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Thema: [Kunden] Werbeaktion und „hässliche“ Konkurrenz vom 07.09.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> [Kunden] Werbeaktion und „hässliche“ Konkurrenz
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ulmer_hocker
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Verfasst Mi 07.09.2005 11:28
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[Kunden] Werbeaktion und „hässliche“ Konkurrenz

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Moin.

Zwei Themen auf einmal, aber in direkter Abhängigkeit.

In den letzten Monaten hatte ich mich unmerklich in eine Art „Billigsektor“ drängen lassen (Web und Print), habe oft zu sehr nachgegeben, zu knapp kalkuliert und bei manchen Aufträgen gerade mal eine schwarze Null rausgeholt. Auf der einen Seite die erdachten Folgeaufträge, auf der anderen Konkurrenz die faktisch keine ist, von einigen Kunden aber als solche wahrgenommen wird.

Meine erste Frage:

Ich arbeite nun momentan an einer Werbeaktion um meinen Kunden die Unterschiede zwischen „irgendwie hinkriegen“ und handwerklicher Spitzenqualität zu verdeutlichen.
Dazu zählt eine Imagebroschüre, Musterfächer (Papiere und Druckverfahren), neue Kundenkarten, meinerseits eine neue höherwertige Geschäftsausstattung etc.
Zugleich werden die Kunden die bisher besonders günstige Preise bekamen mit der nächsten Rechnung eine doppelte Abrechung erhalten. In der Imagebroschüre werden sie vorab aufgeklärt, und erhalten dann eine Rechnung in zwei Varianten: einmal die momentane mit Ihren Rabatten etc. einmal die reguläre. Sie haben dann die Wahl die günstige Rechnung zu bezahlen und sich einen neuen Dienstleister zu suchen, oder aber die vollen Preise die mir auch langfristig das „überleben“ ermöglichen.

Was haltet ihr davon? Ich kann mir ein einfaches „abschieben“ bei den meisten Kunden nicht leisten, weil viele von denen alteingesessene Meinungsmacher sind, und mir einerseits durch Mundpropaganda schon ordentlich Folgeaufträge verschafft haben, andererseits durch negative Aussagen auch einiges wieder versauen könnten.

Würde mich über Meinungen freuen.

Zweite Frage:

Ein spezieller „Konkurrent“ hat mich in letzter Zeit mehrmals deutlich unterboten. Nun habe ich von einem ehemaligen „Mitarbeiter“ der hin und wieder was für ihn gemacht hat erfahren das er u.a. ausschliesslich mit Raubkopien arbeitet, und auch bei Schriften oder Bildern von bezahlen nicht viel hält.
Was macht man in so einem Fall? Ich meine es ist doch wohl ziemlich scheisse wenn ich hier mit den normalen Kosten für Lizenzen etc. kalkulieren muss, und so ein kleines A… macht das alles auf diese Weise.
Ich habe auch mal gehört das es bei PDFs aus dem Distiller wohl irgendwie möglich ist zu ermitteln ob/das diese mit einer nicht registrierten Version erstellt wurden. Ist da was dran?

Wenn alle Stricke reissen würde ich den auch bei den zuständigen Behörden melden. An wen muss ich mich da wenden?
Nicht das man mich für einen Denunzianten hält, aber ich finde das ist einfach eine sehr unfaire Art und Weise Geschäfte zu machen.

Danke vorab für eure Antworten.
 
Nimroy
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Verfasst Mi 07.09.2005 11:36
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Zum ersten Teil meine Meinung nach kurzen überfliegen:

Gefährlich. Was würdest du machen, wenn du zwei Rechnungen bekommst. Den teuren Preis zahlen oder den niedrigen? Es ist für den Kunden einfach nur unglaublich schwer, die Preisänderung nachzuvollziehen. Ich würde da jeweils ein persönliches offenes Gespräch vorziehen. Und eine individuelle Lösung im Sinne von beiden ausarbeiten.

Zum zweiten Fall: Keine Ahnung wo man das tun muss, aber ich würde Meldung erstatten. Irgendwie muss sich die Spreu vom Weizen trennen.
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morfkor
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Ort: -

Verfasst Mi 07.09.2005 11:36
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ich würde mich mit erst genannter sache weiter beschäftigen und ordentlich
an meiner geschäftstaktik und meinen kundenverbindungen arbeiten, anstatt
mich in einem kleinkrieg mit dem vermeindlichen konkurrenten zu versteifen.
lass das. das bringt dir nix außer mundpropaganda alá "der isn verräter und hat
dem anderen das geschäft kaputt gemacht!" und das bringt dir dann auch nix.
 
Fanmail

Dabei seit: 14.04.2002
Ort: FFM
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 07.09.2005 11:56
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zu ersterem:

ich finde den gedankengang schon nicht schlecht aber der kunde ist in jedem fall ein verlierer und das bringt so eine negative schwingung in die sache. Du solltest dem Kunden auf jedenfall einen Vorteil einräumen. Wenn Du Preise erhöhst, dann weil Du es MUSST und dann musst Du dem Kunden das erklären und brauchst dann ein überzeugendes Argument warum dein kunde trotzdem bei Dir bleiben soll.
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ulmer_hocker
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Verfasst Mi 07.09.2005 11:56
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nimroy hat geschrieben:
Es ist für den Kunden einfach nur unglaublich schwer, die Preisänderung nachzuvollziehen.


Das hast du falsch verstanden. Die Erklärung ist in der Imagebroschüre ja grundlegend vorhanden, da wird alles erklärt, das z.B. Qualitätsbilder Geld kosten, das Schriften Geld kosten, es werden Beispielrechnungen vorgestellt etc.

Für Rückfragen stehe ich ja dann eh zur Verfügung, die Kunden wissen auch das sie mich jederzeit ans Telefon kriegen. Aber wenn ich bei jedem bei Null anfangen muss mit den Erklärungen, das wird mir zu fehleranfällig. Wenn statt dessen die Leute (die Broschüre wird personalisiert) persönlich mittels einer erklärenden Broschüre „vorab“ aufgeklärt wurden, dann sind keine Fragen mehr offen.

Sobald die Rechnungen sicher angekommen sind (2-3 Tage später) würde ich die Kunden dann ja auch eh anrufen, und fragen wie es nun weitergeht.

morphcore hat geschrieben:
kleinkrieg mit dem vermeindlichen konkurrenten


Das denke ich auf der einen Seite ja auch, das sich das nciht lohnt, wenn aber Grenzen überschritten werden, und Kunden mit denen ich einen Haufen Arbeit hatte und bei denen ich auf längere Sicht kalkuliert habe (demenstprechende Zugeständnisse) von jemandem abgeworben werden, der meine Entwicklungsarbeit „stiehlt“ und mit bei eMule erworbener Software bearbeitet, dann ist das einfach nur scheisse.
 
nicki4lu

Dabei seit: 28.06.2005
Ort: Frankfurt (Oder)
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 07.09.2005 12:02
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ulmer_hocker hat geschrieben:
Das denke ich auf der einen Seite ja auch, das sich das nciht lohnt, wenn aber Grenzen überschritten werden, und Kunden mit denen ich einen Haufen Arbeit hatte und bei denen ich auf längere Sicht kalkuliert habe (demenstprechende Zugeständnisse) von jemandem abgeworben werden, der meine Entwicklungsarbeit „stiehlt“ und mit bei eMule erworbener Software bearbeitet, dann ist das einfach nur scheisse.


Dazu gibt es doch die rechtliche Regelung von Nutzungsrechten.

Nicki
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Nimroy
Community Manager

Dabei seit: 26.05.2004
Ort: zwischen Köln und D'dorf
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Verfasst Mi 07.09.2005 12:25
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ulmer_hocker hat geschrieben:
nimroy hat geschrieben:
Es ist für den Kunden einfach nur unglaublich schwer, die Preisänderung nachzuvollziehen.


Das hast du falsch verstanden. Die Erklärung ist in der Imagebroschüre ja grundlegend vorhanden, da wird alles erklärt, das z.B. Qualitätsbilder Geld kosten, das Schriften Geld kosten, es werden Beispielrechnungen vorgestellt etc.

Für Rückfragen stehe ich ja dann eh zur Verfügung, die Kunden wissen auch das sie mich jederzeit ans Telefon kriegen. Aber wenn ich bei jedem bei Null anfangen muss mit den Erklärungen, das wird mir zu fehleranfällig. Wenn statt dessen die Leute (die Broschüre wird personalisiert) persönlich mittels einer erklärenden Broschüre „vorab“ aufgeklärt wurden, dann sind keine Fragen mehr offen.

Sobald die Rechnungen sicher angekommen sind (2-3 Tage später) würde ich die Kunden dann ja auch eh anrufen, und fragen wie es nun weitergeht.


Immer vorausgesetzt, er liest sie auch.
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Mischpult

Dabei seit: 19.11.2003
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Verfasst Mi 07.09.2005 13:10
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Nimroy hat geschrieben:
Immer vorausgesetzt, er liest sie auch.

das dachte ich mir auch gerade

Wuerde das Geld fuer die Imagebroschuere sparen - aufhoeren zu Jammern und mir richtige Kunden suchen, die wissen was Handwerksarbeit kostet und es auch als Wertarbeit ansehen, was Du lieferst
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