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Thema: Hartz IV - Eure Meinung? vom 13.07.2004


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Astro

Dabei seit: 14.04.2003
Ort: auf der Flucht
Alter: 41
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Verfasst Do 19.08.2004 12:13
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Endlich sagt mal einer öffentlich, wie es ist. Genau das gleiche Wort benutze ich seit Monaten. Die Parallelen sind offensichtlich. *pah*

Zitat:
"Ein-Euro-Jobs"
Thüringer DGB-Chef spricht von "Reichsarbeitsdienst"

Thüringens DGB-Chef Frank Spieth hat die Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose mit dem NS-Reichsarbeitsdienst verglichen. Er wünsche sich, dass jedem fünften Langzeitarbeitslosen reguläre Arbeit angeboten werde, sagte Spieth dem MDR Thüringen Journal. Mit Ein-Euro-Jobs werde "der Reichsarbeitsdienst im neuen Gewand eingeführt".

Wirtschaftsminister Wolfgang Clement hatte in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" gesagt: "Ich rechne mit einer erheblichen Verstärkung öffentlicher Arbeitsgelegenheiten, vielleicht auf 20 Prozent der heutigen Langzeitarbeitslosen, das wären mindestens 600.000".

Matschie: Unglaubliche Entgleisung
Der Sprecher der CDU-Landesregierung Uwe Spindeldreier nannte die Äußerung einen äußerst peinlichen sprachlichen Fehlgriff. Der SPD-Landesvorsitzende Christoph Matschie sprach von einer "unglaublichen Entgleisung". Spieth soll diesen Vergleich zurücknehmen, forderte er.

Im Hartz-IV-Gesetz ist geregelt, dass Langzeitarbeitslose mit gemeinnütziger Arbeit ein bis zwei Euro pro Stunde dazuverdienen sollen. Sozialhilfeempfänger sind von dieser Maßnahme bereits seit längerer Zeit betroffen. Wer einen Job ausschlägt, dem wird das Arbeitslosengeld gekürzt oder komplett gestrichen. Als zumutbar gilt jede legale, nicht sittenwidrige Arbeit. Die "Ein-Euro-Jobs" dienen laut Gesetz dazu, die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die Jobs sollen von kommunalen Beschäftigungsstellen und gemeinnützigen Organisationen angeboten werden. Laut Clement kommen dabei jedoch nur Arbeiten in Frage, die der örtlichen Wirtschaft keine zusätzliche Konkurrenz machen. Denkbar sei beispielsweise eine Beschäftigung in der Alten- und Krankenpflege.



Stand: 19.08.2004 05:39 Uhr
tageschau news
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auswanderin

Dabei seit: 07.09.2006
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Geschlecht: -
Verfasst Do 07.09.2006 08:10
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KCie hat geschrieben:
ich find das eigentlich ganz gut

sollen die sozialschmarotzer doch arbeiten gehen



Ich bin entsetzt über solch eine Aussage!
Was ist mit denen, die 25 Jahre und mehr immer gearbeitet und nebenbei auch noch 3 Kinder
oder mehr zu anständigen Menschen erzogen haben??? Dann scheitert die Ehe, man verliert
auch noch seinen Job weil die Firma ins Ausland abwandert und mit über 40 steht man plötzlich
vor der Tür des Arbeitsamtes. Egal ob Jahrzehnte gearbeitet wurde oder noch nie... es gibt nur
12 Monate Arbeitslosengeld und während dieser Zeit greift man nach jedem Strohhalm um Hartz4
zu entkommen, dubiose Arbeitsangebote sind an der Tagesordnung... die finden sich zu Hauf im
Portal der Arbeitsagentur. Vom Arbeitsamt werden Weiterbildungsmaßnahmen verwehrt, die
bekommt nur wer einen Arbeitsplatz in Aussicht hat und dies auch schriftlich belegen kann...
ist halt kein Geld in der Kasse. In den 12 Monaten keine Arbeit gefunden? Viel Spaß mit Hartz4,
wer keinen Anspruch hat, weil der Lebenspartner 20 Euro zuviel verdient, darf sogar seine
Krankenversicherung selbst bezahlen, nur wovon?

Ich sage nur: Armes Deutschland!
Verlierer sind die, die wirklich alles versuchen um einen Job zu erhaschen und doch
erfolglos sind und in die Armut abrutschen!
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saucer

Dabei seit: 19.05.2002
Ort: München
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 07.09.2006 08:20
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auswanderin hat geschrieben:

Ich bin entsetzt über solch eine Aussage!

er hat recht, die sozialschmarotzer unter den arbeitslosen sollen zum arbeiten gezwungen werden.
parallelen zum reichsarbeitsdienst sind einfach nur disqualifizierend polemisch.
auswanderin hat geschrieben:

Was ist mit denen, die 25 Jahre und mehr immer gearbeitet und nebenbei auch noch 3 Kinder
oder mehr zu anständigen Menschen erzogen haben??? Dann scheitert die Ehe, man verliert
auch noch seinen Job weil die Firma ins Ausland abwandert und mit über 40 steht man plötzlich
vor der Tür des Arbeitsamtes.

das ist der kritikpunkt an hartz4 - es ist völlig wurscht ob jemand 40 jahre gearbeitet hat oder nur 4. Aber sowas muss man anders bewerten, definitiv.

Charon hat geschrieben:
Zitat:
Do 19.08.2004 13:13

und dennoch aktuell, hm? *zwinker*


Zuletzt bearbeitet von saucer am Do 07.09.2006 08:20, insgesamt 1-mal bearbeitet
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charon

Dabei seit: 23.01.2006
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 07.09.2006 08:30
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saucer hat geschrieben:


Charon hat geschrieben:
Zitat:
Do 19.08.2004 13:13

und dennoch aktuell, hm? *zwinker*


War ja klar dass die Liberalos wieder gegen mich schiessen Grins

Ich finde die Diskussion nicht sonderlich aktuell. Klar, in persönlichen Einzelschicksalen schon. Aber nicht im Ganzen über Hartz4 selbst. *Whaazzzz uppp?*
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anonymous design
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Dabei seit: 10.08.2006
Ort: Berlin
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 07.09.2006 08:36
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Absolut aktuell, gerade jetzt wo erst kürzlich einige Änderungen in Kraft getreten sind. Die Mutter einer guten Freundin ist Ausbilderin in einem Betrieb in dem zehn Hartz4 EmpfängerInnen unter 25 jetzt nen Ausbildungsplatz bekommen haben.
Unter Berufung auf diesen „Zwangsarbeit“-Schwachsinn haben zwei die Ausbildung nicht angetreten, 3 kamen in der ersten Woche wiederholt garnicht, weitere 2 zeigen keinerlei Bereitschaft zum lernen und nur der spärliche Rest von dreien freut sich überhaupt was machen zu dürfen.

Wer sich aus den Ressourcen der Solidargemeinschaft bedient, der hat bei sich bietender Gelegenheit auch seinen eigenen Beitrag zur Solidargemeinschaft zu leisten. Alles andere ist und bleibt Sozialschmarotzertum. Es ist keineswegs entwürdigend eine Ausbildung zu machen um hiermit die Solidargemeinschaft zu entlasten, und den Steigbügel den eben diese einem offeriert zu nutzen.
Wer nichtmal einen Schulabschluss hat, obwohl es diverse Möglichkeiten gibt diesen auch nachträglich extern zu erwerben, der kann nicht erwarten einen Job mit hoher Entlohnung zugeschanzt zu bekommen.

Des weiteren GIBT es KEINE 1€-Jobs. Die Entlohnung erfolgt grundsätzlich ZUSÄTZLICH zu den Basisleistungen von Hartz4, wodurch nicht wenige sog. Ein-Euro-Jobber in Gehaltssphären unterwegs sind die über dem liegen für jene mancher Geringverdiener (Friseurinnen, CCAs, Gebäudereiniger, Baunebengewerbe) nicht nur eine Ausbildung absolviert hat, sondern sich auch noch einem wesentlich härteren Arbeitsalltag stellen muß.
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pRiMUS

Dabei seit: 09.09.2003
Ort: Vienna
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 07.09.2006 08:41
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wer in 12 monaten keine neue arbeit findet, hockt 12 monate auf seinem fowlen arsch. in der heutigen zeit muss man einfach die augen weiter offen haben und nicht nur in dem bereich schauen wo man vorher (25 jahre hin oder her) gearbeitet hat.

wer arbeit will findet diese auch. auch wenns nicht seinen erwartungen entspricht. diese diskussion ist jedesmal das selbe. ich habe beide seiten erlebt, sowohl arbeitslos und ohne kohle als auch arbeit mit kohle und selbständig mit mal mehr mal weniger kohle.

fakt ist, wer sich 12 monate aufs arbeitsamt verlässt ist ein schmarrotzer und hats nicht anders verdient.

ich habe auch einen kaufmännischen beruf erlernt und war mir nicht zu schade 3 jahre auf einem binnenschiff zu arbeiten, das waren immerhin 2.500 mark pro monat inkl einer schönen wohnung auf dem schiff + strom + wasser + heizung. die arbeit war natürlich nicht der meines erlernten berufes entsprechend aber na und? ich hatte nen job.

wer jetzt sagt das er dort nicht arbeiten will weil [ insert grund hier ] ist arbeitsscheu und hats nicht anders verdient.
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mode93

Dabei seit: 17.07.2006
Ort: Berlin
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 07.09.2006 09:16
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ich bin für ein system wie in amerika. dann wären wir nicht so pleite. jeder ist für sich selbst verantwortlich. hartz IV ist noch viel zu human. essenmarken statt geldund jeden tag abholen. <-- Schuld!
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charon

Dabei seit: 23.01.2006
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 07.09.2006 09:22
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mode93 hat geschrieben:
ich bin für ein system wie in amerika. dann wären wir nicht so pleite. jeder ist für sich selbst verantwortlich. hartz IV ist noch viel zu human. essenmarken statt geldund jeden tag abholen. <-- Schuld!

Ist dir klar wieviele Menschen in den USA unter der Armutsgrenze leben? Und wie das dort mit der Krankenversorgung ausschaut? Und mit anderen sozialen Absicherungen? Wie gross die Klassenunterschiede zum Teil sind?

Zitat:
Dann wären wir nicht so pleite.
*Huch* Meine Güte! Von nichts eine Ahnung, aber mal blödsinnig mitquatschen wollen, ja?
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