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Thema: Ich AG gründen vom 08.03.2004


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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Verfasst Do 11.03.2004 16:29
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Re: Gold

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bastel_potsdam hat geschrieben:
Ja, das meine ich. Es wäre blauäugig zu meinen jeder Selbstständige verdiente 4000 Euro im Monat. Die meisten Unternehmen zahlen ja nichtmal Gewerbesteuer, schon daran kann man mitunter sehen das man nicht gleichauf eine goldene Nase bekommt. Und die Steuer geht erst ab 25.000 E Gewinn los.


Also ich bin selber selbstständig und zahle von Anfang an Gewerbesteuer. Ich habe sehr moderate Fixkosten und trotzdem keineswegs das Gefühl in der Kohle zu schwimmen. Meiner Erfahrung nach machen sich viele Selbstständige einfach was vor, sind unzureichend versichert, haben keine Rücklagen für die Rente oder finanzieren sich durch Selbstausbeutung ... Das kann es aber nicht sein. Viele kriegen einfach nicht mit, dass sie unterm Strich längst am Existenzminimum leben. Dann zahlt ein Kunde nicht und man steht vor dem Sozialamt.

Ich kenne mittlerweile so viele unglückliche Geschichten aus diesem Bereich, dass ich nur zur Vorsicht mahnen kann.

Gruß

Achim
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bastel_potsdam

Dabei seit: 15.07.2003
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Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 11.03.2004 16:35
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!

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Mmmh...dann scheinst du echt erfolgreich zu sein - Glückwunsch! Nach Abzug aller Betriebskosten und gerade Anfangsinvestitionen schon anfangs 2T monatl. rauszubekommen ist echt klasse. Dazu muss man sicherlich schon etwas Vorarbeit geleistet / Kunden ist Aussicht gehabt haben. (?)
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digitalremedy.de

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Verfasst Do 11.03.2004 16:46
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Achim hat Recht !

Was Versicherungen und Rücklagen angeht ! Du musst auch mal ne Flaute hinnehmen können , und trotzdem nicht gleich am Hungertuch nagen !

Ich führe z.B. Geschäftskonten... um meine Ausgaben ( Betrieblich und nicht betrieblich zu trennen... ) Ist später auch besser zwecks Steuer... )

Nebenbei habe ich mir ne Lebensverischerung und eine Arbeitsunfähigkeitsverischerung geholt ! ! !

Auf die Rentenversicherung kannst du sowieso pfeifen ! Also macht das nichts aus , ob ich angestellt bin oder selbstständig ! ! !


Ach Achim , Was machst du denn so ? Keine Webseite ?

Grüße


Zuletzt bearbeitet von digitalremedy.de am Do 11.03.2004 16:47, insgesamt 1-mal bearbeitet
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JB

Dabei seit: 09.03.2004
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Verfasst Do 11.03.2004 16:52
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digitalremedy.de hat geschrieben:



Nebenbei habe ich mir ne Lebensverischerung und eine Arbeitsunfähigkeitsverischerung geholt ! ! !





Ich hoffe Du hast keine Kapitallebensversicherung zur Altersvorsorge abgeschlossen bzw. wenn doch, dass es noch nicht zu spät ist sie zu kündigen Lächel

http://www.bundderversicherten.de/Versicherungsarten/Erlaeuterung/legalerBetrug.htm
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 11.03.2004 16:54
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Re: !

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bastel_potsdam hat geschrieben:
Dazu muss man sicherlich schon etwas Vorarbeit geleistet / Kunden ist Aussicht gehabt haben. (?)


Das ist in meinen Augen die Grundlage zur Existenzgründung. Wenn Du nicht schon zu Beginn der Gründung Kunden und Aufträge in Aussicht hast, ist das erste Jahr doch schon gelaufen.

Ich habe einige Jahre nebenbei Jobs selbstständig abgewickelt und ich denke, das sollte man in unserem Bereich auch unbedingt vorher gemacht haben. Um ehrlich zu sein, finde ich eine Gründung direkt nach der Ausbildung sehr riskant. Ich habe hier viele Jobs, die ich mir nicht zutrauen würde, wenn ich nicht schon einige Jahre Erfahrungen als Angestellter gesammelt hätte. Und ohne die Kontakte von damals könnte ich hier den Laden längst einpacken.

Trotz aller Kontakte und Erfahrungen ist Selbstständigkeit in meinen Augen ein anstrengendes Geschäft, dass neben vielen Perspektiven auch viele Schattenseiten hat. Nur viele Mediengestalter sind sich darüber nicht bewußt und glauben, dass man sich mit ein paar Webseiten und Geschäftspapiere über Wasser halten kann. Dem ist aber leider nicht so.

Gruß

Achim
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digitalremedy.de

Dabei seit: 14.05.2003
Ort: Nürnberg
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 11.03.2004 16:59
Titel

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JB hat geschrieben:
digitalremedy.de hat geschrieben:



Nebenbei habe ich mir ne Lebensverischerung und eine Arbeitsunfähigkeitsverischerung geholt ! ! !





Ich hoffe Du hast keine Kapitallebensversicherung zur Altersvorsorge abgeschlossen bzw. wenn doch, dass es noch nicht zu spät ist sie zu kündigen Lächel

http://www.bundderversicherten.de/Versicherungsarten/Erlaeuterung/legalerBetrug.htm


Nein nein ....

Ich zahl da immer 100 Euronen ein jedes Jahr 5 % mehr auf den Vorjahresbetrag und mit 55 gibts nen Batzen Geld !

Wäre interessant, wenn Achim mal seinen Weblink postet ...
Würde mich interessieren was für arbeiten er so macht ...


Zuletzt bearbeitet von digitalremedy.de am Do 11.03.2004 17:04, insgesamt 1-mal bearbeitet
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radal

Dabei seit: 11.09.2003
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Verfasst Fr 12.03.2004 12:01
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Achim hat zum Teil Recht.

1. Natürlich ist eine Liquiditäts und Rentabilitätsplanung, die immer nur auf sagen wir mal 2000 €/Monat als Überschuß rausspuckt nicht sinnvoll, weil
- ein selbständiger noch ein risiko mittragen muß,
- kalkulatorische kosten (von den meisten nicht berücksichtigt werden)
Es ist empfehlenswert auch diese Finanzplanung aus drei perspektiven zu erstellen: normal-case, best-case und worst-case. also einen normalen, zu erwartenden plan erstellt, dann noch´n plan wenn´s nicht so gut läuft wie man´s plant und ein plan für den besten fall. mann sollte auf alle eventualitäten vorbereitet sein. Als kaufmann, bin ich der Meinung, daß eine nach unten abweichende planung, z. B. um 10%, eher der realität entspricht. sind die zahlen besser, dann ist ja alles gut.

2. klaro kann man sich auch aus (nach) der ausbildung raus selbständig machen. es ist immer eine zillgruppen- und usp-frage. man muss sich über die eigene kundensegmentierung im klaren sein. also wenn ich der meinung bin, dass ich nach meiner ausbildung mediengestalterische maßnahmen für eine bestimmte gruppe machen kann (die evtl. nicht so anspruchsvoll ist) und dass meine arbeit einen brauchbaren nutzen für den angebotenen preis bietet, dann ist ok. auch als berater würde ich nie auf die idee kommen benz in controllingfragen zu beraten.

Tschaui

Alex
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 12.03.2004 17:24
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radal hat geschrieben:
2. klaro kann man sich auch aus (nach) der ausbildung raus selbständig machen. es ist immer eine zillgruppen- und usp-frage. man muss sich über die eigene kundensegmentierung im klaren sein. also wenn ich der meinung bin, dass ich nach meiner ausbildung mediengestalterische maßnahmen für eine bestimmte gruppe machen kann (die evtl. nicht so anspruchsvoll ist) und dass meine arbeit einen brauchbaren nutzen für den angebotenen preis bietet, dann ist ok. auch als berater würde ich nie auf die idee kommen benz in controllingfragen zu beraten.


Ich möchte hier auch niemanden von irgendetwas abhalten, aber man muss halt wissen, worauf man sich einläßt.

Meines Erachtens kann man heute auch als Ein-Mann- oder Ein-Frau-Unternehmen größere Projekte abwickeln. Dafür bedarf es längst nicht mehr der Manpower einer Werbeagentur. Im Gegenteil - vielfach ist der Einzelunternehmer schneller und günstiger, als wenn in einer Agentur ein Haufen Leute an einem Projekt werkeln ...

Das haben auch viele Mittelständler erkannt und vergeben lukrative Aufträge an freie Grafiker oder Mediengestalter. Der große Haken an der Sache ist der Faktor 'Vertrauen'. Ich mache selbst immer wieder die Erfahrung, dass man ohne Referenzen und Empfehlungen kaum einen Fuss in die Tür bekommt. Und selbst bei Empfehlungen findet bei den ersten Gesprächen immer ein intensives Abtasten statt: 'Haben Sie so etwas schon mal gemacht?', 'Kennen Sie sich mit Chemie/Maschinenbau/Medizin/Versicherungen aus?' oder 'Wie lange sind Sie schon selbstständig?'

Hat man hier aber erst einmal ein Projekt erfolgreich abgewickelt, ergeben sich häufig neue Möglichkeiten, Folgeaufträge, Weiterempfehlungen.

Leider schaffen es aber viele nicht über diese goldene Schwelle und dann bleibt einem nur der Gasthof von nebenan, der Friseur und der eigene Steuerberater. Diese Kundschaft steht aber wirtschaftlich meist nicht so viel besser da als man selbst und egal wie talentiert man auch ist, unterm Strich läßt sich der wahre Aufwand in den seltesten Fällen abrechnen. Auf dieser Ebene bleiben meines Erachtens viele Ich-AGs hängen, die trotz allen guten Willens nicht an Projekte einer bestimmen Größenordnung kommen. So muss man sich mit Visitenkarten und Minihomepages über Wasser halten und jeder Copyshop und jeder Freizeitgestalter stellt eine ernstzunehmende Konkurrenz dar. Unterm Strich sind dann 2000 Euro pro Monat nur mühsam zu erreichen und wie schon oben erwähnt, reicht dies aus wirtschaftlicher Sicht noch nicht einmal aus.

Genau deshalb sollte man sich eine Selbstständigkeit gut überlegen und sich auch selber fragen, wie man auf potentielle Kunden wirken und wie souverän man ihnen gegenüber auftreten könnte:
  • Kenne ich meinen Wert? Kann ich mich verkaufen? Traue ich mir auch intensive Preisverhandlungen zu?
  • Kann ich mit Kritik (auch unberechtigter) souverän umgehen und Kunden von der Qualität meiner Arbeit überzeugen?
  • Kann ich frei reden (auch vor vielen Zuhörern)? Kann ich auf Fragen eingehen? Kann ich technische Fragen allgemeinverständlich erklären?

Einfach mal den Freund oder die Freundin fragen und sich einschätzen lassen. Der mundfaule, schüchterne Kreative oder der selbstverliebte Schwätzer haben in meinen Augen als Selbstständige meist keine Chance, selbst wenn sie auf ihrem Fachgebiet top sind.

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Fr 12.03.2004 17:37, insgesamt 1-mal bearbeitet
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