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Thema: Was haltet ihr von den Studiengebühren? vom 13.06.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Was haltet ihr von den Studiengebühren?
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Was haltet ihr von den Studiengebühren?
Schwachsinn, die Selektierung nach sozialer Herkunft wird immer stärker...
45%
 45%  [ 11 ]
Find es gut, wenn das Geld zu 100% and die Unis und FHs fließt und dadurch eine professionellere Ausbildung möglich wird.
33%
 33%  [ 8 ]
Dass man umsonst studieren kann, war mir schon lange ein Dorn im Auge!
20%
 20%  [ 5 ]
Stimmen insgesamt : 24

Lazy-GoD
Moderator

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Ort: -
Alter: 46
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Verfasst Di 14.06.2005 13:23
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mahzell hat geschrieben:
es sollte eine erfolgsabhängige förderung der unis vom staat eingeführt werden,
unis dessen absolventen die regelstudienzeit nicht überschreiten und deren ausbildung
überdurchschnittlich gut ist, sollten mehr gefördert werden als weniger erfolgreiche unis.
so besteht der druck bei den unis eine gutes ausbildungsniveau zu schaffen.

Finde ich jetzt nicht schlecht. Ich meine, hier glaubt doch keiner dran, dass sich sofort was ändert, wenn es Studiengebühren gibt, oder?

Wie sieht eigentlich die Zukunft ohne Studiengebühren aus? Gibt's da Konzepte?
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pauly

Dabei seit: 02.02.2004
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Alter: 36
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Verfasst Di 14.06.2005 13:41
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jeder kann studiern, weil so ziemlichjeder der ein abi haben will auch eins bekommt. liegt daran, dass sowohl schüler, als auch lehrer keinen bock auf unterricht haben...
es sollte das gesamte schulwesen reformiert werden... und lehrere sollten eine lehr-kompetenz-prüfung ablegen müssen, alle 5 jahre mindestens... wenn ich mir überleg wieveil unfähige schwachmaten wir als lehrer hatten... insgesamt waren es bei einer 13 jährigen schulkarriere nur 4 oder 5 von denen ich behaupten würde, dass sie fähig waren/sind


Zuletzt bearbeitet von pauly am Di 14.06.2005 13:54, insgesamt 2-mal bearbeitet
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der_Milchmann

Dabei seit: 29.02.2004
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Verfasst Di 14.06.2005 14:25
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Nunja, das ist wohl das allergrösste Problem. Früher hat sich für viele garnicht die Frage gestellt, ob Studium oder nicht. Da aber (glaube das war so mitte der 80er Ende der 80er irgendwann die Lehrer nicht mehr entscheiden durften, ob ein Kind aufs Gymnasium geht oder nicht, sondern die Eltern ist natürlich die Schwlle der Abiturienten angestiegen. Viele waren dafür garnicht geeignet, haben es aber doch irgendwie geschafft, nicht zuletzt aufgrund der schlaffen Abiverordnungen, die damals einfach noch nicht auf solche Schülerlasten ausgerichtet waren - damals war man nicht in der Lage, schnell genug reagieren zu können auf die Last der Schüler, die auf einmal auf das Gymnasium ging. Naja.... jetzt haben wir den Salat. Die meisten stellen sich nicht mehr die Frage, ob sie nach der Ausbildung arbeiten sollen oder nach der Schule eine Ausbildung machen wollen.

Für viele ist klar, auch wenn sie total ungeeignet sind, ich geh jetzt erstmal studieren - was ist eigentlich wurscht und das Problem sieht man ja jetzt - 35 Jährige mit Diplom und 0 Arbeitserfahrung, 25jährige, die immernoch im 1. Semester hocken und vorher keine Ausbildung oder sonst was gemacht haben. Nunja ... dass man da irgendwo mal eine Grenze braucht, ist klar, jetzt muss parallel gearbeitet werden und das Abitur auch erschwert werden, dann wird sich die Frage garnicht mehr stellen in einigen Jahren, ob Studium oder nicht. Dann werden viele garnicht mehr studieren können und die die es wirklich vorhaben, werden den langen und schweren Weg der Abendschule gehen müssen. Und das werden sich viele überlegen.


Ich selbst kenne sehr sehr viele, die studieren, weil sie nicht wissen, was sie treiben sollen oder keinen Ausbildungsplatz gefunden haben oder danach keine Arbeitsstelle. Dass davon nur 10% ihren Abschluss machen, ist klar, aber viele probieren es erstmal, bis sie 30 sind und dann nochmal eine Ausbildung machen bzw. einen Platz finden, ist verdammt schwer.



EDIT: Das mit dem Schulwesen und unmotivierten und besonders noch schlimmer - unfähigen Lehrern wird in den kommenden Jahren noch horrender werden - wenn ich sehe, wer da alles Lehramt studiert, NUR um in den Genuss langer Ferien und sicherer Stelle zu kommen - prost Mahlzeit. Nicht wenige von denen gehen mit der Einstellung ran, ach, denen geb ich allen eine Eins und dann interessiert mich der Rest nicht.

Resultat: Man hat lauter studierende Juristen (ich sage bewusst nicht, studierte, denn das hiesse ja, dass sie den Abschluss geschafft haben) - mit dem Wortschatz "Ey Alldäää guck mal in den BGB da mit den Paragraf 4 der geht ab man - voll Krass ey" - man muss beten, dass man nicht irgendwann mal wegen eines Nachbarschaftsstreites vor SO einem Richter landet - nicht dass ich es glaube, aber ich habe vor 5 Jahren auch noch nicht geglaubt, dass MGler einer der potentiellen Arbeitslosenberufen ist.


Zuletzt bearbeitet von der_Milchmann am Di 14.06.2005 14:32, insgesamt 1-mal bearbeitet
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mcbethy

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Verfasst Di 14.06.2005 15:54
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Seh ich in den Ansätzen genauso.
Aber liegt wohl weniger daran, dass Lehrer keinen Bock auf Unterricht haben oder ein großer Prozentsatz einfach unfähig ist. Aus der Verwandtschaft weiß ich, dass Lehrer sehr oft dazu gezwungen sind Fächer zu unterrichten, die sie nicht studiert haben. Dass sich ein/e 40jährige/r aufwärts den kompletten Stoff eines Faches neben der Schule reinziehen muss, finde ich etwas viel verlangt und auch nicht im Sinne des Erfinders.

Ach, zudem ist das bestandene Studium nicht gleich eine Voraussetzung in den Schuldienst erhoben zu werden.
Erst noch muss das Referendariat gemeistert werden. Dafür gibt es auch Noten, welche auch entscheidender sind.
Ich glaube nicht, dass ein absoluter Honk in den Schuldienst gelangt.

Lazy, vermutlich hast du Recht damit, dass die ersten Erfolge der erhobenen Studiengebühren eher längerfristig zu beobachten sind. Sofern sie dort zum Einsatz kommen, wo sie auch gebraucht werden.

Ich betrachte das jedoch von meinem egoistischen (und wahrscheinlich auch hysterischen *zwinker*) Standpunkt aus. Sollte ich ein Studium nach abgeschlossener Ausbildung anstreben, ist das Gebührensystem noch sehr frisch. Vermutlich werde ich außer anstehenden Kosten keine Verbesserung des Studiums selbst erleben. Ich werde kein Bafög bekommen, muss ein Darlehen aufnehmen und zusehen, dass ich dieses spätestens bei geregeltem Einkommen abbezahlt bekomme.
Ohne Job wird es vermutlich auch nicht gehen. Dadurch verlängert sich meine Studienzeit, weil ich mein Lernverhalten kenne. Wieder mehr Kosten. Ab Vollendung des 27. Lebensjahres kein Kindergeld mehr und und und...
Ok, das sind alles Annahmen und der Fall könnte in Wirklichkeit auch anders eintreten. Dennoch sind das Aspekte, die man sich im Vorfelde gut überlegen sollte.

Ich hab einfach Angst, dass ich dem nicht gewachsen bin. *Schnief*
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der_Milchmann

Dabei seit: 29.02.2004
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Verfasst Di 14.06.2005 16:24
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mcbethy hat geschrieben:


Ach, zudem ist das bestandene Studium nicht gleich eine Voraussetzung in den Schuldienst erhoben zu werden.
Erst noch muss das Referendariat gemeistert werden. Dafür gibt es auch Noten, welche auch entscheidender sind.
Ich glaube nicht, dass ein absoluter Honk in den Schuldienst gelangt.
*Schnief*


Sollte man meinen, aber wen soll man einstellen, wenn es recht viele Leute gibt, die mit falscher Motivation Lehrer werden wollen? Leider zeigt ja auch das aktuelle Bild, dass diese "Honks" scheinbar nicht erst seit eben sondern schon vor langer Zeit auch eingestellt wurden. Wieso auch immer, wahrscheinlich hatten die Prüfer genauso wenig Bock wie alle anderen in diesem vermurksten Beamtensystem. Nur hoffe ich eben, dass letzeres abgeschafft wird, denn NUR dann wird mit einer entsprechenden Leistungsbewertung, wie auch immer die stattfinden soll (z.B. Prüfung der Schulklasse anhand eines unabhängigen Rates, so dass man tatsächlich feststellen kann, ob die Schüler einen entsprechenden Wissensstand haben oder nicht, und nicht einfach sagt, alle haben Note 1 also ist der Lehrer klasse, was nämlich da bei rauskommt, wissen wir ja alle). Aber das ist jetzt nicht das Thema...

denn zurück zu den Gebühren:

Ich studiere zwar selbst noch und wenn ich Pech habe, wird es mich auch treffen ... aber ... man kann es nicht gerecht gestalten und sagen "Du zahlst und Du nicht" - entweder alle oder keiner und dann besser alle, denn wie gesagt, ich bleib meinem Argument treu, wenn ich mir ansehen, welche Trottel da an der FH und Uni rumhängen, da würgt es mich im Halse. Und um die zu selektieren, muss man leider den Geldhahn andrehen, auch wenn es andere mitreisst, aber das ist leider das System, man kann keinen hinstellen und selektieren lassen, wer jetzt zahlt oder nicht. Mein Motto: Besser alle strenger behandeln als alle zu lasch. Denn durch letzteres haben wir erst das heutige Problem bekommen.
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M_a_x

Dabei seit: 28.02.2005
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Verfasst Di 14.06.2005 16:25
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Generelle Studiengebühren halte ich aus den oft genannten Gründen: z.B. Selektion der Studenten nach (Papi's) Dicke des Geldbeutels und nicht nach "Dicke" des Talentes, zumindest für fragwürdig.

Wenn es denn so laufen soll, müsste es meiner Meinung nach auch ausreichend Unterstützung für begabte, nicht mit silberlöffel im mund geborene geben.

Ausserdem sollten die reichen kid's nicht nur mit knete zugelassen werden, sondern auch auf eignung geprüft werden.

Studiengebühren für langzeitstudenten- mit sinvollen übergangsfristen und entsprechenden härtefallregelungen- halte ich hingegen für sinnvoll.
Aus eigener erfahrung weiss ich, wie schnell es aufeinmal bei einigen leuten ging als gebühren angekündigt wurden.

Ein Zweitstudium muss für mich auch nicht unbedingt von der allgemeinheit getragen werden
Grüsse
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mcbethy

Dabei seit: 02.12.2002
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Alter: 33
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Verfasst Di 14.06.2005 16:50
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der_Milchmann hat geschrieben:

Sollte man meinen, aber wen soll man einstellen, wenn es recht viele Leute gibt, die mit falscher Motivation Lehrer werden wollen? Leider zeigt ja auch das aktuelle Bild, dass diese "Honks" scheinbar nicht erst seit eben sondern schon vor langer Zeit auch eingestellt wurden. Wieso auch immer, wahrscheinlich hatten die Prüfer genauso wenig Bock wie alle anderen in diesem vermurksten Beamtensystem. Nur hoffe ich eben, dass letzeres abgeschafft wird, denn NUR dann wird mit einer entsprechenden Leistungsbewertung, wie auch immer die stattfinden soll (z.B. Prüfung der Schulklasse anhand eines unabhängigen Rates, so dass man tatsächlich feststellen kann, ob die Schüler einen entsprechenden Wissensstand haben oder nicht, und nicht einfach sagt, alle haben Note 1 also ist der Lehrer klasse, was nämlich da bei rauskommt, wissen wir ja alle). Aber das ist jetzt nicht das Thema...

Obwohl das nicht zum Thema gehört...
Ein Einser-Hochschulabsolvent ist noch lange kein guter Lehrer. Es befähigt ihn nicht gleich dazu sich vor eine Klasse hinstellen, auf jeden Schüler eingehen und sein Wissen erfolgsversprechend an diese weitervermitteln zu können.
Vielleicht sind gerade mittelmäßige Studenten besser geeignet, weil sie sich eher in die Lage eines ebenso mittelmäßigen Schülers versetzen und ihm die Lerninhalte besser in die Rübe prügeln können.

der_Milchmann hat geschrieben:

denn zurück zu den Gebühren:

Ich studiere zwar selbst noch und wenn ich Pech habe, wird es mich auch treffen ... aber ... man kann es nicht gerecht gestalten und sagen "Du zahlst und Du nicht" - entweder alle oder keiner und dann besser alle, denn wie gesagt, ich bleib meinem Argument treu, wenn ich mir ansehen, welche Trottel da an der FH und Uni rumhängen, da würgt es mich im Halse. Und um die zu selektieren, muss man leider den Geldhahn andrehen, auch wenn es andere mitreisst, aber das ist leider das System, man kann keinen hinstellen und selektieren lassen, wer jetzt zahlt oder nicht. Mein Motto: Besser alle strenger behandeln als alle zu lasch. Denn durch letzteres haben wir erst das heutige Problem bekommen.

Ich weiß nicht... sehe das Problem, dass sich die Studenten wohlhabender und zahlender Eltern ins Fäustchen lachen und schwächer gestellte in die Röhre gucken.
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