlecht:
Verfasst Mo 08.02.2010 19:50 Titel
Zitat:
Dummerweise erkennt man an zwei Projekten schnell, dass diese etwa fünf Jahre alt sind. ... bla ... Findet ihr das problematisch?
Nein.
Solange die Gestaltung nach damaligen Maßstäben (und Deinen eigenen) gut ist, wieso sollte das Problematisch sein. Ich hab auch alte Referenzen, die aber so gut finde dass ich sie immernoch zeige.
Zitat:
... aber dort habe ich sehr viel in Teams gearbeitet und finde es schwierig, etwas als Arbeitsprobe zu präsentieren, wenn ich es nicht komplett alleine gemacht habe. ...
Das ist schon schwieriger. Und pass auf, ich denke Du darfst nicht immer alles zeigen was Du als Angesteller gemacht hast, ich lass mir prinzipiell immer die Erlaubnis geben. Aber da kennen sich ein paar Andere hier besser mit aus.
Was ich bei Teamprojekten mache ist, dass sie als genau diese vorstelle und meine Rolle bei diesem Projekt stichpunktartig oder in ein bis zwei aussagekräftigen Sätzen beschreibe. Eben unmissverständlich.
Etwas "verwurschteltere" Projekte, die man nicht so kurz erklären kann, nehme ich mit zum Vorstellungsgespräch und sage da dann was dazu.
Zitat:
Und wie viele Arbeitsproben zeigt ihr meistens so? Ich dachte da so an etwa zehn Seiten, auf denen ich eine Auswahl präsentiere.
Ja, auch so in der Richtung. Kommt ein bissl darauf an wo ich mich bewerbe. Wenn der Job eher technisch ist, dann weniger, aber dafür die richtig komplizierten Geschichten.
Dabei seit: 06.09.2002 Ort: Düsseldorf Alter: 31 Geschlecht:
Verfasst Mo 08.02.2010 20:27 Titel
Ja, ich weiß, das ist ein heikles Thema. Aber ich kann sowieso nichts „einfach so" zeigen, weil ich dort schon nicht mehr arbeite. Ich muss die Arbeitsproben bei meinem Chef anfragen, von daher weiß er ja, was ich zeigen will.
Und ich werde wohl einfach die Sachen herauspicken, die ich zum größten Teil selbst gemacht habe, sonst fühle ich mich damit einfach unwohl.
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.