Dabei seit: 17.11.2005 Ort: Aachen Alter: 35 Geschlecht:
Verfasst Do 17.11.2005 17:48 Titel
Umschulung zum Mediengestalter
Hallo!
Ich bin 30 und gelernter Werbekaufmann, habe allerdings die Ausbildung bereits in 1999 abgeschlossen und danach nicht mehr in der Branche gearbeitet. Bis vor drei Wochen war ich drei Jahre lang in der telefonischen Kundendienstbetreuung für einen Automobilhersteller tätig. Nun ist der Ärger groß, weil ich nicht weiß, was ich beruflich machen soll. Ich habe selber gekündigt, auf ärztlichen Rat hin, somit stehen mir erstmal Leistungen vom A-Amt zur Verfügung.
Mein Anliegen: Viel Ahnung habe ich ehrlich gesagt nicht von der Tätigkeit und dem Arbeitsumfeld des Mediengestalters, dennoch habe ich mich schon mal grob im Netz informiert und auch einen Träger gefunden, der eine Umschulung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien Fachrichtung Medienoperating/Print mit Abschluss bei der IHK anbietet: BM Bildung in Medienberufen, Köln. Da ich in Aachen wohne, entfernungsmäßig okay. Ich weiß zwar noch nicht 100prozentig, ob mir eine Umschulung genehmigt wird, da ich zunächst noch zum ärztlichen Dienst vom Arbeitsamt muss, will mir aber gerne in der Zwischenzeit überlegen, ob Mediengestaltung für mich in Frage kommt. Daher einige Fragen.
Ist man mit 30 schon zu alt?
Sagt einem der Träger BM Bildung inMedienberufen etwas? Sind die seriös, empfehlenswert?
Wie sehen die Aussichten auf eine Festanstellung danach aus?
Ist Köln ein "gutes Pflaster"?
Welche Grundvoraussetzungen empfehlt ihr "Umschülern"?
Was den Arbeitsalltag betrifft: Wie ist der so? Der Umgang mit Kunden? Arbeitet man jemandem auch zu oder ist alles eher selbsständig?
Wenn man wenig Ahnung vorher von dem Beruf hat, wie würdet ihr ihn mir kurz beschreiben?
Nicht jeder braucht auf alles zu antworten, wäre aber schön, wenn sich jemand meldet, da ich echt ein wenig Unterstützung brauche!
Als MG bist Du in erster Linie Handwerker und kannst, wenn Du nicht gestalterisch besondere Fähigkeiten hast, damit rechnen, daß Du unter starkem Leistungsdruck und ohne Zeit für Inspiration etc. Kundenwünsche, die dir dann oft der Chef vorgibt, zügig umzusetzen hast.
Wo es interessant wird, werden lieber sehr kreative Leute genommen und eine Firma braucht nicht 5 davon, sondern es reicht ein kreativer Kopf, der Rest der Crew macht die Umsetzung. Und von diesen sehr guten Leuten gibt es wenige, meist auch entsprechend erfahrene Leute.
Landest Du in einer kleinen Firma, dann bist Du eierlegende Wollmilchsau und darfst oft mit veraltetem Equipment auch alle anfallenden Arbeiten machen. Die Folge sind oft massig Überstunden die unterm Strich schlecht bezahlt werden.
Ein Blick in die Werbeecke von z.B. myhammer.de zeigt dir dann, wo die MGler landen können, die dann auf den Ich-AG-Zug aufspringen und auch für 1,- Euro ein Logo entwerfen oder eine HP basteln.
Der Beruf erfordert eigenständige Fortbildung und einen Hang zur Selbstaufgabe, denn wer erfolgreich ist, für den ist sein Beruf Berufung. Es wird sicherlich kein 8:00-16:30-Uhr-Typ in einer guten Agentur sitzen und vom Chef Bildungsurlaub und freie Zeit für Fortbildung einfordern. Stressresistenz vor allem gegen Mobbing sollte man mitbringen, für zartfühlende und sensible Seelchen ist der Job ungeeignet. Die Konkurrenz ist eben groß.
In Agenturen liegt die Einstellungsgrenze, was ich gehört und aus meinen Bewerbungsablehnungen vor 4 Jahren hervorging, bei etwa 25, darüber lieber sein Glück bei Druckereien und Copyshops versuchen.
Mein Alltag beschäftigt sich mit Einheitsbrei, einen Retuscheauftrag ala "mach mal was Hübsches, ich zahl jeden Preis" hatte ich jedenfalls noch nie. Ist zu 90 Prozent Umsetzung und Technik. Der letzte Vollzeitjob sah so aus, daß ich die Farbmaschinen und Farbworkflow überwachen und kalibrieren musste und tagein, tagaus Dateien prüfen und korrigieren und Vorlagen einscannen durfte.
Ausnahmen bestätigen natürlich, wie immer, die Regel.
Dabei seit: 06.09.2005 Ort: Hameln Alter: 29 Geschlecht: -
Verfasst Mo 21.11.2005 16:12 Titel
ganz ehrlich, einfach vergessen! du stehst auf verlorenem posten mit der ausbildung!
in vielen stellenauschreibungen wird darauf hingewiesen das sich "KEINE UMSCHÜLER" bewerben brauchen!
ich bin selbst umschüler gewesen und habe auf dem arbeitsmarkt hart zu kämpfen.
von den zwei umgeschulten klassen haben (68 personen) haben heute 4 einen job im medienbereich!
der rest krepelt mit allg. II oder im alten beruf rum!
Dabei seit: 02.07.2004 Ort: - Alter: - Geschlecht:
Verfasst Mi 23.11.2005 00:35 Titel
BM in Köln
bm in köln,
hab im sommer meinen abschluss zum mediengestalter bild und ton an der bm gemacht, was mir aber erst im zweiten anlauf gelungen ist.
wobei ich noch erwähnen möchte, dass ich nicht der einzigste war....insgesamt lang die durchfallquote im dezember 2004 bei ca 50% und das auch nur weil einige sich in der mündlichen retten konten!
und wären nicht die zwei neuen dozenten gekommen, wäre es im sommer wohl genauso ausgegangen?!
möchte noch betonen, dass es sich nur um mgb handelt!
bei den digi-printern ist es insgesamt positver verlaufen, lag auch wohl daran, dass sie andere dozenten hatten, die zwar " zum teil" ärsche sein sollen, aber das hängt wohl von jedem persönlich ab, wie mit dem jenigen zurecht kommt.
wollt noch erwähnen, dass ich seit bald fünf monaten arbeitslos bin und jetzt versuch als praktikant irgendwo reinzukommen.....ob es an der umschulung liegt, dass ich keinen job hab ?!
Dabei seit: 17.11.2005 Ort: Aachen Alter: 35 Geschlecht:
Verfasst Do 08.12.2005 13:50 Titel
Hallo, ich bin´s mal wieder.
Hatte gestern ein Infogespräch bei BM in Köln. Nun gilt es, dass der Arbeitsberater eine Umschulung genehmigt und ich ein Rehabilitant sein muss (hatte ja auf Anraten meines Arztes den letzten Job aufgrund psychischer Probleme selber gekündigt). Beim Vertragsarzt vom A-Amt war ich schon, jedoch hatte dieser keine Info vom Arbeitsberater über eine mögliche Umschulung erhalten, jedoch vermerkt er meinen Wunsch im Gutachten
Hat jemand Erfahrung mit diesem Status? Also, wie überzeuge ich einen Arbeitsvermittler, dass ich die Umschulung erhalte?
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