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Thema: Krankenversicherung? vom 12.07.2005


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Vector

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Verfasst Mo 05.07.2010 15:31
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Vielen lieben Dank für eure Meinungen! *Thumbs up!*

@mac: 29, männlich, Nichtraucher

Soweit ich mich jetzt informiert habe ist es in den meisten Fällen, in denen eine ärztliche Behandlung oder ähnliches erfolgt ist - also nicht "nur" ein paar Medikamente bezahlt werden wollen, sondern eine höhere Summe - der Fall, dass die Kostenerstattung nach Übermittlung der Rechnung schneller von statten geht, als die Rechnung beglichen werden muss.
Aber abgesehen davon, sehe ich sowieso immer, dass ich in einem gewissen Rahmen finanzielle Rücklagen habe.
Und um´s mal aus der (leider) gängigen Sicht des freien Marktes zu formulieren: So lange ich die Rechnung bezahlen muss, nachdem ich die Leistung erhalten habe, brauch ich mir ja keine Sorgen zu machen... Nicht das ich je zu diesem Klientel gezählt hätte, aber wenn dann doch mal direkt auf eine Steuernachzahlung eine schwere OP folgen würde und man nicht operiert werden würde, weil das Konto grad nicht gedeckt ist, das wäre schon übel.

Aber Danke für die Hinweise, denn darauf verlassen, dass ich das Geld nicht doch vorschießen muss, würde ich mich nie. Aber wenn das der größte Kritikpunkt ist - zusammen mit der Notwendigkeit, darauf zu achten, dass man nicht Leistungen erhält, die nicht gedeckt werden, dann könnte ich sicherlich damit leben.

Ich dachte vor allem auch an Probleme wie, dass es anfangs sehr günstig ist und ab einem gewissen Alter nicht mehr bezahlbar.
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Spreefan

Dabei seit: 02.07.2010
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Verfasst Mo 05.07.2010 18:45
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@Vector:
Woher hast Du die Info, dass die Krankenkassen so schnell zahlen? In der Praxis sieht das oft anders aus - kenne diverse im Gesundheitswesen die immer wieder Probleme mit klammen Privatpatienten haben, die die Kohle eben nicht so schnell von den Krankenkassen bekommen. Hängt halt immer vom Einzelfall und der Krankenkasse ab!

Die Beiträge steigen im Alter extrem an! Das hat hier ja auch keiner in Abrede gestellt! Vor allem zunächst günstige Tarife entpuppen sich gerne als Lockvogelangebot und sorgen für um so größere Beitragssteigerungen.
Oder die Tarife sind so günstig, weil sie bestimmte Dinge nicht(!) ode rnur zu einem kleinen Teil(!) beinhalten!

Außerdem hast Du keine kostenfreie Familienversicherung - Kinder und nicht erwerbstätiger Ehepartner müssen sich selber versichern!

Im Alter wechseln mittlerweile viele in den Basistarif, der neuerdings qua Gesetz angeboten werden muss. Er entspricht in etwa der gesetzlichen Krankenkasse. ABER: es bleibt dabei, dass Kosten per Erstattungsprinzip beglichen werden. Also auch der klamme Rentner darf die Arztkosten vorstrecken. Und Kulanz darf man in diesem Tarif schon gar nicht erwarten, da er ja für die Versicherungen nicht kostendeckend ist. Außerdem sorgt er für einen um so stärkeren Beitragsanstieg für die restlichen privat Versicherten.

Und wie ich schon im letzten Post ausgeführt habe, ist es verdammt schwer und meist sehr teuer, die PKV später zu wechseln (Stichworte erneute Gesundheitsprüfung und Verlust der Altersrückstellungen!!!).

Meiner Meinung nach lohnt sich die PKV nur für diejenigen, die unbedingt die Vorteile der PKV nutzen wollen (besserer Zugang zu Spezialisten, keine oder nur sehr kurze Wartelisten, teilweise Behandlungsmethoden, die den gesetzlich Versicherten versagt bleiben etc.). Wer nur auf den Groschen schaut, fällt früher oder später auf die Nase ... Vielleicht war das jetzt etwas deutlicher. Ich fürchte, ich war im letzten Post nicht deutlich genug. Eine neutrale Beratung ist in diesem Fall unabdingbar! Ein Vertriebler oder de rMakler, der die Versicherung dann verkauft ist schon aus Prinzip nicht neutral. Wirklich neutrale Beratung kann nur ein Verischerungsberater bieten. Das ist ein geschützter Begriff für Honorarberater, die die Beratung berechnen, aber eben keine Produkte verkaufen. Die empfohlenen Produkte kann man sich dann möglichst preiswert anderweitig besorgen.

Meine Meinung habe ich mir übrigens in meiner Zeit als Bankkaufmann und Versicherungsfachmann gebildet.
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Spreefan

Dabei seit: 02.07.2010
Ort: Berlin
Alter: 39
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Verfasst Mo 05.07.2010 18:51
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Übrigens: versucht mal, eine Gesundheitsprüfung korrekt auszufüllen. Nur wer seine Vorerkrankungen wirklich sauber dokumentiert oder ein glücklicherweise extrem gesundes Leben geführt hat, ist hier fein raus. Wenn man einen Fehler macht? Dann ist die Versicherung oft fein raus. Kulanz wird immer seltener und es kommen durch die abenteuerlichsten Zufälle bewusst oder unbewusst "vergessene" Vorerkrankungen heraus.

Wer Vorerkrankungen hat, hat es schwer, bzw. darf sehr viel löhnen. Z.B. Psychotherapie? Nahezu ein K.O.-Kriterium oder es gibt einen Leistungsausschluss. Leistungsausschluss bedeutet, dass die KV niemals auch nur einen Cent für diese ausgeschlossene Leistung herausrückt. Wer sich darauf einlässt, ist verlassen, wenn er nochmals an dieser Krankheit erkrankt. Depressionen sind z.B. oftmals wiederkehrend. Und Therapien sowie Antidepressiva sind extrem teuer. Depressionen sind eine Volkskrankheit - dieses Beispiel ist daher nicht abwegig. Psychische Ursachen für Berufsunfähigkeit nehmen stetig zu.

Wer schon Kenntnis von demnächst benötigten medizinischen Maßnahmen hat, muss diese in der Regel ebenfalls mit aufführen, wenn sie schon diagnostiziert sind.

Dieser Beitrag stellt natürlich keine Rechtsberatung dar, sondern soll nur Problembewusstsein schaffen!


Zuletzt bearbeitet von Spreefan am Mo 05.07.2010 18:56, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Vector

Dabei seit: 07.04.2006
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Verfasst Mo 05.07.2010 19:42
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Vielen Dank für diesen kritischen Beitrag! Genau solche Ansätze brauch ich für eine vernünftige Auseinandersetzung mit dem Thema.
Oberflächlich betrachtet stellt sich nämlich gern sofort die Frage, warum man nicht umgehend in die PKV wechseln sollte.

Die Angabe mit der Kostenübernahme habe ich mehrfach im Internet gefunden, aber erst für glaubwürdig gehalten, als mir dies von einem Freund, der privat krankenversichert ist, bestätigt wurde.


Zuletzt bearbeitet von Vector am Mo 05.07.2010 19:47, insgesamt 1-mal bearbeitet
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