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Thema: Kennt ihr solche Jobs? vom 24.11.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Kennt ihr solche Jobs?
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Autor Nachricht
cashisha

Dabei seit: 01.05.2006
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Sa 25.11.2006 00:35
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@ diesel
lieber diesel- by the way: eine frage:
folgender satz stammt aus einer imagebroschüre einer werbeagentur:

Man kann den Computer anstellen und machen,
was möglich ist. Wir ziehen es vor, unser Gehirn
anzustellen und unsere Ideen mit dem Computer
möglich zu machen.


den finde ich sehr sehr genial und würd ich sofort unterschreiben-
kann man den nutzen, wenn der aus so einer broschüre stammt?-
(also ausser dass es einfallslos ist, dass er geklaut ist)

(ja is jetzt nich topic-passend...passt eher in thema rechte aber egal, es passte grad so schön)


Zuletzt bearbeitet von cashisha am Sa 25.11.2006 00:36, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Diesel
Gesperrt

Dabei seit: 09.12.2003
Ort: Hamburg
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 25.11.2006 00:57
Titel

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Wie ich bereits schon mal sagte:
1) Das Gehirn ist die beste Software die wir haben.
(Meistens werden nur 10% davon genutzt)
2) Der PC ist nur ein Werkzeug.
(wer nicht weiß wohin er will, unterliegt)
3) Wer sich den Möglichkeiten eines Rechners untergibt ist kein Kreativer!
(das ist mein Ernst)

Gruß Diesel
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Roewe

Dabei seit: 07.11.2006
Ort: -
Alter: 41
Geschlecht: -
Verfasst Sa 25.11.2006 08:15
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Guten Morgen erstmal.

Zitat:
...und weiß ja jetzt, dass diese Selfmade-Leute die wahren Profis sind (Roewe) und ich nur keine Ahnung habe bzw. schlecht verkaufen kann.


Genau diese Haltung meine ich. Warum denn gleich so patzig? Weil ich darauf hingewiesen habe das ein Kürzel (CI) falsch verwendet wurde? Bitte, dann schmoll ruhig weil dich jemand fachlich ebenbürtiger oder überlegener mal zurechtweist. Kannst dich ja mit Diesel zusammentun.
Das sollte aber eher der Anlass sein mal über sich selbst nachzudenken.

Was die "unschönen" Aufträge angeht, ja die sind normal, die hat jeder. Der Unterschied liegt darin wie man mit ihnen umgeht. Jemand bittet dich zum Freundschaftspreis seine Bastelei druckfertig zu machen? Dann entscheide ob die Entlohnung ausreicht um über gestalterische Unzulänglichkeiten hinwegzusehen, ob du eine Alternative unterbreitest in der deine (hoffentlich) überlegene gestalterische Kompetenz zum tragen kommt, oder ob du den Auftrag ablehnst.

Stell dir mal vor du wärst Innenarchitekt statt Gestalter und ein Kunde will unbedingt pinkfarbenen Teppich, kreischgrüne Wände und blinkendes Neonlicht im Wohnzimmer. Nun erkläre dem mal warum das verkehrt ist, bzw. ist es eigentlich verkehrt?

Jetzt kannst du natürlich den Kunden ablehnen, und meckern was für ein geschmackloser Dummkopf er ist. Du kannst aber auch einfach nach Wegen suchen seine Wünsche umzusetzen in einer Art und Weise die gestalterisch vertretbar ist.
Da kannst du natürlich nicht mit Scheinargumenten kommen, und dich dann beschweren der Kunde sei beratungsresistent, weil er deiner Argumentation nicht folgen will, die ihm als rein subjektive Meinung deinerseits erscheinen muß, solange du deine Argumente nicht mit Fakten untermauern kannst.

Im konkreten Beispiel könnte man z.B. dem Kunden durch Entwürfe zeigen wie sich durch den Wechsel auf Weiß als Basisfarbe und die Nutzung von Pink und Grün nur als Akzentfarben deren "Wuchtigkeit" reduzieren lässt. Als guter Verkäufer erklärt man ihm dann noch warum diese kleinen, dezenten Akzente in der gesättigten Farbe viel mehr "Strahlkraft" besitzen, als die komplette "Durchfärbung" von Boden und Wänden.
Ist man als Gestalter der Meinung Pink und Grün passen einfach nicht zusammen und lässt den Kunden das spüren, dann hat man natürlich von vonrherein verloren.

Man geht dabei als Gestalter immer Kompromisse ein. Wann hat man denn mal einen Auftrag bei dem man kompromisslos alle eigenen Vorstellungen und Ideen umsetzen kann?

Ich hatte z.B. kürzlich einen auch hier vorgestellen Auftrag für Visitenkarten, bei denen ich eigentlich nur den Druck abwickeln sollte. Der Originalentwurf war völlig indiskutabel:

- merkwürdiges Format (49x87mm)
- völlig vermurkstes PDF
- RGB ausserhalb des druckbaren Farbraums
- typografisch katastrophal
- ästhetisch bedenklich

Schritt eins war die Aufklärung des Auftraggebers über die Mehrkosten für das merkwürdige Format, danach folgte die Aufklärung über die so nicht druckbaren Farben, zu guter letzt der Hinweis auf die typografischen Fehler.
Ich hab angeboten die Karte entweder einfach nur zum Druck zurechtzubiegen, oder alternativ zeitnah (innerhalb 2 Stunden) einen Alternativvorschlag zu gestalten. Der Alternativvorschlag hatte außer der Ausrichtung (hochkant) nichts mehr mit dem alten gemeinsam, war handwerklich sauber, und gerade auch im Detail gnadenlos überlegen.
Der Kunde wollte aber "bunte Kästen" auf der Karte haben die auf der ersten auch zu sehen waren. Dann habe ich die eben eingebaut, und mich nach einer Lösung umgesehen für die ich mich zumindest handwerklich nicht schämen muß.
Karte im Druck, einen Auftraggeber mehr, einen unqualifizierten Mitbewerber verdrängt (Qualität setzt sich durch) und eigentlich alle zufrieden.

Die Frage ist immer nur: lohnt es sich?

Brauchst du das Geld, dann nimm den Auftrag an und überwinde dich. Brauchst du das Geld nicht, dann lehn den Auftrag ab.

Eigentlich ganz einfach.
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pRiMUS

Dabei seit: 09.09.2003
Ort: Vienna
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 25.11.2006 08:27
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roewe, in der tat gebe ich dir auch hier wieder recht, das meistens das wort "beratungsresistent" nur aufgrund mangelnder erfahrung gewählt wird.

in deinem beispiel jedoch kennst du auch nur die eine seite der medallie. du hast nie die meinung des ehemaligen gestalters gehört. woher willst du wissen das der gestalter das nicht alles versucht hat rüber zu bringen.

ich kenne da zb einen fall, wo $kunde sich bei $a was gestalten lässt, $a wirklich vernünftig berät und das besprochene 1:1 umsetzt und sogar auf fehler hinweist, $kunde dann zu $b geht, und sagt das $a nur mist gebaut hat, obwohl alles abgesegnet und freigegeben war.

also es gibt durchaus solche und solche fälle. ich denke sowas wirst du auch schon erlebt haben, wenn nicht, hoffe ich für dich, das die NIE sowas unterkommt. wenn du natürlich ulmer äh immer nur (wie in meinem beispiel) $b bist, dann hast du natürlich glück Lächel nur dumm, wenn sich $a und $b gut kennen und sich über $kunde austauschen. dann wird gerne mal das licht hinter dem rücken angemacht.
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Roewe

Dabei seit: 07.11.2006
Ort: -
Alter: 41
Geschlecht: -
Verfasst Sa 25.11.2006 08:44
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Natürlich gibt es auch solche Fälle. Hier war es jedoch nachvollziehbar wie der vorherige Gestalter einfach nicht argumentieren konnte mir, liegt z.B. ein Teil der Mails des ehemligen vor, da ging es um das Format.
Statt drauf hizuweisen das der hohe Preis im Angebot im Format begründet ist, hat der Gestalter einen Haufen möchtegern-Fachchinesisch getextet, dessen Bedeutung ich auch nach mehrmaligem durchlesen nicht ergründen konnte weil er sich in einem Satz dreimal widerspricht Lächel

Es ist ja nicht nur so das massenhaft gestalterisch inkompetente den Markt für Designdienstleistung fluten, es fehlt ja auch immer öfter jegliche Kompetenz im kommunikativen und sozialen Bereich.


Zuletzt bearbeitet von Roewe am Sa 25.11.2006 08:48, insgesamt 1-mal bearbeitet
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cashisha

Dabei seit: 01.05.2006
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Verfasst Sa 25.11.2006 14:38
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@ diesel.
ja. danke. das is aber keine antwort auf meine frage

äh. sorry: guten tach erstmal und allen ein
hübsches wochenende Lächel


@roewe:
du sach ma - im prinzip haste ja , grade mit dem was aufs thread bezogen ist,
durchaus recht! bzw. nich nur durchaus- sondern komplett.

die frage die sich mir aufdrängt is folgende: mit/für welche(n) firmen arbeitest
du, dass die sich ernsthaft zu einem neuentwurf wahlweise einer logoänderung ihres
ach so tollen self-made-designs überreden lassen?!bei den meisten minifirmen (kleinunternehmer bis zu 3 mitarbeiter) die ich kenn redest du mit noch so viel schmalz und ahnung und überzeugungskraft gegen wände!!!-spät. wenns um geld geht

frei nach dem motto "is meins, find ich schön- alles andere kostet geld"
was genau meinst du also, wenn du von "patzig, inkomepent etc." redest.
ich kann und will einfach nich glauben, dass alle ihre kunden behandeln wie den letzten dreck oder das fremdwörterlexikon für werber aufschwafeln.- das kann man sich doch bei dem merkt grad echt nich leisten-
also kann das doch nich der einzige grund sein dafür, dass kunden schlechte entwürfe haben/machen?!

hast du einfach nur glück? wohnst du in einem bundesland, wo die masse den sinn der werbung kennt?
ganz ehrlich!-
kompetenz ist in diesem land schon lange kein grund mehr, aufträge zu bekommen-traurig aber wahr: der normale kunde kennt ja nichmal den unterschied zwischen gut und schlecht - und er wittert überall abzocke.

also ich hab das ding grad wieder - und ich setzte alles ein von verständnis bis sonstwas. letztendlich wird sie mich bescheißen und den auftrag absagen und meine entwürfe nehmen und mir mitteilen, dass ja die firma die eigentlich nur lkw-aufkleber macht beser ist, einen imageflyer zu erstellen - und vorallem: pauschal, billig, gut.

du da kann ich stundenlang erklären wie was wirkt und überhaupt und schleim etc.
viele köche verderben den brei: und es gibt zu viele schlechte leute in der branche- und keiner wills gewesen sein.

letztendlich ist das die erklärung für die urfrage des threads: ja solche aufträge sind normal.
und wir sind selber dran schuld.

also bitte bitte roewe: wie ist die besagte "kompetenz" denn?
ps.: bitte nimm nicht einzelne sätze auseinander!


Zuletzt bearbeitet von cashisha am Sa 25.11.2006 14:39, insgesamt 2-mal bearbeitet
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nanu

Dabei seit: 31.03.2006
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Verfasst Sa 25.11.2006 16:13
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Zitat:
also bitte bitte roewe: wie ist die besagte "kompetenz" denn?


will hier nicht vorgreifen aber nur ein Kommentar zu:

cashisha hat geschrieben:
..ach so tollen self-made-designs überreden lassen?!bei den meisten minifirmen (kleinunternehmer bis zu 3 mitarbeiter) die ich kenn redest du mit noch so viel schmalz und ahnung und überzeugungskraft gegen wände!!!-spät. wenns um geld geht

Das Kleinunternehmer sich eine indivduelle Note beibehalten finde ich wichtig, besser als wenn sie die "Großen" kopieren bzw. kopieren lassen - (das wirkt nur lächerlich).

Ich denke mit etwas kommunikativen und psychologischen Geschick kann man auch hier zu einem Ergebnis kommen mit dem Kunde und Designer leben können. (gut das mit dem Budget ist eine andere Sache).

Kommt man überhaupt nicht auf einem Nenner sagt man halt offen, dass man so nicht miteinander arbeiten kann.
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cashisha

Dabei seit: 01.05.2006
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Sa 25.11.2006 18:55
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@ nanu

nix gegen individuelle noten - aber self-made-corellogos eines auf heimpc erstellten immobilienfirmachefs einer immobilienfirma (z.B.- nur weil ichs hatte)
fallen da sicher nich drunter *lol*(ich zeigs jetzt nich...)

aber im endeffekt scheint das wohl eine unendliche geschichte, die auf erfahrungen beruht- der eine
hat nur mit firmen zu tun, die den gestalter als marionette für ihre entwürfe sehen, einige wissen offenbar gar nicht, dass das ein ernstzunehemender job ist, einige sehen uns als kühe zum ausmelken und bescheißen zur verfügung gestellt und einige muss man förmlich überreden, dass ein rosa-kopierter zettel nicht repräsentativ auf einer messe ist - und einige (!) die gibt es natürlich genauso, freuen sich über verkaufsfördernde gestaltung, über beratung und nehmen entsprechende ausarbeitungen gern an.
die weltsicht pellt sich aus den erfahrungen, die am häufigsten gemacht wurden Lächel
denke ich mal, oder?!

ps.:

Zitat:
besser als wenn sie die "Großen" kopieren bzw. kopieren lassen - (das wirkt nur lächerlich).


also zwischen gut und kopieren is ja wohl noch n unterschied???!!!!!!!!

hab euch lieb- geh jetzt essen Lächel * Mmmh, lecker... *
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