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Thema: Hartz IV - Eure Meinung? vom 13.07.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Hartz IV - Eure Meinung?
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tuxedo

Dabei seit: 10.10.2002
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Verfasst Di 13.07.2004 16:57
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(50 x 4) x 5 = 1000
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kronimusik

Dabei seit: 11.02.2004
Ort: -
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 13.07.2004 17:03
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bastel_potsdam hat geschrieben:
Warst du denn wählen?


wenn du mich meinst,ja war ich.
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Der Schnitter
NaturalBornGriller

Dabei seit: 21.07.2003
Ort: Saarland, Mitte links
Alter: 40
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 13.07.2004 17:10
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tuxedo hat geschrieben:
(50 x 4) x 5 = 1000


Wie peinlich.. Korrigiert...
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Der_Morph

Dabei seit: 30.03.2004
Ort: Brandenburg
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 13.07.2004 18:40
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im gegenzug sollte das aa aber auch mal aktiver werden, mehr förderungen et cetera zur verfügung stellen und vor allem mehr infoarbeit und teamarbeit üben - kann nicht sein dass man sich z.b. n arsch aufreisst und sich nen praktikumsplatz sucht, überall klingeln, briefchen schreiben und so weiter, denn endlich einen findet (mediengestalter, aktiv bei nem projekt mitarbeiten, endlich mal nen fuß drinnen haben! viele firmen fordern ja schon praktika erfahrung wenn man bei ihnen eins machen kann. ich stapf zu der suse im amt (schimpft sich vermittlerin) - werd ich zusammengeschissen was ich mir denn denken würde, in der zeit müsste ich denen ja zur verfügung stehen und das ginge nicht, wenn ichs trotzdem machen würde würde ich n vierteljahr sperre - sprich keine kohle - bekommen. also hab ich statt 3 wochen praktikum mal wieder nur zu hause gesessen, is ja auch mal schön. war ich bei der lasa und hab mich über weiterbildung informiert, zwei vielversprechende bildungsträger gefunden und da gleich hingestapft. bei einer nen test gemacht, bei der zweiten steht dieser noch aus, aber bei beiden schon große hoffnungen gemacht bekommen, bei einer könnte ich sogar noch sofort einspringen! heute morgen wieder zum armeleuteverarschungsamt gegangen hieß es: abschluss zu schlecht, gesetzlich förderung nicht möglich. begründet hat ers gar nicht, zeigen konnte er mir das gesetz auch nicht, dafür hat er mich einfach rausgeschmissen. und was kommt vom amt selber? resultat ein jahr vermittlungsarbeit: 1x erdbeeren pflücken aufm feld für etwa 50€ mehr im monat wie ich ohnehin von denen bekomm. hab ich nach möglichkeiten gefragt meinen abschluss zu verbessern um in eine solche förderung rein zu kommen - antwort (wie meistens):gibts nicht. lol jeder hat das recht auf grundbildung, gibt zumindest abendschule, aber die können nur "gibts nicht, nicht möglich, nicht zuständig"

also wenn ich mir eins nicht vorwerfen lasse dann dass ich gar nichts tue - und unter dem standpunkt seh ich erst recht nicht ein gullideckelablecker vom dienst oder so zu spielen wenn die es nur für nötig halten mir beruflich steine in den weg zu legen und mit höchstens halbwissen um sich zu werfen!
und dass es viele gibt die nicht die möglichkeit haben im netz zu suchen, keine ahnung haben an wen man sich noch wenden kann, den mut und das interesse verlieren überhaupt noch was zu tun kann ich irgendwo schon gut verstehen bei der behandlung von der seite die ihnen eigentlich unterstützen soll
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Medienkreatur
Threadersteller

Dabei seit: 26.04.2004
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Verfasst Di 13.07.2004 23:08
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so ist es. Das Arbeitsamt hat jetzt schon viele Freiräume. Mit Hartz IV werden dem Bürger weitere Rechte weggenommen!
Jeder Arbeitslose steht unter Verdacht und wird angeklagt, zudem kommt manchmal (oder oft) noch die "soziale Hetzte" der arbeitenden Bevölkerung, die da meint alle sind Sozialschmarotzer! Wenn man also annimmt, das ab nächsten Jahr alles besser wird, und das Amt jemanden freundlich Hilfe anbietet, ist man schief gewickelt. Selbst wenn ein guter Wille da wäre, gibt es einfach keine Jobs. Die Mitarbeiter hinter ihren lahmen PC´s wissen doch oft garnicht welche Weiterbildungsmöglichkeiten z.b. ein Mediengestalter hat. Sowas ist schlicht in deren Datenbank nicht existent - Eine feste Regelung gibt es oft nicht. Und mit der Verabschiedung der neuen Gesetzte werden den Menschen weitere Möglichkeiten genommen ihre Zukunft eigenständig zu gestalten.

Zitat: bongards Nach der beschlossenen Regelung besteht nicht der geringste Anspruch auf festgelegte Arbeitszeiten. Arbeiten auf Abruf in beliebiger Dauer, an einem beliebigen Ort und zu welchen Konditionen auch immer - das ist noch schlimmer als die bisherigen Konditionen für Tagelöhner/innen, denn diese haben einen entscheidenden Vorteil: im Falle eines Konflikts verlieren sie "nur" den Arbeitslohn für einen Minijob. Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II verlieren, ein Anruf beim Jobcenter genügt, mitunter ihren gesamten Lebensunterhalt für Wochen oder Monate.

Das bedeutet nicht nur das Arbeitslose vollkommen der Willkür des Arbeitsamtes ausgeliefert sind, sondern auch eine Ausweitung des Billiglohnsektors. Dann sollte man sich nicht wundern das ein Mediengestalter "untertariflich" bezahlt wird. "Teure" Arbeitskräfte werden durch Billige ersetzt. Durch Hartz IV werden nicht nur Arbeitslose in die Armut getrieben, sondern es wird auch an deren sozialen Umfeld wie Freund/in, Familie, Wohngemeinschaften gezehrt. Es wird bei denen gesaugt die eh nicht viel haben. Jeder der einen Arbeitslosen in seiner SIPPE hat, wird das zu spüren bekommen.

Aus dem Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II) §9
... Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen.
... Ist in einer Bedarfsgemeinschaft nicht der gesamte Bedarf aus eigenen Kräften und Mitteln gedeckt, gilt jede Person der Bedarfsgemeinschaft im Verhältnis des eigenen Bedarfs zum Gesamtbedarf als hilfebedürftig.
... Leben Hilfebedürftige in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten oder Verschwägerten, so wird vermutet, dass sie von ihnen Leistungen erhalten, soweit dies nach deren Einkommen und Vermögen erwartet werden kann.


Naja ... das sind nur ein paar Auszüge. Fakt ist, das davon Ausgegangen wird das der arbeitslose, NICHT alleinlebende Mensch, grundsätzlich finanzielle Hilfe von Außenstehnden Personen beziehen kann. Es wird nach unklaren Regeln vermutet und angenommen ... der Hilfebedürftige muß dies dann wiederlegen, sonst bekommt er nichts !


* Ich geb auf... *


schon klar das man es da mit der Angst bekommen muß. Leider ist es vielen nicht bewußt was diese Gesetzesänderung wirklich für Folgen mit sich bringen MUSS ! Mancheiner hört nur das Sozialschmarotzer endlich Arbeiten sollen und dann macht man die Lauscher zu * Ich will nix hören... * ... Die anderen wichtigen Punkte der neuen Gesetze werden garnicht wahrgenommen, da man davon noch nie was gehört hat. Und am Ende wundern sich alle das wir wie die chinesen bezahlt werden und es uns schlecht geht - immer noch und schon wieder

*zwinker*
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Micha

Dabei seit: 19.05.2004
Ort: Tranceplanet
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 14.07.2004 03:17
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Sebastian Koch hat geschrieben:
mir ist auch nicht klar, wie jemand von 331 euro im monat leben soll. muss man wohl auf solch einen luxus wie 250 euro für eine wohnung verzichten. ist ja auch 5 monate warm im jahr.




das ist ja nur die kohle die ausgezahlt wird. whg, klamotten usw. werden ja weiter bezahlt. ist schon richtig das sie da so hart vorgehen. hätte ich hartz IV entwickelt würde mein §1 so aussehen: Alle Mitarbeiter des Sozialamtes müssen an einer Schulung im Umgang mit ihren Mitmenschen teilnehmen.
leider sind die 4 sachbearbeiter die ich kennen gelernt habe so dumm das sie in der freien wirtschaft zu ihren eigenen patienten werden würden. aber der staat hat ja für jeden etwas. klingt komisch ist aber so.
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blac bloc

Dabei seit: 18.02.2002
Ort: woanders
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Verfasst Do 15.07.2004 22:21
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Zitat:
Ich bleib im Bett

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass der Mensch zur Gattung der Faultiere gehört. Etwa sieben Millionen Jahre lang, bis vor kurzem, lagen wir auf der Bärenhaut. Etwa drei Stunden benötigte der Mensch, seit er denken konnte, für die Reproduktion. Das heißt: Tief im Inneren eingeprägt ist uns die 21-Stunden-Woche. Jede Minute mehr ist anthropologisch absurd, Folter, unbegreiflich, spiritualistisch. Auch ökonomisch Quatsch.

Man sollte einmal die Katastrophen und Kosten, die durch die menschliche Arbeit entstehen, gegen die Kosten der Arbeitslosigkeit und des Nichtstuns aufrechnen. Ich vermute, nahezu alle Probleme der heutigen Menschheit entstehen dadurch, dass gearbeitet wird.

In Ländern wie Westdeutschland gibt es eine irrwitzige Vergötterung der Arbeit. Linke wie Rechte lieben die Arbeit, weil nur ein arbeitender Mensch ausgebeutet werden kann. Der Kampf um eine angemessene Beteiligung an der Ausbeutungsrate ist die raison d’être einer gedankenlosen Linken, die ihre anthropologischen Ursprünge verraten hat, und kein Unternehmer hat je über die Inhumanität von Unworten wie »Wachstum«, »Rentabilität« und »Dienstwagen« nachgedacht.

Nicht darüber sollten wir diskutieren, wie man ganze Völker zu Ausbeutungsobjekten macht, sondern darüber, wie ein Leben ohne Arbeit zu gestalten wäre. Wie vernünftige Faulheit aussehen könnte. Das zu tun, wäre eine kluge unternehmerische Leistung.

Auch immanent ist die Dummheit unübersehbar. Mir hat noch keiner erklären können, warum längere Arbeitszeiten, geringere Löhne und sinkende Einkünfte von Erwerbslosen, Studiengebühren etc. zur Sanierung der öffentlichen Haushalte, zu wirtschaftlichem Wachstum und sinkenden Arbeitslosenzahlen führen sollen. Worin der ökonomische Nutzen bestehen soll, wenn Sozialhilfeempfänger städtische Mülleimer leeren, statt unter der Paulinenbrücke zu sitzen und gelegentlich ein Bier zu trinken.

Ich würde die Faulheit nicht loben, wenn es nicht die einzige menschenwürdige Seinsweise wäre. Nur Faulheit gebiert Großes. Sicher, die meisten Menschen sind nicht fähig, korrekt faul zu sein. Aber sie können ja auch nicht gescheit arbeiten. Seit mehr als 50 Jahren beobachte ich, was, wie und wofür in Deutschland gearbeitet wird. Es ist eine Katastrophe.

Für mich persönlich habe ich das Problem gelöst, das darin besteht, dass Faulheit als asozial gilt. Erst wollte ich Musiker werden, dann wurde ich Schriftsteller. Als Schriftsteller kann ich im Bett liegen, in Kneipen, Kaufhäusern, Parks rumlungern, in Bibliotheken sitzen, wie ein Berber durch die Welt reisen. Ich behaupte einfach, ich müsste Material und Gedanken für mein nächstes Buch sammeln.

Ich krieg’ zwar fast keine Rente, und für meine Honorare würde kein Flaschner ein Klo reinigen, aber ich weiß, dass ich einer der wenigen bin, die einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen. Für viele, die man von klein auf zur Arbeit erzieht und verfolgt, wenn sie faul sind, ist das keine Lösung. Es wird aber jedem einleuchten, dass eine entwickelte Industriegesellschaft nicht alle mit Arbeit versorgen kann und dass es inhuman ist, den nicht verwertbaren Rest zu diskriminieren.

Wir brauchen eine neue Ethik der Faulheit. Schon im Elternhaus und in der Schule müssen die Menschen zu sinnvollem Nichtstun erzogen werden. So wie der gesellschaftliche Nutzen der Arbeit – nicht nur der individuelle – erst noch geschaffen werden muss, ist auch der Nutzen der Faulheit noch zu entdecken. Das Lob der Faulheit ist eine enzyklopädische Arbeit.

peter o. chotjewitz
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Mischpult

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Verfasst Do 15.07.2004 22:51
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blac bloc hat zitiert .... (nicht gesprochen)(oder seine eigene Meinung kund getan) :-C
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