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Thema: wann arbeitslos melden vom 14.06.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> wann arbeitslos melden
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blickverdichtung

Dabei seit: 20.09.2004
Ort: Berlin
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 04.07.2006 11:14
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die goldenen zeiten mit prozenten von dem gehalt, was man theoretisch tariflich im ersten facharbeiterjahr verdienen würde, sind ja nun schon eine weile vorbei. jetzt sind das, glaube ich, 60% von dem, was man davor verdient hat.

aber mal als rat. bevor du zur agentur gehst, solltest du dich etwas in die materie einlesen. das ist inzwischen ein verdammt komplexes thema. und wenn man sich vom vermittler oder sonst wem nicht komplett rollen lassen will, ist es gut, zu wissen, was man da macht. zumal die auch nicht immer alles wissen und man die manchmal erst auf was stoßen muss.
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engelchen81

Dabei seit: 04.07.2005
Ort: Hannover
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 04.07.2006 12:10
Titel

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Das Arbeitsamt ist eine Geschichte für sich. Aus eigenen Erfahrungen und aus denen von Bekannten haben sich gewisse Grundregeln im Umgang mit den netten Mitarbeitern ergeben.

• Unterlagen nur per Einschreiben schicken, damit man beweisen kann, dass man sie geschickt hat.
• Wenn man sie persönlich abgibt, "Quittung" vorbereiten und abzeichnen lassen.
• Generell nach allen Sachen fragen. Von alleine rücken die keine Infos zu diversen Kostenerstattungen raus
(Hat der Berater meiner Freundin ins Gesicht gesagt: Wir sind dazu angehalten Ihnen die Möglichkeiten der
Kostenerstattung ohne Nachfrage nicht zu erläutern)
• Jobs suchen, suchen, suchen und vor allem "Beweise" für versendete Bewerbungen aufheben
-> sofort die Erstattung der Bewerbungskosten beantragen, da nur Bewerbungen nach Eingang des Antrags
berücksichtigt werden
• bei Sondersachen (wie z.B. "Nein, sie brauchen dafür nicht persönlich zu erscheinen") die Aussagen des Mitarbeiters
schriftlich bestätigen lassen, auch bei Widerstand des Mitarbeiters

Insgesamt lässt sich zu dem Verein wohl sagen, dass man von dort nichts als ein wenig Geld erwarten kann. Vielleicht gibt es in der ein oder anderen Agentur noch motivierte Mitarbeiter. Ich habe bislang keine angetroffen und Kompetenz, naja.

Kleine Anekdote zum Schluss: Das Arbeitsamt konnte mir keine Stelle anbieten. Ich habe dann auf eigene Faust recherchiert, dass ich in einer Agentur ein Praktikum machen könnte (6 Monate). Wollte das als Weiterbildung nutzen, da ich vorher in einer kleinen Druckerei war und mit "Werbung" nicht viel zu tun hatte. Als ich das dem Arbeitsamt mitteilte bekam ich nur die Auskunft: Länger als vier Wochen zur Eignungsfeststellung geht nicht, weil ich dann dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehe. Wenn ich das Praktikum machen wollte, würde ich dann eben keine Bezüge mehr bekommen und entsprechend auch nicht mehr krankenversichert sein.

Der Agentur-chef hat mit sich reden lassen und mich für das 4-wöchige Praktikum genommen. Anschließend habe ich auf Basis der damals noch zulässigen Aushilfstätigkeit stundenweise dort gearbeitet, um nach einem halben Jahr eine feste Stelle angeboten zu bekommen. Vom Amt hatte ich in der ganzen Zeit keinen Stellenvorschlag bekommen. Soviel zum Thema: dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Als ich dann im Amt aufgeschlagen bin mit meinem Arbeitsvertrag in der Hand, hat der Mitarbeiter meine Daten aufgerufen, festgestellt, dass ich in der Firma anfange, in der ich 6 Monate als Aushilfe in der Grafik gearbeitet habe und mich gefragt ob ich da jetzt als Kellnerin anfange...

*balla balla* * Ich geb auf... * * Keine Ahnung... *
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Astro

Dabei seit: 14.04.2003
Ort: auf der Flucht
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 04.07.2006 12:40
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Ich kann verstehen, dass manche mit dem Auto in die AA fahren und versuchen sich und den Laden mit Gasflaschen in die Luft zu sprengen. Hätte da auch tolle Horrorstories voller Inkompetenz und verschwundener Unterlagen.
Meine Freundin hat vor Jahren was als Lehrerin Deutsch/Englisch gesucht. Da hat der Hirnamputierte von der AA sie doch ernsthaft gefragt: "Ich hätte hier eine Stelle als Tennislehrerin. ... Aber ist eher nichts für sie, oder?"

Stellenangebote bekommt man nur innerhalb der ersten 3 Monate, danach kommt nichts mehr. Wahrscheinlich kommt man dann in eine Ablage "Abgeschrieben".


Zuletzt bearbeitet von Astro am Di 04.07.2006 12:41, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Harakiri

Dabei seit: 24.10.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Mi 05.07.2006 13:01
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Moin,

also auch wenn ich es teilweise verstehe, dass man den Informationsfluss
bei der Agentur als "suboptimal" empfindet, muss ich doch sagen, dass wir
doch hier fast alle über 18 sind und man es erwarten kann, dass
man sich ein wenig selbst erkundigt, wo die eigenen Rechte liegen.

Die Agentur hat halt (auch wenn das unsinnig ist) keine Informationspflicht,
sondern nur eine Auskunftspflicht. Heißt übersetzt: Wenn du nicht die
richtigen Fragen stellst , bekommst du keine Antwort.

Kennst du aber die richtigen Fragen, gibt es kaum ein schöneres Gesetzt als
das sgbIII. Von Geld für Bewerbungsmappen, als Schulung getarnte bezahlte
Praktika bis hin zu unbegrenzten Fahrtkosten bei Wiederaufnahme einer Arbeit
und bezahlte Fortbildungen ist alle Möglich.

Einfach mal reinschauen und lesen.
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/index.html


Viele Grüße wünscht

Harakiri
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